Beiträge von Bolzbold

    In der Regel macht das nicht die BR, weil für die Grundschulen die Schulämter zuständig sind. Da wird in der Regel keiner zu verpflichtet sondern es muss sich ein Schulleitungsteam aus dem Kollegium bilden und von einer Nachbarschule wird dann SL oder sSL für die wichtigen Unterschriften kommissarisch benannt.

    Oh, da habe ich aber auch schon aus erster Hand Erfahrungsberichte drüber bekommen, die beileibe nicht besser sind...

    Das betonst du ja nun mehrfach. Offenbar lohnt es aber doch, denn der TE bekommt wiederholt Zuspruch von anderen.

    Zuspruch wegen der vermeintlichen Gängelung - ja.
    Dann kommt die unproduktive Diskussion über Zuspätkommen, wo sich alle einig sind, dass das nicht geht.

    Mir ist nicht so ganz klar, wie sich Schulleitung nun verhalten soll, damit

    a) die Zuspätkommenden ihr Fehlverhalten abstellen, weil das ja nach der hier geäußerten Ansicht nicht ginge, und

    b) dies und das Monieren einer in meinen Augen objektiv unzureichenden logistischen Vorbereitung der Vorabiturklausur nicht als Gängelung empfunden wird, weil dann ja KollegInnen sich womöglich vier Wochen krankschreiben lassen könnten. (Letzteres bewusst überspitzt von mir formuliert.)

    Wenn ich es richtig verstanden habe, hat die Schulleitung im Ausgangspost ala erstes gerade keine Meldung an die übergeordnete Behörde geplant, sondern ein Gespräch mit der betroffenen Lehrkraft.

    Wenn die Verspätungen aus gesundheitlichen Einschränkungen resultieren, sollten diese seitens der Lehrkraft spätestens in diesem Gespräch angesprochen werden.

    Es kann doch niemand ernsthaft erwarten, dass eine Schulleitung so etwas errät. Und niemand wünschen, dass sie nur aufgrund von Vermutungen agiert Ein Gespräch zu initiieren, finde ich sehr passend.

    Ein Großteil der Diskussion geht am eigentlichen Anliegen vorbei.

    Wenn ich mich als Schulleitung nicht komplett vom Kollegium entkopple, bekomme ich eine Menge Dinge mit und kann dann beispielsweise auch KollegInnen mit gesundheitlichen Einschränkungen gezielt ansprechen und fragen, welche Unterstützung sie benötigen oder ggf. direkt konkrete Angebote machen. (Und nein, man fällt selbstredend nicht mit der Tür ins Haus sondern initiiert das Gespräch entsprechend behutsam...)

    Was für eine ekelhafte Arbeitseinstellung ist es eigentlich, zu spät zu kommen und dann bei einer Ansprache dazu sich krankschreiben zu lassen? Als Kollege würde ich da wenig Verständnis für aufbringen.

    Das sieht der/die KollegIn, der/die so handelt ja nicht so. Aus seiner/ihrer Sicht gibt es eine Rechtfertigung für die Verspätung (äußere Umstände, berechtigte Renitenz aufgrund von Frustration etc.). Wenn dann die böse Schulleitung ankommt und einem auf die Füße tritt, wird eben trotzig reagiert. Das sind KollegInnen, die schon vor einiger Zeit "verlorengegangen" sind.

    Zur Ergänzung noch das, was Herr Baals, Abteilungsleiter 2 des MSB ausführt:

    Künftig gebe es für die KonrektorInnen im Primarbereich A13Z und für die Schulleitungen A14. Man könne über den konkreten Abstand zwischen den Besoldungsgruppen diskutieren, aber es sei falsch, diesen in Abrede zu stellen. Das Abstandsgebot sei also mit der Überleitung aller A12-Stellen nach A13 nicht aufgehoben. (Zum Vergleich: An Realschulen bekommen KonrektorInnen A14(Z) und Schulleitungen A15, an Hauptschulen A13(Z) und A14.)

    Das ist eine "interessante" Auffassung, die mit Sicherheit viele KollegInnen dazu ermuntern wird, KonrektorInnenpositionen anzustreben.
    (OK, das ist am Gymnasium so gesehen Jammern auf hohem Niveau, aber von A15 zu A15Z ist es auch nicht sooo weit...)

    Ja, das ist der interessante Punkt: wie könnte das anders geschehen? Ich glaube auch nicht, dass die Tatsache angezweifelt wird, aber so wie mit Kollegen umgegangen wird, geht es nicht. Ständig kontrolliert, ständig wird was angemeckert (zu spät, zu wenig vorbereitet, vergessen etc.), aber die ganze Arbeit, die die Leute leisten, wird nicht erwähnt.

    Das steht aber auf einem ganz anderen Tablett als das schuldhafte Zuspätkommen von KollegInnen.

    Da geht es dann um professionelles und in diesem Fall strategisch kluges Verhalten. Ich habe verschiedenste Schulleitungstypen erleben dürfen. Der beste Typ war eine Person, die mich nicht für meine tägliche Arbeit gelobt hat, aber dennoch um meine Stärken wusste und ein Gespür dafür hatte, dies in den passenden Situationen so wohldosiert zu wertschätzen, dass ich es als authentisch, aufrichtig und wohltuend empfunden habe.

    In unserem System haben bestimmte Fehler mitunter spürbare Konsequenzen für unsere SchülerInnen. Sei es beispielsweise bei der Aufsicht, sei es bei der Notengebung oder der Schullaufbahnberatung. Das gilt für alle Zwischenebenen bis ganz nach oben. Dass dann Fehlverhalten bzw. Fehler stärker moniert werden, dürfte nachvollziehbar sein. Dennoch ist man als Schulleitung oder sonstige Führungskraft gut beraten, eben auch seinem Kollegium oder seinen Untergebenen Wertschätzung entgegenzubringen.

    Ich bin kein Fan von übermäßiger Kontrolle, weder als Kontrollierender noch als Kontrollierter. Aber wie hier schon angeklungen ist, tut es möglicherweise Not, den Schlendrian auszutreiben. Und natürlich wird jemand, der sich vorher ohne Konsequenzen falsch verhält, plötzlich verschnupft reagieren, wenn die Schulleitung ankommt und das moniert. Dann wird es Zeit, dass man erkennt, wo das Problem liegt (ungeachtet dessen, dass sich die Schulleitung der Wirkung ihres Handelns auf das Gesamtkollegium im Klaren sein muss.)

    Und? Solange die Gymnasien eh überrannt werden, ist das doch egal und man bekommt eben umverteilte Kinder.

    Das kann man so pauschal nicht sagen. Ferner: Hinter den unverteilten Kindern stecken oft persönliche Enttäuschungen und vergossene Tränen, wenn man nicht mit den FreundInnen an dieselbe Schule kann oder man von einem Ende ans andere Ende der Stadt zur Schule gehen muss, was morgens lange dauert und Freundschaften bestenfalls über das Handy fördert. Das mag in Städten um die 100.000 EinwohnerInnen noch hinnehmbar bzw. zu kompensieren sein, in größeren Städten ist das gleich eine andere Hausnummer.

    Richtig. In städtischen Gebieten mit mehreren Gymnasien kann man sich einen solchen Ruf nicht leisten. Wie schnell da Zahlen aus verschiedensten Gründen hoch- oder runtergehen können, habe ich in zwei Großstädten erleben dürfen.

    Schule hat neben dem Unterricht auch eine Betreuungsfunktion. Wenn Kinder regelmäßig später Unterricht haben oder (viel) zu früh nach Hause kommen, haben die Eltern ein Betreuungsproblem. Es gibt hier im Grundschulbereich die "verlässliche Schule" von 8 bis 13 Uhr.

    Zu Hause lassen ist auch im Sek I Bereich keine Option. Viele Eltern benötigen bei uns zwar keine Nachmittagsbetreuung, arbeiten aber vormittags, so dass das Kind dann zu Hause unbeaufsichtigt wäre.
    Viel Unterrichtsausfall und unbetreute Kinder wirken sich negativ auf die Wahrnehmung einer Schule durch die Eltern aus. Das kann sich eigentlich keine Schule auf Dauer leisten.

    Ich verstehe immer noch nicht, warum nicht möglichst alle zu vertretenden Schüler in der Aula oder Sporthalle zusammengefasst werden. 100 sollten da jeweils reinpassen, 1-2 Aufsichten, fertig.

    Mitunter ist selbst eine einzige unbekannte Klasse, in die man geht, um dort zu vertreten, eine Herausforderung. Das Ganze vervierfacht macht die Sache definitiv nicht leichter. Wer bereits mehrere wartende Klassen (5-10) auf Fluren erlebt hat, weiß, wovon ich spreche.

    Wie ist denn die Reaktion der BezReg auf die Remonstrationen? Wie begründet diese, dass die Kollegen die Betreuung auch beim nächsten Mal übernehmen müssen?

    Das geht gar nicht an die BR. Die Alternative wäre Aufteilung der Klassen, was bei vier Krankmeldungen ggf. mal eben 100 zu verteilende Schülerinnen ergibt.

    Ja, wobei die Fördermittel auch teilweise einfach nur die Preise in die Höhe reißen. Besonders der Blödsinn mit der Energieberaterpflicht, die hoffentlich irgendwann entfällt. Wobei ich echt am Überlegen war für 3000€ mich als Energieberater zu Qualifizieren und dann bei solchen Vorhaben abzukassieren. Das ist kein Hexenwerk, aber mir widerstrebt dieses System sehr, deswegen wollte ich doch nicht teil davon sein. Auch wenn ich damit wahrscheinlich viel Geld liegen gelassen habe.

    Ich brauchte keinen separaten Energieberater. Da scheint einiges an falschen Informationen im Netz herumzugeistern.

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