Letzteres lässt sich bei uns faktisch bei Elternsprechtagen, Pflegschaftsabenden etc. nicht realisieren. Ich denke, da gibt es mit Sicherheit entsprechende "Ausnahmeregelungen", damit der Schulbetrieb weiterlaufen kann. Wenn ich um 8 Uhr morgens anfange, müsste Arbeitsende ja spätestens 21 Uhr sein. Das kann man mit entsprechender Terminierung, sofern man dies selbst gestalten kann, lösen. Falls die Termine von der Schule vorgegeben werden (Pflegschaftsabende ab 20 Uhr, damit theoretisch alle Eltern kommen können), dann wird es schon schwieriger.
Beiträge von Bolzbold
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Man kann Termine zu Schulveranstaltungen deklarieren, auch am Abend - das ist Teil Deiner Dienstpflicht. Alles andere musst Du mit der Schulleitung klären, weil das Graubereiche sind.
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@Mrs Pace
Ich denke, dass diese recht harte Ansprache in diesem Fall nicht angebracht ist.
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Ich glaube, das Problem ist ein anderes.
Wer es sich an den Fleischtöpfen des Landes bequem gemacht hat, verlässt diese nur ungerne mit der Ungewissheit, in der freien Wirtschaft nicht wenigstens genauso viel Jobgarantie und genauso viel Bezahlung (netto) zu erhalten ohne entsprechende Leistung zu erbringen und ggf. unter entsprechendem Leistungsdruck zu stehen. Im Lehrerberuf kannst Du Dir jahrelang erlauben, schlecht zu arbeiten, ohne dass Du wegen Inkompetenz oder Ineffizienz Gehaltseinbußen oder gar den Jobverlust hinnehmen musst.
Dieses Daunenkissen korrumpiert mehr als man denkt.
Es gehört eine Menge Mut und Zuversicht und vor allem keine Angst vor Veränderung und ihren Folgen dazu, sich freiwillig von den Fleischtöpfen zu entfernen und ggf. auch eine Weile mal FDH zu machen oder "vegetarisch" zu leben - wenn mir diese blumige Beschreibung gestattet sei.
Überspitzt formuliert: Frust im Job kann ich überall haben. Aber wenn, dann bitte mit ordentlicher Bezahlung und Unkündbarkeit... -
Bei uns gibt es eine Oberstufenleitung, die den Klausurplan und die Zeiten der Klausuren festlegt. Die Zeiten sind vorher mit den Fachschaften in Verbindung mit den rechtlichen Vorgaben und den "inneren Voraussetzungen" an der Schule abgestimmt. Das ist für alle dann verbindlich und schafft für alle Klarheit. Ist das nicht überall Standard?
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Deine Einstellung finde ich im Prinzip gut und sie sollte Teil unseres Berufsethos' sein.
Was den Respekt gegenüber Lehrern angeht, so waren das meiner Erinnerung nach eher die echten Typen mit Ecken und Kanten, die aber so "straight" waren, dass man jederzeit wusste, woran man war. Oft waren das die strengeren Lehrer, die zumindest nach Außen hin nicht die Offenheit für Kritik an den Tag gelegt haben, die Du hier zeigst.Feedback einholen ist ein Teil unserer Arbeit, jedoch sollte man von Verfahren und Vorgehensweisen Abstand nehmen, die den Schülern suggerieren könnten, sie stünden mit der Lehrkraft auf derselben Ebene. Das haben diverse Ratingportale in der Vergangenheit mit teils bizarren Kriterien getan.
Mich würde in der Tat interessieren, was denn konkret an der Arbeit des TE kritisiert wird. Ich denke, ohne diese Infos können wir da nicht viel machen.
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Wie Du sicherlich weißt, halte ich nichts von der Argumentation mit Extremen.
Und wie kannst Du einerseits monieren, dass wir zu wenig wissen, andererseits aber die Schüler des Denunziantentums bezichtigen? Weißt Du mehr als wir?Soviel Selbstkritik muss sein, dass man zumindst einmal darüber nachdenkt, ob die Kritik seitens der Schüler nicht doch berechtigt ist. Und das tut der TE ja mittelbar. Das ausführliche Verschriftlichen finde ich schon recht ungewöhnlich. Mobber gehen meines Erachtens anders vor, zumal die Briefe ja nicht anonym zu sein scheinen.
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Wenn wir unsere Schüler zu mündigen, selbstständig denkenden Bürgern erziehen wollen, müssen wir mit der "Gefahr" leben, dass sie irgendwann dazu in der Lage sind, sich bei unseren Dienstvorgesetzten über uns zu beschweren, wenn vorherige Gespräche und Versuche, die Missstände zu beheben, gescheitert sind.
Wir Lehrer sind nicht sakrosankt. -
Du kannst Dich in NRW als pädagogischer Mitarbeiter auf die eine oder andere Stelle im Ministerium oder bei den Bezirksregierungen oder den Regionalbüros bewerben. Die suchen oft Lehrer, die sich dann für ein bis drei Jahre, ggf. auch länger abordnen lassen.
Das Ministerium ist der beste "Durchlauferhitzer" für Aufstiegskandidaten, die letztlich in der Schule keinen Erfolg hatten, habe ich schon böse Zungen unken gehört. -
Verstehe ich das richtig, dass Du als Student nicht dazu in der Lage bist, Dir selbstständig Literatur zu beschaffen?
Was hast Du denn bereits an Titeln an Land gezogen - oder handelt es sich bei Dir um einen Schüler, der gerne seine Hausaufgaben von uns gemacht haben möchte?
http://www.digibib.net/metasearch/get…&STREAMING=TRUE
So etwas kann man natürlich von einem Student, der demnächst (sic!) seine Examensklausur schreibt, nicht erwarten, oder?
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Zugegeben, im Lehrer- und vor allem Beamten-Metier ist das nicht so offensichtlich und vor allem dynamisch wie in der "freien Wirtschaft".Wg. Deinem Beispiel mit den NaWi-Lehrern und Geisteswissenschaftlern: es gibt durchaus auch finanzielle Zulagen für Mangelbereiche, z.B. im beruflichen Schulwesen in B.-W. Wie das andernorts ist weiß ich nicht.Mal angenommen es würde die nächsten Jahre nur noch halb so viele Bewerber geben wie neu zu besetzende Stellen - was denkst Du was passieren wird? Glaubst Du nicht, dass der Staat die Arbeitsbedingungen verändern würde, um den Anreiz für mehr Bewerber zu setzen?
Nein. Weil der Staat bzw. das Land die Ursachen dafür erst viel später erkennt und lieber die aktuelle Belegschaft das Ganze ausbügeln lässt als die Anreize für Naturwissenschaftler zu erhöhen. Konkrete Überlegungen für konkrete und effektive Verbesserung der Arbeitsbedingungen hat es meiner Erfahrung nach in den letzten Jahren vom Land nicht gegeben. Im Gegenteil - es hat sich ein Bürokratismus in der Schule ausgebreitet, der seinesgleichen sucht. Wenn man erst 10% aufschlägt und später, wenn die Not groß ist, augenscheinlich großzügig wieder 10% runternimmt, mag das mathematisch als Entlastung gelten, de facto an den Schulen vor Ort aber nicht. SO wird im Ministerium aber gerechnet und nicht anders. Marktwirtschaft und ÖD - das funktioniert nicht.
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Die Bezahlung im ÖD ist der beste Gegenbeleg für die These von Morse.
Egal ob Lehrerschwemme oder -mangel - die Bezahlung ist - Besoldungserhöhungen oder Beihilfekürzungen ausgenommen - davon stets unberührt geblieben. Sonst müsste man bei NaWi-Lehrern locker ein paar Hunderter drauflegen und bei den Geisteswissenschaftlern drastisch abziehen.Wenn es auf dem Grundschulmarkt irgendwann nur noch Affen gibt oder Idealisten, die die Preise verderben, dann ist das der traurige Kulminationspunkt dieser Entwicklung. Von den Hunderten an Kandidaten, die für den Posten eines Grundschulleiters Schlange stehen, will ich gar nicht erst anfangen...
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Ja, das ist so. Und an meiner Schule stehe ich bei Weitem nicht alleine mit dieser Ansicht da.
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Geht das jetzt hier schon wieder los?
Leute, jetzt mal im Ernst:
Wir sind doch alle der Meinung, dass wir in unserer Schulform in diesem oder jenem Bereich besser ausgebildet/qualifiziert sind oder mehr oder weniger pädagogisch gefordert sind - und natürlich immer stärker belastet und gefordert sind als alle anderen Schulformen. Und passt das einmal nicht ins Raster, kommen Schulformstandort, "besondere Schüler" etc. als nächstes Kriterium hinzu.Das führt doch zu nichts!
Wir tragen alle Verantwortung für viele Menschen - tagtäglich.
Wir wissen bereits vor unserem Dienstantritt, wie viel wir verdienen werden.
In der freien Wirtschaft kann man sowohl mehr als auch weniger verdienen - letztlich abhängig von Angebot und Nachfrage.
Es steht uns frei, uns für diesen Beruf zu entscheiden oder sich nach etwas anderem umzusehen - im Idealfall VOR Studienantritt.Zum Thema "Bestenauslese":
Man kann das Phänomen geißeln, dass angeblich nur die tendenziell schlechteren Abiturienten und Studenten ins Lehramt gehen.
Das lässt sich medienwirksam besser verkaufen (im wahrsten Sinn des Wortes) als die Frage zu erörtern, wieso denn die Besten der Besten gerade nicht ins Lehramt gehen.
Der Zusammenhang zwischen bestem Studienabschluss und bester Lehrerpersönlichkeit ist bis heute ebenfalls nicht hinreichend plausibel (und glaubwürdig) erläutert.Jede Gesellschaft bekommt die Lehrer, die sie verdient. Und Intelligenz zeigt sich eben auch bei der Berufswahl.
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Ich habe im Vergleich mehr sehr gute als mangelhafte Schüler. Und auf der Basis der Vorgaben in NRW ist das auch politisch so gewollt.
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Also mal im Ernst:
Wenn Du als Akademikerin die sexuelle Orientierung einer Person nicht von gewerbsmäßiger Prostitution unterscheiden kannst oder willst, ist die Frage, ob Du damit im Ref. Probleme bekommen könntest, Dein geringstes Problem.Ich glaube aber, dass Du insgeheim eine Trollin bist und Dich jetzt köstlich über unsere Antworten amüsierst.
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Wenn ich richtig gelesen habe, übernimmt die Beihilfe solange nichts, wie die Ehefrau sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist. Ich habe da meine Zweifel, dass die Beihilfe in diesem Fall einspringt, auch wenn ich es dem TE wünsche.
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Hallo,
zunächst einmal tut es mir Leid für Dich, dass Deine Frau und Du mit diesem Schicksalsschlag klarkommen müssen.
Die Beihilfe übernimmt ab dem Stichtag der Hochzeit unter gewissen Voraussetzungen (Einkommen der Ehefrau unter 18.000 Euro, Ehefrau ist nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt) Kosten für Heilbehandlungen. Rechnungen mit Leistungen vor dem Hochzeitstag sind selbstredent nicht berücksichtigungsfähig. Wenn Deine Frau in der GKV ist, fällt sie damit aber leider sozusagen "raus", da die Heilbehandlungen ja von der GKV übernommen werden.
Hier ist der Link zu der entsprechenden Verordnung. Dort steht auch drin, was und was nicht beihilfefähig ist. Im Zweifelsfall würde ich bei der Beihilfestelle anrufen und nachfragen. Dort bekommt man in der Regel rechtsverbindlichere Auskünfte als hier.
http://www.gesetze-rechtsprechung.sh.juris.de/jportal/portal…=1#jlr-BhVSHpP3
Ich wünsche Deiner Frau und Dir alles Gute!
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Die Normalverteilung ist eine Theorie und berücksichtigt nicht die tatsächlichen Leistungen der Schüler. Wir haben es mit jungen Menschen zu tun, die auf der Basis ihrer Leistung vor dem Hintergrund der Bewertungskriterien, die vorgegeben sind, zu beurteilen sind und nicht auf der Basis einer erzwungenen Normalverteilung.
Der Schlechteste bekäme demzufolge ja immer die Fünf oder Sechs, auch wenn er gemessen an der tatsächlichen Leistung sogar eine Vier verdient hätte.Bewertet jemand von Euch allen Ernstes nach der Normalverteilung???
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Ich vergebe dann 15 Punkte, wenn ich einem 14-Punkte-Schüler nicht mehr mit wirklich stichhaltigen Argumenten erklären kann, was er noch besser machen kann, um 15 Puntke zu bekommen. Und da komme ich logischerweise nicht mit den üblichen Pauschalantworten wie "noch mehr melden" o.ä.
In der Vergangenheit gab es in jedem meiner LKs einen, manchmal auch zwei 15-Punkte Schüler.
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