Beiträge von Bolzbold

    Zitat

    Aktenklammer schrieb am 23.07.2005 12:47:
    Ich exerpiere gerade als Vorbereitung für das Kolloqium. Ein Thema ist auch Konstruktivismus. Im Seminar ist mal die Frage angeklungen, inwieweit sich Konstruktivismus und Fremdsprachenunterricht vereinen lassen, da die Schüler sich die Regeln ja nicht selber konstruieren können. Nun kriege ich das für mich aber nicht so richtig "auf die Reihe" ... wie seht ihr das, inwieweit lässt sich der Konstruktivismus mit dem FU vereinbaren?

    Gehst Du hier nicht von einem falschen Verständnis von Konstruktivismus aus bzw. legst es zu eng aus?

    Konstruktivismus meint doch, dass Wissen konstruiert wird - und der Grammatikunterricht im FU läuft mitunter ja auch so, dass die Schüler eine neue grammatische Struktur kennenlernen, deren Regel sie im Verlauf der Stunde konstruieren müssen. Natürlich können die Schüler das - vor allem auf der beschreibenden Ebene.
    Viele Englischlehrwerke (English G 2000 z.B.) bauen darauf, dass die Schüler eine neue Struktur aus einem Text heraussuchen sollen und dann deren Funktion bzw. deren Regel (re)-konstruieren sollen.
    Dadurch reflektieren die Schüler die Sprache selbständig und konstruieren mit den von ihnen selbst formulierten Regeln ihr Wissen über die entsprechende grammatische Struktur.

    Zur weiteren Lektüre empfehle ich Timm "Englisch lernen und lehren" sowie beispielsweise W. Peterßen "Lehrbuch Allgemeine Didaktik", aber auch Rüschoff/Wolff "Fremdsprachenlernen in der Wissensgesellschaft".

    Gruß
    Bolzbold

    Viele Klavierhäuser bieten Mietkauf bzw. eine günstige Finanzierung von Klavieren an. Was die Entscheidung für oder gegen ein sogenanntes E-Piano angeht, so ist es in der Tat so, dass das Anschlagsgefühl an einem rein mechanischen Instrument schon anders ist und ein elektronisches Instrument dem mechanischen nie ganz gleich sein wird.
    Wenn Dein Kind langfrisitg einmal eine "solide" Klavierausbildung erhalten soll, dann würde ich auch zu einem mechanischen Instrument raten.
    Ich selbst bin Musiklehrer und habe ein Kawai MP 9000 (E-Piano) bei mir stehen. Es hat eine Hammermechanik und Holztasten, doch beispielsweise bei den Pedalen gibt es aufgrund der rein digitalen Übertragung nur ein "Pedal gedrückt" und ein "Pedal nicht gedrückt" - bei einem mechanischen Instrument kann man das dosieren. Ein mechanisches Instrument verzeiht darüber hinaus kleinere Ungenauigkeiten beim Anschlag (beim spielen von zwei Tönen wird das deutlich). Ein digitales Instrument ist da sehr penibel, weil entweder fließt Strom oder eben nicht (wenngleich es auch eine Anschlagsdynamik gibt). Daher muss man bei einem E-Piano schon zwei Töne exakt gleichzeitig spielen bzw. die Tasten drücken, damit die Töne nicht Bruchteile von Sekunden nacheinander erklingen und somit "klappern". Das alles ist bei einem mechanischen Instrument nicht ganz so wild, wenngleich es natürlich auch vorkommt. (Hammer trifft die Saite oder eben nicht).

    Ich empfehle daher auch ein mechanisches Instrument.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Enja schrieb am 21.07.2005 12:22:
    Erziehung und Unterstützung der Kinder halte ich in solchen Fällen für deutlich einfacher als Einfluss auf die Eltern.
    Grüße Enja

    Ich stimme Dir grundsätzlich in Bezug auf die Unterstützung der Kinder zu. Diese Unterstützung verpufft aber in vielen Fällen, wenn die Eltern durch ihr Verhalten diese Maßnahmen bewusst oder unbewusst torpedieren.
    Thema Disziplin: Wie bzw. warum sollte ein Kind bei aller Untetstützung seitens der Lehrer in der Schule dies lernen bzw. beherrschen, wenn es zu Hause sieht, dass die Eltern auch ohne Disziplin klarkommen?
    Leider sind es immer noch die Eltern, die ihre Kinder nachhaltig prägen und den größten Einfluss auf sie haben. Falls es nicht gelingt, die Eltern positiv zu beeinflussen, so sollte man dann wenigstens Störmaneuver seitens der Eltern verhindern.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    oh-ein-papa schrieb am 21.07.2005 11:56:
    Na dann möchte ich noch dieses bissigen Artikel über "Das wahre Elend der Unterschicht" beisteuern:
    http://www.stern.de/politik/deutschland/index.html?id=533666

    Grüße,
    Martin


    Krasser Bericht!

    Die Pisa Studie sagt ja im Grunde nichts anderes, nämlich dass es einen Zusammenhang zwischen Bildungschancen/-erfolg und sozialer Herkunft gibt.

    Das heißt aber auch, dass man als "normaler Bürger" im Grunde kein schlechtes Gewissen haben muss bzw. sich einreden lassen muss, nur weil man mehr Geld hat.

    Somit gilt also wieder die alte Weisheit, dass man bei den Eltern anfangen muss, um die Kinder langfristig zu fördern. Es ist aus der Sicht eines Kindes ja auch schwer nachzuvollziehen, warum es sich jetzt anstrengen soll, benehmen soll, Ehrgeiz und Durchhaltevermögen zeigen soll, wenn die Eltern genau das Gegenteil vorleben.

    Krass gesprochen müsste man also die Eltern zuerst "erziehen", um dann die Kinder zu erreichen.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    the-unknown-teacher-man schrieb am 19.07.2005 22:31:
    hallo,
    das ist ja schon mal eine erfreuliche Resonanz.

    einen konkreten Termin können wir erst ausmachen, wenn die gute Seele der Forentreffen aus dem Urlaub zurückgekehrt ist ... ich bin nur der unwürdige Vertretungs-Schreiberling ;)

    mfg
    der unbekannte Lehrer


    Ja, und das dürfte im Falle Birgits in ca. 10 Tagen der Fall sein. Also ich werde auf alle Fälle kommen - das lasse ich mir nicht entgehen!

    Gruß
    Bolzbold

    Och Bine...

    Es ging darum, dass ich in Düsseldorf diese "Strandbar" kenne. Von einer solchen in Do hatte ich bis dato noch nicht gehört.

    Gruß
    BoLzbold

    Und ja, Du hast Recht, wer Lesen kann ist klar im Vorteil - vor allem bei Namen...

    Zitat

    Referendarin schrieb am 19.07.2005 00:19:
    Habe eben das hier gefunden (bis Freitag kann man sich wohl in NRW auf die neuen Lehrerstellen bewerben):
    Laaaanger Link


    Dann haben die das aber bei Leo nicht aktualisiert. Da sind nach wie vor nur 17 Stellen ausgeschrieben.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Sunrise1408 schrieb am 18.07.2005 22:30:
    Hi Süßer!

    Ich denke schon, dass sie von DO redet, die in D ist ja nun nicht wirklich mehr neu!

    LG Sunny!

    Hi Süße!

    Ja, stimmt, jetzt wo Du es sagst. Naja, ich lass mich überraschen!

    Gruß
    Bolzi

    Zitat

    bine schrieb am 18.07.2005 18:41:
    Kleiner Tipp, in Dortmund gibts seit kurzem ne Strandbar!
    Ziemlich zentral direkt am Hafen. Ich war zwar noch nicht da, aber habs schon ein paarmal beim Vorbeifahren gesehen. Macht einen netten Eindruck.

    Viel Spaß bei Eurem Treffen.

    bine

    Reden wir von Dortmund oder Düsseldorf?

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    Tina_NE schrieb am 17.07.2005 13:31:
    tja...ich werde leider aus den bekannten Gründen nicht kommen können...Euch wünsch ich viel Spass ;)

    LG

    Tina

    Hallo Tina!

    Dass Du nicht selbst Auto fahren darfst, kann ich ja verstehen. Falls Dir Dein Arzt nicht verbietet, Dich generell in ein Auto zu setzen, könnten wir ja mit meinem Auto fahren. Ist ja von mir aus kein wirklicher Umweg mehr.

    Gruß
    Bolzbold

    Also ich wäre auf alle Fälle wieder mit von der Partie. Auch wenn wir beim letzten Mal in Dortmund nur zu dritt waren, so war es doch sehr lustig mit den beiden Mädels (Birgit und Sunny). Wenn der Spaßfaktor exponenziell mit der steigenden Anzahl der Teilnehmer wächst, habe ich nach dem nächsten Treffen bestimmt einen heftigen Bauchmuskelkrampf vom Lachen.

    Gruß
    Bolzbold

    Zitat

    draken schrieb am 03.07.2005 16:48:
    Hallo,

    also ich kann nur sagen dass das Behandeln von Regionen und Ländern im Englischunterricht extrem langweilig ist. Die Geschichte Irlands nteressiert sowieso kaum jemanden, und auf englisch bekommen viele sowieso nur die Hälfte mit. Ich denk eher das gehört in den Erdkunde-Unterricht.
    Dieser ganze History-Kram ist sowieso nervig, warum kann man im Englisch-Unterricht nicht aktuelle Themen behandeln? Schliesslich wird jeder, der mal nach England oder in die Staaten geht, wohl kaum was über die Sklaverei oder die Geschichte Irlands wissen müssen. Das Verstehen von Amerikanern im Gespräch (oft recht schwer) wäre z.B. viel sinnvoller. Was bringt einem das beste formal English, wenn man seinen Gegenüber nicht versteht?

    Englisch könnte man wirklich modern gestalten und nicht so altmodisch wie es z.Zt. ist, dafür haben wir doch Geschichte ;)

    Das ist einerseits ein berechtigter Einwand, andererseits ist ein Ziel des Englischunterrichts auch die Thematisierung der englischen Geschichte sowie politsicher, sozialer und anderer Probleme. Irland wäre da nur ein Beispiel. Ferner sollen grundsätzlich die Bezugskulturen (GB, USA, AUS, NZ, IND etc). miteinbezogen werden.

    Ständig über aktuelle Probleme zu sprechen wird über die Dauer von sechs bzw. irgendwann in NRW insgesamt 10 Jahren Englischunterricht mindestens genauso öde werden - vorausgesetzt man findet geeignete Themen.

    Selbst WENN man mal aktuelle Themen aufgreift, fängt die Hälfte der Schüler an zu stöhnen. Insofern kann man es ohnehin kaum jemandem Recht machen.

    Was WÄREN denn die Themen, die Du behandeln möchtest?

    Gruß
    Bolzbold

    Also ich habe weder Gewalt an meiner Schule gesehen oder selbst erfahren. Möglicherweise liegt das aber auch daran, dass ich in der Eifel in einem goldenen Käfig groß wurde.

    Derzeit gibt es an der zweiten Schule, wo ich (noch) unterrichte, eine 12er Schülerin, mit der ich mir immer verbale Wortgefechte liefere (alles auf Humorebene) und sie dann, wenn sie keinen Konter weiß, ausholt und zuhaut - auch ich habe damit schon Bekanntschaft gemacht. Allerdings "schlägt" sie in dem Sinne nicht - das ganze kann noch als freundschaftlich gesehen werden. Ich revanchiere mich mittlerweile mit der Androhung eines Pieksers in die Seite, weil sie furchtbar kitzelig zu sein scheint. (Keine Sorge, ich behalte meine Finger stets bei mir!). Natürlich kann ich jetzt völlig zugespitzt behaupten "eine Schülerin von mir 'schlägt' mich"...

    Also ich habe am Anfang meines Ref eine Kollegin gehabt, der ich erzählt habe, wo ich im Ausbildungsunterricht sei. Als ich ihr sagte, ich sei bei dem Kollegen P. meinte sie "oh ja, gehen sie mal da ruhig hin. Da lernen sie, wie es NICHT geht."

    Ich habe in dem Moment bewusst nichts dazu gesagt und der Kollegin auch gezeigt, dass ich darauf nichts zu erwidern habe.

    Grundsätzlich habe ich mich aus allen Lästereien der Kollegen ganz bewusst rausgehalten und, wenn man mich angesprochen hat, nur gefragt, was ich denn nach der Meinung der Kollegen jetzt sagen solle. Hat wunderbar funktioniert.

    Im Grunde sollte man hier stets nach der Devise vorgehen: Wenn ich nicht will, dass über mich gelästert wird, sollte ich auch nicht über andere lästern.

    Damit fährt man immer noch am entspanntesten.

    Manchmal erfüllen die Kollegen aber auch das Klischee der frustrierten Lehrer, die an nichts mehr Spaß haben außer über Schüler oder Kollegen zu lästern. Also so möchte ich nicht enden.

    Gruß
    Bolzi

    schlauby

    Es geht bei mir ja so gesehen reibungslos weiter. Von der Vertretungsstelle direkt zur vollen Planstelle. Problem ist halt, dass die Sommerferien nicht bezahlt werden. Und jetzt noch für die sechs Wochen ALG II zu beantragen (kriege ich das überhaupt???), ist wohl etwas zu spät.

    Ich werde mir einen Job suchen müssen für die Ferien. Sechs Wochen Ferien brauche ich ja auch nicht, um mich zu erholen.
    Vielleicht suchen die namhaften Nachhilfeinstitute ja Leute für Feriencrashkurse...

    Hallo Leute!

    Mich würde mal interessieren, wie Ihr Eure Finanzen so im Griff habt. Bin ich der einzige, der das nicht so wirklich gebacken bekommt?

    Folgende Situation:

    Habe derzeit eine volle BAT 2a Vertretungsstelle bis zu den Sommerferien.

    Ab dem neuen Schuljahr habe ich dann eine volle A13.

    Die sechs Wochen Ferien bekomme ich natürlich nicht bezahlt und habe enorme Kosten wegen Umzug, einem Monat doppelt Miete zahlen plus eben die laufenden Kosten.

    Werde wohl dann im August an die 5 Riesen Miese haben - meine Bank ist zwar (noch) kulant, aber irgendwann werden die sicherlich auch mal sagen, dass das Ende der Fahnenstange erreicht ist.

    Habt Ihr so etwas ähnliches auch schon erlebt bzw. wie habt Ihr euch aus dem Sumpf der roten Zahlen rausgezogen?

    Meine erste Idee ist natürlich in den Ferien arbeiten zu gehen - wo auch immer. Problem wäre dann je nach Einkommen nur die Fehlende Lohnsteuerkarte, weil die noch bei der LBV in Düsseldorf ist.

    Und jetzt? ?(

    Gruß
    Bolzbold

    Hallo Leute!

    Ich habe da mal eine Frage:

    Zum neuen Schuljahr fange ich wie einige wissen an einem Gymnasium in ********** (NRW) mit einer vollen Planstelle an. Werde ich nun rückwirkend zum 01. August verbeamtet oder erst mit Wirkung zum 22. August?

    Das wäre insofern wichtig zu wissen, wegen Versicherung etc. und meiner Hausbank - da ich ja in den sechs Wochen Ferien wohl kein Geld verdienen werde.

    Danke im Voraus!

    Gruß
    Bolzbold

    Hallo Tina!

    Also bei uns haben auch einige Leute ständig gefehlt - aber irgendwie hatte ich nicht den Eindruck, dass das Konsequenzen hatte. Außerdem ist das bei Dir mit der geschossenen Hexe wohl noch etwas anderes. Das sollten die auch eigentlich wissen. Mach Dich nicht verrückt - die wollen sich nur wichtig tun.

    Gruß
    Bolzi

Werbung