Ach Gottchen - um beim Thema zu bleiben.
Dann ist es für Dich eben Indoktrination. Für mich ist es das nicht - ich habe auch bisher nie den Eindruck gehabt, dass die Kinder indoktriniert oder gehirngewaschen aus diesen Schulen ins Leben gehen. Da gibt es nun wirklich andere "Glaubensgemeinschaften", die mir mehr Sorgen bereiten.
Beiträge von Bolzbold
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Dass die Kommune Geld spart, ist ja schön und gut. Aber mit dem Willen der Schülerschaft hat das nichts zu tun, denn seit wann dürfen Minderjährige entscheiden, auf welche Schule sie gehen? Vielleicht möchten einige Schüler auf kirchlichen Schulen gar nicht indoktriniert werden und werden gegen ihren Willen dazu gezwungen. In solchen Fällen hoffe ich, dass die Schüler sich später wieder aus den Klauen der Kirche befreien können.
In der heutigen Zeit reden die SchülerInnen durchaus mit bzw. gehen an die Schule, wo auch ihre FreundInnen hingehen. Eigene Erfahrung sowie Erfahrungen in der Nachbarschaft, im Freundes- und Bekanntenkreis und in der Familie.
Dass an kirchlichen Schulen Kinder indoktriniert werden, ist eine in meinen Augen bösartige Unterstellung. Es wurde oben ja schon gesagt - diese Schulen zeichnen sich durch ein qualitativ hochwertiges Bildungsangebot, gute Ausstattung und eine bildungsnahe Eltern- sowie SchülerInnenschaft aus. Die "Indoktrinierung" erfolgt dadurch, dass Religionsunterricht verpflichtend ist und dass einmal im Monat ein Gottesdienst gefeiert wird. Das gibt es an staatlichen Schulen übrigens genauso. Ansonsten muss man hoffentlich nicht erklären, dass diese Schulen keine Klöster sind. -
Verbieten muss ich gar nix. Solange ich irgendwo freiwillig Mitglied bin (Achtung: die wenigsten Kinder werden sich selbstbestimmt für eine Taufe entschieden haben!), kann ich mich gerne den Regeln da unterwerfen. Der Dackelverein Wanne-Eickel hat vielleicht als Vorschrift, dass ich jede Woche einen Haufen Hundescheiße in einer Vitrine ausstellen muss, der Angelverein Lübeck vielleicht die Teilnahme an einer Hochseeangeltour pro Monat und die Kirche eben ein diskriminierendes, aus der Steinzeit stammendes Gesellschaftsbild.
Und genauso freiwillig würdest Du ja auch an einer Schule in kirchlicher Trägerschaft arbeiten. Du würdest Dich den von Dir kritisierten Haltungen freiwillig unterwerfen. Wenn Du das aber eigentlich gar nicht willst, dann... ... (da müssten wir unsere Diskussion wieder von vorne beginnen.)
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Guck mal in Art. 7 Abs. 4 GG.Ja, formal ist es das. Aber in dem Moment, wo die von Kalle29 angesprochene Diskriminierung von staatlicher Seite zumindest geduldet wird (ob sie womöglich mittelbar gefördert wird, lasse ich an dieser Stelle offen), ist es mit dieser Aufsicht nicht so weit her. Daher der Begriff "vollständig".
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Wenn man das konsequent weiterverfolgen würde, müsste man Religionsgemeinschaften verbieten, weil sie sich im Rahmen ihrer Ideologien und Dogmen so gesehen nicht mehr auf dem Boden des Grundgesetztes befinden - Wertigkeit der Frauen, Umgang mit Homosexualität, Sexualmoral, Umgang mit Andersgläubigen. Da nimmt eine Religionsgemeinschaft, die 2000 Jahre auf dem Buckel hat und aus deren Werten heraus ja auch Gesetze bis ins 20. Jahrhundert hinein maßgeblich geprägt wurden, nach wie vor eine herausgehobene Stellung ein.
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Halten wir doch einmal fest, dass es Ersatzschulen in kirchlicher Trägerschaft gibt. Die Gesetze erlauben die Einrichtung dieser Schulen und auch deren Anspruch auf Identifikation mit den Werten der katholischen Kirche. Die Gesetze sehen ferner vor, dass diese Schulen aus Steuergeldern finanziert werden. Wer das nicht möchte, muss die Gesetze ändern und vorher für entsprechende Mehrheiten sorgen.
Wenn wir das Ganze einmal abseits der von Dir genannten Prinzipien betrachten, dann stelle ich beobachtend folgendes fest:
Es gibt Tausende von Lehrkräften, die an kirchlichen Ersatzschulen arbeiten. Offenbar freiwillig. Ebenso gibt es Tausende an Schülerinnen und Schülern die diese Schulen besuchen. Der tatsächliche Einfluss der Kirche mit der von Dir genannten Diskriminierung scheint entweder nicht so groß zu sein, oder die Menschen sind allesamt Heuchler, weil ihnen die Schule gut genug ist, um dort zu arbeiten bzw. dort zu lernen und sie deshalb die Diskriminierung in Kauf nehmen. Da maße ich mir jetzt kein Urteil an.Diskriminierung ist aus meiner Wahrnehmung heraus ein integraler Bestandteil nahezu aller großer Religionen. Man sieht es am Frauenbild sowie am Umgang mit Un- bzw. Andersgläubigen sowie an dem oft erhobenen Absolutheitsanspruch.
Worüber man somit diskutieren kann, ist, ob das Schulwesen nicht vollständig in staatlicher Hand sein sollte, d.h. alle konfessionellen Schulen abgeschafft werden. Das wäre vermutlich in der heutigen Zeit sogar eher durchsetzbar als vor 75 Jahren. -
Das führt uns wieder zurück zum Thema. Wenn ich mich mit diesen Werten - sicherlich nachvollziehbar - nicht identifizieren mag, dann sollte ich konsequenterweise nicht an einer Schule arbeiten, die ein Bekenntnis zur und eine Identifikation mit der katholischen Kirche erwartet.
In den 90er Jahren hatte ich eine Freundin, die hier sehr konsequent war. Sie studierte katholische Religionslehre und ein anderes Fach auf Lehramt. Sie hat sich Griechisch- und Hebräischkenntnisse draufgeschaufelt und auch die etwas "anders" wirkenden Priesteramtskandidaten in den Seminaren ertragen. Als sie die Voraussetzungen für den Erhalt der Missio Canonica las - unter anderem keine wilde Ehe - und darüber hinaus die - wenngleich für sie nicht relevanten - Passagen zur pauschalen Einschränkung der Hirtenfähigkeit bei gemischt-konfessionellen Ehen (Ehen wohlgemerkt!), ist sie ein stückweit im wahrsten Sinn des Wortes vom Glauben abgefallen und hat stattdessen nach fast der Hälfte des Studiums ein anderes Fach studiert.
Ich habe das sehr bewundert, weil das unglaublich konsequent und darüber hinaus eine klare Prioritätensetzung war. -
Ein beschissenes Nettogehalt dafür, dass man Vollzeit arbeitet und studiert hat

Deshalb poche ich immer extrem darauf, dass man sich im Alltag nicht überarbeitet. Das ist schwer genug sich zurückzunehmen und sich zu zwingen mal eine ruhige Kugel zu schieben. Einen Vorteil muss der Beamtenstatus aber haben! Wenn man jetzt noch schuftet wie ein Tier, dann ist das Geld nach Abzug der PKV ein Hohn.
Und täglich grüßt das Murmeltier. Erzähl das mal den Vollzeit arbeitenden studierten Wissenschaftlern, die sich von einer Befristung zur nächsten hangeln. 50K brutto pro Jahr sind da nicht zu erwarten.
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Wenn es dafür eine Rechtsgrundlage gibt, dann ist das so. Punkt.
Wenn nicht, dann kann man den Eltern erklären, wieso eine solche Haltung problematisch ist. -
Das haben wir im Regelschulbereich auch. Letztlich musst Du aber eben die gesamte Dokumentation führen und parat haben.
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Kalle29 hat in der Sache (nicht jedoch im Stil) richtigerweise darauf hingewiesen, dass die Personalkosten der staatlich genehmigten Ersatzschulen auch vom Land getragen werden. Fallen Angel hat auf die Steuergelder verwiesen.
Ich korrigiere daher entsprechend:Letztlich ist es eine Frage der Glaubwürdigkeit. Wenn ich die Werte der katholischen Kirche nicht vertreten mag - dafür gibt es sicherlich mannigfaltige und gute Gründe - dann kann ich nicht gleichzeitig an einer bischöflichen Schule arbeiten. Oder anders formuliert: Die katholische Kirche ist es nicht wert, dass ich mich mit ihr identifiziere, aber eine Beschäftigung an der von ihr eingerichteten Schule ist es dann doch. Das ist mit CDLs Beitrag vergleichbar - es ist eben das zentrale Glaubwürdigkeitsproblem
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Wenn das zusätzliches Geld kosten sollte, geht wieder die - äh DER - Lutzi ab.
An meiner alten Schule lief das natürlich auch so wie oben beschrieben, aber unsere SVA war wirklich ein echter "Mehrwert". Sie hat eine Menge Verwaltungskram abgefangen - auch für das Kollegium.
Warum man Lehrkräfte durch all die Verwaltungsarbeit, die in den letzten Jahren dazugekommen ist, sukzessive in den Burnout oder wahlweise in die innere Resignation treibt, ist mir ein Rätsel. Letztlich geht es wie immer nur ums Geld. Maximaler Output bei minimalem finanziellen Input. Andererseits lassen sich Unterricht und Beratung auf der Praxisseite und die entsprechende Dokumentation sowie die Klassengeschäfte auf der administrativen Seite eben nicht vollständig voneinander trennen - sonst bräuchte man neben KlassenlehrerInnen auch noch StufenverwalterInnen, was wiederum Zeiten für ausführliche Rücksprachen notwendig machen würde. Eine Reduktion des Unterrichtsdeputats auf 20 Stunden für alle Schulformen würde hier vermutlich Wunder wirken. Aber wo dann die 20 bis 30% zusätzlich benötigten Lehrkräfte sowie das Geld herkommen sollen, ist natürlich eine andere Sache. -
Und da beißt sich die Katze in den Schwanz. Eine echte Entlastung wäre gegeben, wenn SVAs unabhängig vom Lehrertopf eingesetzt und finanziert würden.
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Letztlich ist es eine Frage der Glaubwürdigkeit. Wenn ich die Werte der katholischen Kirche nicht vertreten mag - dafür gibt es sicherlich mannigfaltige und gute Gründe - dann kann ich nicht gleichzeitig an einer bischöflichen Schule arbeiten. Oder anders formuliert: Die katholische Kirche ist es nicht wert, dass ich mich mit ihr identifiziere, aber eine bischöfliche Schule, deren Träger mich alimentiert, ist es dann letztlich doch. Das ist mit CDLs Beitrag vergleichbar - es ist eben das zentrale Glaubwürdigkeitsproblem.
Mal ein paar Zahlen:
Gymnasien in NRW in öffentlicher Hand: 508
private Gymnasien der kath. Kirche: 68
private Gymnasien der evang. Kirche: 17
Quelle: Schule Suchen | Schulen Formular (nrw.de)
Im Schuljahr 2019/20 waren von 2.783 Grundschulen 804 römisch-katholisch und 89 evangelisch, darüber hinaus gab es zwei jüdische Bekenntnisgrundschulen, eine mennonitische und eine russisch-orthodoxe Grundschule sowie eine Weltanschauungsschule.
Quelle: Wikipedia
Gefühle können trügen. -
Ich möchte die private KV auch im Alter noch zahlen können.
Das sollte bei einem Beihilfesatz von 70% möglich sein.
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Letztlich geht es doch immer darum, die eigenen Ansprüche mit dem Preis für die Erfüllung selbiger sowie den vorhandenen tatsächlichen Bedingungen in Einklang zu bringen. Da kommt dann jede/r wegen eben dieser drei Faktoren zu ganz individuellen und unterschiedlichen Lösungen.
Wir hätten uns ein doppelt so teures Haus leisten können. Wollten wir aber nicht. Dafür ist es zwei Jahre, bevor mein Großer ggf. studieren möchte, abbezahlt und nicht erst kurz vor der Pensionierung.
Wir hätten uns ein teureres, größeres Auto mit viel mehr technischem Schnickschnack kaufen können. Wollten wir aber nicht. Dafür haben wir das Geld mittelbar in Zeit für unsere Kinder investiert.
Wir hätten teurere Urlaube machen können. Wollten wir aber nicht. Dafür war immer für alle Dinge Geld da, die wir zwischendurch brauchten, reparieren oder ersetzen mussten.
Ich investiere nicht in ETFs, Aktien oder dergleichen, weil ich keine Ahnung davon habe, Angst vor Verlusten habe und meine größte Angst ist, dass ich womöglich zu denen werde, deren Gier das Hirn frisst.Meiner Frau, den drei Kindern und mir geht es gut. Es fehlt uns an nichts. Alles über das, was wir haben, hinaus wäre teilweise Luxus, womöglich sogar Dekadenz. Vieles ist ein "nice to have", aber kein "must have".
So die Worte eines Users, der nach eigenem Bekunden zu doof ist, sein Geld optimal anzulegen und so sein Vermögen zu bilden. -
Ok, so verplanen kann und will ich mein Gehalt nicht. Da brauche ich mehr Flexibilität. Zum Beispiel habe ich es mir angewöhnt Autos neu zu kaufen und dann zu fahren bis sie mechanisch platt sind und der TÜV oder die Werkstatt uns scheidet, weil ich dem KFZ-Handel nicht über den Weg traue. Ich mache es also nicht wie meine Kollegen, die Fahrzeuge leasen oder jetzt schon wissen, daß sie die Fahrzeuge nach 3 Jahren wieder verkaufen. Da brauche ich dann natürlich an dem Tag, an dem die Botschaft aus der Werkstatt lautet: "Wirtschaftlicher Totalschaden" spontan 30-40k€ für ein neues Fahrzeug.
Bisher habe ich noch kein Fahrzeug mit weniger als 500.000km auf der Uhr weggegeben.

Öh, also soviel verplant ist da nichts, zumal ich ja meine "Gesamtfinanzplanung" hier nicht weiter ausgebreitet habe. Was das Auto angeht, so haben wir da bisher deutlich günstigere Autos gekauft - bei drei Kindern lohnt eine teure Karre auch nicht. Ich bekäme bei jedem Kratzer im Lack, dem Dreck im Innenraum etc. die Krise, wenn das eine 40k Karre gewesen wäre.
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plattyplus
Da ich das Geld ja nicht frei verfügbar auf dem Girokonto habe sondern eine monatliche Rate abdrücke, mit der ich in den Vertrag einzahle, sehe ich hier das Problem nicht. Ja, man muss Geld für größere Anschaffungen parken, aber Strafzinsen bei 10.000€ Euro habe ich bei meinem Konto nicht - zur Not teilt man es eben auf mehrere Konten bei zwei oder mehr Instituten auf. (Und komm mir jetzt nicht mit Kontoführungsgebühren...
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