Zitat
gemo schrieb am 30.05.2005 16:36:
Bolzbold,
ich halte in der Tat die innere Haltung für die gleiche.
Und es ist meine große Befürchtung, dass es aufgrund dieser "blinden Gehorsams-Haltung" unter entsprechenden Regimen wieder zu den gleichen Handlungen kommen kann oder sogar kommen wird.
Und hier mein lieber Gemo irrst Du. Die demokratische Tradition hat sich in Deutschlad mittlerweile so tief verwurzelt, dass derartige Regime hier keinen Fuß mehr fassen können. Desweiteren tut die politische Aufklärung und das intensive Befassen mit der Vergangenheit sein Übriges, um derartiges zu verhindern.
Ich denke, viele Lehrer, die nur Dienst nach Vorschrift tun, würden sich vehement gegen den Vorwurf wehren, sie hätten womöglich die Nazis möglich gemacht oder sogar unterstützt, wenn sie zu der Zeit gelebt hätten.
Zitat
Ich schätze unpädagogisch schlechte Benotung im Klassenschnitt 4-5, wie hier geschildert, als "seelisch brutal" gegenüber Kindern ein.
Einmal "brutal" = "immer brutal" ???
So, und hier frage ich Dich, wann eine Note denn pädagogisch bzw. unpädagogisch ist. Die Grenzen sind hier nicht klar definiert. Nehmen wir mal den umgekehrten Grenzfall: Ein Vollblutpädagoge, der sich einen Teufel um die Vorschriften schert, wird im Zweifelsfall langfristig mit disziplinarischen Konsequenzen zu rechnen haben.
Ebensowenig wäre der sture Beamte zu tolerieren, der nur die RL und die BASS und sonstige Regularien als Maßstab nimmt.
Das ist der klassische Fall von verkrustetem Beamtentum, welches sich nicht immer mit der modernen Pädagogik vereinbaren lässt. Der Balanceakt ist schwierig wenngleich nicht unmöglich.
Gruß
Bolzbold