Beiträge von Bolzbold

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    Das mit dem gegenseitigen zerfleischen der Lehrer funktioniert ja prima wie man hier sieht. Und die Politik, die das eigentlich regeln sollte, ist wieder fein raus. Über den Tellerrand schauen!

    Herrmann

    Lieber Herrmann,

    ist das jetzt ein Akt von Selbstironie oder wolltest Du netterweise einfach nur selbst als Beispiel wirken, wie man es im Kollegium NICHT machen sollte?

    *kopfschüttel*

    Gruß
    Bolzbold

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    Original von Vaila
    Hallo Bolzbold,

    was für Töne! Du überraschst mich!

    LG Vaila

    Das überrascht wiederum mich, liebe Vaila.

    Einem Modell, in dem jeder unter objektiven bzw. objektivierten Maßstäben gleich viel arbeitet (Arbeitsspitzen während Hochkorrekturphasen einmal ausgenommen), habe ich meiner Erinnerung nach nie widersprochen.

    Gruß
    Bolzbold

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    Zur Entlastung. Es gibt doch ein Entlastungsstunden-Modell, in dem für klassenleitungen, Korrekturen etc. Punkte gesammelt werden und dann für einen gewissen Betrag Punkte Entlastungsstunden gewährt werden. Weiß nicht mehr, wie das Modell heißt. Schwachpunkt ist klar: Die Entlastung kommt erst später, wenn man die Arbeit schon gemacht hat. Vorteil: Korrekturfächer werden entlastet und Kombis wie beispielsweise Bio/Chemie würden belastet. Dann könnte man sich bei dem System natürlich fragen, warum jemand auf die Idee kommt, solche Fächer zu studieren. Da bekäme man ja dann nie Entlastung, sondern ausschließlich Belastung.

    Noch weiterhin fröhliche Weihnachten allen.

    Und ein weiterer Vorteil eines solchen Modells wäre, dass dieser Hickhack um die Frage, wer der Meistbelastete ist, endlich aufhört und man auch zwischen den einzelnen Fachrichtungen endlich aufhören würde, vorzurechnen, wie belastet man doch selbst ist.

    Wenn jeder annähernd gleiche (stemmbare) Belastung hätte, wäre damit endlich Schluss.

    Gruß
    Bolzbold

    Du redest von "Mehrheiten", die etwas kapiert hätten, von unzähligen Themen und Aussagen, die Du / Ihr gesammelt hättet.

    Als Historiker fühle ich mich stark an das hier erinnert:

    Zitat


    Gerhart Eisler) (Berlin): (empfiehlt die Durchführung einer gewaltigen Kundgebung anlässlich der Bildung einer provisorischen Regierung).
    So wird sich die provisorische Regierung weithin sichtbar in der ganzen Zone von vornherein auf eine ständig anschwellende Bewegung der Massen stützen. Das sollten wir diskutieren und dann durchführen; denn als Marxisten müssen wir wissen: Wenn wir eine Regierung gründen, geben wir sie niemals wieder auf, weder durch Wahlen noch andere Methoden.
    (Walter Ulbricht: Das haben einige noch nicht verstanden!) – Daher müssen wir ihnen zeigen, dass die Massen bei uns sind, wenn wir eine Regierung bilden, jene Massen, die wollen dass sie an der Regierung sind, und die sehr ungehalten gegen jene Leute sind, die das verhindern wollen. (Beifall)

    Gruß
    Bolzbold

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    Original von laura
    Klar, mit einer halben Stelle hat man weniger Stunden und entsprechend weniger Arbeit. Seltsam aber, dass die Begründung volle Stelle automatisch nicht nur doppelte Stundenzahl (manchmal sogar mehr), sondern auch jede Art von Engagement bzw. von zusätzlichen Aufgaben als selbstverständlich bedeutet, nach dem Motto, "Du kannst es machen, Du hast doch eine volle Stelle!"

    Das kommt mitunter vor - jedoch hacken wir uns damit im Kollegium letztlich doch gegenseitig die Augen aus.

    Auch (oder gerade) mit voller Stelle hat man die Möglichkeit, bei Überlastung "nein" zu sagen.

    Man sollte fairerweise aber sagen, dass Teilzeitkräfte für gewöhnlich im Vergleich mehr arbeiten für ihr Geld als Vollzeitkräfte, weil sie an den meisten Zusatzveranstaltungen teilnehmen müssen, oft mehr Springstunden haben und entsprechend auch die Vertretungsreserve der Schulen darstellen. (Alles schon im Umfeld erlebt...)

    Aber gut - wir wollen die Diskussion hier nicht schon wieder führen.

    Gruß
    Bolzbold

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    Original von Susannea
    Ich glaube es ja manchmal echt.

    Warum sind eigentlich Frauen immer die größten Feinde von Schwangeren?!?

    DAS habe ich mich auch schon gefragt.

    Vermutlich deswegen, weil da viele Frauen "mitreden" können und ihre persönliche Einschätzung als das Maß der Dinge ansehen.

    Gruß
    Bolzbold

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    Original von C.B.
    @ Bolzboki

    Verstehe deine Äußerung nicht, was soll das heißen ?

    Ich begreife nicht, wie hier dermaßen unter die Gürtellinie argumentiert wird, wenn es darum geht, die simple Tatsache zu betrachten, dass einige Leute ihren Beamtenstatus dazu nutzen, um sich wegen eines Schnupfens über Monate aus dem Verkehr zu ziehen - es aber auch durchaus andere Leute, die möglicherweise auch Beamte sind, gibt, die sogar mit Krebs zum Unterricht gehen und genau das Gegenteil tun ?

    Das ist eine simple Tatsache und eigentlich nicht mal diskussionswürdig.

    Bis dahin habe ich auch mit der Diskussion und in diesem Fall Deinen Argumenten kein Problem.
    So ist aber eingangs nicht diskutiert worden. Ich habe das irgendwo weiter oben doch auch schon erklärt. Natürlich gibt es Missstände - und die dürfen auch angeprangert werden. Hier geht es aber um die Art und Weise.

    Zitat


    Ich habe noch nicht mal gegen Beamte gewettert, auch wenn ich selbst altersbedingt eh kein Beamter mehr werde. Aber so zu tun, als ginge vor dem "Dienstherrn" immer alles superkorrekt zu und als gäbe es dort keinerlei Mauscheleien, das ist doch Unfug hoch 109. Und geht an der Realität schlicht vorbei.

    Es hat auch niemand behauptet, dass alle Beamte hyperkorrekt wären.
    Nur mag sich hier niemand die ebenfalls eingangs deutlichst geäußerte pauschale und undifferenzierte Beamtenschelte anhören. Und ich wiederhole mich: Nicht wegen scheinbarer Betroffenheit in der Kritik sondern wegen der Art und Weise der geäußerten Kritik.

    Zitat


    Also: ich bin kein Beamtenhasser und mir persönlich ist es sogar piepegal, ob und wie lange sich jemand krank meldet. Aber ich kann auch den Ärger der Sonnenkönigin verstehen, wenn sie denn nun mal deswegen Extraarbeit hat. Also: wo ist das Problem ?

    Oh, wir anderen Beamte haben auch bei Krankheit anderer Kollegen deren Unterricht zu vertreten. Auch hier stellt sich die Frage, ob man sich da so drüber aufregen muss. Vertreten werden muss der Unterricht so oder so.
    Ob ich deswegen generalisierende Aussagen über Beamte, ihr Berufsethos und ihren Krankenstand machen kann und das am Besten noch als objektive Beobachtung verkaufen kann, wage ich zu bezweifeln.

    Zitat


    Was mich hier wirklich ärgert, ist dieser bornierte Tonfall, die Argumentation ach-so-sachlich, aber schön versteckt persönlich unter der Gürtellinie...

    Das kann ich verstehen. Hier aber würde ich zum Teil zumindest das Sprichwort des Waldes, in den es hineinruft, anführen wollen.

    Zitat


    Und auch Beamte sollten mal in der Lage zur Selbstkritik sein und vielleicht mal über Kritik von Außenstehenden nachdenken.

    Müsste ich über Kritik Außenstehender nachdenken, wenn mein Kollege tatsächlich krank feiern würde? Müsste ich in diesem Punkt Selbstkritik üben, wenn ich unter zehn Tagen im Jahr fehle?
    Muss ein ganzer Berufsstand sich Kritik Außenstehender stellen oder gar Selbstkritik üben, wenn die Kritik nur einen kleinen Teil der Gesamtzahl der Arbeitenden ausmacht?
    Von "brancheninterner Sippenhaft" halte ich nicht viel.

    Gruß
    Bolzbold

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    Original von C.B.
    Ich gewinne immer mehr den Eindruck, dass ihr Jungs schlicht und einfach NEIDISCH auf die Sonnenkönigin seid, die den Job im Gegensatz zu euch schon macht. Und deshalb hier wegen einer Lapalie ein Faß sondergleichen aufmacht ...

    Das darf man dann wohl als einen Akt an Selbstdisqualifikation ansehen, oder?

    Nochmal zum mitschreiben:
    Ist es denkbar, dass man sich weniger ob der Kritik an der eigenen Person als vielmehr über die Art und Weise, wie hier Kritik geäußert wird, aufregt?

    Da braucht es keine Standardargumentation auf den Niveau "Du hast keine Ahnung" - "Nein DU hast keine Ahnung"...

    Der Stammtisch wurde übrigens von der Sonnenkönigin eröffnet - niemand hat sie darum gebeten.

    Gruß
    Bolzbold

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    Original von vader
    Es geht genau um diese Kollegen, es geht nicht um uns, denn wir machen ja alle guten Unterricht und sind pflichtbewusst

    Du hast völlig Recht. Es geht eigentlich nur um solche Leute.
    Das sind bei uns maximal zwei Kollegen, d.h. 1/30 des Kollegiums.

    Ungeachtet des temporären Ärgers, den das verursacht, bin ich deswegen aber noch weit davon entfernt, Rundumschläge zu veranstalten und mich in der Rhetorik in die Sozialneider und Stammtischler einzureihen.

    Das kann man, wie Du auch gezeigt hast, durchaus differenzierter darstellen - und dann regt sich auch keiner auf.

    Gruß
    Bolzbold

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    Original von Sonnenkönigin
    Aber ich bin weder polemisch, noch von Neid zerfressen. Fühlst du dich angesprochen? Ich stelle nur eine allgemeine Beobachtung zur Diskussion. Dass sich einige Leute davon angegriffen fühlen, hat dann wohl eher etwas mit ihnen selbst zu tun.

    Du irrst.
    Deine Argumentation ist die Standardargumentation der Beamtenkritiker.

    Wehrt man sich, gilt man als getroffener Hund, der bellt.
    Wehrt man sich nicht, würdest Du sicherlich andere, Deine Sicht der Welt bestätigende Interpretationen ziehen können.

    Denkbar ist aber auch, dass man sich hier über die Kombination dessen was und vor allem WIE Du es verzapfst aufregt. Und das, meine Liebe, hat weniger mit unseren Persönlichkeiten als mit Deinem Verhalten zu tun.

    Deine Beobachtung ist nicht allgemein sondern subjektiv.

    Ich denke, hier spreche ich für viele von uns: Wir fühlen uns nicht persönlich in der Sache angegriffen, haben aber auch keine Lust, auf von Dir anmaßende Art und Weise mit Leuten, die sich so verhalten wie Du anprangerst, in einen Topf geworfen zu werden.

    Natürlich hätten wir Dich auch alle ignorieren können (vermutlich sogar müssen), denn dann hätten wir wenigstens uns der billigen Retourkutsche des "getroffene Hunde bellen" nicht aussetzen müssen.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Original von lolalupe
    Oha ... was ist denn hier los? Es gibt doch diverse Studien darüber, dass Beamte (statistisch betrachtet) sehr viel mehr Krankentage pro Jahr aufweisen können als Angestellte.

    Kannst Du die Aussagen auch belegen?

    Zitat

    sondern schlicht und einfach aus Pflichtbewusstsein und Angst um meinen Job)

    Sorry, aber seit wann muss die angestellte Lehrerin bei Schwangerschaft um ihren Job fürchten? Und Beamte haben demzufolge auch weniger Pflichtbewusstsein oder wie?

    Zitat


    während verbeamtete Freundinnen a) die Steuerklasse gewechselt haben, um das Maximum an Elterngeld rauszuholen, b) in Vollzeit gegangen sind (ebenfalls für das Maximum an Elterngeld)

    Sorry, aber dann bist Du doch die "Blöde", die das nicht gemacht hat. Der Steuerklassenwechsel ist mittlerweile sogar als nicht rechtsmissbräuchlich erklärt worden.
    Dieses Verhalten in a) und b) ist völlig unabhängig vom Status des Lehrers. Das hättest Du auch machen können.
    Sich da zu beklagen ist wohl mehr ein Eigentor.

    Zitat


    und sich c) drei Wochen nach Feststellung der Schwangerschaft krank schreiben lassen haben. OHNE schwangerschaftsgefährdende Krankheiten.

    Weißt Du das mit 100%iger Sicherheit? Und was sagt das über die Moral des Arztes aus, der so großzügig krankschreibt?
    Für Angestellte gibt es übrigens den Weg des Berufsverbots...

    Zitat


    warum werden Beamte häufiger krank? Oder vielleicht besser: warum rennen Angestellte halbkrank zur Arbeit?

    Stammtisch.

    Gegenfrage an die verbeamteten Lehrer hier:

    Wie viele von Euch haben sich schon halbkrank zur Arbeit geschleppt?
    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass das bei uns eine Menge Kollegen sind.

    Gruß
    Bolzbold

    P.S. Steine bekommst Du dafür von mir nicht auch noch geschenkt - das wäre Verschwendung.

    Zitat

    Original von Ella.der.Stern
    Ja natürlich rufe ich auf kein Handy an!!!

    Aber wie schaltet man denn abends ab?

    Es ist ein "Lernprozess" - ironischerweise.

    Man muss lernen, nicht alle Probleme aus der Schule teils im wahrsten Sinn des Wortes mit nach Hause zu nehmen. Die Schule ist ein wichtiger Teil unseres Lebens - aber eben primär unseres Berufslebens.

    Um abschalten zu können gibt es mehrere Tipps - ein Teil davon findest Du als "Sticky" von Nele ganz oben in der Rubrik "Allgemein".

    Da wir teils zu Hause arbeiten, ist Abschalten ein mentaler Prozess. Man muss loslassen können, Probleme von Schülern und Eltern auch mal nicht sofort lösen zu müssen glauben, sich um seine Bedürfnisse kümmern können, auch mal ganz bewusst "nein" sagen können, bewusst andere Dinge (Freizeit, Hobbys, Partner) wahrnehmen und genießen können.

    Gruß
    Bolzbold

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    Original von Sonnenkönigin
    Da haben wir eine andere Auffassung von Arbeitsmoral und Kollegialität. Ich war schwanger und bin bis zum letzten Tag ganz normal arbeiten gegangen, obwohl ich auch Komplikationen hatte, und ich bin direkt nach der Schutzfrist wieder gekommen.

    Das hat schon etwas sehr Selbstgerechtes, wenn man seine eigene Situation als Maßstab für das Verhalten anderer nimmt und daraus die Legitimation für pauschale Unterstellungen ableitet.

    Zitat

    Es ist doch wohl ein offenes Geheimnis, dass man gerade als Privatversicherter seinen Arzt dahingehend beeinflussen kann, ob er einen krank schreibt oder nicht und wie lange. Und wer kann einen Krankheitsverlauf auf 6 Mon. voraussehen?

    Nun, aufgrund Deiner Arbeitsmoral dürftest Du ja wohl nicht aus eigener Erfahrung sprechen können - aber woher nimmst Du dann Deine Weisheiten?

    Zitat


    Ich finde es wirklich dreist, wie dieses System zu Lasten der Kollegen ausgenutzt wird, die aus Pflichtgefühl NICHT bei jedem Pieps krank machen und solange für die ständig ausfallenden Kollegen einspringen müssen, bis sie selbst wirklich (!) krank werden.

    Was hat das mit dem ursprünglichen Problem zu tun?
    Und was ist ein Pieps und was nicht?

    Zitat

    Und komischerweise steigt die Anzahl der Krankheitstage, sobald die Herrschaften verbeamtet werden, ist schon seltsam, oder?

    Sorry, aber das ist zumindest für mein Umfeld, für das ich glaube sprechen zu können, Unsinn.

    Höre ich aus Deinem Posting eine gehörige Portion Sozialneid heraus?

    Woher nimmst Du die Anmaßung so über Dein Umfeld zu richten?

    Wir haben in unserem Kollegium einige Schwangere gehabt und haben noch immer eine. Und wenn eine von diesen Kolleginnen ausfällt, dann vertritt man sie und fertig. Ich glaube, eine Schwangerschaft ist sicherlich noch einer der Gründe, wo man am ehesten Verständnis für zeigt.

    Ich habe aber auch schon die Erfahrung gemacht, dass gerade Frauen sich nach Schwangerschaften darüber definieren, wie "tough" sie doch waren und wie heldenhaft (Achtung Ironie!) sie das alles durchgestanden haben und dann mitunter auf andere Frauen, die da vermeintlich nicht mithalten konnten, herabgesehen haben. In dem Punkt habe ich den Eindruck, scheint die Solidarität unter Frauen noch Nachholbedarf zu haben.

    Gruß
    Bolzbold

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