Beiträge von Bolzbold

    Darf ich nochmal dazwischenfragen, wieso Nachmittagsunterricht mit "Nichtvereinbarkeit von Familie und Beruf" gleichgesetzt wird?

    Der Logik zufolge könnten/dürften Ganztagsschulen Halbtagskräfte ja dann nachmittags nicht mehr einsetzen.
    Im Zuge der G8-Reform in NRW sind viele Schulen faktisch zu Ganztagsschulen geworden. Der Nachmittag ist also keinesfalls eine Ausnahme und entsprechend auch nicht als Härte zu begreifen.

    Hätte die TE beispielsweise zwei freie Tage, wäre das bei 14 Stunden recht großzügig.

    Gruß
    Bolzbold

    Hallo,

    Du hast rechtlich insofern kaum Möglichkeiten, weil es keine konkrete rechtliche Vorgabe gibt, z.B. Mütter mit Kindern besonders günstige Stundenpläne zu stricken oder die Zahl der Nachmittage zu begrenzen. Gäbe es so etwas schwarz auf weiß, könntest Du das rechtlich einfordern.
    Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird ferner durch Nachmittagsunterricht nicht per se eingeschränkt, wenn z.B. einige Fächer primär dann unterrichtet werden.

    Bei einem Kollegium von 50 Personen mit nur zwei Müttern habt Ihr beide natürlich das Problem keine Lobby zu haben.

    Alle gleich zu behandeln ist ein nachvollziehbarer Grundsatz - der insofern greifen kann (aber nicht zwingend muss), wenn eine Änderung in Deinem Stundenplan ungünstige Änderungen für einen oder mehrere Deiner Kollegen bedeutet hätte. Das mit den "Extrawürsten" ist leider so eine Sache. Die kann man braten, muss man aber nicht. Und bei Dir denkt der Verantwortliche offenbar, dass er das nicht bräuchte.
    Wenn es jedoch theoretisch ohne viel Aufwand machbar wäre, Dir einen angenehmeren Stundenplan zu machen, dann ist die Aussage des Stundenplanmachers nicht mehr nachvollziehbar.

    Meinst Du mit Personalrat den Lehrerrat oder wirklich den Personalrat? Dass der sich raushält, würde mich wundern. Bist Du in einer Gewerkschaft?

    Gruß
    Bolzbold

    Ich weiß, das lest ihr jetzt nicht gern. Aber wenn man kleine Kinder hat und arbeitet, dann muss man in jedem Beruf eine Lösung für das Kind-ist-krank-Problem haben. Das kann einem keiner abnehmen. Die Verantwortung haben die Eltern, die das Kind in die Welt gesetzt haben, und nicht die Bezirksregierungen und Schulräte.

    Bei mir sah das - ich war damals noch nicht Lehrerin - so aus, dass es innerfamiliäre Absprachen (und z. B. Telearbeit) gab und ich meine Berufstätigkeit phasenweise stark eingeschränkt habe. Da ich spürte, dass meine Kinder mich mehr brauchen als ich meinen Job. Und ich würde das jederzeit wieder so machen. Nach dem dritten Keuchhusten hat man es nämlich leid, jedesmal zu rotieren, wenn wieder mal ein Infekt umläuft. Und bei kleinen Kindern, zumal wenn sie in Kita/Kindergarten gehen, ist das nun mal normal.

    Mir wurde klar, dass Kinder ein Recht darauf haben, ihre Infekte auszukurieren, ohne dass jemand anders verantwortlich gemacht wird oder irgendwelche Ansprüche an irgendjemanden gestellt werden oder man lügt, indem man sich krank schreiben lässt. Und entsprechend habe ich geplant, auch wenn das phasenweise nicht so toll war und mir zu Hause die Decke auf den Kopf fiel. Aber es ging vorbei und mir bleiben noch genügend Jahre für die Berufstätigkeit.

    Isoliert betrachtet hast Du sicherlich Recht. Wer sich das finanziell und beruflich in Hinblick auf die weitere Karriere, die Schule (Versetzung) etc. leisten kann, der wird das wohl auch so machen.
    Wenn ich mir das nicht leisten kann, oder wenn ich nicht versetzt werden möchte, weil ich drei Jahre draußen bin, dann kann der Spagat wie Du selbst schreibst, nahezu unmöglich werden. Und für solche Fälle sind dann die Kinderkrankheitstage da.

    Die zehn Tage pro Kind bei Verheirateten werden bei uns übrigens immer gewährt, jedoch gibt es eine neue Regelung, die uns von der Schulleitung mitgeteilt wurde. Aufgrund des Missbrauspotenzials dieser Kinderkrankheitstage muss (sic!) bereits beim ersten Tag ein Attest des Kinderarztes vorliegen. Da das Ausstellen eines solchen Attests keinesfalls ein Automatismus ist, wird sich jede Familie wohl künftig gut überlegen, ob und wann sie diese Tage in Anspruch nimmt. (Interessanterweise bedarf es dieses Nachweises bei uns ja erst ab dem dritten Tag. Da wird man so gesehen fast schon zur Lüge gedrängt...)

    Gruß
    Bolzbold

    So hart es klingt, aber dieses "Drama" machen viele Referendare durch.

    Im Extremfall muss man leider umziehen oder pendeln. Man kann zwar höflich anfragen, ob man wechseln kann, aber das ist keine Garantie.
    Ein Umzug lässt sich zur Not auch innerhalb kürzerer Zeit bewerkstelligen.

    Machbar ist das. Es stellt sich halt nur die Frage, ob Du dazu bereit bist.

    Gruß
    Bolzbold

    Die Klausur gehörte formal zu den inhaltlichen Schwerpunkten "Utopia and dystopia - science and ethics: genetic engineering".

    Damit wäre das Thema designer babies raus, weil es Teil desselben Schwerpunktes ist, ganz gleich ob es im Erwartungshorizont steht oder "ein bisschen anders ist" oder nicht.
    Uns LK Kollegen an meiner Schule trifft das mit den Abweichungs- und Bestehensprüfungen auch.

    Ebenso wenig kann man ein Thema mit "economic and ecological issues" im Rahmen des Oberthemas "Globalisation" nehmen.

    Es bleiben aber noch genug andere Themen.

    Denkbar wären "echte" "alternative worlds", Shakespeare und American Dream. Daraus kann man doch etwas machen.

    Gruß
    Bolzbold

    Es gibt mittlerweile ja auch Lampensysteme im Baukastenformat, d.h. man sucht sich ein "Gestell" oder einen Rahmen aus und kann sich dann z.B. bei Halogenleuchten die Glasschirme separat aussuchen. Das haben wir gemacht.
    Dieser Link enthält mehrere Beispiele.
    http://www.m6-licht.de/de/index_start.html

    Die Produkte dieser Serie bekommst Du in größeren Möbelhäusern.

    Es gibt fertige Unterrichtsreihen und Arbeitsvorschläge bei den entsprechenden Verlagen.

    Gruß
    Bolzbold

    P.S. Als Englischlehrer freue ich mich natürlich immer, wenn Deutschkollegen übersetzte englische Lektüren in ihrem Unterricht behandeln und meine Möglichkeiten zwei Jahre später damit entsprechend einschränken... "Holes" und "The Wave" sind dabei wohl die prominentesten...

    Da Du in Deinen alten Klassen nicht mehr eingesetzt wirst, kannst Du damit rechnen, dass Du im Umfang Deines Deputats mit Vertretungsstunden eingedeckt wirst.

    Diese Konstellationen sind in NRW eher Ausnahmen, weil das Ende der Elternzeit mindestens den einfachen Abstand der Ferienlänge zu den Ferien haben muss. Die einzige Ausnahme für diese sonst als missbräuchlich angesehene Lage der Elternzeit bildet die Konstellation, wenn das Ende des Bezugszeitraums des Elterngeldes mit dem Ende der Elternzeit zusammenfallen.

    Die drei Wochen dürftest Du folglich auf einer halben Pobacke absitzen können. Ggf. könntest Du Protokollant bei eventuell noch anstehenden Prüfungen sein. Wesentlich mehr dürfte da aber nicht mehr gehen.

    Gruß
    Bolzbold

    Ich kann die Argumente für die entsprechenden Anwendungen einerseits nachvollziehen, andererseits stellt sich das für mich primär als Bequemlichkeitsfrage dar.
    Das Pad ist angeblich zu schwer, das IPhone für bestimmte Anwendungen zu klein. Wer natürlich immer und überall alles machen können möchte oder meint, er müsse das tun können, der wird dann wohl das Geld dafür ausgeben.

    Ich gebe zu, dass ich dieser Tage darüber nachgedacht habe, mir ein Windows8 Phone zuzulegen, weil ich ja Win7/8 auf dem Desktop bzw. Tablet habe und sich das Ganze so leichter synchronisieren lässt. Dann aber habe ich mich gefragt, in wie vielen Situationen ich wirklich bisher auf ein internetfähiges Telefon hätte zurückgreifen wollen/müssen. Wollen vielleicht ein paar mal, oft hatte ich dafür aber mein Tablet mit Surfstick dabei. Müssen definitiv bisher nicht.

    Dann stellt sich die Frage nach den Folgekosten. Wenn ich sowohl Telefon als auch Tablet mit Daten- bzw. Telefonflatrates versehe, habe ich je nach autosuggerierter Nutzungsintensität entsprechende Folgekosten.

    Klar, wenn man erst einmal beide Geräte hat, findet man schnell weitere Bereiche, in denen man sie nutzen kann. Doch war dies wirklich eine Notwendigkeit oder wurde diese durch die Geräte selbst geschaffen?

    Letztlich muss das natürlich jeder für sich selbst wissen, wofür er vierstellige Beträge ausgeben möchte.

    Gruß
    Bolzbold

    Hallo,

    spontan halte ich die Kompination aus je Windows 8 oder iOS Geräten für Geldverschwendung.

    Entweder hole ich mir ein Tablet, mit dem ich auch mobil surfen kann, dann brauche ich kein Handy, was dasselbe kann, oder ich hole mir ein Telefon, das das alles kann, dann brauche ich aber kein Mega-Tablet.

    Die Geräte suggerieren einem, dass man sie für ordentliches Arbeiten unbedingt braucht, dem ist aber nicht per se so. Früher habe ich mit einem Laptop gearbeitet, der war mir aber irgendwann zu schwer. Jetzt ersetzt das Tablet den Laptop.

    Was mir nicht einleuchten will, ist der Umstand, dass man BEIDE Geräte parallel anschaffen und nutzen will, weil sie im Grunde jeweils dasselbe können.

    Gruß
    Bolzbold

    Ich glaube, dass das geflissentlich ignoriert wird.
    Die meisten Schüler, die ich in den letzten acht Jahren in der Qualifikationsphase unterrichtet habe, hassten diese Filmanalyseklausur. Die überwältigende Mehrheit ist froh, wenn sie einen ganz stinknormalen Text bekommt. Beschweren wird sich da niemand.

    Mal ein paar Beispiele aus meiner Praxis:

    Erstes Jahr an meiner neuen Schule:
    - ich muss als Musiklehrer Martinslieder mit den Schülern einstudieren

    Die darauffolgenden Jahre:
    - ich übe mit meinem Chor Stücke für die Schulgottesdienste ein und begleite diese auch im Gottesdienst
    - ich begleite meine Schüler der Klasse 5 in die Kirche, beaufsichtige sie und begleite sie auf dem Weg zurück.

    Die letzten zwei Jahre:
    - ich bin sozusagen spontaner Aushilfskantor und begleite die Schulgottesdienste von Anfang bis Ende. (Einzug, Lieder, Auszug)

    Zu mir: Ich bin konfessionslos geboren, konfessionslos aufgewachsen und habe ein eher distanziertes Verhältnis zur Kirche - ich würde mich als Atheisten, jedoch nicht als militanten Atheisten bezeichnen.

    In Zeiten wo pädagogische Grundsätze oder Ideologien ähnliche Erscheinungen von Alleingültigkeitsansprüchen zeigen und das m.E. in Kollegien deutlich spürbarer ist als bei Glaube und Religion, habe ich damit kein Problem (mehr). Ob nun christliches Credo oder pädagogisches Credo - das ist letztlich einerlei.
    Ich ziehe mich dann auf meine Position als Musiklehrer bzw. Ensembleleiter zurück und klinke mich aus den religiösen Zeremonien dezent aber sichtbar aus.

    Gruß
    Bolzbold

    Ich tu mich schwer damit, das Ganze einfach als "Pech" einzustufen.
    Mir wäre es nie in den Sinn gekommen, Abschlussarbeiten ins Ausland mitzuführen, am Besten noch in Regionen, wo solche Diebstähle keine Seltenheit sind.
    Wieso muss diese Dame eigentlich dann auch noch auf so eine Tour gehen?

    Gruß
    Bolzbold

    Das Arbeitszimmer ist nach wie vor steuerlich absetzbar, da uns der Dienstherr keinen Arbeitsplatz zur Verfügung stellt. Diese Erklärung habe ich meinen Kosten für das AZ vorangestellt und das AZ ganz normal abgesetzt. Das FA hat das anstandslos anerkannt.

    Gruß
    Bolzbold

    In Fällen, wo die Beihilfe lediglich Pauschalen übernimmt, muss kein Kostenvoranschlag eingereicht werden. (Aussage einer Sachbearbeiterin am Telefon.)

    Ansonsten würde ich das Behandlungsvorhaben kurz schildern und telefonisch anfragen, ob ein Kostenvoranschlag benötigt wird. Wenn man das schriftlich erfragen möchte, kann sich das nämlich ein paar Wochen hinziehen...

    Weitere Gründe für eine Entscheidung sollte die Klarheit über die Schülerschaft sein, mit der man es als reiner Sek I Lehrer eher zu tun hat als wenn man am Gymnasium arbeitet.
    Will ich stärker pädagogisch arbeiten, ist die Sek I sicherlich herausfordernder, will ich hingegen stärker auch fachlich arbeiten, ist die Sek II das Richtige.

    Was die Aufstiegschancen angeht, so sind die A13 Stellen im gehobenen Dienst meiner Wahrnehmung nach deutlich dünner gesät als die A14 Stellen im höheren Dienst.
    Ein Sek I Lehrer wird somit wahrscheinlich lange auf A12 bleiben und hat auch entsprechend weniger Aufstiegschancen als der A13er. Letztlich sind es im Sek I und Sek II Bereich ähnliche (Verwaltungs- und Koordinations)Aufgaben, wenngleich im Sek I-Bereich eben schlechter bezahlt wird.

    Gruß
    Bolzbold

    Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wie ich schreiben gelernt habe, jedoch war meine GS-Lehrerin vom alten Schlag und die meisten meines Jahrgangs beherrschten Rechtschreibung und Zeichensetzung.

    Was mich an diesem lautgetreuen Schreiben irritiert, ist, wie denn von dieser Vorform des Schreibens dann die richtige Schreibweise eingeführt werden soll. Gerade in Verbindung mit Englisch, was ja in der Grundschule auch einsetzt, sehe ich da einen hochgradig kontraproduktiven Effekt, weil es im Gegensatz zum Deutschen dort ja keine Laut-Schrift-Übereinstimmung gibt.

    Die Spätfolgen sieht man dann in Klasse 5 am Gymnasium, wo die Deutsch-Kollegen über nachlassende Rechtschreibkompetenz stöhnen und auch ich im Englischen zunehmend Orthographiefehler feststelle.

    Ich kann die Eltern durchaus verstehen, weil es auch mir als Lehrer nicht einleuchtet, wie man von dieser von Dir beschriebenen Schreibweise eines Tages auf die richtige kommen soll, wenn sich die falsche ja über Wochen oder Monate einprägen kann. Hardliner in der Didaktik verteufeln ja jegliches Anschreiben falscher Formen und Fakten, da Kinder dazu neigen, alles, was an der Tafel steht, abzuspeichern.
    Also einmal so und dann andersherum oder wie?

    Gruß
    Bolzbold

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