Beiträge von Bolzbold

    Da wäre eine Beförderung vielleicht nicht kontraproduktiv, sondern jemand hätte mehr Zeit für Verwaltungskram, weniger Zeit vor der Klasse und mehr Selbstwirksamkeitserleben.

    Ach, was wäre das schön. Leider gehört das ganz klar in den Bereich "Mythen und Legenden".

    In NRW beispielsweise übernimmt man für eine A14-Beförderung eine außerunterrichtliche Zusatzaufgabe, die in der Regel nicht mit Entlastungsstunden vergütet wird. Deswegen ja die Beförderung.

    Bei den A15-Stellen bekommt man bestenfalls eine Handvoll Entlastungsstunden - die Bandbreite bei den Oberstufenkoordinationen ist eine bis sechs Entlastungsstunden. Alle anderen A15er bekommen deutlich weniger.

    In allen Fällen kommt der Verwaltungskram immer oben drauf. In keinem der Fälle hat man objektiv mehr Zeit für Verwaltungskram oder signifikant weniger Zeit vor der Klasse.

    Auch ich als stv. SL muss aktuell mehr unterrichten, da wir sonst die Stundentafel nicht abdecken können. Numerisch habe ich mehr Zeit für Verwaltungskram - davon gehen 50% für Ad-hoc-Organisation und Tür-und-Angel-Gespräche drauf. Der Rest muss dann für alles andere reichen. Die anderen stv. SL, die ich kenne, berichten nichts anderes. Sich in Ruhe einmal an umfangreichere Konzepte zu setzen, ach was wäre das schon, wenn dafür Zeit vorhanden wäre.

    Moin! Vielen Dank für die zahlreichen Antworten und die ausführlichen Informationen!

    Ich habe mich mal auf den Seiten der diversen Abendrealschulen umgesehen und gelesen, dass es auch sogenannte Vorkurse gibt für Menschen, die noch ein paar schulische Aspekte aufarbeiten müssen, bevor diese ins reguläre Semester starten! In den Fächern Deutsch, Mathe und Englisch! Müssen diese Menschen noch alphabetisiert werden? Kann man an den Abendrealschulen auch die Qualifikation für den Besuch der gymnasialen Oberstufe erwerben? Oder ist dieser Teil schon die Arbeit des Kollegs beziehungsweise Abendgymnasiums?

    vgl. §28 APO-WbK

    SGV § 28 (Fn 15, 26) Erwerb des Abschlusses und der Berechtigungen | RECHT.NRW.DE

    Historisch gesehen haben Menschen in der Regel immer an irgendetwas geglaubt. Ob das eine „offizielle“ Religion war, die Partei oder „die Wissenschaft“, sei erst einmal dahingestellt. Menschen scheinen etwas zu brauchen, um sich Dinge erklären oder zumindest näherbringen zu können, die jenseits der menschlichen Vorstellungskraft liegt. Das sollte in der Schule zumindest eine kleine Rolle spielen.

    Das ist vollkommen richtig.
    Beim Glauben und bei der Wissenschaft gibt es gleichwohl einen fundamentalen Unterschied, der ja auch schon in den beiden Begrifflichkeiten zu finden ist.

    Glauben und wissen, oder Dogmen auf der einen Seite und empirische Beweisführung auf der anderen.

    Eigentlich braucht man in der heutigen Zeit für Erklärungen keinen Glauben mehr - hier nehme ich das eher als Bedürfnis wahr, im Glauben Halt zu suchen und zu finden, wenn Fakten und Wahrscheinlichkeiten zwar eine sachliche Erklärung liefern, aber keinen Trost spenden können.

    Was meinst du damit genau, es ist möglich, dass der Amtsarzt eine komplette Dienstunfähigkeit feststellt, wenn man versucht, eine Teildienstfähigkeit zu bekommen?

    Das ist in beide Richtungen möglich und ich kenne Fälle, in denen KollegInnen alles versucht haben, um die komplette Dienstunfähigkeit zu verhindern - da ging es primär ums Geld - und gedacht haben, sie können mit dem monatelangen Kranksein einfach so weitermachen.

    Am Rande:
    Dein Wording empfinde ich als missverständlich, da Deine Frage so gelesen werden kann, als könnten dieser Prozess und dessen Ergebnis ein Wunschkonzert sein.

    Ich kannte KollegInnen, die das richtig "schmutzig" gespielt haben und dann tatsächlich eine Versetzung aus dienstlichen Gründen, wie das in diesen Fällen so schön heißt, durchgesetzt haben. Dafür muss man aber wahrhaft abgebrüht sein.

    Davon rate ich gleichwohl dringendst ab, da das in der Behörde natürlich dann auch bekannt ist...

    Wir sprachen heute miteinander und ich riet ihr, mal zu überlegen, eine Teildienstfähigkeit anzustoßen. Vom Hausarzt und Kardiologen würde sie sicher die Probleme bescheinigt bekommen. Sie zögerte, weil sie erst Anfang 40 ist und Angst hat, dass dadurch weitere Beförderungen oder Stellenwechsel unmöglich gemacht werden können bzw. sie ja auch Geld verliert, weil zwar im Gegensatz zur normalen Teilzeit ein Zuschlag gewährt wird, dieser aber nicht ruhegehaltsfähig ist. Weiterhin hat sie Angst, dass das Ergebnis beim Amtsarzt auch sein könnte, dass sie aktuell gar nicht mehr dienstfähig ist und dann erstmal auf erhebliche Summen Geld verzichten müsste.

    Da ich selbst auch wenig Erfahrungen habe, aber andererseits denke, dass die Person unter diesen Umständen nicht lange weiter arbeiten/(freudlos) leben sollte, wollte ich hier mal fragen, ob die genannten Bedenken zur Teildienstfähigkeit berechtigt sind bzw. welche Erfahrungen andere Kolleginnen und Kollegen, vorzugsweise in NRW, damit gemacht haben?


    Danke. RO.

    Ja, die Bedenken wären gerechtfertigt, weil die Rechtslage exakt so ist, wie Du Sie dargestellt hast - ich habe das eben noch einmal überprüft.

    Gleichwohl erkennt man hier aber auch eine diffuse Gemengelage aus "ich will noch befördert werden" auf der einen Seite und ein "ich kann/will gesundheitlich nicht mehr".

    Da muss sie dann für sich klar haben, ob sie gesundheitlich dazu in der Lage ist, in dem Beruf zu bleiben und ggf. noch mehr zu machen, um Beförderungen (sic!) zu ermöglichen, oder ob sie objektiv so krank ist, dass der Verbleib im Dienst auf der einen Seite gefährdet ist und auf der anderen, viel wichtigeren Seite eine Gefährdung für sie selbst darstellt.

    Falls Letzteres der Fall sein sollte, kann die Entscheidung nur lauten, zeitnah die Versetzung zu erwirken - ob nun über einen profanen Antrag oder eine Bewerbung auf eine externe Beförderungsstelle, lasse ich einmal offen. Denkbar wäre ja auch ein Ausstieg aus dem Schuldienst, um in einer anderen Branche zu arbeiten.

    Wenn sie augenscheinlich das Spielfeld und die Spielregeln kennt, dann muss sie nach diesen Spielregeln spielen und für sich dann ganz konsequent entscheiden, wohin die Reise gehen soll.

    Bei uns gibt/gab es an Heiligabend Kartoffelsalat mit Würstchen - und Brötchen.
    Das hat bei uns Tradition und ist letztlich auch mit der pragmatischen Entscheidung verbunden, dass drei Kinder auf die Bescherung warten und ich im Vorfeld nicht zwei oder drei Stunden für das Essen an Heiligabend in der Küche stehen kann und will. Vor der Bescherung wäre es vergebliche Liebesmüh, weil das Essen gar nicht gewürdigt würde und die Kinder auf heißen Kohlen sitzen. Danach ebenso, weil sich dann nur noch mit Auspacken, Vergleichen und Aufbauen beschäftigt würde.

    Nun hat ein Familienmitglied am ersten Weihnachtstag Geburtstag, so dass ich da sowieso in der Küche stehen muss - da gibt es dann unser Festessen und reicht in der Regel für beide Weihnachtstage. Auch das hat bei uns Tradition, da zwei Generationen über mir ein wichtiges Familienmitglied ebenfalls an besagtem Tag Geburtstag hatte und ich das, seitdem ich denken kann, gar nicht anders kannte.

    Worüber ich nachdenke, das ist, künftig am 23. Dezember schon mal einen frischen, selbstgemachten Kartoffelsalat anzusetzen - fränkische Art mit Essig, Senf, Gewürzgurken, Zwiebeln - und natürlich ohne Mayo oder Wurst (zumindest nicht IM Salat) und über Nacht dann mit der Brühe, die auch noch dran kommt, gut durchziehen zu lassen.

    Meine Frage bezieht sich auf die Wahrscheinlichkeit, morgens und abends oder morgens und am Nachmittag, eingeplant zu werden?

    Darauf bezieht sich auch die Fußnote, dass ich Vater bin.

    Abends zu unterrichten fände ich völlig in Ordnung, dann aber nur abends und nicht morgens bzw. vormittags, dann ne Pause, und dann wieder die Abendschiene bedienen!

    Das kann Dir niemand auch nur ansatzweise seriös beantworten. Dass es "unmögliche" Pläne gibt wie abends bis 22 Uhr unterrichten und am nächsten Morgen um 8 Uhr wieder zur 1. Stunde weiterzumachen, konnte man hier im Forum lesen. Es gibt aber auch die gegenteiligen Beispiele.

    Faktoren, die dies beeinflussen sind

    • Deine Fächerkombination
    • die Bildungsgänge und ihre Unterrichtszeiten
    • die (Fach)Raumsituation
    • die Konstellation innerhalb des Kollegiums
    • die Fähigkeit sowie der Wille der Schulleitung, vernünftige Pläne für möglichst alle KollegInnen zu erstellen
    • etc.

    Sich in einem anonymen Forum diesbezüglich be(un)ruhigen lassen zu wollen, kann ich nachvollziehen, aber wie bei jeder Google-Suche findest Du bei allen Themen für alle Extrembeispiele Horror- und Glücksszenarien.

    Es empfiehlt sich, vor Bewerbung an einem WbK sich über die dortige Situation zu informieren.

    Ich denke, state_of_Trance spielt auf die individuellen Hintergründe an, die dazu geführt haben, dass Menschen die Abendrealschule besuchen, und was sich davon als Arbeits- und Sozialverhaltens im Unterricht niederschlägt.

    Davon ausgehend, dass Du nicht der einzige sein wirst, der Familie hat, wird man nicht exklusiv Singles oder DINKs abends einsetzen können. Wer ans WBK geht, muss zumindest darauf eingestellt und dazu bereit sein, auch abends zu arbeiten.

    Da habe ich mal 'ne dumme Frage (Ich weiß, dass ich dumm bin, sehr dumm sogar!): Warum gibt es überhaupt noch Klausuren? Auch in diesem Jahr gab es wieder in unserer Stadt eine Inflation von Einser-Abitur-Abschlüssen. Ich meine, wenn die doch eh alle gute bis sehr gute Noten bekommen wozu noch der ganze Aufwand und die hausgemachte Toilettenproblematik?8)

    Weil es politisch gewollt ist.

    Nehmen wir die KMK-Vorgabe: Eine Leistung soll mit glatt ausreichend bewertet werden, wenn 45% der Gesamtpunktzahl erreicht wurden.

    Nehmen wir die Erwartungshorizonte und die (neuen) Bewertungskriterien seit dem Wechsel zur Kompetenzorientierung hinzu, dann ist es ebenso gewollt, dass ein Prüfling, der einen halben Satz geradeaus schreiben kann, so viele Punkte dafür bekommt, dass in den Fremdsprachen eine defizitäre Klausur in der Regel ein kleines Kunstwerk ist - weil man sich für ein Defizit wirklich (negativ) anstrengen muss.

    In der Tat haben wir ein Problem mit zu vielen SchülerInnen, die sich nicht konsequent auf Klausuren vorbereiten und dann wahlweise zum Haupttermin fehlen oder eben auf unerlaubte Hilfsmittel zurückgreifen. Ein Unrechtsbewusstsein liegt dort oft nicht vor. "Das machen doch alle." "Die Klausuren bei Herrn/Frau XY sind immer sooo schwer, die schafft man sonst nicht." Der Anspruch auf das Abitur besteht quasi mit der Geburt - und die Schule ist das Hindernis auf dem Weg dorthin. Daher sind alle Mittel recht und es wird rhetorisch geschickt verpackt mit "Notwehr" argumentiert.

    Letzteres müsste reichen. Wenn Du überwiegend fünf Punkte aufweisen kannst und diese im Gesamturteil dann ebenso dort stehen bzw. zu der Aussage führen, müsste das an sich reichen.

    Eine rechtsverbindliche(re) Aussage bekommst Du von der für Dich zuständigen Bezirksregierung. Die müssen ja auf der Basis der Aktenlage dann entscheiden, ob Deine Bewerbung zulässig ist.

    Es muss ein Foto gemacht werden. Viele Schüler tun dies bereits beim austeilen der Arbeiten zu Beginn, weil der Lehrer dann nicht alle im Blick hat. Ich lasse alle Arbeiten daher umgedreht liegen bis ich ausgeteilt habe.

    Ansage, dass die weiße Seite nach oben soll und während des Austeilens regelmäßig umschauen. Vorher die Handys vorne abgeben lassen und mit Post-It und Namen versehen.

    Klar es gibt Brillen und Stifte, die fotografieren können. Aber nicht jeder ist Brillenträger und die Aufnahmen nicht so gut. Es fällt eher auf, wenn die Gerätschaften entsprechend gedreht werden. 100 % Sicherheit gibt es nie, aber allzu leicht muss man es Schülern auch nicht machen und Klausuren dauern bei uns höchstens 90 Minuten (außer Abitur), dass sollte auch ohne Toilettengang möglich sein.

    Wir sollten vor allem nicht paranoid werden und befürchten, dass die SuS' künftig mit professionellem Spionagewerkzeug bei Klausuren täuschen. (Ich möchte auf der anderen Seite gar nicht wissen, wie viele Menschen sich mit allen möglichen Tricks Vorteile im Leben verschaffen.)

    Diese ganze Diskussion ist überflüssig.
    Dass sieben SchülerInnen gleichzeitig aufs Klo müssen während einer Klassenarbeit o.ä. ist extrem unwahrscheinlich. Die Diskussion, wann wer aufs Klo gehen darf außerhalb von Klassenarbeiten, ist noch überflüssiger. Zwischen Menschenrechten und Gerichtsurteilen gibt es noch so etwas wie gesunden Menschenverstand und Augenmaß. Wenn wir Letzteres anwenden, gibt es in den allermeisten Fällen überhaupt keine Probleme.

    Von einem SL erwarte ich so viel Lesekompetenz, dass er fähig ist konkret auf die Ausgangsfrage zu antworten. Mich interessiert nicht, was und wie viel du hinein deutest. Das ist nicht meine Baustelle.
    Mir geht es lediglich darum, wie ich einen Wechsel zu Stande kriege. Um nichts Anderes.

    Lesekompetenz hat nichts mit dem Amt zu tun. Ich habe auf Deine Ausgangsfrage mehrere Vorschläge bzw. Ratschläge erteilt. Was ich aus Nettigkeit gemacht habe, war, zweigleisig zu denken, d.h. auch für den Fall, dass Du dort nicht wegkommst. Ich fürchte nämlich, dass das so kommen wird.

    O Ton: "Ich lasse mich nicht aus dem Bereich verdrängen und werde jede Stunde bei Ihnen hinten in der letzten Bankreihe sitzen. Ich werde meine Stunden bis aufs äußerste verteidigen." Und ja. Das wurde mir so ins Gesicht gesagt.

    Das wäre unter anderen Vorzeichen ein Fall für die Schulleitung, weil der/die KollegIn sich hier extrem unprofessionell verhält.

    Und was hat das Bitte mit der Ausgangsfrage zu tun?

    Schulleiter sollten im Normalfall begreifen, dass sie ihre Quereinsteiger auf Rosen betten, da ihnen sonst das Personal wegläuft, so an meiner Schule geschehen. Man kann sich nicht aufregen, dass die Leute kündigen, wenn man sie schlecht behandelt. Auffällig ist, dass dies erst seit Schulleiterwechsel passiert.

    Die vorherige Schulleiterin hat ihre Quereinsteiger und Lehramtsanwärter mit Respekt behandelt und begriffen, dass sie ihrem Personal auf Augenhöhe begegnen muss.

    Respekt ja, Rosenbettung nein. Zwischen "auf Rosen betten" und "schlecht behandeln" liegen jedoch etliche Graustufen. Vielleicht wird "nicht auf Rosen betten" ja auch schon als "schlecht behandeln" aufgefasst, wenn man mit einer entsprechenden Erwartungshaltung in die Schule kommt.

    Da du offenbar selbst ein Problem mit Quereinsteigern hast und ihnen kritisch entgegen stehst, macht es an der Stelle aber eh keinen Sinn zu diskutieren. Hilft mir einerseits null bei der Problemlösung. Andererseits sind es wilde Spekulationen, die nichts mit dem Problem zu tun haben und auch nicht belegbar sind.

    Doch, es hat eine Menge mit dem Problem zu tun, weil ich Dir die Schulleitungsperspektive zeigen wollte und ein Blick auf eben diese Dir bei der Dir ans Herz gelegten Variante 4 (siehe weiter oben) helfen könnte. Wenn wir jetzt einmal Machtmissbrauch und sonstige psychische Auffälligkeiten bei Deiner Schulleitung für einen Moment außen vor lassen, dann würde mich interessieren, wieso Deine SL so handelt bzw. was ihre Perspektive ist. Niemand steht morgens auf und beschließt dann einfach so, eine Quereinsteigerin zu mobben.

    Für den Fall, dass Du beispielsweise in ein Mediationsverfahren mit der SL einträtest, würde man hier sicherlich anraten, einmal die andere Perspektive einzunehmen. Wenn Du weißt, was die Motive der SL sind, kannst Du dem wahlweise entgegentreten oder damit anders umgehen.

    Was ich hier irritierend finde, ist, dass Du aus einer einzigen (!) Situation auf den Allgemeinfall schließt und daraus Deine Schlussfolgerungen ziehst. Ich habe Dir hier in einem "echten" Szenario zeigen wollen, wie unterschiedlich die Wahrnehmungen sind. Ich habe eine schwache Leistung einer Quereinsteigerin gesehen und ihr dies rückgemeldet. Sie geht dann damit unprofessionell um und deutet dies im Extremfall irgendwann als Mobbing.

    Zu deiner Beruhigung nur so viel: Ich habe mir immer Rat eingeholt und bin aktiv auf ältere Kollegen und auch auf die SL zugegangen. Weil ich eben weiß, dass sie erfahren sind. Wenn im Kollegium dann aber Sachen laufen, dass bei Beratungen offen angesprochen wird wie schlecht das Klima ist, einem nie zum Geburtstag gratuliert wird, obwohl man alle beschenkt, man bei Weihnachtsfeiern ausgeschlossen wird, die SL mit Kurzankündigung einen Abend vorher zu dritt und bei der Prüfung zu viert hospitiert, Quereinsteiger in Gesprächen fertig gemacht werden, die SL beim Gespräch eine Fahne hat und man weiteren Schikanen ausgesetzt ist, die ich hier lieber gar nicht wiedergeben mag., dann muss jemand nicht studiert haben, um zu erkennen, dass der SL, der nun schon an der dritten Schule ist, jede Menge Unfrieden bringt. Es ist ja nicht so, dass es nie funktioniert hätte. Es lief mit der Vorgängerin super. Seit dem Wechsel gibt es nur Unfrieden.

    Dass du jetzt auch SL bist und dich in deiner Funktion da angegriffen bist tut mir leid, hat aber nichts mit meinem Fall zu tun. Ich gehe davon aus, dass du in der Lage bist deutlich kompetenter zu handeln.

    Erst einmal "danke" für den letzten Satz. Ja, Du gehst richtig davon aus. Ich habe mich bewusst gegen meinen spontanen Impuls gewehrt unangekündigt bzw. mit einem Tag Vorlauf in die Stunde der Quereinsteigerin zu gehen, weil ich das als ein viel zu negatives Signal an sie empfunden habe.

    Weil in meinem Vertrag ein Paragraph enthalten ist, der beinhaltet, dass ich einen Großteil des Geldes zurückzahlen müsste. Abgesehen davon zweifle ich nicht an meiner Tätigkeit, sondern an der SL.

    Von Mobbing im Referendariat und Quereinstieg und Machtausnutzung noch nie gehört?

    Doch, natürlich habe ich davon gehört, aber ich habe das weder selbst jemals so erfahren noch selbst so agiert. Gleichwohl wird gerne auch mal eine Entscheidung, die gegen einen geht, als Machtausnutzung gedeutet. (Die SchülerInnen verwenden dafür den Begriff "unfair".)

    Ich würde gerne noch einmal auf Variante 4 zu sprechen kommen. Wenn wir davon ausgehen, dass Deine SL nicht morgens aufsteht und sich überlegt, wie sie Dich am besten schikanieren kann, dann müssten wir andere Motive unterstellen bzw. suchen. Das hilft Dir aber in der konkreten Situation nicht. Was Du tun müsstest, wäre Konflikte zu antizipieren und ihnen im Vorfeld aus dem Weg zu gehen. Gleichzeitig solltest Du das Verhalten der SL als "gesetzt" betrachten (was nicht gleichbedeutend damit ist, dass das Verhalten gerechtfertigt wäre) und damit produktiv umgehen.

    Manchmal kann es helfen, sich zu sagen "er/sie ist halt so, dann mache ich es halt so und dann ist das eben so." Wie gesagt, das bedeutet nicht, dass man das Verhalten gutheißen soll oder es gerechtfertigt wäre. Aber vielleicht hilft es, damit dergestalt umzugehen, dass es Dich nicht zu stark emotional belastet.

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