Zitatsinfini schrieb am 03.02.2007 13:14:
im übrigen wird an allen ecken und enden gefordert, dass nicht nur schlechtes verhalten bestraft, sondern auch gutes verhalten belohnt werden soll. und auch wenn du meinst, dass es eine selbstverständlichkeit sein sollte...das ist es in vielen fällen leider nicht. ich möchte den sus klar machen, dass ihr beteiligung auch schon innerhalb einer woche auffällt und dass es positiv auf uns lehrer wirkt. nicht erst am ende des schuljahres bei den noten.
Muss eine Belohnung unbedingt in Form von Ü-Eiern oder einem Brief nach Hause erfolgen? Reicht positive Verstärkung nicht? Wenn so, wie Du postulierst, angeblich so viel bestraft wird und in vielen Fällen nicht belohnt wird, müsste explizites Lob doch ebenso bei den Schülern auffallen und eine ähnliche Wirkung haben.
Zitat
es geht hier auch nicht darum, dass die schüler nichts machen, wenn sie nichts bekommen...sondern dass sie viel unmittelbarer erfolgserlebnisse bekommen sollen.
Ach nein? MIR ging es darum, weil das mögliche "Nebenwirkungen" dessen, was Du vor hast, sein können.
Die Kausalkette "positives Verhalten" => "Belohnung" => "Erfolgserlebnis" => "positives Verhalten" mag auf dem Papier stimmen, jedoch würde ich das Belohnen von positivem Verhalten nicht notwendigerweise als Erfolgserlebnis für den Schüler bezeichnen. Der Erfolg sollte doch an sich sein, dass der Schüler durch sein positives Verhalten weiterkommt im Vergleich zu nicht wünschenswertem Verhalten. In anderen Worten: Mit positivem Verhalten erreicht man bei seinem Gegenüber mehr. Das kannst Du ihm m.E. durch Dein Verhalten bzw. durch Dein positives Feedback viel nachhaltiger spiegeln als durch z.B. ein Ü-Ei. Und genau dadurch erreichst Du ja auch, dass das positive Verhalten Dir auffällt und sich nicht nur in den Noten widerspiegelt. (Abgesehen davon bewerten wir doch in der Regel die Leistung und nicht das Sozialverhalten (bzw. das allenfalls in den künftig erteilten "Kopfnoten")).
Gruß
Bolzbold