Vielleicht sollte man hier präzisieren:
Ritalin hat während der Wirkdauer insofern Auswirkungen auf die Persönlichkeit, alsdass das Kind seine Selbstkontrolle wiedererlangt und sich fokussieren kann.
Zu Deinem Beispiel:
Das, was Du beschreibst, scheint mir eher eine Überdosierung zu sein oder ein Problem der Verstoffwechslung. Ein solches Kind hatte ich vor Jahren auch in meiner Klasse am Gymnasium. Man hatte aufgrund der ungewöhnlichen Verstoffwechslung augenscheinlich nur die Wahl zwischen der Wirkung "sediert" und keiner Wirkung. Da bedurfte es langer Einstellungs- und zuvor natürlich Ausschleichungszyklen.
Dein Beispiel wäre in der Tat ein Negativbeispiel für klassisches "Ruhigstellen".
Viel entscheidender wäre doch, ob und inwieweit Ritalin langfristige Auswirkungen auf die Persönlichkeit hat. Wenn ich diese Dissertation heranziehe, dann kann die Dauermedikation zu Wesensänderungen führen - muss aber nicht.
https://edoc.ub.uni-muenchen.de/20090/7/Konrad…ris_Susanne.pdf