Beiträge von Bolzbold

    In unserem Fall geht es um eine seltene Erkrankung und einen Facharzt genau dafür. Der nächste freie Termin wäre Ende Juni gewesen. Es widerspricht meinem Verständnis von der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, dass man hier auf die Gnade des Stundenplanmachers angewiesen ist.

    Also halten wir einmal fest, dass Du ja nun ausgeplant wurdest und den Termin wahrnehmen konntest. Damit warst Du weder auf die Gnade des Stundenplanmachers angewiesen, noch wurde hier das von Dir angeführte "Gebot" verletzt.

    Wie soll das Kind denn dann zum Facharzt kommen?

    Vorweg: Ich habe selbst drei Kinder und kenne solche Probleme.

    Gleichwohl ist die Frage, wie das Kind zum Facharzt kommt, aber tatsächlich erst einmal Dein privates Problem. Wenn es partout keine Nachmittagstermine gibt und man auf den Vormittag muss, dann ist man auf das Entgegenkommen der Schule angewiesen. Einen Anspruch darauf hat man aber nicht.

    Dir Vollständigkeit halber: 20 Krankheitstage insgesamt, also Kinderkrankeitstage und eigene Erkrankung bzw in Folge eines Unfalls.

    Danke, dann hatte ich das falsch gelesen. Es sind dennoch vier Unterrichtswochen mit bei Vollzeittätigkeit über 100 Stunden die dann wahlweise vertreten werden mussten oder ausgefallen sind.

    Letztlich wirst Du irgendwie die Situation mit dem stv. SL bereinigen müssen. Wenn er nicht auf Dich zukommt, kannst Du von Dir aus das Gespräch suchen. Wenn Du das Gespräch mit dem Ziel einer konstruktiven, zukünftig tragfähigen Lösung für diese Fälle führst, dann sollte sich das an sich klären lassen.

    Das ist nachvollziehbar und es ist menschlich, auch mal im Ton danebenzuliegen.

    Trotzdem finde ich durchaus, dass es eine Frage der Professionalität ist, den Vorschlag kurz, aber dankend und freundlich abzulehnen: "Danke fürs Mitdenken, aber ich habe bereits eine Lösung. Alles Gute für die Untersuchung von deinem Kind."

    Das ist nun wirklich nicht zu viel verlangt.

    Und wenn der stv. SL einfach nur einen schlechten Tag, einen schlechten Moment oder sonstwas gehabt hat, was ja durchauch auch okay ist, ist es umso wichtiger, dass jetzt im Nachgang, wenn sich die Gemüter abgekühlt haben, kurz darüber gesprochen wird, warum es zu diesem Konflikt gekommen ist.

    Das steht ja außer Frage. Gleichwohl wissen wir natürlich nicht, wie die weitere Vorgeschichte ist. Es wäre sicherlich professionell, wenn der stv. SL auf den TE zuginge und das Ganze klären würde.

    Am Rande:

    20 Kinderkranktage sind effektiv vier Schulwochen, in denen der TE gefehlt hat, ggf. zuzüglich eigener Erkrankungen.

    Isoliert betrachtet ist das alles verständlich und weder moralisch noch rechtlich zu beanstanden. Je nach Situation an der Schule ist ein Ausfall in dieser Höhe eine Hausnummer - er dürfte ja sicherlich nicht der einzige Kollege mit Kinderkrankheitstagen sein. Eine zufällige Häufung von Erkrankungen und Befreiungen aufgrund erkrankter Kinder kann eine Schule personaltechnisch schon in die Knie zwingen.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass Mehrarbeitsstunden absichtlich falsch berechnet wurden und dass das Recht auf einen freien Tag ignoriert wurde. Falls es dieses Recht geben sollte, ist es gut versteckt, denn ich habe es nicht expressis verbis gefunden.

    Warum sollte eine Schulleitung geltendes Recht bzw. geltende Verordnungen brechen? Damit macht sie sich selbst in erheblichem Maße angreifbar. Es mag solche Typen geben, die sich unangreifbar wähnen und so agieren, dass sich niemand traut, einmal nachzuschauen oder sich an höherer Stelle zu beschweren. Dann gilt aber, dass eine SL immer so weit gehen kann, wie ein Kollegium sie lässt.

    Isoliert kann ich verstehen, dass Dich die Situation belastet. Gleichwohl ist es schwierig, aus der Ferne das Verhalten des stv. SL zu bewerten. Auf der Basis Deiner Schilderungen müssten Dir jetzt alle beispringen und Dir sagen, wie doof der stv. SL war. Das mag emotional zunächst beruhigen, führt aber in der konkreten Situation nicht weiter, zumal wir nicht dabei waren und den Tonfall nicht beurteilen können.

    Wenn ich als Vertretungsplaner einen Kollegen in einer angespannten Personalsituation ausplane, wie er es gewünscht hat, und er dann mit Vorschlägen ankommt, was man noch machen könnte, dann mag das von Dir nett gemeint gewesen sein, gleichwohl gibt es Situationen, in denen ich dann mich nicht auch noch mit dieser oder jener Idee auseinandersetzen wollte. Es kann also durchaus sein, dass Du ihn auf dem falschen Fuß erwischt hast.

    Was möchtest Du konkret? Eine Entschuldigung? Dass der stv. SL durch seinen SL oder die Schulaufsicht Ärger bekommt? Und wie stellst Du Dir mittelfristig Deine Zukunft an Deiner Schule (mit Deinem stv. SL) vor?

    Also an meiner alten Schule war der Gesamtetat deutlich über 20.000 Euro - und das bereits vor zehn Jahren.

    Man musste unbedingt die "Kult"-Location vor Ort buchen, die alleine bei der Saalmiete schon fünfstellige Preise hatte. Die Stufe war um die 100 SuS' groß, man sammelte 250 Euro pro Nase ein und hat auch noch für zusätzliche Ballkarten ordentlich Geld haben wollen. Und wir reden hier nicht über einen Nobelvorort einer Großstadt.

    Vielen Dank, habe den Nebensatz gerade direkt gespeichert. Ich bin nämlich auch in der Rolle des (neu einsteigenden bzw. verantwortlich übernehmenden) Stundenplaners, der sich mit sehr spezifischen Wünschen bzw. fast eher Forderungen konfrontiert sieht.

    Ich bin wirklich nicht auf Konflikt aus, der einige meiner KollegInnen brauchen mal nen Realitätscheck.

    Oft reicht eine freundliche, aber eben auch klare Kommunikation. Du brauchst ja nicht die Zustimmung der betroffenen KollegInnen, gleichwohl habe ich die Erfahrung gemacht, dass, wenn man sich die Mühe macht, die jeweilige Konstellation zu erläutern, die KollegInnen auch eher bereit sind, mal die eine oder andere Kröte zu schlucken - gerade, wenn klar ist, dass das keine Willkür ist.
    Den "Erwartungshorizont" der KollegInnen ein bisschen geradezurücken, kann aber in der Tat auch nicht schaden.

    Die Auseinandersetzung mit dem PR und dem Dezernenten, wenn man einem Elternteil mit 12 Stunden gegen seinen Willen 3 x 1. Stunde aufs Auge drückt, dürfte dann aber lustig werden.

    Wieso sollte es da zu Auseinandersetzungen kommen?

    Der Unterrichtsbeginn ist erlassgemäß zwischen 7.30 und 8.30 Uhr. Daraus ergeben sich je nach Schule auch die Anfangszeiten und die Zeit, zu der man vor Ort sein muss.

    Handfeste Gründe für einen späteren Einsatz als in der ersten Stunde sehe ich beispielsweise in der Zuweisung eines Kindergartenplatzes, wo selbiger Kindergarten erst um 7.30 öffnet und man verkehrstechnisch nicht um 8.00 mit seinem Unterricht anfangen kann.


    Ich empfehle, hier den Dialog zu suchen, denn auf der Basis der ADO und des verlinkten Erlasses wird das sonst schwierig.
    BASS 2024/2025 - 12-63 Nr. 3 Unterrichtsbeginn, Verteilung der Wochenstunden, Fünf-Tage-Woche, Klassenarbeiten und Hausaufgaben an allgemeinbildenden Schulen

    Ich habe mit ca. 12 Jahren mal angefangen Arabisch zu lernen. Wenn man das nicht regelmäßig und konsequent macht, führt das zu nichts. Beim Arabischen kommt erschwerend hinzu, dass wir ein völlig anderes Schriftsystem haben und eine mitunter völlig andere Grammatik.

    Wenn Du Zeit und Ehrgeiz hast, das zu lernen, dann nur zu. Ich könnte mir aber vorstellen, dass ausgehend von einem Lernertempo wie in der Mittelstufe, man durchaus drei bis vier Jahre braucht, bis man da halbwegs flüssig ist - und da sind dann die vielen Dialekte, die von der West-Sahara über Ägypten, den Irak und die arabische Halbinsel gesprochen werden, noch gar nicht berücksichtigt.

    Und trotzdem bin ich froh um solche Hohlstunden. Hatte schon Tage mit 8 Stunden durchgängig, das ist weitaus anstrengender. Hohlstunden brauche ich und nutze ich gerne für Vor- und Nachbereitung. Insbesondere wenn ich Labor habe.

    Das ist bei jedem/jeder KollegIn anders, wie ich als verantwortlicher Stundenplaner feststellen muss.

    Kompakte Pläne sind einerseits etwas feines, bieten aber wenig "Ausruhphasen", löchrige Pläne bieten Ausruhphasen, führen aber zu einer höheren Anwesenheitszeit in der Schule.
    Löchrige(re) Pläne sorgen gleichwohl für mehr Vertretungsreserve, so dass im Bedarfsfall das Ganze nicht regelmäßig an einigen wenigen Personen hängenbleibt.

    Betrachtet man das Ganze einmal andersherum, dann ist das Bestehen der Probezeit und die anschließende Verbeamtung auf Lebenszeit der Regelfall. Es gibt vereinzelte Ausnahmen, bei denen das anders ist.
    Die Urkunde mag psychologisch mehr Gewissheit bringen, aber diese Befürchtung, dass man auf den letzten Metern noch straucheln und disqualifiziert werden könnte, ist wirklich völlig unbegründet.

    Nebenbei: Bei Dienstjubiläen kam es in der Vergangenheit vor, dass diese mit erheblicher Verzögerung (teils ein bis zwei Jahre!) von der BR bearbeitet wurden.

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