Beiträge von Bolzbold

    Hallo Paulchen!

    Das Problem begegnet mir auch ab und an.
    Was die Sprachrichtigkeit angeht, so bezieht sich die doch auch für gewöhnlich nicht auf die einzelne Aufgabe sondern auf die Klausur als Ganzes. Wenn also in einer Aufgabe nur 100 Wörter oder nur zwei Sätze geschrieben wurden, macht das an sich wenig, weil Du ja die Sprache in den anderen Aufgaben auch bewertest.

    In anderen Worten:
    Für die sozusagen kaum bearbeitete Aufgabe gibt es inhaltlich eine 5 oder 6.
    Die sprachliche Leistung bezieht sich ja auf die gesamte Klausur - wenn ich Deine Frage richtig verstanden habe, müsstest Du dann an sich ja kein Problem mit der Bewertung haben, es sei denn, Du bewertest jede Aufgabe einzeln nach Sprache und Inhalt (was im Zentralabitur beispielsweise auch nicht gemacht wird).

    Krass sind die "Sicherheitsklausuren", wo Schüler der 11 oder 12 auf dem Level der 8. Klasse schreiben, um Fehler zu vermeiden. Wenn dann der FQ bei 2,x oder so liegt und der Inhalt noch OK ist, kannst Du denen zwar im Stil einiges abziehen, eine 4 oder so wird aber mindestens bei herumkommen.

    Gruß
    Bolzbold

    Hallo!

    Also die aus meiner Sicht wichtigste Fähigkeit ist, dass man gleichzeitig singen UND spielen kann. Solide Klavierkenntnisse sind da sicherlich von Vorteil.
    Rhythmik und Harmonielehre sollten auch vorhanden sein und das nicht nur theoretisch - die Lieder liegen ja nicht immer vollständig harmonisiert vor, sondern eventuell nur in Melodien. Ggf. solltest Du auch spontan transponieren und auch improvisieren können - beispielsweise wenn es um die spontane Begleitung von Liedern geht.

    Du solltest im Vorsingen sehr sicher sein und das auch entsprechend positiv ausstrahlen. Am Anfang lernen Kinder viel durch Vorsingen und Nachsingen.

    Selbst in der Mittelstufe/Oberstufe tun sich die Schüler mit Mehrstimmigkeit schwer, was aber m.E. mehr eine Sache der Übung bzw. der Gewohnheit ist. In der Grundschule kann man sehr leichte zweistimmige Sachen machen; es hängt natürlich von der Lerngruppe ab.

    Einen Chor leitet man natürlich nicht einfach so. Die Chorleiterausbildung umfasst u.a. Dirigat, Partiturlesen und -spielen, Stimmbildung und Harmonielehre.

    Natürlich kann man das begabungsabhängig sich auch autodidaktisch aneignen, jedoch wollen Schulen u.U. einen Nachweis der Befähigung zur Leitung eines Chores haben. Dann kannst Du natürlich schlecht hingehen und sagen, dass Du ein wenig Keyboard spielst.

    Gruß
    Bolzbold

    @AK

    Also ein bisschen kleinlich wäre das schon.
    Spätestens seit Bastian Sick wissen wir ja, wie es um die deutsche Sprache steht. Wenn allerdings schon Sachen wie "wegen dem" erlaubt sind, dann sollte man bei "Freund von Karl" nicht zu streng sein. Allenfalls kann man das stilistisch bemängeln, grammatikalisch würde ich das durchgehen lassen.
    Solange die Kinder nicht schreiben: "Dem Karl sein Freund"...

    Ein anderer Fall wäre das, wenn die Kinder explizit den Genitiv hätten anwenden sollen - dann müsste man "x von y" anstreichen.

    Gruß
    Bolzbold

    Nele

    Nun, ich behaupte einmal, dass Sachargumente nicht greifen, weil die persönlichen Vorlieben der jeweiligen Kollegen sowie der befürchtete Aufwand bei der "Vereinheitlichung" den Ausschlag geben.
    Wann wird denn einmal fernab jeglicher persönlicher Vorlieben und Dogmen auf einer Fachkonferenz wirklich langfristig und dem Fach und den Schülern dienend diskutiert?
    Sachzwänge wie Budget und interne Verwaltung einmal außen vor gelassen...

    Gruß
    Bolzbold

    Das wirklich Paradoxe und mitunter bei eingefleischten MS-Dogmatikern ist, dass MS-Office zum einen nicht die beste verfügbare Software ist und zum anderen die Benutzeroberfläche bei OpenOffice nun wirklich sehr ähnlich ist. Somit muss man sich gar nicht so radikal umstellen - teilweise ist OpenOffice sogar leichter zu bedienen (vgl. Thread über Zeilennummern bei Word).

    Es ist fast schon erschreckend, wie man unter diesen Umständen an MS festhalten kann, zumal man die Dateien ja auch noch konvertieren kann - und die Begründung für MS dann auch noch ist "das war schon immer so". Bleibt zu hoffen, dass dieser Stillstand sich nur auf die Arbeitssoftware beschränkt.

    Ich behaupte einmal, dass das in den meisten Fällen so läuft, dass das, was der Bauer nicht kennt, auch von ihm nicht gegessen wird.
    Also ich behaupte einmal, dass kaum jemand wirklich MS-Fetischist ist, der die Programme wirklich länger und intensiver kennt. Würde mich wundern - und damit meine ich jetzt nicht Kritik auf Stammtischniveau wie "der Gates hat doch genug Geld".

    Müsste wirklich jeder (!) sich eine Originallizenz von MS zum Preis von mindestens 129 Euro (oder eben als OEM im Komplettrechner) kaufen und würde vorher OpenOffice ausprobieren, würde er/sie es sich zweimal überlegen.

    Ist nur interessant, dass bei MS-Produkten die Hemmschwelle hinsichtlich dezentral platzierter Sicherheitskopien deutlich niedriger ist als bei anderen Produkten.

    Gruß
    Bolzbold

    Fossil

    Das funktioniert ähnlich wie bei Word, nur dass Du halt die Absätze markieren kannst, bei denen die Zeilennummern angezeigt werden sollen oder nicht.

    Unter "Extras" findest Du den Button für die Zeilennummerierung, unter "Format" kannst Du bei "Absatz" angeben, wo Zeilennummern angezeigt werden sollen oder nicht. Ich habe es über die Hilfefunktion mir anzeigen lassen und dann ausprobiert. Klappt.

    Problematisch war bei Word, dass man jeden manuellen Wechsel vorher wie beschrieben eingeben musste und nicht mal eben den Absatz markieren kann und dann "Zeilennummern einfügen" klicken konnte. Wollte man eine Zeile löschen o.ä. löschte man dann häufig auch den manuellen Wechsel, wenn man nicht ständig in dem Anzeigenmodus war, in dem diese Formatierungen angezeigt werden.

    Besonders bei mehreren Abschnitten mit Zeilennummern in Verbindung mit Fußnoten gab es da Probleme, weil die Fußnoten dann auf der nächsten Seite waren etc.
    Unabhängig von der Word-Version (beginnend mit Word 6 und endend mit Office2003) war das meiner Erfahrung nach ein ziemliches Gefrickel, was bei OpenOffice nicht der Fall ist.
    Gerade, wenn man zwei Geschichtsquellen mit Annotationen auf eine oder zwei Seiten drucken will, hat es unter Word Probleme gegeben - die Abivorklausur habe ich dann unter Openoffice erstellt. Man(n) lernt ja dazu.

    Gruß
    Bolzbold

    Alle mal herhören ! ! !

    Der Bolzbold kann nicht lesen.

    Wie gut, dass wir hier im Forum einige aufmerksame Leser haben, die das bemerken und formvollendet mitteilen.

    Gruß
    Bolzbold

    Hallo Hermione!

    Wo wäre das Problem, Sport als "offizielles" Drittfach zu nehmen?
    OK, bei Dir an der Uni geht es nicht. Wenn es Dir aber wirklich wichtig ist, bestünde noch die Möglichkeit, an eine andere Uni zu wechseln.
    Du würdest regulär im Fach Sport dann eine "Erweiterungsprüfung" ablegen und bekämst nach dem Ref. (was Du bis auf wenige Bundesländer nur in zwei Fächern machen kannst) die Fakultas für Sport sozusagen "kostenlos" dazu.

    Einzige Bedingung: Du müsstest sehr wahrscheinlich für die Fakultas Sek II ganz regulär an der SpoHo studieren, d.h. Aufnahmeprüfung.

    Alternativ besteht natürlich die Möglichkeit, Sport fachfremd zu unterrichten - Deine Übungsleiterscheine etc. sind sicherlich hilfreich dafür.

    Eines muss aber klar sein: Bei der Stellenausschreibung kannst Du Dich dann nur mit Deinen beiden "vollen" Fächer bewerben. Hättest Du ein gleichberechtigtes Drittfach, d.h. Fakultas Sek II für Sport, dann wärest Du viel flexibler und sicherlich für manche Schulleiter auch attraktiver.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Xania schrieb am 27.02.2007 17:38:
    @ Bolzbold...
    Wusste der Kollege denn, dass du in die Arbeit des Schülers guckst? In der Fachschaft Englisch ist es teilweise üblich, Arbeiten auszutauschen und andere Einschätzungen einzuholen, bevor die Arbeit zurückgegeben wurde. Klausuren später ohne Wissen des Erstkorrektors einzusehen lehnen wir ab (eigentlich offiziell) Wenn du doch die Leistung des Schülers in der Klausur einschätzt (ohne die vorausgehende Unterrichtsreihe zu kennen bzw selbst durchgeführt zu haben), kommentierst du doch indirekt auch die Notengebung des Kollegen. Was hättest du denn getan, wenn du nicht auf dieselbe Note gekommen wärst?? Dann hättest der Schüler doch durch deine Einschätzung gemerkt, dass du anderer Meinung bist und dann??
    LG
    X.

    Wusste gar nicht, dass hier alles auf die Goldwaage gelegt wird.

    Gerade WEIL in mehreren Fällen zwei Kollegen eine Arbeit bewerten und sich darüber austauschen, habe ich damit weniger ein Problem. Wir sind in unserer Notengebung nicht unfehlbar und eine andere Einschätzung seitens eines Kollegen hilft mitunter den eigene Horizont kritisch zu hinterfragen.
    Ob das nun durch einen Schüler geschieht, der zum anderen Kollegen rennt oder durch mich selbst, spielt im Grunde nur eine untergeordnete Rolle.

    Wenn es im Kollegium stimmt, ist das sowieso kein Problem.

    Gruß
    Bolzbold

    Nun, ist es per se hinter Deinem Rücken, wenn ein Kollege einer Schülerin Literatur gibt? Wenn sie ihn danach gefragt hat?

    Ich wäre sicherlich auch nicht begeistert, wenn ein Kollege sich sozusagen "aufdrängen" würde. Das würde ich aber in einem Gespräch sofort klären und dann wäre die Sache erledigt.

    Geht es Dir ums Prinzip "hinter Deinem Rücken" oder geht es Dir um die "Tat an sich"?

    Gruß
    Bolzbold

    Xania

    Unter moralischen Gesichtspunkten magst Du Recht haben.
    De facto kannst Du aber bei keinem Schüler überprüfen, wie selbstständig er/sie die Literatur recherchiert hat. Das kann somit auch nur bedingt in die Note einfließen. Viel wichtiger ist doch das, was der Schüler aus der Literatur herausholt.
    An der Uni suchen wir uns auch nicht immer unsere Literatur selber sondern lassen uns ggf. von Profs etwas empfehlen, ausleihen etc.

    Wir sollten mal in dem Punkt nicht päpstlicher als der Papst sein.

    Was den Kollegen angeht, so sprich mit ihm und sag ihm, dass Du das nicht OK gefunden hast.

    Nochmal: Andere Schüler haben vielleicht ähnliche "Kontakte" - nur weißt Du es nicht...

    Gruß
    Bolzbold

    Hallo Xania!

    Was für eine Art von Hilfe erwartest Du von uns?

    Ich betreue gerade auch neun Facharbeiten in Englisch und kann Dir nur soviel sagen:

    - es ist richtig, dass die Schüler sich die Sekundärliteratur selbst beschaffen sollen.
    - ich habe meinen Schülern die Digitale Bibliothek NRW empfohlen, weil man da eine Menge findet und auch per Fernleihe bestellen kann.
    - wenn ein Schüler zu einem Kollegen geht und nach einem bestimmten, von ihm selbst recherchierten Titel fragt, finde ich das OK. Wieso zur Bibliothek laufen, wenn der Kollege das Buch auch hat.
    - was ich nicht OK fände, wäre, wenn der Kollege seine Literatur dem Schüler quasi "aufdrängen" würde.

    Was in Deinem Posting nicht klar wird, ist, ob die Schülerin die entsprechenden Titel selbst recherchiert hat und dann den Kollegen nach dem konkreten Titel gefragt hat, oder ob der Kollege "eigenmächtig" die Literatur herausgesucht und übergeben hat.
    Im ersteren Fall würde ich mich nicht darüber aufregen.
    Da würde ich einfach einmal den Kollegen ansprechen und nachfragen.
    Theoretisch könnte sich die Schülerin auch an eine Freundin wenden, deren Mutter Bibliothekarin ist. Was ich damit sagen will? => Du kannst nie wirklich sicher sein, ob und wie sich ein Schüler seine Sekundärliteratur beschafft hat.

    Ruhig Blut.
    Die Literatur alleine sorgt noch für keine gute Facharbeit.

    Gruß
    Bolzbold

    @row

    Ich definiere Manipulation für mich als etwas Negatives - nicht zum Wohle der Schüler.

    Unbemerkt führen ist zumindest zum Wohle der Schüler gedacht. Daher rede ich in diesem Falle nicht von Manipulation.

    Und ja, ich habe Deine ersten Beiträge dazu gelesen. Dennoch überzeugt mich Deine Vorgehensweise in einer solchen Situation nicht.

    Gruß
    Bolzbold

    row-k

    Mir erschließt sich nicht, wieso ein ruhiger Schüler plötzlich mehr sagt, nur weil er ein "Negatividol" vor die Nase gesetzt bekommt. Ich würde das nicht Psychologie sondern Manipulation nennen.

    Mir erschließt sich noch weniger, dass der Kasper von Dir die Wirkung seines angeblichen Verhaltens auf seine Mitschüler gespiegelt bekommt und nicht von den Mitschülern. Auch das ist Manipulation und nicht Psychologie.

    Allenfalls wäre Manipulation die fiese Form von verdeckter Psychologie. Aber davon distanziere ich mich als Pädagoge nachhaltig.

    Ferner wird davon ausgegangen, dass ruhige Schüler in jedem Fall durch innerschulisches Handeln zu "Mehrsagern" werden. Das glaube ich nicht. Wenn "Stillsein" eine Frage der Persönlichkeit ist oder die häuslichen Faktoren prägender sind, dann müssen die Ursachen auch zu Hause beseitigt werden.

    Row, Deine These ist in der Tat zu eindimensional gedacht, weil sie die mannigfaltigen Faktoren drumherum nicht berücksichtigt, ja sogar bewusst ignoriert.

    Es stellt sich jetzt die Frage, ob wenn einer sagt, dass die Welt eine Scheibe ist, die 100 anderen damit automatisch blöd sind, weil sie es nicht erkennen wollen und schlichtweg sich von ihrem Wissen, dass die Erde eine Kugel ist, blenden lassen, oder ob der Einzelne vielleicht doch irrt.

    Gruß
    Bolzbold

    P.S. Welches Kind wäre nicht unangenehm berührt, verunsichert, verletzt oder würde sich gedemütigt fühlen, wenn es erführe, dass der Lehrer mit einem anderen Kind über es spricht?

    Ganz einfaches Beispiel:

    Anstatt die Grammatik explizit abzufragen könnten die Schüler eigene Sätze mit der grammatischen Struktur entwerfen - das Thema müsste dann natürlich vorgegeben sein.
    Das Schreiben von Geschichten zu entsprechenden Bilderfolgen wäre auch eine Möglichkeit.

    Zu offenen, halboffenen und geschlossenen Aufgabentypen und deren Implementierung bei der Konzeption von Klassenarbeiten gibt es bei den gängigen Schulbuchverlagen aber auch Material.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    MYlonith schrieb am 13.02.2007 17:34:
    Politiker, tut was!

    Tun wir doch

    Wir denken immerhin bis zur nächsten Legislaturperiode,
    wir sind Meister der Täuschung und medienwirksamer Außendarstellung,
    wir tun alles für unseren Selbsterhalt...

    Gruß
    Bolzbold

    alias und mylonith

    Es geht mir gar nicht ums Englisch.
    Es geht mir um diese plumpe Anrede. Habt IHR Eure Lehrer mit dem Vornamen angeredet?
    Ich denke, Ihr seht das sicherlich ähnlich, dass Ihr in der Schule von den Schülern nicht so angeredet werdet bzw. werden wollt. Wieso dann in einer Email?
    Deshalb will ich ja auch keine explizite disziplinarische Strafe sondern eben ein Referat zum Thema Netiquette - davon hat der Schüler etwas und die Klasse auch.
    Ferner denke ich, dass man gerade in solchen Fällen auch klare Grenzen setzen muss, weil die Schüler sonst irgendwann denken, sie können es mit einem machen.

    Gruß
    Bolzbold

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