Beiträge von Bolzbold

    Und dieselben "Freiheitsliebenden" wollen die Freiheit von Frauen zu Schwangerschaftsabbrüchen beschränken. Die Deutschen haben auch eine wie auch immer geartete Mentalität, die hat aber eine gewisse Viskosität.

    Das verstehst Du natürlich völlig falsch. (Achtung Ironie)
    Es geht hier doch um die Freiheit des ungeborenen Lebens.

    Bei AmerikanerInnen - vorzugsweise RepublikanerInnen - nach der Logik und inneren Stimmigkeit ihrer Glaubensgrundsätze zu suchen, dürfte in der Tat ein aussichtsloses Unterfangen sein.

    Noch viel furchtbarer ist es, dass sich nichts ändern wird.

    Kein Amoklauf, keine Massenschießerei, keine unzähligen Toten durch Schussverletzungen haben bislang dafür gesorgt, dass man aktiv etwas dagegen tut. Nach wie vor hält sich in den USA der Glaube, dass gegen einen "bad guy with a gun" nur ein "good guy with a gun" hilft. Dass aber die Waffen das Problem sind, ist leider kein Teil des mehrheitlichen Mindsets der AmerikanerInnen. Jetzt wird schon wieder davon gesprochen, die Lehrkräfte zu bewaffnen. Prima, dann trägt man demnächst Waffen IN der Schule, um die Schulen sicherer vor Waffen zu machen...

    Könnte vielleicht jemand die Quelle benennen, nach der man in der Elternzeit als Teilzeitbeschäftigte(r) keine Mehrarbeit in NDS leisten darf (sic!)?

    Römisch II Ziffer 2 dieses Formulars schließt das zumindest nicht explizit aus. 030_061 - Merkblatt für Beamtinnen, Beamte, Richterinnen und Richter über Teilzeitbeschäftigung und Beurlaubungen nach dem NBG und dem NRiG einschl. Elternzeit (ohne Altersteilzeit) [Stand: 10.2021] (niedersachsen.de)

    Und Ziffer 3 dieses Dokuments VORIS Kultusministerium | 14- 03143/2 (111) | Verwaltungsvorschrift (Niedersachsen) | Besondere Regelungen für teilzeitbeschäftigte und begrenzt dienstfähige Lehrkräfte an ... | i. d. F. v. 07.04.2017 | gültig ab 01.08.2017 | gültig bis 31.12.2022 besagt sogar ausdrücklich, dass Vertretungsunterricht in angemessenem Umfang möglich ist. Bei einer 70%-Stelle wird man der TE also nur bedingt entgegenkommen können - aber ganz ohne anteilige Reduktion dieser Verpflichtung wird es auch nicht gehen.

    (Kann man übrigens alles über google finden.)

    kodi

    In meinem Fall hätte das bei aller Transparenz bei der UV nicht mehr berücksichtigt werden können. Bewerbungsende war die erste Woche der Sommerferien. Auswahlgespräche waren Ende September und Beginn der (Teil)Abordnung Mitte November. Somit fielen also 12.75 Stunden einer erfahrenen Lehrkraft, die mehrere Oberstufenkurse inkl. LK im neuen Schuljahr übernehmen sollte, ab November weg. Denkbar ungünstig für die Schule - aber da hatte mein SL eben zu hoch gepokert. Für alle Zusatztätigkeiten fand sich dann ganz schnell Ersatz, so dass das Problem der "Unersetzbarkeit" eher ein vorgeschobenes Argument war, als es darum ging, Aufgaben abzugeben...

    Es gibt wohl kaum einen Beruf, bei dem man vorher ganz genau weiß, was man verdienen wird. Augen auf bei der Berufswahl gilt nicht nur für die verbeamteten Maden im Speck sondern auch für diejenigen, die sich - zumindest theoretisch - ja alternativ in der freien Wirtschaft eine goldene Nase hätten verdienen können. Wir müssen dann aber die ganze Bandbreite anschauen. Nicht jeder Ingenieur oder Anwalt etc. verdient per se deutlich mehr als eine A13-Lehrkraft.

    Für den Führungsbereich stimmt das jedoch leider mit der mageren Bezahlung. Welcher Manager eines Unternehmens mit Verantwortung für 1.000 Personen (z.B. am Gymnasium) geht nur mit A16 nach Hause? Ich hatte es ja anderenorts mal ausgerechnet. Als Schulleiter bekommt man rund 5 Euro netto mehr als ich als A15er.

    Prinzipiell geht es erst einmal keinen etwas an, wenn ich eine Bewerbung raus haue. Alles andere wird sich doch dann später zeigen. ;)

    Das stimmt. Einige meiner KollegInnen in der Behörde haben es auch genauso gehandhabt - und dabei an der alten Schule zum Teil verbrannte Erde hinterlassen. Angesichts des ohnehin schon angespannten Verhältnisses zur Schulleitung war das den betreffenden KollegInnen aber herzlich schnuppe.

    In der Tat kann ja die BR selbst entscheiden, ob sie jemanden für X Stunden abordnet... Die Meinung der Schulleitung zählt da mitunter nicht sonderlich viel.

    Ich musste meinem SL das Ganze erzählen, weil ich dafür an einem Nachmittag freigeblockt werden musste - er ging aber wohl davon aus, dass das sowieso nichts geben wurde - und im Kollegium wurde teilweise gefeixt, dass bei einer Bewerbung auf zwei unterschiedliche Stellen die erste nicht erfolgreich war... Insofern mag Diskretion hier durchaus sinnvoll sein.

    Wieso eine solche "Masterthesis" von einem halbwegs wissenschaftlichen Lehrstuhl (sic!) überhaupt noch angenommen? Die Studierende kann sich doch letztlich von ihren eigenen Klischees nicht loslösen oder aber hatte einfach keine zündende Idee für ihre Abschlussarbeit. Ganz, ganz gruselig. Das ist GK Pädagogik Niveau - und selbst das wäre noch fast eine Beleidigung gegenüber den KursteilnehmerInnen...

    Für NRW würde ich mal im Bildungsportal nachsehen. Dort steht bei Schulwettbewerben wie z.B. auch dem Deutschen Lehrkräftepreis, dass die Lehrkräfte 2020 pro Person 500 Euro Preisgeld erhalten haben - und dass die Preisgelder für "Projekte oder Aktionen im Rahmen des Schulunterrichts zu verwenden sind".

    Wer als Lehrkraft an einem Wettbewerb teilnimmt, der erhält in seiner Funktion als (verbeamtete Lehrkraft) im Erfolgsfall den Preis. Der muss dann in NRW angemeldet und die Annahme genehmigt werden - und dann gilt oben genannte Auflage.

    Quelle: Deutscher Lehrkräftepreis - Unterricht innovativ | Bildungsportal NRW (schulministerium.nrw)

    SInd die Aufstiegsmöglichkeiten (und die Zulage) nicht an dem Dienstgrad "Studienrat" gekoppelt? Sprich, wenn die Grundschullehrer weiterhin "nur" Lehrer sind, dann dürfte sich daraus nicht unweigerlich diese Aufstiegsmöglichkeiten ergeben

    Das ist ja der springende Punkt. Es wäre doch reine Verarsche, wenn man sagt "OK, Ihr bekommt A13, aber Ihr bleibt weiterhin hinsichtlich der Aufstiegsmöglichkeiten Lehrkräfte zweiter Klasse."

    A13 für alle bedeutet auch, dass es künftig analog zum Gymnasium entsprechende Aufstiegsmöglichkeiten geben müsste - damit verschiebt sich das gesamte Besoldungsgefüge der Primar- und Sekundarstufe I deutlich nach oben. Kann man machen - wäre fair. Aber kostet wirklich viel Geld. Die Öffentlichkeit wird nicht ganz zu Unrecht dann auch irgendeine Form von "Mehrwert" bzw. an "Output" in der Schule erwarten. Dass Letzteres nur bedingt der Fall sein kann, wird nicht gerade für Begeisterung sorgen.

    Nachtrag: und die Aufgaben, für die man etwas anderes braucht, bleiben liegen.

    Da wäre ich sofort dabei - allerdings würde das nur dann effektiv greifen, wenn die überwältigende Mehrheit der Lehrkräfte dies so konsequent umsetzen würde. Ansonsten sind wir wieder beim Thema "Preise kaputtmachen"...

    Und ich darf mich dann um alles kümmern? Schließlich ist nicht nur die Anschaffung der Hardware ein Kostenfaktor. Obacht!

    Wie hoch denn die Pauschale sein? Einmalig 500 Euro?

    Das kommt darauf an, welchen Anspruch Du hast. Der puristische Anspruch ist der, dass die Behörde oder der Träger das managen. Das kann ich verstehen. Die Ergebnisse einer solchen Organisation kennen wir jedoch glaube ich aus eigener (leidvoller?) Erfahrung.

    Da wäre mir eine Mischung aus Eigenverantwortung bzw. -initiative und (Teil-)Finanzierung durch das Land ehrlich gesagt lieber.

    Ich gehöre da, wie Du sicherlich bereits in der Vergangenheit bemerkt hast, der pragmatischen Fraktion an. Wenn mir ein Gerät oder ein Tool dabei helfen kann, meine Arbeit effizienter und zu meiner eigenen Zufriedenheit und zu meinen Bedingungen zu erledigen, dann ist das für mich eine sinnvolle Investition.

    Das ist kein reines Problem der Geräteklasse. Bei uns werden die Rechner in den Klassenräumen etc. nach Zyklen ausgetauscht. Egal, wie gut die noch sind, die kommen weg.

    Früher oder später wird das der Fall sein. Ich habe die Hoffnung, dass bei eigenen Geräten der Austausch nicht in so engen Zyklen erfolgt.

    Früher haben wir...

    ...uns bis auf ganz wenige Ausnahmen an Verabredungen gehalten und waren pünktlich. Verbindlichkeit zählte damals noch etwas. (OK, auf meine damalige erste Freundin musste ich an den ersten beiden Dates trotzdem jeweils gut 40 Minuten warten, weil sie zu spät kam...)

    Bei dieser Geräteklasse sollte man auch mal überlegen, wie viel Elektronikschrott damit in den nächsten fünf Jahren erzeugt wird - und kommt dann nochmal Geld für neue Geräte?

    Ich bin nach wie vor dafür, eine "Ausstattungspauschale" für alle Lehrkräfte zu zahlen, damit jede Lehrkraft sich das Gerät anschaffen kann, das sie braucht. Für die Anbindung an die schulische Infrastruktur muss man sich dann ggf. zwar anpassen, aber immerhin hat man dann die Wahl. Der Datenschutz kann auf allen Geräten bzw. Betriebssystemen gewährleistet werden.

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