Beiträge von Bolzbold
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Das Ref dauert in NRW nur noch 18 Monate. Aufgrund der Einstellung im Mai und November haben die Referendare nur noch drei Monate Vorbereitungszeit, bis sie selbst eigenverantwortlich Unterricht erteilen.
Wenn du die ersten sechs Monate in Elternzeit bist, dann bist Du für die Schulen im Grunde nicht einsetzbar. Wenn das Seminar immer in 18Monatszyklen ausbildet, dann kannst Du rein organisatorisch nicht erst ein halbes Jahr später einsteigen. Entsprechend müsstest Du dann nach der Elternzeit ggf. unbezahlt warten, bis Du beim nächsten Zyklus weitermachen kannst.
Ich würde mir das SEHR gut überlegen. Gerade bei dem verkürzten Referendariat ist es aus meiner Sicht sinnvoller, dies nicht durch Elternzeit zu unterbrechen, weil die tatsächliche Dauer des Refs. dadurch ggf. erheblich erhöht wird - und das ggf. für mehr als ein halbes Jahr ohne Bezüge.Bei tresselt.de findest Du nähere Erläuterungen.
http://www.tresselt.de/laa.htmDer Philologenverband hat eine Broschüre, in der auch die Thematik LAAs und Elternzeit angesprochen wird.
http://www.phv-nw.de/sites/default/…0elternzeit.pdf -
Wie gesagt, einen entsprechenden Paragraphen wirst Du nicht finden. Es gibt übergeordnete Durchführungsbedingungen, die im Schulgesetz oder in der Prüfungsordnung oder in den Kommentaren dazu aufgeführt sind. Die Grundbedingungen habe ich Dir ja bereits genannt.
Letztlich entscheidet der Schulleiter über die ordnungsgemäß durchgeführte Prüfung, sofern es Beschwerden über deren Durchführung gab oder die Durchführung offensichtliche und durch den Schulleiter festgestellte Mängel hatte. -
Die Linkspartei ist meines Wissens nach im Parteienspektrum weiter links als die SPD. Das würde ich als extremeres linkes Spektrum bezeichnen - allerdings natürlich nicht per se linksextrem. Das kann ich aus der Ferne nicht beurteilen.
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Für mich liest sich dieses Einsteigerposting wie das eines jungen Menschen, der erstmals Erfahrung in der Schule sammelt, den "Praxisschock" erleidet und natürlich künftig - wie wir alle übrigens unsererzeit auch - alles besser machen wird, weil er so viele Missstände sieht.
Und natürlich sind alle Lehrkräfte völlig inkompetent und nicht auf der Höhe der Zeit.
Wie oft habe ich das entweder hier, in anderen Foren oder im direkten Gespräch mit Menschen gelesen oder gehört...Und wie steht es denn um die von Dir kritisierte fehlende Medienkompetenz, die das unabhängige Blickfeld auf die Umstände verhindern soll? Gibt es ein unabhängiges Blickfeld? Und dieses unabhängige Blickfeld fordert dann ausgerechnet jemand, der zumindest auf dem Papier eher dem extremeren linken Spektrum zuzuordnen ist?
Und ja, wir sollten aufhören, alle Meinungen, die nicht Mainstream sind, zu beschimpfen etc. Am besten fängst Du selbst damit an und verzichtest infolge dessen auf diese doch recht pauschale Lehrerschelte.
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Sag mal, wenn es einen solchen Paragraphen gibt, dann kannst Du ihn doch auch selbst googeln.
Letztlich wird es aber keinen konkreten Paragraphen geben.
Aspekte, die beim Nachschreibetermin berücksichtigt werden müssen sind aber z.B.
- ungestörte Arbeitsumgebung
- gleicher Schwierigkeitsgrad der Klausur
- gleicher (nicht derselbe) Inhalt
- gleiche Schreibdauer
- vergleichbarer ErwartungshorizontWenn das gegeben war und der Schüler sich nicht beschwerte, ist alles in Ordnung.
Theoretisch könnte die Schulleitung noch intervenieren, weil sie gemäß Schulgesetz bzw. ADO dazu verpflichtet ist, den ordnungsgemäßen Ablauf des Schulbetriebs, des Unterrichts und der Notegebung sicherzustellen. Allerdings sehe ich dazu keinen Anlass. Lehrer sind kraft ihrer Funktion eben Besserwisser und neigen dazu, Dinge, die andere (besser oder anders) machen, abzuwerten.
Aber wenn natürlich feststeht, dass besagte Kollegin "minderbegabt" ist, dann bist Du ja über jeden Vorwurf erhaben. -
Wie passt dann
mit
zusammen?
Das ist kein Widerspruch an sich.
In dem einen Fall erläutert Churchill die Schattenseiten der Demokratie, nach meiner Lesart dass der durchschnittliche Wähler die Spielregeln der Demokratie und die Pflichten, die damit einhergehen, nicht kennt oder ignoriert und sich im Wesentlichen stattdessen darauf konzentiert, seine individuellen Partikularinteressen in seinem Mikrokosmos gewahrt zu wissen und nicht über diesen Tellerrand hinaus zu blicken.In dem anderen Fall geht es nicht per se um dieselbe Personengruppe sondern um die Menschen, die sich nicht mehr von den etablierten Parteien repräsentiert fühlen. Das sind eben nicht nur diejenigen, die Churchill meinte.
Churchill hatte in dem Punkt recht, dass der durchschnittliche Wähler womöglich mit dem Prinzip Demokratie überfordert ist, weil er die Dimensionen selbiger nicht überschauen kann.
Dennoch muss man sich mit den "angry white men" oder den "Abgehängten", den "Nichtrepräsentierten" oder den "Protestwählern" auseinandersetzen.
Dies innerhalb einer Demokratie erfolgreich zu tun ist sehr mühsam, zeit- und kraftraubend. Für einige ist da der "starke Mann" an der Spitze die vermeintlich leichtere Lösung. -
Wir haben hier in diesem Land ähnliche Tendenzen, weil auch hier eine bürgerliche Elite sich vom Wahlvolk zunehmend abkapselt und sich ebenso zunehmend anmaßt zu entscheiden, was dem Volke frommt.
Wenn ich als Wähler nicht mehr das Gefühl habe, dass mich die etablierten Parteien irgendwo vertreten, dann laufe ich Gefahr, zum Protestwähler zu werden.
Diesen Menschen Dummheit oder Ignoranz vorzuwerfen ist gefährlich.Ein Journalist namens Gerlach hat 1930 nach den Erbitterungswahlen beschrieben, woher Hitlers Wähler kamen. Es waren bekanntermaßen nicht die Arbeitslosen sondern vor allem die so genannten "Stehkragenproletarier", also die "white collar workers" der unteren Mittelschicht, die in wirtschaftlich angespannten Zeiten viel zu verlieren hatten oder bereits verloren haben.
Eine ähnliche Entwicklung haben wir heute.
Auch hier gibt es immer weniger Arbeit für Geringqualifizierte - und die müssen dann (gefühlt) mit den Flüchtlingen um die (scheinbar) gering gefüllten Futtertröge konkurrieren. Auch hier gibt es viele Menschen, die sich "abgehängt" und nicht von dem bisherigen Parteienspektrum repräsentiert fühlen. In vielen Gesprächen mit Nachbarn und Bekannten in Schule und Kindergarten ist die Abstiegsangst zu spüren - und da wird dann der Ruf nach dem Heilsbringer (in diesem Fall wohl der Heilsbringerin F. P.) laut.Wir können diese Menschen gerne als dumm bezeichnen, als ignorant, als unengagiert. Wenn diese Menschen aber eines Tages die politische Mehrheit erringen, bekommen wir ein Problem. Das reflexhafte Diffamieren der "Protestwähler" oder solcher Menschen, die dazu werden, ist im Grunde ein weitere Beleg dafür, dass sich die bürgerliche Mittelschicht nach unten hin abgrenzt und bestätigt die "Abgehängten" nur noch in ihrem Gefühl abgehängt zu sein.
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Churchill hatte ebenfalls recht.
Das beste Argument gegen Demokratie ist ein fünfminütiges Gespräch mit einem durchschnittlichen Wähler. Auch das trifft auf die USA zu. -
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Ich würde mich in dem Sinne "angegriffen fühlen", wenn Du mir trotz meiner Hautfarbe zwar das Deutschsein zugestehst, aber dennoch in jedem Fall andere kulturelle Wurzeln vermutest. Das passt meines Erachtens nicht zusammen. Deutsch sein ist keine ausschließliche Frage der Staatsangehörigkeit. Ich bin national wie kulturell Deutscher, was man neben meinem Deutsch auch an meinen Umgangsformen sofort erkennen wird. Daher dürfte die Frage nach den kulturellen Wurzeln nur dann auftauchen, wenn man wiederum aufgrund der Hautfarbe nationales wie kulturelles Deutschsein bezweifelt oder gar ausschließt.
Schau mich an, höre mich reden, nimm mein weiteres Verhalten wahr - wenn Du dann immer noch wissen willst, wo ich im weiteren Sinne herkomme, dann schließt Du letztlich eben doch aus, dass ich nationaler wie kultureller Deutscher bin. Versuch mich doch mal abseits meiner Hautfarbe einzuschätzen.
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Der Normaufwand bei Teilzeit ist nicht signifikant geringer als bei Vollzeit, da ja nur das Deputat verringert wird und der "Rest", sofern möglich, anteilig.
Hinzu kommt ja, dass ab einer gewissen Teilzeitquote die Wünsche der Kolleginnen mitunter kollidieren bzw. sich im Stundenplan nicht realisieren lassen. Bei uns werden wir langfristig sicherlich an die 40 bis 50% Teilzeitquote haben - da ist ein fairer Stundenplan für alle nicht zu schaffen - es sei denn, jeder ist aufgrund der Ausgangslage einsichtig und weiß, dass bestimmte Kröten in regelmäßigen Abständen zu schlucken sein werden. -
An den amerikanischen High Schools ist "High School Diploma" nicht gleich "High School Diploma", das sollte ja hinlänglich bekannt sein. Darüber hinaus ist das durchschnittliche Niveau eines beliebigen Kurses an einer High School mit Ausnahme der "Elitekurse", wenn es hochkommt, gerade einmal mit Realschulniveau vergleichbar. Die, die später an die Unis wollen, benötigen besondere Kurse und besonders gute Noten - daran hat sich nichts geändert. Und daran würde sich auch an einem möglichen Einheitsschulsystem in Deutschland nichts ändern.
Die USA sind keinesfalls egalitärer als Deutschland - da sollten wir uns von den High Schools nicht blenden lassen - und das Homeschooling und Privatschulsystem haben wir da noch gar nicht auf der Rechnung. Die soziale Diversität scheint dort ja noch höher zu sein als bei uns. Letzlich möchten aber sowieso alle diejenigen, die oben stehen, auch oben bleiben und tun alles dafür, dass das so bleibt. Ob nun diesseits oder jenseits des großen Teichs. Ob nun mit scheinbarer Einheitsschule oder mit dem dreigliedrigen System.
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Du solltest vorher ansetzen, SteffdA.
Wenn Du nur aufgrund meines Aussehens annähmst, ich wäre Ausländer (national, sozio-kulturell oder wie auch immer), dann tätest Du ja gerade genau das, was ich kritisiere. Ich möchte nicht auf meine nicht-weiße Hautfarbe reduziert werden und somit mein Deutschsein naiverweise, diskriminierenderweise oder in sonstiger Weise abgesprochen bekommen.
Nimm mich doch als Ganzes (!) wahr und reduziere mich nicht auf die Hautfarbe. Wenn Du Dich mit mir unterhältst, wirst Du feststellen, dass ich ein so geschliffenes, natives Hochdeutsch spreche. Wieso kannst Du anhand dessen nicht genauso annehmen, dass ich nur Deutscher sein kann, weil ich sonst nicht so sprechen würde?
In dem Moment, wo ich per se annehme, ein Nichtweißer ist Ausländer, diskriminiere ich ihn - ganz gleich ob nun aus Naivität, Blödheit, Ignoranz oder Rassismus. -
Ein in der Welt hochgeachtetes, weil erfolgreiches Ausbildungskonzept ist so innerhalb kurzer Zeit ruiniert worden, weil man unsere Studierendenzahlen mit denen der Briten oder Amerikaner verglichen hat, ohne zu berücksichtigen, dass man Äpfel nicht mit Pflaumen vergleichen kann.
Das kann man den Familien und Schülern nicht vorwerfen.Tja, und "man" waren mit Sicherheit mehrheitlich Akademiker. Ich verstehe immer noch nicht, was die dazu getrieben hat. Was in anderen Ländern formal eine universitäre Ausbildung ist, das ist bei uns die erwähnte duale Berufsausbildung. So blind kann doch wirklich keiner sein...
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Die Frage "Woher kommst du?" ist ja nun sehr zweischneidig im Zusammenhang mit Migrationshintergrund bzw. nicht-europäischem Aussehen.
Wenn man nun ins Gespräch kommen möchte, z.B. weil man es interessant findet, über verschiedene Kulturen....Dann verbieten sich Fragen oder Anspielungen wie "Du kommst aber nicht von hier, oder?" oder ungläubige Rückfragen auf die Frage, woher man kommt und ich "aus Deutschland" antworte, wie z.B. "nein,ich meine, woher Du wirklich kommst."
Ich habe bisher immer gefragt, wo die Eltern eines beispielsweise afrikanischen oder asiatischen Kindes herkommen. Natürlich kann man da auch in Fettnäpfchen treten, aber die Wahrscheinlichkeit, dass ein oder beide Elternteile aus einem anderen Land kommen, ist so hoch, dass man hier eine entspannte Antwort des Gegenübers bekommt. Dann kann man da direkt hinsichtlich Kultur, Nationalität etc. weiterfragen.Zitat
Wie fragt man denn nun politisch korrekt nach der Nationalität im Sinne der sozial-kulturellen Prägung (nicht im Sinne der Staatsangehörigkeit)?
Siehe oben. Das sind oft interessante Gespräche. -
@Karl Dieter
Ja ist es, aber nur dann, wenn das Kollegium und die Schulleitung an einem Strang ziehen und die Vorgaben der Landesregierung, die Versetzung den Regelfall sein zu lassen, etwas weniger streng auslegen.
Als ich die EF-Klausur zurückgegeben habe, bemerkte ein Schüler, dass er ja mit weniger als 50% der Gesamtpunktzahl noch eine glatte Vier bekommen habe und er darüber erstaunt sei, da er ja einsehe, was für einen Blödsinn er geschrieben habe. Er schlussfolgerte dann, dass in NRW dann ja jeder Depp ein Abitur bekäme und das ja gar nichts mehr wert wäre. Seine Banknachbarin bemerkte, dass sie sich bereits gewundert habe, was teilweise für Leute in der Sek I bei ihr in der Klasse waren (damals ca. 30% der Klasse ohne reine GY-Empfehlung).
Ich konnte da nicht wirklich widersprechen. Immerhin sind meine Schüler jetzt so schlau, dass sie von selbst darauf kommen, wie sehr sie in NRW politisch und ideologisch gewollt verar**** werden. -
Nein, die von Dir zusammengefasste Erkenntnis ist mir selbstredend zu wenig.
Ich bin mir nur unschlüssig, welche konkreten Ratschläge ich meinen Schülern geben soll. "Da müsst Ihr drüber stehen, die Leute meinen es nicht so", das ist mir zu phrasendrescherhaft.
Bei mir ist es so, dass ich mittlerweile eher in die entgegengesetzte Richtung tendiere, d.h. wenn die Menschen mich schon im weiteren Sinne primär als Exoten oder Ausländer wahrnehmen, dann muss ich mich ja nicht deutscher geben als sie selbst. Ich trage mittlerweile indische Blazer in der Schule und indische Festgewänder auf festlichen Anlässen wie dem Abiball. Jetzt wirst Du vermutlich entgegnen, dass ich damit die von mir lamentierten Reaktionen provoziere. Ja tue ich. Aber es fühlt sich in dem Moment irgendwie gut an, sich auch mal bewusst und selbstbestimmt auszugrenzen als dies regelmäßig sozusagen passiv zu erfahren. Klingt trotzig, ist es wohl auch. Aber es fühlt sich trotzdem gut an.
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