Hallo Bolzbold,
mich würde echt mal Dein Stundenplan interessieren. Genau solche Vergleiche "Mein künftiger Stundenplan ist auch nicht optimal" sind Killerphrasen. Ich habe schon viele schlechte Pläne erlebt, bei meinem jetzigen Plan rede ich von einem Extremfall. Mit Deiner Argumentation, lieber Bolzbold, kann JEDER Stundenplan als "nicht so heftig" bezeichnet werden, da man ja in den Freistunden arbeiten kann und es alles eine Frage des Zeitmanagements ist. Vielleicht bist Du ja Schulleiter o.ä., dann lass Dir gesagt sein, dass diese Art von Empathie nicht zu einem besseren Schulklima beiträgt.
Ich wäre Dir dankbar, wenn Du meine Aussagen nicht aus dem Kontext reißt, um mir fehlende Empathie zu unterstellen.
Wer hier häufiger mitliest, wird wissen, dass ich gerne mit Understatements arbeite. "Nicht optimal" ist ein solches Understatement. Ich hätte stattdessen auch "Sch****" schreiben können.
Ich habe nie geschrieben, dass Dein Stundenplan per se "nicht so heftig" ist. Dass Du die andere Hälfte des Satzes unterschlägst und den ersten Teil als Ausgangspunkt für Deine Fernanalyse verwendest, mag Deinem Ungerechtigkeitsgefühl gegenüber Deinem Stundenplan entsprungen sein, dennoch finde ich eine solche Vorgehensweise nicht in Ordnung.
Sprich mit Deiner Schulleitung und bringe stichhaltige (!) Argumente vor, weshalb dieser Stundenplan für Dich ungünstig ist und Du einen besseren Plan haben möchtest.
Mach konkrete konstruktive Vorschläge - im Idealfall sollten nicht nur Deine Forderungen durchkommen sondern ein Kompromiss gefunden werden, bei dem die Schulleitung auch das Gesicht wahren kann. (Die berühmte win-win-Situation)
Und ja, es IST eine Frage des Zeitmanagements. Hätte ich Deinen Stundenplan, bliebe mir gar nichts anderes übrig, als "sichere Freistunden", in denen ich garantiert nicht vertreten muss, mit der Schulleitung zu vereinbaren.
Was ich damit sagen will, ist: Wenn der Stundenplan augenscheinlich nicht mehr zu ändern ist, dann verschwende ich nicht meine Energie (und die des Personalrats) darauf, auf Teufel komm raus eine Verbesserung zu erzwingen, die möglicherweise noch zum Nachteil meiner Kollegen (womöglich noch Freunden) führt, sondern ich versuche konstruktiv für mich das Ganze so zu planen, dass es machbar ist.
Zitat
Mich würde im Interesse aller Betroffenen - und insbesondere in meinem eigenen - immer noch interessieren, welche rechtlichen Möglichkeiten jemand wie in meinem Fall ausschöpfen kann. Denn Totschlagargumente wie "Das ist machbar" "Andere Kollegen haben vergleichbare Pläne" usw. verhindern eine Kommunikation.
Sie verhindern lediglich Kommunikation mit der Absicht wie Du sie hast. Das Argument ist nicht zwingend ein Totschlagargument - es könnte ja sogar treffend sein. Mit dem Pauschalurteil des Totschlagarguments kann derjenige, der sich ungerecht behandelt fühlt, jede sachliche Diskussion, die auch Vergleiche mit der Situation anderer Menschen einschließt, durch vermeintlich moralische Überlegenheit abwürgen. Ob Dir das weiterhilft, wage ich zu bezweifeln.
Nochmal zur rechtlichen Lage:
Es gibt keinen Rechtsanspruch auf maximal X Nachmittage, auf maximal X Hohlstunden oder auf einen möglichst kompakten Stundenplan. Warum das so ist, habe ich Dir ja schon dargelegt. Alle Veränderungen des Plans zu Deinen Gunsten können nur im Gespräch mit der Schulleitung erfolgen und bedingen für gewöhnlich eine Verschiebung, die die Stundenpläne anderer Kollegen negativ beeinflussen kann.
So kurz vor Schuljahresbeginn dürfte ein juristisches Erzwingen einer Änderung des Stundenplans ohnehin keinen unmittelbaren Erfolg haben.
Gruß
Bolzbold