13 Jahre sind auch eine Menge Bedenkzeit...
Beiträge von Bolzbold
-
-
Ich denke, es wird dann wohl zwischen Migrant (z.B. syrischer Flüchtling) und Mensch mit Migrationshintergrund (z.B. Halbasiat mit einem dt. Elternteil) so wie ich unterschieden. Flüchtlinge weiterzuqualifizieren, damit sie bei der Integration mithelfen, ist eine um Kern gute Idee.
-
Das könnte der Nekromant in der Tat einmal erläutern.
-
Das ist in der Regel eine reine Formsache.
-
Ich bleibe dabei, dass die Schilderung der Berliner Vorgehensweise für die TE wenig hilfreich ist. Das LGG NRW sowie die Frauenförderpläne der Bezirksregierungen sehen zwar Teilzeitkonzepte an Schulen vor, das Ganze hat jedoch noch nicht den Weg in konkrete Vorgaben ("muss"-Vorgaben) in der ADO gefunden.
Mir ist für NRW keine Bestimmung bekannt, nach der eine Teilzeitkraft konkrete Einsatzzeiten vorgeben kann oder nach der sich der Einsatz nach den Betreuungszeiten der KiTas richtet. Das ist auch, wie Karl-Dieter anschaulich dargelegt hat, nur schwer umsetzbar. Das ist auch weniger eine Frage von Meinungen oder Rechthaberei.
Da meine Frau von ungünstigen Einsatzzeiten unmittelbar negativ betroffen ist, Susannea, hätten sie und ich ein nicht unerhebliches Eigeninteresse daran, dass es in NRW ähnliche Vorgaben für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gibt wie in Berlin. Ich habe mir bereits vor fast acht Jahren im Zuge der Geburt meines zweiten Kindes die Finger wund gesucht nach einschlägigen Vorgaben bezüglich des Einsatzes /der Einsatzzeiten von Teilzeitkräften. Gerade an Ganztagsschulen, hat man da ganz schlechte Karten, was beispielsweise das Vermeiden von Einsätzen am Nachmittag bis über die Betreuungszeiten hinaus angeht. Bevor ich zur Schulbehörde gewechselt bin, konnte ich das zum Teil abfangen, jetzt mit 41 Stunden im Büro plus Pendelei geht das nicht mehr.Ich halte es hier mit Luther. Ich widerrufe gerne meine Thesen, wenn ich durch geltendes Recht eines Besseren belehrt werden kann - und dann reden wir nicht von "soll" sondern von "muss"-Vorschriften. Und wir reden auch nicht von Stundenplanern und Schulleitungen, die bestimmte Dinge möglich machen, weil sie es wollen - oder eben nicht möglich machen, weil sie es nicht wollen.
-
-
Das Problem ist, dass Du rechtlich keinen Anspruch auf Einsatz zu bestimmten Zeiten hast - Vereinbarkeit von Familie und Beruf hin oder her. Moralisch ist das ja selbstredend eine andere Sache.
Die Organisation der Kinderbetreuung ist wie bei allen ArbeitnehmerInnen ihre eigene Sache. Wir haben auch jedes Jahr aufs Neue das Vergnügen, unsere Kinder vor Dienstbeginn rechtzeitig zu verteilen.Warst Du vorher an einer anderen Schule oder würdest Du quasi an die alte Schule zurückkehren? Normalerweise musst Du den Dienst bei Beendigung der Elternzeit ja wieder antreten. Falls Du zwei oder drei Jahre Elternzeit genommen haben solltest und jetzt noch in der Elternzeit bist und das Angebot ablehnst, würdest Du ohne Bezüge eben in der Elternzeit bleiben.
Irgendwie ist mir anhand Deiner Schilderungen nicht ganz klar, welchen Status Du hättest, wenn Du ablehnen würdest. Wer die Elternzeit beendet und den Dienst wiederaufnimmt, muss ihn wiederaufnehmen. Dann gäbe es auch keine "Ablehnung" des Angebots.
Kannst Du die Konstellationen mal ausführlicher darlegen?
-
Hier mit Ausnahme der Annahme von Belohnungen und Geschenken juristiziables Fehlverhalten bei Lehrern, die privat unterwegs sind, zu konstruieren, ist schon eigenartig. Insbesondere dann, wenn man erst bei Unverständnis seitens der anderen User plötzlich etwas ganz anderes nachschiebt.
-
Bislang hatte ich in meiner Nachbarschaft immer den Eindruck, dass gerade die Privatnutzung der Dienstwagen, die hier so in der Gegend herumstehen, im Vergleich zu locker 30.000+ Euro Anschaffungskosten bei einem Neuwagenkauf als DEUTLICHE Entlastung der Hasuhaltskasse und des Ersparten angesehen werden. Sich da über Steuern zu beschweren ist schon eine Nummer...
-
Man kann das Ganze auch ganz nach oben eskalieren, soll heißen ins Kultusministerium. Dann sollte man aber wirklich stichhaltige (!) Beweise liefern und natürlich ggf. mit den Konsequenzen, die das haben könnte, leben können.
Wenn Beamte sich nachweislich eines Dienstvergehens schuldig machen, muss die Behörde ermitteln. -
Nein, FriedPotato, DU trollst. Und damit ist jetzt Schluss.
-
Wieso hört sich das für mich nach Optimierungswahn an?
-
In der Elternzeit bist Du "frei wie ein Vogel", d.h. Du kannst auch an einer anderen Schule eine Vertretungstätigkeit aufnehmen - sogar an einer anderen Schulform. Meine Frau hat das im dritten Jahr ihrer Elternzeit gemacht.
-
Eher nicht....ich bin offensichtlich ein absoluter Mangel als Sonderpädagoge im Moment in NRW. Der PR hat mir letzte Woche mitgeteilt, dass es wieder nichts wird mit meiner Versetzung und dass ich mich darauf einstellen soll, dass ich die volle Zeit noch absitzen muss. Ganz, ganz toll. Heißt Freigabe erst zum 1.2.2021. Ich bin ganz ehrlich so langsam etwas verzweifelt. Seit 6 Jahren sitze ich , nach Auflösung der Förderschulen, an einer Schule, zu der ich nie wollte und die mein Familienleben mehr als einschränkt. Ich habe 3 lange Nachmittage und fast jede Woche zusätzlich 1x Konferenz. Meine Tochter ist jetzt 9 Jahre alt und da mein Mann ebenfalls arbeitet ,haben wir echte Probleme mit der Betreuung unseres Kindes. Hier auf dem Land gibt es nicht so viele Übermittagsangebote und auf Familie kann ich leider nicht zurückgreifen. Ich weiß, dass ich damit sicherlich nicht alleine dastehe, aber es nervt einfach nur noch. Sorry fürs Jammern, aber ich bin einfach nur noch frustriert!
Ach...und Teilzeit hilft mir auch nicht. Darauf wird bei der Stundenplanung nämlich nicht wirklich geachtet.
Bei Teilzeit MUSS darauf im Stundenplan geachtet werden. Da gibt es klare Vorgaben. Der Philologenverband hat vor einiger Zeit eine Klarstellung veröffentlicht, in der es unter anderem um verlässliche Stundenpläne und das Verbot, Teilzeitkräfte zu früherem Kommen und längerem Bleiben ohne deren Einwilligung anzuweisen, ging.
Natürlich stehen viele Schulen personalbedingt stark unter Druck, aber gerade das macht es unabdingbar, sich als Teilzeitkraft für die einem zustehenden Rechte einzusetzen. Da können ein Stundenplaner oder eine Schulleitung nicht lapidar entgegnen "geht nicht".Wenn Du allerdings Vollzeit arbeiten solltest, dann kannst Du leider keine Vergünstigungen einfordern - das geht dann nur mit Goodwill der Schulleitung. Was die Nachmittage angeht, so scheint das ja an vielen Schulen mittlerweile Standard zu sein. Da hast Du, was Nachmittage angeht, keine Chance.
Etwas anderes wäre es, wenn Du Urlaub aus familienpolitischen Gründen beantragen würdest. Bis Dein Kind 12 Jahre alt ist, ginge das ja. Während dieser Beurlaubung darfst Du natürlich auch arbeiten. Theoretisch wäre sogar die Arbeit an einer anderen Schule möglich, wenn Du dort ein Vertretungsangebot annimmst. Das müsstest Du aber mit dem Schulamt bzw. mit der Bezirksregierung abklären. Bei meiner Frau ist es so, dass sie während dieser Beurlaubung nicht an ihrer Stammschule bleiben müsste und somit auch an eine andere, schulformgleiche, Schule wechseln könnte.
Wäre das für Dich ggf. eine Alternative?
-
Meiner Erfahrung nach bist Du in der Elternzeit freier bzw. geschützter in der Wahl Deiner Stunden und vor allem ggf. Deiner Schule. Du darfst während der Elternzeit auch an einer anderen Schule arbeiten.
Während des Urlaubs aus familienpolitischen Gründen kann Dir die Bezirksregierung die Schule bzw. Schulform vorgeben. Das mag in vielen Fällen kein Problem sein, weil man sowieso an der Stammschule bleiben möchte. -
Darum ging es doch gar nicht, oder irre ich mich da?
-
Dann solltest du das vielleicht zunächst eruieren.
-
Wenn "geltende Gesetze" das eindeutig sagen, dann irrt die Schulbehörde eben.
-
Betrachtet man sich die Zahl an verhaltensauffälligen Kindern am Gymnasium, ist die Inklusion längst dort angekommen.
Eine Diskussion ob eines plakativen Zitats aus dem Zeit-Artikel, der mir durchaus bekannt ist, vom Zaun zu brechen finde ich irgendwie schon vorgefärbt - daran mag ich mich nicht beteiligen, weil ich als Gymnasiallehrer da pauschal in die Rechtfertigungsposition gedrängt werde.
Interessant waren neben dem Artikel die vielen Kommentare, die zum Teil wirklich substanzielle Argumente gegen die Abschaffung des Gymnasiums enthielten.
-
Ist Prüfungsaufsicht denn kein Gefallen? Man hat keine Vorbereitungs-/Nachbereitungszeit und Stress auch nicht, oder stelle ich mir was Falsches darunter vor?
De facto hast Du Recht, de jure jedoch glücklicherweise nicht.
Der Gesetzgeber unterscheidet nicht zwischen der Wertigkeit einer Stunde. Prüfungsaufsicht, Vertretung, regulärer Unterricht - das sind alles Unterrichtsstunden unabhängig von ihrem zusätzlichen zeitlichen Aufwand.Statt Unterricht Prüfungsaufsicht zu machen mag in der Tat wie eine Entlastung wirken, aber ab dem Moment, wo die Stunde nachgeholt werden soll, ist das ja definitiv nicht mehr der Fall.
Werbung