Beiträge von Bolzbold

    Wie auch schon in anderen Threads, die Du verfasst hast, geschrieben wurde: Warte es ab. Falls sich das Kind so verhalten sollte, musst Du dies dokumentieren, Dich dann mit der Schulleitung absprechen und Dir Rückendeckung verschaffen.
    Rein formal kann ein Kind nicht auf Verdacht hin ausgeschlossen werden, es sei denn, es gibt konkrete, handfeste Verdachtsmomente auf Eigen- oder Fremdgefährdung. Der Ausschluss von einer Klassenfahrt ist eine Ordnungsmaßnahme, die nicht sofort ohne vorheriges dokumentiertes und gerügtes Fehlverhalten ausgesprochen werden darf.

    Falls ein Gespräch über die Nichtteilnahme an der Klassenfahrt stattfinden sollte, dann würde ich das nur im Beisein der Schulleitung machen, denn diese muss das letztlich entscheiden bzw. durchboxen. Als Klassenlehrer hast Du da kaum Handhabe. Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, dass das oben genannte Vorgehen erfolgreich funktioniert hat und es auch hinterher keine Probleme mehr gab.

    Ich habe den Eindruck, dass meine KollegInnen, die in D'dorf wohnen und darauf schwören, weil das Kulturangebot so groß ist, zwar einerseits Recht haben. Andererseits frage ich mich, wie oft sie dieses Angebot pro Woche/Monat tatsächlich nutzen können, wenn sie erst einmal Familie haben und beruflich entsprechend eingespannt sind.
    Wenn man dann noch die Miet- oder Immobilienpreise im Speckgürtel D'dorf berücksichtigt, weiß ich nicht, ob ich dazu bereit wäre, im Wesentlichen für die bloße Möglichkeit, sofort etwas in der Großstadt unternehmen zu können,
    mein (finanzielles) Leben danach auszurichten.

    Hier am Niederrhein lebt es sich auch gut, ruhig und für Familien ideal. Eine halbe Autostunde von D'dorf entfernt sind die Immobilienpreise auch noch deutlich moderater - und wenn man denn doch mal das Kulturangebot der Großstadt nutzen möchte, gibt es auch hier Babysitter.

    Nur am Rande:
    Zum Kinderarzt sind es fünf Minuten, zu den meisten Fachärzten 15 Minuten und zum Einkaufen mit dem Rad 2 Minuten. Das bietet auch ein Städtchen mit ca. 70.000 Einwohnern.
    Ein Dorf irgendwo im Nirgendwo käme für mich allerdings auch nicht infrage.

    Solange die Daten nicht jedem zugänglich sind und nichts passiert, wird sich niemand beschweren. Das gilt gleichermaßen für analoge wie digitale Datenverarbeitung.
    Und irgendwie müssen wir unsere internen Dokumentationen ja führen...

    Diese Fragen solltest Du Dir für Dich erst einmal selbst beantworten und entsprechend hier posten. Dann können wir mit Dir darüber diskutieren, so dass Du Deine Gedanken sowohl festigen als auch erweitern kannst.

    Alles andere halte ich für wenig ergiebig.

    Ich habe "Freunde von Freunden" deaktiviert gehabt...
    Ja, und die Funktion, dass ich sehen kann, wie andere meine Seite sehen, habe ich auch ausprobiert und da auch festgestellt, dass andere alles sehen können, auch wenns bei mir eigentlich richtig eingestellt ist...


    Ich habe das eben auch nochmal getestet. Mein "öffentliches Profil" enthält nur meinen Namen, mein Titelphoto und einige Beiträge aus 2012, bevor ich die Einstellungen zur Privatsphäre geändert habe.

    Das mit dem "Freunden von Freunden" war die Seuche schlechthin, vor allem dann, wenn ehemalige Schüler, die ich durchaus als Freunde aufnehme, mit aktuellen Schülern befreundet sind.

    Hallo zusammen,

    ich bin zwar noch im Studium, habe aber schon einige Praktika absolviert und viele Schüler in meinem Umkreis kennen meinen Namen.
    Nun habe ich das Problem, dass man mich auch auf Facebook suchen kann. Vorher habe ich mir einen Namen ausgewählt wie beispielsweise "Tom Mü", also nur die Anfangsbuchstaben des Nachnamens, allerdings hat mich Facebook nun gesperrt und ich musste meinen Personalausweis vorzeigen und meinen Nachnamen dem Namen auf dem Perso angleichen, damit ich wieder freigeschaltet werden konnte. Jetzt steht mein voller Vor- und Nachname deutlich zu lesen in meinem Account und das stört mich.

    Und was genau? Dann wissen Deine Schüler, dass Du bei FB bist. So what?


    Zitat


    Wie macht ihr das denn genau? Ich habe wirklich ein komisches Gefühl, dass jetzt wirklich jeder meinen vollen Namen lesen kann.
    Letztendlich ist es ja auch ein Stück Privatsphäre, die man damit aufgibt. Ich weiß, dass viele aus solchen Gründen nicht mehr bei Fb sind, aber meinen Account zu deaktivierten, kann ich mir nicht vorstellen, weil ich auch mit vielen Freunden kommuniziere.


    Du hast Deine Privatsphäre in dem Moment aufgegeben, als Du bei FB einen Account eröffnet hast. Mit den Konsequenzen musst Du leben.

    Wenn Du nicht erst postest und dann nachdenkst und wenn Du Deine Privatsphäreneinstellungen entsprechend "streng" setzt, dann ist ein Account bei FB überhaupt kein Problem.


    Abschließend:
    Nimmst Du Dich da nicht ein wenig zu wichtig? Die Schüler geben ggf. einmal Deinen Namen ein, sehen, dass Du einen Account hast und gut ist.

    Ich stehe auf dem Standpunkt, dass ich die Modalitäten festlege, unter denen mich Eltern erreichen können. Dementsprechend sage ich klar, dass ich meine Telefonnummer nicht rausgebe und man mich jederzeit per Mail kontaktieren kann. Ich betone dabei auch, dass ich es selbst in der Hand haben möchte, ob ich jetzt sofort Zeit habe oder nicht. In dringenden Fällen rufe ich abends direkt an. Das haben alle Eltern bisher akzeptiert - wobei man dann aber auch über das vorgegebene Medium erreichbar sein sollte. Ich hätte entsprechend nie zwei oder drei Tage meine Emails gar nicht überprüft.

    DAs Problem wird sein, dass hier eben keine 12 Monate, also das maximale genutzt werden, sondern nur 6 und somit dargelegt werden muss, warum man "nur" 6 Monate nehmen kann und keine 7. Gibt dazu in NRW meine ich eine AV wo steht, dass dies eben nur beim absoluten Ende der Elternzeit oder des Elterngeldbezuges gehen würde.


    Einerseits richtig. Andererseits kann man ja nur maximal 14 Monate als Paar Elternzeit nehmen und das Elterngeld beziehen. Wenn der Partner bereits 8 Monate in Anspruch nimmt, sollte das eigentlich eine hinreichende Begründung sein.
    Bei uns war das damals so, dass sie bei meiner Frau entsprechend beide Augen zugedrückt haben, bei mir den Beginn des ersten Monats trotz der Sechswochengrenze vor den Sommerferien akzeptiert haben, dann aber darauf bestanden haben, dass der zweite Monat den Regeln folgt. Für die Schule war es sch****, weil genau zwischen Karneval und Ostern...

    Mein Sachbearbeiter sagte mir damals, dass der Beginn der Elternzeit IN den Sommerferien OK ginge, ich dann aber beim Ende der Elternzeit die Ferienregelung unbedingt beachten muss.
    Das Ende des Bezugszeitraums des Elterngeldes KANN hier jedoch unter Umständen die Rechtsmissbräuchlichkeit bzw. die Regelung, dass Ferien nicht ausgespaart werden dürfen, kippen.

    Sprich nochmal mit Deinem Sachbearbeiter.

    Der Sachbearbeiter meiner Frau kannte die Regelung nämlich nicht und musste erst seinen Büroleiter fragen...

    Das ist in NRW zum Teil tatsächlich ein Problem, alsdass die Begründung für das Verbot des Aussparens der Ferien die angenommene Rechtsmissbräuchlichkeit ist.
    Es gibt eine entscheidende Ausnahme, wo das Land aufgrund der Gesetzeslage nichts dagegen machen kann.

    Eine Rechtsmissbräuchlichkeit des Endes der Elternzeit in den Ferien liegt dann nicht vor, wenn das Ende der Elternzeit mit dem Ende des Bezugszeitraums des Elterngeldes zusammenfällt. Eine solche Koppelung ist ja fast der Regelfall.

    Einziger Knackpunkt könnte die Aufteilung der Elternzeit sein, d.h. es könnte sein, dass der Sachbearbeiter moniert, man könne ja die Elternzeit anders aufteilen.

    Ich empfehle ein vorheriges Telefonat mit dem Sachbearbeiter mit dem Verweis auf den Ausschluss der Rechtsmissbräuchlichkeit bei oben genannter Konstellation. Das musste ich seinerzeit auch dem Sachbearbeiter meiner Frau darlegen, der sich dann bei seinem Büroleiter rückversichern musste, letztlich uns aber die Elternzeit so genehmigt hat wie ursprünglich beantragt.

    Nach der Elternzeit würdest Du - Ferien hin oder her - die regulären Bezüge gemäß Deines Deputats erhalten.

    Hier noch eine Quelle:
    http://phv-nw.de/sites/default/…0elternzeit.pdf (Seite 11)

    @Sawe

    Nun werd' mal nicht polemisch.
    Kinderkriegen ist zunächst Privatsache, aber eben auch gesellschaftlich notwendig. Gleichzeitig nehmen viele Arbeitgeber (ja auch unsere!) nur bedingt Rücksicht auf den Wunsch der Eltern, Kind und Beruf in Einklang zu bringen.
    Deine These, dass immer mehr Kinder zu emotionslosen Robotern verwahrlosen, kann ich so aus der Praxis nicht bestätigen.

    Sokrates' Kritik ist über 2000 Jahre alt - der inneren Logik dieser Kritik zufolge hätte die Menschheit längst ausgestorben sein müssen. Dennoch haben wir uns weiterentwickelt.

    So, und nun könntest Du mal wieder sachlich und konstruktiv werden und mal ein paar überzeugendere Argumente vorbringen.

    In der Vergangenheit war es so, dass wenn man zu einem Zeitpunkt mit dem Studium angefangen hat, als die Chancen auf dem Lehrerarbeitsmarkt schlecht waren, man dann fertig war, als die Flaute vorbei war und es wieder Stellen gab.
    Die LAAs, die jetzt mit dem Studium fertig sind und ins Ref. gegangen sind, haben zu einem Zeitpunkt studiert, als die Einstellungssituatin super war, jedoch sind sie zu spät fertig geworden.

    Es kann also gut sein, dass um den Zeitpunkt herum, zu dem Du mit dem Studium fertig bist, die Chancen wieder besser sind.

    Englisch/Bio ist jetzt nicht die optimale Kombination, allerdings sollte man eine gesunde Mischung aus "ich kann das" und "ich will das" finden, vor allem in jedem Fall ein Hauptfach (aber nie zwei oder mehr).

    Wenn Du richtig gut bist, wirst Du eine Stelle bekommen. Während des Studiums würde ich mich aber an Deiner Stelle auch schon mal mit Alternativen zum Lehrerberuf auseinandersetzen und mich rechtzeitig entsprechend informieren.

    Lieber Bolzbold,

    nicht nur Haus und Auto sind für berufliche Entscheidungen maßgebend, sondern vielleicht auch die zukünftigen Versorgungsansprüche.
    Teilzeit wirkt sich recht massiv auf den Pensionsanspruch aus.

    Und da nach wie vor jede zweite Ehe geschieden wird, können wir Frauen eben nicht mehr auf den Versorgungsanspruch durch den (Ex)Partner pochen (was ich auch in Ordnung finde).
    So gehen wir früher wieder mehr arbeiten.

    Völlig richtig. Hier hat der Gesetzgeber aber bereits eine wie ich finde vernünftige Regelung gefunden. Das Ganze geht also nicht per se zu Lasten des Teilzeitbeschäftigten.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Versorgun…rgungsanrechten

    Nur die Ruhe, Sawe.
    Ich denke, angesichts dieser pauschalen Regelung bei Euch können viele User hier Deinen Ärger in der Sache verstehen.
    Da ich selbst Kinder habe, aber als Vollzeitkraft eben auch Rücksicht auf Teilzeitkräfte zu nehmen habe, kann ich beide Seiten verstehen.

    So eine Regelung wie bei Euch ist nicht in Ordnung.
    Teilzeitkräften, die Familie und Beruf unter einen Hut bringen müssen, haben aber sowohl rechtlich als auch moralisch einen Anspruch darauf, dass ihnen dies auch weitgehend ermöglicht wird.

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