Ich habe einen sehr guten Abschluss und schätze mich selbst als recht umgänglich ein, auch wenn ich sicherlich nicht der 0815-Lehrkraft entspreche, sowohl von der Persönlichkeit als auch vom Aussehen her. Nichtsdestotrotz denke ich, dass ich mit anderen Menschen gut zurechtkomme. (Aber wenn wir ehrlich sind: Wer würde schon das Gegenteil von sich behaupten?
)
Ehrlich gesagt macht mich diese Passage schon stutzig. Ich habe mich gefragt, wieso Du das ausdrücklich erwähnst, wenn Du in Deiner Persönlichkeit, in Deinem Auftreten und in Deinem äußeren Erscheinungsbild keine nachvollziehbaren Gründe für eine potenzielle Ablehnung als Bewerberin siehst,
Versteh mich nicht falsch: Ich fände eine Ablehnung, die sich an Äußerlichkeiten festmacht, absolut daneben.
Was aber bei den Auswahlgesprächen auch eine Rolle spielt, ist die Frage, ob eine Kandidatin auch in das bestehende Kollegium passt oder nicht. Wenn diese Frage mit "nein" beantwortet werden sollte, wäre das weniger eine Diskriminierung ob der oben genannten Parameter als vielmehr ein in meinen Augen durchaus berechtigtes Anliegen der Auswahlkommission, in der ja nicht nur die Schulleitung sitzt.
Wir können es auch umdrehen und einmal unabhängig von Dir als Person sehen.
Wenn Du trotz sehr gutem Abschluss und trotz Umgänglichsein und dergleichen keine Zusage bekommen hast, dann lag das schlichtweg daran, dass andere BewerberInnen einfach besser waren bzw. die Kommission stärker überzeugt haben als Du. Das ist ärgerlich und nagt am Ego, aber diese Erfahrung haben Tausende vor Dir ganz genauso gemacht - ich übrigens auch.
Vielleicht kann man es auch so drehen, dass es dann eben einfach nicht gepasst hat. Dann passt es eben früher oder später an einer anderen Schule. So wie bei den meisten von uns auch.