In einschlägigen asozialen Netzwerken ist zu lesen, dass die Zustände in der Fleischproduktion nur an denen "da oben" lägen, weil sich der "arme Deutsche" ja auch mal Fleisch leisten möchte. Ich habe dort die Finger still gehalten, da da ja mein Klarname zu lesen ist.
Die Logik dieser Leute ist also die:
Ich habe als ärmerer Deutscher das Recht auf Fleisch. Also müssen noch ärmere Südosteuropäer in der Fleischindustrie arbeiten, damit mein Fleisch günstig ist. Und schuld sind natürlich die raffgierigen "die da oben". Wenn die einfach weniger raffgierig wären...
Wo ist die Bildung, wenn sie dringend benötigt wird...?
Beiträge von Bolzbold
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Midnatsol
Ich bin ja für gewöhnlich ein ruhiger Zeitgenosse, aber in dem von Dir beschriebenen Fall wäre ich nicht mehr ruhig geblieben. Wenn neben dem unvernünftigen Verhalten von Party-Freaks und Abstandsmuffeln auch noch - wenngleich ohne Zusammenhang zu Ersterem - Behördenversagen hinzukommt, dann ist da die Grenze überschritten. Das ist mehr als grob fahrlässig. -
Ich bin kein Schulleiter. Das war der andere Moderator.
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Es hätte nicht nur eine Klage-, sondern auch eine Nachprüfungswelle gegeben. Die Nachprüfungsregelung wurde nämlich verändert. Meine SL hatte beschlossen, mit oben genannter Regelung die Nachprüfungen so gering wie möglich zu halten. Das wäre nämlich personel und räumlich sonst ein Fiasko geworden.
Die Nachprüfungswelle wird es beim Fortschreiben von Defiziten in der Q1 sicherlich so oder so geben. Sonst hätte die Schule im Vorfeld bereits hinreichende Bewertungsgrundlagen schaffen müssen. Je länger ich über das Ganze nachdenke, desto mehr komme ich zu dem Ergebnis, dass es hier im Zusammenspiel von Politik, Wahlkampf, Pädagogik und schulfachlichen Erwägungen keinen Königsweg gibt.
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Ich verstehe, was du meinst und bin auch sehr für den Schutz vieler Schüler.
Aber ich habe z.B zwei 5er in diesem Halbjahr schriftlich vorliegen, Quartalsnote vor Corona 5, hat nie Hausaufgaben gemacht, dadurch sonstige Mitarbeit kaum möglich und ich muss jetzt eine 4 geben. Bei betreffende Person wurden nun 2 Noten in den Hauptfächern verbessert, damit ein FOR und nicht der HA auf dem Zeugnis steht.
Wieso "musst" Du jetzt eine 4 geben? Wer hat das gesagt? Wenn bei Euch per Schulleiterdekret Noten verbessert werden, dann verstößt das gegen einige geltenden Vorschriften. Wieso macht ein Kollegium das ohne Not mit?
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Und trotzdem immer wieder: Sie drehen dir die Worte im Mund um und versuchen dich als Sexist oder sonst was mundtot zu machen, damit sie sich nicht argumentativ mit dir auseinandersetzen müssen und weiter in ihrer kleinen Welt leben können. Das ist die Gesprächskultur heutzutage.
Es hat einfach keinen Sinn.
Ich kenne eine solche Argumentation für gewöhnlich nur von Populisten. Sie greifen an - teils richtig fies und unter die Gürtellinie - entschuldigen sich dann halbherzig und stellen sich anschließend öffentlichkeitswirksam als Opfer dar, wenn sie Gegenwind erfahren.
Genau das ist hier passiert.
Ich stimme Dir jedoch darin zu, dass dies in der Tat keine Gesprächskultur ist. Und auch bei Populisten hat eine argumentative Auseinandersetzung keinen Sinn. -
Wer schwanger ist, wird einerseits sicherlich irgendwann mindestens drei Monate ausfallen (Mutterschutz) und geht oft anschließend in Elternzeit. Das ist weder moralisch noch rechtlich verwerflich. Andererseits ist das nun einmal Fakt. Und solange Frauen die Kinder bekommen (müssen), muss man das so hinnehmen.
Warum kann man den Umstand, dass junge Frauen eben irgendwann schwanger werden können und dann ggf. in Elternzeit gehen und oft in Teilzeit wiederkommen, nicht ganz nüchtern als "gesetzt" ansehen - ohne Bewertung oder Verurteilung? Natürlich müsste auf dieser Basis jedes Kultusministerium entsprechende personelle Vorsorge treffen - dann gäbe es da kein Problem.
Es klingt hier in der Tat so an, als wäre Frau zu sein per se verdächtig, weil man ja irgendwann ausfällt. Das ist zweifellos sexistisch. -
Ihr Lieben, bevor Ihr Euch so über die scheinbar zu lasche Vorgabe durch das Ministerium auslasst, überlegt doch einmal, was die Alternative gewesen wäre.
Ich wage einmal zu behaupten, dass die Zahl an Widersprüchen und anschließenden Klagen mit Sicherheit deutlich höher gewesen wäre, wenn man hier strengere Maßstäbe angelegt hätte.
Ich finde es ehrlich gesagt auch nicht schlimm, wenn man versucht, den Schülern so wenig Nachteile wie möglich entstehen zu lassen.
Was die Ganzjahresnoten betrifft:
Die gibt es in der Sek I gemäß APO-SI in NRW nicht. Die Fachlehrkraft muss laut VV 21.1.2 zu Abs. 2 bei der Notenbildung für das zweite Halbjahr die Note des ersten Halbjahres mit berücksichtigen. Dasselbe gilt übrigens auch für die Einführungsphase in der gymnasialen Oberstufe.
Maylin85
Der Begriff "Berücksichtigung" ist in Deinen Ausführungen irreführend.
Du meinst vermutlich die Fortschreibung der Kursabschlussnote des ersten Halbjahres als Kursabschlussnote des zweiten Halbjahres in der Einführungspase oder der Qualifikationsphase. Und im Falle von Defiziten aus dem ersten Halbjahr gibt es hier m.E. zu Recht Nachprüfungsmöglichkeiten in allen Fächern. -
Auch nehme ich mir mal heraus, den einen Moderator darauf hinzuweisen, dass er seine Moderatorkompetenzen zu überprüfen sollte. Ein Moderator der nochmal Öl in Feuer schüttet.... pfff (Ich meine den Typen, der es bereits zweimal nicht geschafft hat, einen threadangemessenen Beitrag zu liefern Zitat: hüstel hüstel)
Ein Moderator greift dann als neutrale Person ein, wenn es Auseinandersetzungen zwischen zwei oder mehreren anderen Usern gibt oder sich einzelne User im Ton vergreifen.
Ein Moderator ist aber auch ein User, der genauso das Recht hat, seine Meinung kundzutun und ihm missliebige Äußerungen anderer User ebenso zu kritisieren. Die überwiegende Mehrheit meiner Beiträge erfolgte aus meiner Rolle als User heraus.
Der Moderator wird in diesem Fall jedoch in dem Thread selbst keine Moderatorentätigkeit ausüben, damit die Trennung zwischen Moderatorenrolle und Userrolle klar ist.
Das ist mein Verständnis von Moderation. Deins ist ein anders. Das nehme ich zur Kenntnis. -
Ich denke, Du hast Deinen Standpunkt hinreichend klargemacht.
Mehrere User, darunter auch ich, haben ebenso klargemacht, dass wir das anders sehen. -
@MrJules
Bitteschön. Verdient hast Du ihn allemal.
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Ich frage mich sowieso, was der Sinn des Threads ist.
Sich die Absolution holen? Dafür ist dies hier wohl der falsche Ort.
Am Ende muss das jeder mit sich selbst ausmachen, wenn eine mündige Person ist.Was der Sinn des Threads war, hat die TE eingangs klar erläutert.
Und nebenbei: Absolution bräuchte sie ja augenscheinlich nur von Leuten, die ähnlich krude Thesen von sich geben wir Du. -
Im vorliegenden Fall wird nicht gelogen, weil die Frage nach einer Schwangerschaft im Auswahlgespräch nicht gestellt werden darf.
Im Falle einer Angabe der Schwangerschaft wird die Schulleitung sehr wahrscheinlich einen anderen Bewerber auswählen. In diesem Fall hätte die Fairness der Bewerberin direkte nachhaltige und womöglich existenzgefährdende Nachteile für sie selbst. Es darf sich somit jeder, der hier ein Urteil fällen möchte, zunächst selbst fragen, wie selbstlos (und selbstschädigend) er/sie hier vorgegangen wäre.
Die Argumentation mit den Nachteilen für den Steuerzahler sind aus meiner Sicht übrigens ziemlich daneben und zeugt von grober Unkenntnis der Funktionsweise der Solidargemeinschaft, weil diese "Nachteile" für den Steuerzahler früher oder später so oder so bei einer Schwangerschaft entstehen würden. Ob die Bewerberin im Vorfeld arbeitet oder nach der Schwangerschaft ist dabei unerheblich. Der einzige wirkliche "Nachteil" wären die organisatorischen Probleme an der Schule. Finanziell tut sich das nichts.
Hier mit dem Steuerzahler zu argumentieren, ist ein Schlag ins Gesicht einer jeden Frau bzw. eines jeden Paares, das Kinder bekommen möchte. Pfui. -
Nein, nein und nochmals nein. Es geht hierbei nicht um eine moralische Frage und Interessen. Der Schulleiter kann nicht verlangen, dass alle Kollegen immer gesund und unschwanger sind. Es ist seine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass alle Schüler Unterricht erhalten. Nicht mehr, nicht weniger. Fängt er an rumzumosern, weil etwas unvorhergesehenes passiert dann sollte er fix seine Stelle samt A15xy abgeben. Menschen bekommen Kinder und es sind munmal Frauen, die sieauf die Welt bringen. Es dauerte lang genug, dass ihnen zumindest in Deutschland und als Lehrerin daraus kein Nachteil erwächst, denn in genug anderen Berufen können sie die Karriere knicken, von anderen Ländern ganz zu schweigen. Dreht bitte den Sachverhalt nicht auf eine völlig falsche Seite. Es ist Quatsch und Kokolores von "Verständnis und Interessen" zu reden. Die TE bewirbt sich um eine Stelle, wird für ihre Arbeit bezahlt und wenn sie schwanger wird steht ihr der Mutterschutz gesetzlich zu Punkt um und Streusalz drauf.
Ich stimme Dir grundsätzlich zu. Desiderata sind jedoch eine Sache, die Realität ist die andere. Da hilft auch ein Basta, Punkt um und Streusalz drauf wenig.
In einem Kollegium mit vielen gebärfreudigen jungen Kolleginnen, die früher oder später in Mutterschutz gehen (muss kollegial vertreten werden) oder früher rausgezogen werden (muss in der Regel wegen Unvorhersehbarkeit des Ausfalls kollegial vertreten werden), kommen die anderen Lehrkräfte irgendwann an ihre Belastungsgrenzen. Folgt man Deiner Logik, müsste der von Dir genannte Umstand nicht nur den Schulleitungen sondern auch den Lehrkräften bewusst sein und auch sie müssten dann den Dienst quittieren, wenn sie mit der Mehrarbeit nicht klarkommen. Schließlich sieht die ADO ja bis zu sechs Stunden regelmäßige Mehrarbeit vor.
Das systemische Problem lösen wir dadurch nicht. Was wir brauchen, ist eine mindestens 10%ige Vertretungsreserve, die solche Dinge abfängt - gerade weil Menschen Kinder bekommen und es eben die Frauen sind, die diese auf die Welt bringen. -
MarieJ
Ich weiß gerade nicht, ob eine weitere Überspitzung des primär moralischen und gesellschaftlichen Dilemmas hier hilfreich ist. -
Wenn wir einmal das Szenario hätten, dass alle schwangeren Frauen ihre Schwangerschaften nicht beim Bewerbungsgespräch angeben und danach auch nicht gefragt werden darf, dann dürfte ein Schulleiter, der in der Situation, wie Anna Lisa dargestellt hat, ist, generell keine Frauen im gebärfähigen Alter einstellen.
Damit kommen wir aber nicht weiter.
Das Problem ist eher ein anderes: In der Regel gehen junge Mütter nach der Elternzeit erst einmal in Teilzeit. Die anderen Stunden müssen dann durch Vertretungskräfte aufgefangen werden, die ihrerseits immer nur befristet beschäftigt werden können, weil die volle Stelle durch die Teilzeitkraft ja "belegt" ist. Ein Überhang durch unbefristete Beschäftigung der Vertretungskräfte als reguläre Kräfte beim Aufstocken der Stunden der Teilzeitkraft ist systemisch nicht gewünscht.
Es gibt hier kein eindeutiges richtig oder falsch. Es ist völlig legitim, dass die Bewerberin und die Schulleitung ihre eigenen Interessen im Blick haben. Rücksicht auf den anderen zu nehmen, führt hier effektiv zu Nachteilen auf der eigenen Seite. Das mag moralisch wünschenswert erscheinen, doch kann man davon eben nicht seinen Lebensunterhalt bestreiten oder die Unterrichtsversorgung seiner Schule sicherstellen. -
Also irgendwie scheint es bei einigen noch nicht ganz angekommen zu sein, dass Rassismus oder Diskriminierung für gewöhnlich von Weißen ausgeht und sich gegen Nicht-Weiße richtet. Natürlich mag es das auch andersherum geben - das erfolgt jedoch selten aus der Haltung einer rassischen Überlegenheit heraus...
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Die Oberstufenleitung wird ggf. dann weniger Entlastungsstunden erhalten, wenn die BL mehr Aufgaben übernehmen.
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Wenn wir von Profilen sprechen, dann von Kombinationen aus Fächern - da sind Bildungsgänge m.E. schon noch einmal etwas anderes.
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