Wenn ihr etwas mehr Erfahrung mit Onlineforen hättet, hättet ihr euch diese peinliche Reaktion gespart. "Eltern-Alarm" lässt euch ziemlich alt aussehen.
Sollte man wirklich so auf eine Reihe von vorgetragenen Fakten zu einer Problemstellung reagieren? Wenn ihr euch so auch gegenüber euren Schülern verhaltet, seid ihr ein schlechtes Vorbild.Ich dachte hier könnte man intelligent diskutieren, immerhin sind wir ja unter Akademikern und nicht in einem Schülerforum.
Lieber Methodiker,
wieviel Erfahrung in Onlineforen darf es denn bitte sein? Den Schuh kann ich mir mit Blick auf mein Profil leider nicht anziehen.
Peinlich ist in meinen Augen jedoch eher eine Lehrkraft, die aus eigener Kraft nicht dazu in der Lage ist, die für sie geltenden Gesetze und Vorschriften zu recherchieren, daraus fundiert ihre Schlüsse zu ziehen und diese anschließend wiederum zur Diskussion zu stellen.
Das Vorbild taugt hier nur als Totschlagargument, weil es für alles, was Lehrer angeblich falsch machen, herhält. Wie sieht es mit Deiner Vorbildfunktion als Lehrkraft in puncto Selbstständigkeit und eigenständigem Denken aus?
Und genau deswegen schlug bei mir der Elternalarm an.
Man kann hier durchaus intelligent diskutieren - allerdings wäre das auf der Basis von Fakten sicherlich einfacher (und um beim Wort zu bleiben intelligenter) als auf der Basis dessen, was man, wie Du schreibst, "so hört".
Schau Dir mal bei Juris Urteile an, die von den Verwaltungsgerichten im Falle strittiger Notenerteilung gefällt wurden. In allen Urteilen, die ich dort gelesen habe, spielt die Nachvollziehbarkeit bzw. die ausreichende Begründung der Note im Rahmen des pädagogischen Spielraums eine Rolle. Eine Note ist dann angreifbar, wenn sie auf sachfremden Erwägungen fußt oder Teilleistungen nicht hinreichend gewürdigt (oder übergewürdigt) wurden. Was sagen denn die Hamburger Vorschriften?