Das wollte ich hier bewusst nicht schreiben. Es ist aber eine von denen, bei denen besonders viele Lehrkräfte versichert sind.
Beiträge von Bolzbold
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Dieser Tage kam ein Schreiben meiner PKV, in dem ich über eine Beitragserhöhung informiert wurde. Die Erhöhungen der letzten Jahre lagen alle im ein bis zwei Euro Bereich. Diesmal sind es rund 50,- Euro pro Monat, sprich 600 Euro im Jahr. Ausgehend vom alten Beitrag war das eine Erhöhung von ca. 30%. Ich finde das ziemlich happig. Begründet wurde das mit dem konstant niedrigen Zinsniveau der EZB, sowie mit gestiegenen Gesundheitskosten und dem üblichen Blabla, was fachlich sowieso niemand nachvollziehen kann.
Ich muss konzedieren, dass ich all die Jahre davon von saftigen Erhöhungen verschont geblieben bin. Hoffen wir mal, dass es das jetzt erst einmal war. Wie sieht das bei Euch aus? -
Was läuft der auch immer mit einem Jagdspeer in der Gegend herum...?
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Das täte mich sehr wundern. Ich habe eben auf die Schnelle auch nichts im Hoegg gefunden. In Bayern Gymnasium ist das auch nicht so - die *ganze* Arbeit, also die aller Schüler und Schülerinnen, darf unter Umständen kassiert (nicht: geändert) werden. Aber natürlich kann die Schulleitung Druck machen oder sich über Regelungen hinwegsetzen.
Es gibt zwei Bücher von Hoegg - das eine ist das Schulrechtsbuch, das andere basiert auf Urteilen zum Schulrecht. In einem der beiden Bücher ist der Fall aufgeführt, da kann ich mich auch noch dran erinnern .
Hier ging es meiner Erinnerung nach um eine Lehrkraft, die offensichtlich fachliche oder benotungstechnische Fehler gemacht hat. In solchen Fällen ist ein so genanntes "Selbsteintrittsrecht" der Schulleitung augenscheinlich gerechtfertigt.
Wäre ich Schulleiter, würde ich nicht nur wegen der Vorgabe in der ADO das Ganze der Fachaufsicht vorlegen. Wenn die in meinem Sinne dann entscheidet, bekommt das Ganze einen ganz anderen Impetus und die Lehrkraft weiß dann, was Sache ist. Dann ist es eben nicht nur der doofe Schulleiter, der sich mal wieder einmischt... -
"Kauf Dich mal ein Tütchen Deutsch" haben wir - ob nun Arier oder (Halb)Migranten - uns in den 80ern auch schon um die Ohren geworfen. Es war eine im Wesentlichen scherzhaft gemeinte Reaktion auf einen vermeintlichen oder echten Fehler in einer beliebigen Unterhaltung.
Als ausländerfeindlich habe ich das nie empfunden. -
In NRW hätte das die Schulaufsicht entschieden, damit der Schulleiter das nicht nach eigenem Gutdünken tun kann. Vermutlich wären aber genug Lehrkräfte vorher bereits eingeknickt - vorzugsweise die in der Probezeit und mit A14-Ambitionen...
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Ja, ich freue mich. Meiner Familie und mir geht es zweifellos gut. Warum das so ist, schrieb ich ja weiter oben.
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Wir hätten den Thread nach einer Seite bereits beenden können. Die generelle Antwort auf die These ist "kommt auf die individuellen Umstände an und mit wem man sich vergleicht".
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@samu
Sowohl als auch. Die Motivlage für Ersteres ist jedoch weniger "positiv" als im Falle der Kinder... -
Nur mal am Rande:
Meine Frau und ich zählen rein einkommensmäßig objektiv nicht zu den reichsten 10% in Deutschland.
Basierend auf dem, was wir verdienen, wo wir arbeiten, dass wir drei Kinder haben, ohne Oma, die rund um die Uhr Gewehr bei Fuß steht, betrachten wir uns aber teilweise als reich - und zwar deswegen, weil wir die Wahl haben. Wir haben die Wahl, wie viel jeder von uns vorbehaltlich eines gewissen Minimums, um unseren Lebensstandard zu halten, arbeiten muss. Wir haben die Wahl, wie viel Zeit wir stattdessen mit unseren Kindern verbringen bzw. in unsere Kinder investieren. Wir haben die Wahl, dies alle sechs Monate bei Bedarf zu ändern.
Das kann uns kein Q5 (oder wahlweise eine andere überteuerte Karre), kein Seychellen-Urlaub oder eine 600k+ € teure Hütte, die wir dann bis zur Pensionierung abzahlen müssten, geben. -
@samu
Das stimmt. Man muss hier aber noch ergänzen, dass mit psychischen Erkrankungen, besonders im spekulativen Bereich, inflationär Schindluder betrieben wird - auch oder gerade im schulischen Bereich. Die Pathologisierung von Verhalten (übrigens auch hier in diesem Forum) lässt sich auf der psychischen Ebene eben leichter vollziehen als wenn man versuchen würde, jemandem auf Teufel komm raus einen Beinbruch anzudichten. -
Kiggie
Ja, Mathe I und II für Chemiker sowie PC I und II waren in Bonn definitiv Siebfächer... -
Auf die Idee kommen ist eine Sache. Dafür eine Rechtfertigung vor sich selbst und vor anderen zu finden, ist aus meiner Sicht das Krasse.
Ich hätte unter moralischen Gesichtspunkten weniger ein Problem damit, wenn wir von ein paar Tagen in unregelmäßigen Abständen reden würden. Aber die zum Teil vorgeschlagene Vorgehensweise ist tatsächlich hochproblematisch.
Nun befinden wir uns in einem Graubereich, in dem nicht zweifelsfrei zu taxieren ist, ob die TE nicht doch tatsächlich objektiv ob dieser hohen psychischen Belastung zumindest partiell dienstunfähig ist. Das muss ja nicht immer eine physische Erkrankung sein.
Das wäre aber eine Sache, die man dann nicht mehr mit dem Hausarzt sondern mit dem Fachmann abklären lässt.
Was ich hier schwierig finde, ist, dass es im Grunde kein 100% richtig und falsch gibt und man egal, wie man sich verhält, irgendwem auf die Füße tritt. -
Lustig, bei mir war andersherum.
Ich hatte ursprünglich mal Chemie studiert und bin effektiv an Mathe gescheitert. Die MitstudentInnen, die Mathe-LK in der Schule hatten, kamen halbwegs mit, aber Leute wir ich mit "nur" Chemie-LK hatten so ihre Probleme. Das war dann auch der Grund, weshalb ich es habe sein lassen.
Ich erinnere mich noch an die Berechnungen in Themodynamik, in Elektrochemie und dergleichen im Chemie-LK. Das konnte ich sogar noch. Bei den komplexen Zahlen und e hörte es dann irgendwann mit meinem mathematischen Verständnis auf. Wenn Dir mathematische Berechnungen auf dem Level eines erweiterten Dreisatzes später als Lehrkraft nicht wirklich gut von der Hand gehen und Du da selber rumrödelst, wie willst Du das Fach dann a) im Vorfeld studieren und b) unterrichten?
Natürlich wäre das ggf. ein Anlass, um an diesen Schwächen zu arbeiten - und ich will nicht ausschließen, dass das klappen kann.
Mir ist noch nicht ganz klar, wieso Du Geschichte aufgeben möchtest und stattdessen Chemie, dessen mathematische Anteile Dir Bauchschmerzen bereiten, machen möchtest. Interesse und Herzblut sind ja schön und gut (hatte ich dann in anderen Fächern), aber so ganz ohne Begabung wird es dann echt schwierig. -
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§16 i.V.m. §46 Abs. 5 der GSO RLP.
https://grundschule.bildung-rp.de/fileadmin/user…xt_24_04_18.pdf
Schwierige Geschichte - da sollte man ggf. die Schulbehörde mit ins Boot holen. -
Ich finde es schon ziemlich krass, wie die Haltungen hier auseinandergehen.
Manche (Gegen)Argumentation erschreckt mich und ich versuche bewusst, gedanklich keine Rückschlüsse auf das sonstige kollegiale oder dienstliche Verhalten der jeweiligen Person zuzulassen. Aber ich gebe zu, das fällt mir angesichts der Argumente, die hier vorgebracht werden, schwer.
Mir bleibt nur zu hoffen und zu wünschen, dass alle hier mit ihren jeweiligen Haltungen glücklich sind - und bleiben. -
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Einen kleinen Schritt in diese Richtung kann ich euch empfehlen.
Wird einem dann gelegentlich als das Fehlen "einer emotional zugewandten und ungezwungen-kreative Art, besonders auch im kommunikativ-sozialen Miteinander." ausgelegt, aber damit kann ich leben.
Warum soll ich jemanden verabschieden, den ich nicht kenne? Ich möchte nicht von Leuten verabschiedet werden, die nur da sind, um keinen Ärger mit dem Chef zu bekommen.
Die wahren Motive wirst Du selten kennen. Es gehört zum kollegialen Miteinander dazu, dass man sich von KollegInnen verabschiedet bzw. diese vom Kollegium verabschiedet werden. Bei uns wurden alle Pensionärinnen und Pensionäre mit Abschiedsliedern der Lehrerband verabschiedet. Wenn jemand lange da war und versetzt wurde, gab es das auch - ganz gleich, ob sie den Mitgliedern der Lehrerband nahestanden oder nicht.
Wie gesagt, es gibt so etwas wie Anstand. Den müssen sich die zu verabschiedenden KollegInnen nicht verdienen. -
Ich finde die Ausgangsfrage grenzwertig - und zwar deswegen, weil hier ein indirekter Anspruch auf "frei haben" nach der 6. Stunde am Freitag geäußert wird. Natürlich KANN man hier alle möglichen Ausreden erfinden oder wirklich haben, weswegen man da nicht kann. Es gibt aber einige wenige Fälle und Situationen, in denen man auch mal etwas Anstand zeigen kann. Das wäre für mich so eine Situation.
Und wer seinen Urlaub womöglich freitags ab 11 Uhr, weil er keinen Unterricht hat (ja, ich weiß, hat der TE nicht geschrieben), Spitz auf Knopf legt, der hat einfach schlecht geplant. So etwas sichert man immer im Vorfeld mit der Schulleitung ab.
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