Beiträge von Bolzbold

    Die Diskussion darüber, ob Beamte in die gesetzliche RV einzahlen sollen oder nicht, ist schon ziemlich alt. Oft ist es eine Neiddiskussion, die letztlich aus der Perspektive der vermeintlich schlechter gestellten Angestellten diejenigen schröpfen soll, die vermeintlich besser gestellt sind. Oft nimmt man dann die Durchschnittsrente und vergleicht sie dann mit einer Durchschnittspension, um die Ungerechtigkeit auf nicht minder ungerechte Art und Weise zu untermauern.

    Ungefähr alle zwei bis drei Monate treibt ein/e Praktikant/in bei Bild oder Focus seine/ihre neue Sau durchs Dorf - dort löst ein schlecht recherchierter Artikel, der nur polarisieren soll, den nächsten ab.

    Hallo und herzlich willkommen hier im Forum.

    Was Dein Problem betrifft, so denke ich, dass die Leute beim Schulamt oder der Bezirksregierung aber genau diejenigen sind, die Dir das sagen können.
    Ich könnte mir jetzt vorstellen, dass Du dann irgendwo eingeplant wirst, aber das kann genauso gut auch Deine alte Schule sein.

    Wo hast Du denn genau angerufen? Ggf. bist Du in der falschen Abteilung oder beim falschen Bearbeitenden gelandet.

    Ich glaube, dass Du hier mit Erfahrungsberichten nicht viel weiterkommst, weil Dein Fall eine Frage der Personalverwaltung ist.

    Ja, aber dann ging es letztlich wie so oft mal wieder nur ums Geld - das wahlweise nicht vorhanden ist oder nicht dafür ausgegeben werden sollte.

    Maßgeblich war ja das hier.
    Fragen und Antworten zu dienstlichen Endgeräten für Lehrkräfte | Bildungsportal NRW (schulministerium.nrw)


    Wieso in jeder Landesbehörde die Mitarbeiter dort vom Land ausgestattet werden, die Lehrkräfte aber nicht, hat sich mir nie erschlossen. Und die 500 Euro brutto wurden eben wortwörtlich genommen...

    Das mit den Häusern, die ein paar Jahre auf dem Buckel haben, ist schon so eine Sache. Was die Preise angeht, so sind das ja in der Regel VB-Preise. Und gerade bei älteren Häusern würde ich ohne Baugutachter im Leben nie kaufen wollen. Die Überraschungen und die Investitionen, die bereits genannt wurden, können einem nämlich sonst das Genick brechen.

    In Neubauvierteln muss man leider Leichenfledderer sein und darauf hoffen, dass wieder einmal eine Ehe in die Brüche geht und ein Haus verkauft wird. Bei uns im Viertel ist das ein paar Mal so gewesen. Diese Häuser - alle zwischen 10 und 15 Jahre alt, waren keine Stunde im Netz, da konnten sich die Besitzer die Käufer aussuchen bzw. die Kaufinteressenten haben sich gegenseitig hochgeboten.

    Hinzu kommt natürlich, dass die Banken großzügig Darlehen vergeben und so auch das von Fossi genannte "Yuppi-Pärchen" sich eine 500k Hütte "leisten" konnte. Selbst bei dem heutigen Einkommen meiner Frau und mir (zusammen A27) würden wir uns sehr genau überlegen, ob wir tatsächlich so hohe Schulden machen wollten, um uns eine solche Hütte zu leisten. Daher sind wir heute sehr froh, dass wir seinerzeit sehr günstig gekauft haben und unser Haus damals fünf Jahre alt war.

    Gerade hat der ASB die neuen VO DV I und DV II verabschiedet.

    Nachzulesen sind diese hier:

    MMV17-6049.pdf (nrw.de)

    Wer also ein persönliches dienstliches Endgerät zur Verfügung gestellt bekommen hat, darf künftig die personenbezogenen Daten seiner SchülerInnen nicht mehr auf dem privaten Endgerät nutzen.
    Es gibt ganz eng gefasste Ausnahmen und eine Übergangsregelung von einem Monat.

    Aus meiner Sicht ist dies ein Schlag ins Gesicht aller Lehrkräfte, die sich vor Inkrafttreten dieser Verordnung mangels Ausstattung durch den Dienstherrn ein eigenes Gerät zugelegt haben. Ich für meinen Teil plane nicht, künftig zwei Geräte mit mir herumzutragen, weiß aber noch nicht, wie ich langfristig dann meinen Aufgaben bei Rückkehr in den Schuldienst gerecht werden kann. Mal sehen.

    Naja, es ist in der Tat schon irgendwo ungerecht, dass man im Extremfall in der Niedersächsischen Pampa womöglich für 300.000 Euro eine nette Doppelhaushälfte erwerben kann, wohingegen im Großraum München eben nur eine Einzimmerwohnung möglich ist.

    Der mitunter hier schon erfolgte süffisante Hinweis, dass man ja dorthin ziehen könne, wo es günstiger ist, oder eben verzichten möge, ist da schon ein Schlag ins Gesicht. Einiges kann man sich aussuchen, anderes nicht. (Und wenn alle Leute so schlau wären, diesen Hinweis zu befolgen und umzögen, würde sich das auch entsprechend auf die Immobilienpreise in der Pampa auswirken.)

    Letztlich muss man auf der Basis dessen, was man will, und der Möglichkeiten, die man hat, für sich eine annehmbare Lösung finden. An bestimmten Realitäten kommt man unter Umständen nicht vorbei - da hilft es dann nur, sich damit abzufinden - oder eben den einen oder anderen änderbaren Parameter zu ändern.

    In Ergänzung zu sissymaus:

    Wer ein Eigenheim besitzt, zahlt irgendwann keine Miete, hat aber während der Abzahlungszeit des Darlehens sowie danach immer das unternehmerische Risiko auf seiner Seite - sprich: Alle Reparaturen, Sanierungen, Investitionen etc. müssen aus der eigenen Tasche bezahlt werden, sofern kein Versicherungsfall vorliegt. Da ist es tatsächlich mehr als sinnvoll, immer einen fünfstelligen Betrag für Reparaturen (Dach, Heizung, Haustechnik) schnell verfügbar zu haben.

    In meinem Umfeld gibt es mehrere Leute, die sich von den Versprechen der Makler und der dem Ego schmeichelnden "Aufwertung" durch den Erwerb eines Eigenheims blenden ließen und über ihre Verhältnisse gekauft bzw. gebaut haben. Da wird dann 30 Jahre abbezahlt auf der Basis von zwei vollen (!) Gehältern. Dann kommen die Kinder und beide Eltern wollen bzw. müssen Vollzeit arbeiten, um das Ganze zu stemmen. Die Kinder wegen der Pandemie zu Hause zu lassen, wirkt dann subjektiv existenzgefährdend. So trifft man dann nolens volens die Entscheidung FÜR die Existenz - aber eben auch FÜR die Durchseuchung. Das eigentliche Problem bzw. der eigentliche Fehler wurde aber eben schon viel früher gemacht.

    Ich bin froh, dass meine Frau und ich uns für ein bescheideneres Eigenheim und für viel Flexibilität und dennoch ein gutes (finanzielles) Auskommen entschieden haben. (Die zwei Beförderungen in den letzten 10 Jahren waren da noch nicht eingepreist - und genau diese ermöglichen jetzt noch mehr Flexibilität als früher.)

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