Beiträge von Bolzbold

    Das gehört letztlich zum Tagesgeschäft dazu. In einem Fall war ich es tatsächlich "schuld", da eine Schülerin in einem Geschichts-LK vier Defizite nacheinander von mir bekommen hatte, so dass sie die Zulassung nicht bekam.
    Da hieß es dann, ich könne ja ein Auge zudrücken bzw. sie hätte mit drei Defiziten kalkuliert aber erwartet, dass ich aufgrund der Konsequenzen das vierte nicht gäbe...

    Hallo Bolzbold,

    so abwegig ist das nicht, von mir wurde dasselbe schon verlangt: "Versuch mal, gar nichts zu sagen und allein durch Körpersprache das Unterrichtsgeschehen zu lenken!"

    Ich habs bis heute nicht geschafft, aber auch niemanden gesehen, der es mir hätte zeigen können. Und ich rede jetzt nicht vom allseits bekannten stummen Impuls...

    der Buntflieger

    Ich weiß, was damit gemeint ist und setze dies auf ganz natürliche Art und Weise in meinem Unterricht ein. Das entspricht meinem Naturell und dem "vollen Körpereinsatz", den ich für gewöhnlich gebe.
    Wie andere schon geschrieben haben, ist das aber zum Teil etwas anderes als non-verbales Ermahnen. Das geht beispielsweise durch einen demonstrativen Blick mit kritisch hochgezogener Augenbraue oder durch demonstratives schweigendes Nähern. Man kann Schülern, die mit irgendwelchen Gegenständen spielen, diese auch schweigend wegnehmen oder eine Geste machen, das Zeugs wegzulegen. Alles machbar.

    Wenn es mir im Klassenraum meiner alten Klasse zu laut wurde, habe ich mich demonstrativ ohne weitere Worte auf den kleinen Vorsprung hinten an der Wand gesetzt und schweigend vor mich hingeguckt. Die Störer wurden dann von ihren Mitschülern ermahnt und ich konnte nach ein bis zwei Minuten mit dem Unterricht fortfahren. Während des Sitzens habe ich mich auch mental entspannt, weil ich mich nicht aufregen wollte. Es muss halt nur alles authentisch sein und nicht gekünstelt.

    Jede Schulleitung, die halbwegs etwas in der Birne hat, wird wissen, dass sie sich komplett lächerlich macht, wenn sie das als Dienstanweisung herausgibt.

    Rein rechtlich betrachtet hat die Schulleitung hier keine Weisungsbefugnis, weil gerade die verbale Ermahnung integrativer Bestandteil von Erziehung im Unterricht ist. Ich frage mich im Gegenzug sogar, wie man das ausschließlich non-verbal hinbekommen will - ohne dabei völlig bescheuert auszusehen...

    Es dauert solange, bis der Vorgang bearbeitet und entschieden wurde - auch ggf. abhängig davon, ob es externe Gegenbewerber gibt.

    Manchmal geht es ratzfatz, manchmal dauert es. Dass beispielsweise 25jährige Dienstjubiläen erst zwei Jahre später gewürdigt werden, ist keine Seltenheit...

    Die Schulaufsicht würde die formale Korrektheit des Gliederungsplans überprüfen, nicht aber die Motive des Erstellers.
    Sollte dieser Plan also sachlich korrekt sein, dann wird dieser Plan auch bei einer gesonderten Überprüfung "durchgehen".

    Was den Bedarf der Schule angeht, so dürfte da ja ein Abgleich zwischen dem aktuellen Personalbestand und dem künftigen Bedarf erfolgen, um ggf. neue Stellen bzw. Kollegen zuzuweisen. Da müsste der SL schon sehr viel kriminelle Energie aufwenden, um hier aufgrund persönlicher Motive die Rückkehr einer Kollegin bewusst zu verhindern.

    Letztlich stellt sich die Frage, was davon beweisbar ist und was nicht, wer das Ganze der Schulaufsicht steckt, wie die Schulaufsicht ggf. entscheidet - und wer im Falle der formalen Korrektheit des Gliederungsplans dann mit dem Makel des Denunzianten leben möchte.

    Maßgeblich ist nicht, wo die Konflikte stattfinden, sondern ob sie in die Schule hineinwirken oder nicht.
    Bei Mobbing oder Bedrohung im Bus oder einer Prügelei unter Schülern außerhalb der Schule auf dem Nachhauseweg wäre dies gegeben.

    Wenn Drogen außerhalb der Schule von Schülern gekauft, gehandelt und konsumiert werden, kann dies ebenfalls von der Schule sanktioniert werden, sofern der Handel und das Organisieren der Drogen durch Schüler einer Schule erfolgt.

    @Mikael

    In den 80er Jahren hatten wir die Folgen des Nato-Doppelbeschlusses (Pershing II gegen SS20) und gleichzeitig das Waldsterben durch den sauren Regen. Einmal abgesehen davon, dass das ja zwei völlig unterschiedliche und voneinander unabhängige Entwicklungen waren, war damals ein "entweder oder" genauso wenig opportun wie heute. Wir brauchen eigentlich ein "sowohl als auch".

    Es mutet dennoch schon merkwürdig an, dass man Kinder in eine Welt gesetzt hat, in der man dachte, dass die unterschwellige permanente Vernichtungsdrohung des Kalten Krieges, die mich als Kind wie ein Phantom begleitet hat, endlich überwunden wäre.

    Noten als Disziplinierungsmittel sind unzulässig. Das dürfte in allen Schulgesetzen und Prüfungsordnungen bundesweit der Fall sein.

    Dass KuK' dies in der Vergangenheit aber genau SO gemacht haben und dass einige dies heute auch noch so tun, tradiert auf traurige Art und Weise die Mär vom Lehrer, der generell Noten nach Verhalten gibt. Da kann ich noch so ein gutes Verhältnis zu meinen SuS' haben - wenn sich einer mal daneben benimmt, kommt früher oder später von einem anderen die Warnung, das Fehlverhalten einzustellen, weil es sonst ja eine schlechte Note gäbe.

    Ich stelle bei mir fest, dass ich kein Verlangen danach verspüre, Fehlverhalten von SuS' über Noten zu sanktionieren. Da Fehlverhalten oft mit objektiv schwacher Leistung korreliert, das wurde hier ja auch schon festgestellt, gibt es im Nachgang zwar eine schlechte Note - aber die wurde vom Schüler erarbeitet.

    Brauchst Du jemanden, der Dir Deine Hausaufgaben oder Dein Referat fertig macht?

    Als angehender Lehrer oder echter Lehrer weiß man entweder etwas über dieses Thema oder weiß zumindest, wo es steht.

    Ich habe unter anderem aus änlichen Gründen wie Krabappel es eingangs geschildert hat, sozusagen temporär den Job gewechselt.
    Ausschlaggebend war seinerzeit eine Abschiedsfeier im Kollegium, wo ein Kollege nach 35 Jahren an der Schule verabschiedet wurde. Ich bekam einen Kloß im Hals, weil ich mir das nicht vorstellen konnte, quasi wie ein U-Boot-Fahrer 35 Jahre die Luke zuzumachen, dann aufzutauchen und in die Pensionierung zu entschwinden.
    Ich möchte an diesem noch fernen Tag mich nicht umdrehen und mich fragen, ob das alles war. Immerhin hätte ich dann gut ein halbes Leben im Beruf verbracht.

    Mein Wechsel zur Behörde war gut und richtig - insbesondere, weil damit noch längst keine Entscheidung über mögliche weitere "Karriere"-Schritte gefällt wurde und weil ich endlich einmal etwas anderes mache. Interessanterweise bin ich nach einem 11-Stunden-Tag inklusive Pendelei weit weniger platt als nach einem langen Schultag. Da bleibt noch Energie für die Kinder und ich habe abends und am Wochenende frei.

    Was ich nach der Zeit in der Behörde mache, weiß ich noch nicht - da sich in meinem Leben bislang immer aus heiterm Himmel plötzlich Möglichkeiten aufgetan haben, von denen ich gar nichts geahnt hatte.

    Wer an der Front das Gefühl hat, er kommt nicht weiter, der sollte in der Tat einmal für eine Weile etwas anderes machen.

    Trapito, DASS Du offenbar ein Problem hast, ist mir nicht entgangen. Was das jedoch konkret für ein Problem sein soll, erschließt sich mir in der Form nicht. Das mag auch daran liegen, dass Du mir offenbar ein Zitat zugewiesen hast, das nicht von mir stammt, so dass ich obgleich angesprochen den oben nachstehenden Absatz dann auch nicht mehr auf mich beziehen konnte.

    Was willst Du eigentlich von mir?

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