naja, wenn Du Verwandtschaft dort hast, die dem "Geldadel" angehört, bekommst Du so einiges mit. Die Arroganz zeigt sich weniger in der Selbstdarstellung in den sozialen Netzwerken als vielmehr in der direkten Kommunikation...
Beiträge von Bolzbold
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Ich werde künftig dahingehend abwägen, dass ich mir immer vor Augen halte: "Du bist nicht unersetzlich, jeder ist ersetzbar. Die Schule/Welt geht nicht unter, wenn Du einen (oder mehrere) Tage krank bist."
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Lieber nicht. Die Geldaristokratie trägt auch dort ihre Nase recht hoch...
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Das sind keine zusätzlichen Ferientage sondern "unterrichtsfrei".
Dass das MSB das nicht als Ferien erachtet, geht aus dem Satz hervor, dass mit diesen Tagen und den Weihnachtsferien der Unterricht insgesamt zweieinhalb Wochen ruht (sic!). -
Also ich habe das damals, bis man mir sagte, ich brauche das nicht mehr einzureichen, alles penibel immer auf dieselbe Weise sortiert, in Klarsichtfolien gepackt und mit einem Post-It versehen, auf dem stand, zu welcher Anlage oder welchem Formular das gehört. Lief butterweich durch.
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Das ist sogar vielfach gängige Praxis, um mehr Elterngeld rauszuhauen. Und die drei Monate Mutterschutz werden auch voll bezahlt.
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Schon lustig, dass man denkt nichts zu tun müssen, weil in S-H entsprechende Überlegungen angestellt wurden, die dann ganz schnell wieder über Bord gingen. Eigentlich ist das zentrale Argument gegen die Zuerkennung der AHR...
Wobei: In der NRW-Landespolitik wurde auch noch Wochen oder Monate nach der KMK-Entscheidung, das Abitur durchzuführen, dagegen gewettert - so als könnte NRW mal eben im Alleingang das Ganze anders machen.
Somit hätten wir also eine wunderbare Berufsperspektive... -
Es gibt Lehrkräfte, die sich mit Referaten ein laues Leben machen. Die Kinder arbeiten im PC-Raum und man muss sie nur beaufsichtigen. Dann kommt die Präsentationsphase und man muss nur da sitzen, zuhören und benoten.
Im Musikunterricht habe ich bei den Musikepochen Referate anfertigen lassen - für mich war das immer langweilig, weil ich kaum aktiv gefordert war. Andererseits war das aber im ansonsten anstrengenden Schulalltag auch mal eine Insel, wo man durchschnaufen konnte. Null Vorbereitung - alle Kinder im Idealfall beschäftigt.
Wenn man allerdings aktiv rundgeht und schaut, was die lieben Kleinen so machen, dann fragt man sich, ob die wirklich glauben, dass bei Google jemand am anderen Ende der Leitung sitzt und nur auf eine ausgeschriebene Frage wartet, um die passgenaue Antwort in 0,1 Sekunden parat zu haben...
... in nahezu allen Klassen war ich damit beschäftigt, dies zu erklären, seriöse von unseriösen Seiten unterscheiden zu lassen, fachliche und layoutspezifische Fragen zu klären, Streit innerhalb der Gruppe zu schlichten, arbeitsscheue SchülerInnen zum Arbeiten anzuhalten...
Im Geschichtsunterricht habe ich regelmäßig einen Plakatzyklus zu Ägypten gemacht. Da kamen die SchülerInnen mit vielen Büchern und Ausdrucken aus dem Internet an. Letzteres meist viel zu schwer und mit der Idee, das eins zu eins übernehmen zu können. Da merkte man dann besonders, wo Mama und Papa mitgeholfen haben. Die Enttäuschung war dann groß, wenn die Note nicht automatisch zu diesem Aufwand passte. Und ja, in eine mir noch sehr präsenten Fall war es augenscheinlich die Mutter, die dem Jungen unbedingt eine gute Note gegönnt hatte und daher übers Ziel hinausgeschossen war. -
Ich finde das faszinierend und erschreckend, was Ihr teils für Probleme mit dem Finanzamt habt, bzw. was für merkwürdige BearbeiterInnen Ihr habt. So etwas kenne ich gar nicht - und ich reiche seit 25 Jahren Steuererklärungen ein.
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Heute ist es nicht die Forderung oder die Notwendigkeit der ständigen Erreichbarkeit sondern der Irrglaube, man könnte etwas verpassen oder die Erde dreht sich weiter, ohne dass man es mitbekommt.
Bist Du nicht online, findest Du nicht statt bzw. gibt es Dich nicht. Das ist die Ersatzreligion der digital Natives. -
Gelten diese Regeln nicht auch für Arbeitsplätze an Schulen?
https://www.arbeitsrechte.de/arbeitsstaette…ung-temperatur/
https://www.baua.de/DE/Angebote/Re…icationFile&v=5 --> 4.2 Lufttemperaturen in Räumen
Nein, es ist zuzumuten, sich einen dicken Pullover oder eine dicke Jacke anzuziehen. O-Ton KMK oder irgendein/e Kultusminister/in.
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Was die Eigenständigkeit der Referate angeht, so hat man das mit ein bisschen Erfahrung schnell raus, ob da die Eltern im Hintergrund mitgeholfen haben. Da frage ich dann direkt bei der/dem Schüler/In nach und bekomme in der Regel auch eine ehrliche Antwort. Mal abgesehen davon: Ein/e Schüler/In der/die im Unterricht bisher fachlich wenig bis gar nicht positiv aufgefallen ist, wird in der Regel nicht aus dem Stand ein bombastisches Referat abhalten. Bei der Didaktisierung für die Mitschüler/Innen fällt ein von Eltern gepimptes Referat dann schnell auf.
Nun sind Referate ja auch nicht das, was beim Methodenlernen bzw. im Verlauf des Unterrichts als Erstes drankommt. Somit hat man also in der Regel auch die Erfahrung, was die lieben Kleinen leisten können.
Nochmal zum Lernen und Arbeiten am Gymnasium:
Ich bin davon überzeugt, dass die individuelle Fähigkeit, sich selbstständig mit Aufgabenstellungen bzw. Aufgaben auseinanderzusetzen und sich durchzubeißen, wenn man etwas nicht sofort versteht, sehr deutlich über Erfolg und Misserfolg am Gymnasium entscheidet.
Wie oft hatte ich Kinder, die die Hausaufgaben nicht machen konnten, weil sie sie nicht verstanden hatten. Auf meine Frage hin, was sie konkret nicht verstanden hatten, kam nur "gar nichts". Diese Kinder waren nicht dazu in der Lage, mir zu sagen, wo das Problem war. Augenscheinlich wussten sie es wirklich nicht - bis auf den Umstand, dass sie sofort aufgaben, wenn ihnen die Lösung nicht wie von Geisterhand und ohne eigene geistige Anstrengung zuflog. Letzteres habe ich oft auch in der Oberstufe angetroffen.Anekdote am Rande:
Ich hatte von der 5 bis zur 7 einen Klassenlehrer der Kriegsgeneration, der also entsprechend "vorgeprägt" war. Er war einerseits streng und konsequent, aber andererseits wusste er, wann er auch mal ein Auge zudrücken musste. Das war mit der beste Lehrer, den ich hatte.
Seine Lehrmethoden in Latein waren aus heutiger Perspektive mehr als antiquiert, aber diese ständigen Drills haben dafür gesorgt, dass ich das meiste, was ich bei ihm gelernt hatte an Grammatik, Merksätzen etc. auch über 30 Jahre später noch "runterspulen" kann (die bewundernden Blicke meines Ältesten gehen dabei runter wie Öl...) Für bestimmte Grammatikregeln habe ich diese Methodik tatsächlich in meinen Unterricht übernommen - und es funktionierte. -
@samu
Die beiden letzten Beiträge von Dir in dieser Diskussion waren weder konstruktiv noch haben sie irgendwie weitergebracht.
Nochmal zu Beratungsgesprächen:
Man kann solche Beratungsgespräche übrigens durchaus mit für beide Seiten befriedigendem Ausgang führen, wenn Beratung nicht als einseitiges "Sie müssen aber jetzt genau DAS für Ihr Kind tun" verläuft. Es geht immer darum, mehrere Optionen und Möglichkeiten auszuloten sowie die Bedingungen und die Konsequenzen dieser Entscheidungen aufzuzeigen. Wenn die Eltern spüren, dass man ihr Kind nicht loswerden will sondern aufrichtig nach Lösungswegen sucht, dann findet man früher oder später eine tragbare Lösung.Die Eltern und das Kind brauchen das Gefühl, dass man ihre Situation, ihre Bedürfnisse und ihre Gefühle ernst nimmt. Natürlich schlägt dann ein/e BetonkollegIn vieles entzwei, wenn es ihm/ihr primär ums Aussieben geht. Da negative Erfahrungen - auch im Einzelfall - aber oft die Wahrnehmung der Menschen prägen, auch wenn sie gar nicht betroffen sind, wirkt es oft so, als gäbe es am Gymnasium nur furchtbare Lehrkräfte.
Zum Unterricht und dem Voraussetzen von Gelerntem:
Das kann man am Gymnasium genausowenig knallhart handhaben wie an den anderen Schulformen. Unterricht, der völlig an den SchülerInnen vorbeigeht und somit wenig erfolgreich ist und die Lerngruppenvoraussetzungen nicht berücksichtigt, ist für mich als Lehrkraft auch völlig unbefriedigend. Auch (oder gerade?) am Gymnasium muss man genauso wiederholen, üben, wiederholen, üben. So (teilweise nur so) schaffe ich den SchülerInnen (und auch mir) Erfolgserlebnisse.Ich frage mich gerade, ob das Eingangsposting nicht bewusst spalterischen Charakter hatte, um genau diese Diskussion zu triggern...
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Und die 13.000 Menschen mit tödlichen Verläufen haben dann halt einfach Pech gehabt?
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Ich habe 14 Jahre Vollzeit am Gymnasium gearbeitet. Auf der Basis meiner Erfahrungen als Schüler, Schülervater und Lehrer sage ich:
- Es geht nicht primär ums Aussieben. Die Frage nach dem Aussieben ist die Frage nach der Henne und dem Ei. Bei Übergangsquoten von über 50% je nach Grundschule und sehr heterogenen Lerngruppen am Gymnasium muss man entweder das Niveau senken oder aussieben. Beides ist nicht schön.
- Das mit dem "Ernst des Lebens" oder dem "Pauken" habe ich als Kind auch gehört und dachte, es wäre so schlimm. War es aber nicht. Ist es heute meiner Wahrnehmung nach auch nicht.
- Dass die Menschlichkeit am Gymnasium fehlt, kann ich definitiv nicht bestätigen. Interessanterweise wird einem das jedoch immer dann vorgeworfen, wenn man nicht immer alle Augen zudrückt, allen Beteuerungen auf "Besserung" und "mehr Anstrengen" im nächsten Schuljahr glaubt und stattdessen eben die "Fünf" stehen lässt.
- Mit Menschlichkeit ist es wie mit der Fairness. Menschlich und fair ist alles das, was den eigenen Interessen dient. Tut es das nicht, muss es moralisch untergraben werden. Wer dieses Spiel kennt, kann damit umgehen.
- Menschlichkeit zeigt sich nicht in konsequenter und dennoch nicht weniger pädagogisch weitsichtiger Notengebung sondern im direkten Umgang mit den SchülerInnen. Der war an meiner Schule bis auf wenige negative Ausreißer von KollegInnenseite aus sehr menschlich.- Ungeachtet der Menschlichkeit vergeben wir am Gymnasium nun einmal den höchsten schulischen Bildungsabschluss. Dafür ist nicht jede/r geeignet, dafür muss die eine mehr, der andere weniger tun. Ist halt so. Und ist Letzteres nicht auch menschlich?
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nein, das stimmt natürlich. Aber in der Gesamtnote wird ein Kind das Sport macht wahrscheinlich schon besser sein.
Ich bin für Kritik offen, deshalb Frage ich nach eurer Meinung. Noch sind keine Noten gemacht

Tu. Es. Nicht.
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Hinzukommt auch noch, dass es aus meiner Sicht pädagogisch fragwürdig ist, SchülerInnen in einem Gebiet etwas präsentieren zu lassen, auf dem sie sich ggf. weder auskennen noch wohlfühlen. Es käme mir als ausgebildeter Musiklehrer nie in den Sinn, SchülerInnen vorsingen, -klatschen oder -spielen zu lassen, wenn sie das von sich aus nicht wollen. Ich habe in der 5. und 6. Klasse Gesangsklassen unterrichtet und selbst da habe ich auf Freiwilligkeit gesetzt - letztlich haben aber alle Kinder früher oder später ihre Übungen vorgesungen - es gab dafür Stempel auf einer im Heft extra dafür vorhandenen Seite.
Dann die Frage nach den Kriterien. Ich halte es für sehr schwer, bei einer wie auch immer gearteten Aufführung zwischen dem, was ein Kind in dem Alter können kann und was es noch nicht können kann, zu unterscheiden. Der "künstlerische Anspruch" ist hier der Knackpunkt. Es kann und darf ja nicht nur darum gehen, ob es subjektiv empfunden "schön" war oder nicht.
Um den Vergleich zum Sport noch einmal zu bemühen:
Wenn es Teilnoten in verschiedenen Disziplinen gibt und man nicht nur Ballspiele macht, schmilzt sich der vereinsspezifische Vorteil schnell ab. Klar, Kondition und Koordination haben die "Sportler" eher drauf. Aber die Kinder müssen in der Regel nichts vorführen.
In den alten Lehrplänen Musik Sek I in NRW gab es mal bei der Leistungsbewertung einen Passus, der besagte, dass Fähigkeiten, die außerschulisch erworben wurden, nur dann Teil der Leistungsbewertung sein können, wenn sie im Unterricht (sic!) zum Tragen kommen. Allen Kindern ein Forum dafür einzurichten, gehört in meinen Augen nicht dazu. -
@Lehramtsstudent
Wenn wir SchülerInnen diesbezüglich grundsätzlich misstrauen, dann können wir Leistungsbewertung im Distanzunterricht komplett vergessen. Das Ganze funktioniert nur, wenn man von der Ehrlichkeit aller Beteiligter ausgeht - wie übrigens auch im Präsenzunterricht. Die paar Hanseln, die dann schummeln, muss man leider als systemisch bedingt hinnehmen.
Wer es unbedingt drauf anlegt, wird ohnehin immer irgendwelche Schwächen im System finden und sie ausnutzen - analog wie digital. -
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