@Trapito
Den Grund dafür, dass das relativ wenig Menschen so machen wie von Dir beschrieben, lieferst Du doch selbst.
Anstand, Moral, Gewissen.
Hinzukommt sicherlich noch, dass man nicht 30 Jahre lang Freunde, Familie, Ärzte und Kollegen anlügen möchte (oder es überhaupt überzeugend hinbekommt).
Bei dauerhafter Dienstunfähigkeit ist man ja auch nicht berufsunfähig. Man müsste also auch noch zusätzlich darlegen, wieso man denn für überhaupt keine andere Tätigkeit infrage kommt.
Ich glaube, dass es eine Menge Energie kostet, ein solches Lügenkonstrukt über Jahre aufrechtzuherhalten und dass die Gefahr enttarnt zu werden so groß ist, dass man, sofern man überhaupt solche Gedanken hegt, sich das in der Regel nicht traut.
Ausnahmen bestätigen leider die Regel - so einen Kollegen hatten wir auch mal. Der hat dann aber gegen die vorzeitige Pensionierung geklagt. Es ist womöglich sogar leichter, alle drei Monate zum Arzt zu gehen und sich ein Attest zu holen - und das eben die nächsten 30 Jahre - als wie von Dir beschrieben vorzugehen.
Glücklicherweise denken und handeln die allerwenigsten Menschen so. Und das ist gut so.