Wisst Ihr, was ich an dieser Diskussion interessant finde?
Hier diskutieren Akademiker untereinander, die aufgrund ihres Bildungsabschlusses zum oberen Fünftel der Gesellschaft gehören. Und doch lesen wir hier bis auf die richtig derben Hetzparolen im Grunde die gleichen Argumente in der Bandbreite von Pegida bis Claudia Roth.
Wir grenzen uns ob unseres Sozialstatus und unseres Bildungsgrads von den Dumpfbacken ab, und doch wirkt es so auf mich, als würden einige dieselben Argumente nur rhetorisch besser verpackt und scheinbar politisch korrekt präsentieren.
Für mich sieht es so aus, als tue sich hier gerade etwas in Deutschland. Als würde endlich eine Diskussion in Gang kommen, die wir in den 60ern hätten beginnen müssen; als müssten wir nach knapp 60 Jahren Dornröschenschlaf bei der Migration, der Integration und der Entstehung und Ausbreitung von Parallelgesellschaften jetzt endlich auf Teufel komm raus innerhalb kürzester Zeit diese Diskussion mit einen klaren Votum führen und beenden.
Die Frage ist nur, welche Seite sich durchsetzt.