Ich gestehe, die Diskussion hier hat mich seit gestern ein wenig ins Grübeln gebracht. Aktuell könnte ich mir tatsächlich vorstellen, mit meiner Frau jeweils eine 2/3-Stelle zu machen. Wir wären damit in Bezug auf die drei zu bewältigenden Grundaufgaben gleichberechtigter, gleichsam erhoffe ich mir dadurch mehr Zeit für andere wichtige Dinge - wie beispielsweise auch das eine oder andere, was man in dem ausgelagerten Thread dazu lesen kann. Mehr Zeit für uns als Paar, mehr Zeit für die Kinder, mehr Zeit für Hobbys.
Um dabei kein "Bauchgrummeln" zu haben, wären für mich zwei Voraussetzungen grundlegend.
a) Wir haben keine Schulden mehr (=> Das Haus ist in absehbarer Zeit abbezahlt.)
b) Unsere Stundenreduzierung führt zu einer echten Entlastung bei der Arbeitszeit - sprich ein halbwegs kompakter Stundenplan, im Idealfall ein freier Tag, eine spürbare Reduzierung des Normaufwands sowie in meinem Fall nicht nur Korrekturgruppen. (Würde man mir nur die Nicht-Korrekturgruppen abnehmen, dann wäre das kein wirklicher Gewinn, weil selbst bei dann nur 17 Deputatsstunden die Korrekturzeiten überproportional reinhauen würden und ich dann genauso ungünstig dastünde wie meine Frau. Wie meine Frau ihrerseits die bei 19 Deputatsstunden dann wahrscheinlich mindestens vier, wenn nicht gar fünf Korrekturgruppen bewältigen würde, ist natürlich auch noch einmal eine andere Sache...)
Das kann man aber nicht erzwingen sondern man muss es aushandeln bzw. dafür kämpfen. Es steht zu befürchten, dass das nicht an beiden Schulen gleichermaßen erfolgreich durchsetzbar sein wird.
Und genau an diesem Punkt setze ich den Hebel an und bleibe bei meiner Aussage, dass man sich das leisten können muss - und dass man hier auf den guten Willen beider Schulen angewiesen ist. Es wäre eben nichts gewonnen, wenn die freigewordene Zeit durch Korrekturen und einen möglicherweise nicht proportional reduzierten Normaufwand aufgefressen würde. Ganz im Gegenteil. Die Freude über ein höheres Maß an Gleichberechtigung vermag die Frustration im Falle ungünstiger Gesamtbedingungen an beiden Schulen oder eines ständigen Kampfes für unsere Rechte als Teilzeitkräfte ganz sicher nicht zu kompensieren.
(Alternativ könnte ich auf eine günstige Gelegenheit hoffen und schauen, ob ich dauerhaft wieder in der Behörde arbeiten kann. Dann wäre das mit der Reduzierung überhaupt kein logistisches Problem mehr. Wie realistisch das ist vor dem Hintergrund meiner Qualifikationen und dem Personalkarussell, ist natürlich eine ganz andere Sache... Leider habe ich da keine funktionierende Glaskugel zur Hand.)