Valerianus
Das war an meiner Schule so üblich - es wurde beim Krankmelden immer direkt gefragt, ob auch Material geschickt wird. Das führte dann immer dazu, dass man mit dem Anruf oder unmittelbar danach trotz Krankheit noch den Stress hatte, schnell noch Material zuzuschicken. Die meisten KuK haben das aber anstandslos gemacht mit dem Ergebnis, dass man alle KuK, die das nicht gemacht haben, schief angeschaut hat. Die leuchtenden Kinderaugen und die vom SL gerne angeführte pädagogische Verantwortung machen es möglich...
... wird bei mir in dieser Form in Zukunft ganz sicher nicht mehr funktionieren.
Beiträge von Bolzbold
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Diese Vorgabe ist meinem Kenntnisstand nach immer noch aktuell.
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Die meisten von uns haben wohl die Mentalität, dass sie arbeiten, um zu leben. Je nach Qualifikation und perkären Arbeitsverhältnissen kehrt sich das dann um. Diese Menschen leben augenscheinlich nur noch, um zu arbeiten.
Das ist aber auch eine Folge des Kapitalismus.
Die Vermögensmehrung als primäres Ziel der Erwerbstätigkeit empfinde ich auch nicht als uneingeschränkt empfehlenswert. Meine Arbeit soll mir genug Geld zum Leben einbringen - wenn ich aber aus meiner Arbeit auf der Basis dessen, was ich kann und was mir irgendwo auch Freude macht, einen Sinn ziehen kann, dann umso besser.
Das dürfte bei Akademikern generell, was die Ausgangsbedingungen angeht, leichter sein, da uns mit Abitur alle Türen offen standen. Wir konnten uns in der Regel den Studiengang und damit langfristig den Beruf aussuchen. Das mag sicherlich auch auf Menschen mit anderen Schulabschlüssen zutreffen, doch sind deren Chancen und oft auch deren Verdienstmöglichkeiten deutlich schlechter. Da mutiert Arbeit schnell zu sinnlosem Broterwerb, der den Großteil des Lebens einnimmt.
Man könnte dann in der Tat einmal fragen, was einen dazu bewegt, Friseur zu werden, wenn man sein künftiges Leben in semi-prekären Verdienstverhältnissen (es sei denn, man macht sich selbstständig) fristen will. Dasselbe trifft auch auf alle anderen Jobs zu, die semi-prekäre oder prekäre Verhältnisse bieten.
Mit Paketboten, Beschäftigten in der Fleischverarbeitung, Spargelstechern etc. verhält es sich nicht anders.
Hier liegt es auch an uns, ob wir dazu beitragen, dass auch diese Menschen eher arbeiten um zu leben, oder ob sie wie aktuell zutreffender eher leben um zu arbeiten. -
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Dann passe ich als konfessionsloser, heterosexueller, mit der Mutter aller meiner Kinder verheirateter Hausbesitzer, der manchmal Anzug und manchmal "ethnic wear" trägt und mit Migrationshintergrund bei geschliffenem Deutsch ja in gar kein Raster. Spießiger Deutsch sprechender Halbmigrant?
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Es kann von Lehrkräften nicht erwartet werden, dass sie außerhalb der für den ÖD üblichen Arbeitszeiten ihre E-Mails überprüfen.
Seit ich in der Schulbehörde arbeite, ist das klar getrennt. Mails werden zu den Arbeitszeiten gelesen und bearbeitet. Ansonsten nicht - es sei denn, ich warte auf eine dringende Antwort meines Vorgesetzten, die ich für die weitere Arbeit benötige - dann schaue ich auch mal um 20 Uhr in meine Mails, um dann einen gedanklichen Haken zu setzen und am nächsten Morgen weiterzuarbeiten. (Und selbst das wäre womöglich gar nicht nötig...)
Im Nachhinein denke ich mir, dass ich das womöglich im aktiven Schuldienst ähnlich hätte handhaben sollen... -
Mensch, Bolzbold , du schreibst aber echt gut Deutsch, merkt man gar nicht, wenn du traditionelle Kleidung trägst

Ob es Menschen gibt, die gar keine Vorurteile haben?
Nein, sehr wahrscheinlich nicht. Auch ich ertappe mich, wie ich Vorurteile habe, kann das aber gut reflektieren und dann entsprechend (anders) handeln.
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Merkste selber, wie paradox die Formulierung ist, oder?
Merkste selber, dass das ein rhetorisches Mittel ist, oder?
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Och, den sieht man durchaus sofort. "Sie sprechen aber gut Deutsch" habe ich vor 20 Jahren auch schon selbst von anderen gehört. Da ich ein dialektfreies, geschliffenes Hochdeutsch spreche und dies mitunter gezielt mit antiquierteren Wörtern und Ausdrücken vermenge, merkt auch die vorurteilsbehaftetste Fleischereifachverkäuferin in Süddeutschland oder an der Nordsee, dass ich eben so gar nicht den gängigen Klischees entspreche...
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Kleider machen eben nur dann Leute, wenn der Stil zur Persönlichkeit passt. Ich gehe gerne mit Hemd und Sacko und Stoffhose - im Sommer dann ohne Sacko mit kurzärmeligem Hemd. Es mag klischeehaft klingen, aber mir war ein seriöses Auftreten immer wichtig - und mein Kleidungsstil unterstreicht das. Aufgrund meines halben Migrationshintergrunds trage ich auch gerne einmal traditionelle Kleidung aus dem Land meines Vaters. Wenn ich schon mitunter als Exot wahrgenommen werde, kann die Kleidung das gerne ab und an unterstreichen...
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Nehmt es mir nicht für krumm, aber wenn man hier rein liest, ist man geschockt, was hier für ein Ton herrscht.
Ich frage mich eh, wie einige so viel Zeit haben hier neben Familie stundenlang im Forum zu schreiben. Aber jeder wie er meint. Finde nur, man kann vieles auch schreiben ohne sich in den Haaren zu liegen.
Ich gehe mal davon aus, dass Du bereits gemerkt hast, dass das an der Realität vorbei geht.
Um Dir den Ball einmal zurückzuspielen: Dir wurde hier ja bereits gesagt, dass Du die familiären Details hättest rauslassen können und stattdessen das Bundesland hättest benennen können. Man kann vieles auch weglassen und trotzdem das Bundesland nennen, ohne dass die Gefahr besteht, dass der Vater Ärger mit seinem SL bekommt... -
Natürlich laufen die Verbände Sturm gegen den Erlass - der ist aber eben nun mal bereits an die BR gegangen und damit offiziell.
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Ich wurde glücklicherweise noch nicht gestalkt. Da ich aber privat mein Glück gefunden habe, ist es letztlich auch nicht wichtig, ob ich wirklich für die Mütter meiner Schüler interessant sein sollte.
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Ich glaube, dass sich in NRW die Fristen für die sichere Rückkehr an die eigene Schule geändert haben.
Innerhalb der letzten zwei oder drei Jahre aus meiner Erfahrung nach nicht.
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Seltsam, irgendwie hätte ich gedacht, der TE wäre aus NRW gekommen. Egal. Solange die Regelungen in BW ähnlich sind...
...ist meiner Erinnerung nach aber auch eine KMK-Vorgabe. -
Hier wollte sie Schulleitung sie aber mit allen Mitteln nicht. Wenn alle Seiten mitspielen, ist das in der Regel kein Problem.
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Richtig, war ein Rechenfehler. Das Ergebnis war dennoch unbefriedigend.
@alle
Was den Verlust der Schule angeht:
Ich habe mehrere Telefonate mit der für uns zuständigen BR geführt, als es genau um diese Frage beim Wiedereinstieg meiner Frau ging. Der Sachbearbeiter sagte mir, dass er keinen Fall kannte, bei dem eine Lehrerin, die nach zwei oder drei Jahren an ihre Schule zurück wollte, dies nicht konnte.
Das führt ggf. dazu, dass dann eine Vertretungskraft gekündigt wird oder Stunden reduzieren muss. Alle Mütter (und natürlich auch Väter) in Teilzeit "belegen" eine volle Stelle. Ab dem Moment, wo sie in Teilzeit gehen, muss das dann durch Vertretungsverträge kompensiert werden, weil die TZ-Kräfte ja theoretisch jederzeit in Vollzeit zurückkehren könnten und daher keine weiteren Planstellen ausgeschrieben werden.
Wenn man rechtzeitig der SL signalisiert, was Sache ist, verliert man nicht seine Schule. -
Hallo Rasentennis,
dass man sich nicht über inhaltliche Dinge austauscht, kann ich verstehen. Hier geht es aber um eine Formalie - und die ist nicht fachspezifisch sondern generell. Daher würde ich in solchen Fällen die Schulleitung fragen.
Ich habe mal die zugänglichen Abiturdokumente durchforstet und die APO-GOSt noch einmal durchgesehen. Es gibt meines Wissens weder eine Verpflichtung noch ein Verbot der Berücksichtigung des Entwurfs. Wenn der Schüler jedoch das Ganze mit "siehe Konzept" markiert, würde ich das werten, aber ggf. im darstellenden Bereich abziehen. Man kann das auch als Verstoß gegen die äußere Form werten und nach § 13 Abs. 2 abwerten. Das liegt aber in Deinem Ermessen. -
Freizeitausgleich heißt im Schuldienst nicht, dass Du mehr freie Tage dadurch bekommst sondern dass Du ggf. im nächsten Schuljahr eine anteilige Stundenreduzierung bei gleichbleibender Besoldung bekommst.
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