Das war eine "Erfindung" aus der Corona-Zeit, um die damaligen Härten für die SuS' auszugleichen. Man hat dann wohl befunden, dass das eine gute Idee wäre und das Ganze dann "auf Dauer" gestellt.
Beiträge von Bolzbold
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Nein. Das ist seit Jahren (müsste 2020 oder 21 gewesen sein) verbindlich festgelegt. Die Woche nach Ostern könnte aufgrund des späten Schuljahresbeginns festgelegt worden sein.
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Mir fällt zunehmend auf, dass die SuS' in der Oberstufe den Anspruch auf das Abitur per Geburt erheben und die Schule eher als Hindernis auf dem Weg zu diesem Ziel erleben. Dies führt dann dazu, dass sie aus einem pervertierten Notwehrrecht heraus dann täuschen und tricksen ohne Ende.
Das war zu einem gewissen Teil immer schon so, aber es hat deutlich zugenommen.
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Ist aber von vielen gar nicht gewollt, viele Lehrkräfte sind dankbar, wenn man sich das Leben leicht machen und irgendeinem imaginären Druck nachgeben kann. Ich hab es an anderer Stelle schon mal geschrieben: bezahlt werden wollen, wie eine Führungskraft, Verantwortung tragen wollen, wie der Hausmeister.
Ich habe Deinen letzten Satz einmal konkret gefasst, wie ich es auch im Schulalltag seit über 20 Jahren erlebt (aber nicht selbst praktiziert) habe:
Wenn ich mir das Leben leicht machen möchte, keinen Stress haben möchte und keine zusätzliche Arbeit, dann gebe ich Noten im Bereich 1 bis 4 (oder 15 bis 5 Punkte). Damit trage ich in der Regel dann keine Mitverantwortung bei Nicht-Versetzungen, ich muss keine schwierigen Elterngespräche führen, keine Nachprüfungen in der letzten Ferienwoche durchführen und habe natürlich auch nur ganz selten Stress mit den SchülerInnen.
Das ist meiner Wahrnehmung nach in den meisten Fällen gar nicht einmal böse Absicht oder "aggressive Faulheit" sondern eine klassische Vermeidungsstrategie im Rahmen einer entweder konfliktscheuen Persönlichkeit oder aber - vermutlich viel häufiger - im Rahmen des Selbstschutzes angesichts der Gesamtbelastung, der wir als Lehrkräfte ausgesetzt sind. -
Selbstverständlich gibt es Umstände, bei denen gerade schwache Schüler keine gute Vorbereitung mitnehmen, zum Beispiel durch Stundenausfälle oder bei mehrfachem Lehrerwechsel. Das hätte man früher thematisieren können.
Offenbar waren die Vornoten in Ordnung, sonst wären ja nicht so viele SuS zum Abitur zugelassen worden. Da stellt sich die Frage, wie das sein kann. Zu leichte Klausuren, zu sanfte Benotung? Wenig erfahrene Kollegen, keine Tests auf Abitur - Niveau? Das wird an der Schule sicherlich geklärt werden.
Es ist klug, vorher schon genau hinzuschauen und es ist unfair, die SuS in Sicherheit zu wiegen, wenn die Leistungen sichtbar nicht ausreichen.
In der Praxis sieht es so aus, dass die selbst gestellten Klausuren natürlich darauf ausgerichtet sind, was vorher im Unterricht lief. Eigene fachliche oder fachdidaktische Schwächen kann man als Lehrkraft so wunderbar verbergen. Die SoMi-Noten unterliegen ebenfalls keiner weiteren Überprüfung. Und wer dann noch konfliktscheu oder harmoniebedürftig ist, gibt keine Noten im Defizitbereich. Das Ganze geht dann bis zur so genannten "Vorabiturklausur" inklusive.
Dann kommt das Zentralabitur, die Zweit- (oder gar Dritt-)korrektur. Dann kommt das böse Erwachen. Dann ist es jedoch zu spät. Für alle. Wer unter 80 Punkten in Block II erzielt hat, der/die hat im Grunde nur theoretische Chancen, die Abiturprüfung noch zu bestehen.
Was kann man dagegen tun?
Ehrlich sein. Zu sich und zu den SchülerInnen. Saubere Arbeit abliefern. Für die SchülerInnen und mittelbar dann auch für sich selbst.
Mein fachlicher Anspruch in der Oberstufe geht über das, was im Zentralabitur verlangt wird, spürbar hinaus. Nur so schaffe ich es, dass auch die schwachen SchülerInnen eine realistische Chance haben, die Klausuren wenigstens im nicht-defizitären Bereich zu schreiben. Das führt im Vorfeld zu defizitären Noten und mitunter auch zu Frustrationserlebnissen bei den SchülerInnen - aber nur so bewahrt man sie vor unrealistischen Selbsteinschätzungen.
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Hier irrt die KI. Beratung bedeutet nicht, Tips zu geben und wenn der so Beratene einsieht, dass er falsch liegt, ist Beratung erfolgreich.
Die Möglichkeiten normaler Gespräche, wie sie in einem Forum stattfinden, sind einfach begrenzt.
Nachdem mich ein/e geschätze/r UserIn per PN angeschrieben hat, habe ich die KI-Analyse gelöscht. Einiges erschien mir sehr plausibel, aber ich kann Quittengelees Einwand hier oben im Grundsatz nachvollziehen.
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Und nein. Natürlich siehst du das mit der Planung so. Du bist ja offenbar selbst Schulleiter.
Das finde ich jetzt doch etwas unverschämt. Ich sehe das so, um Deine Aussage aufzugreifen, weil es sachlich zutrifft, nicht weil ich eine bestimmte Funktion innehabe. Ich sehe das so, weil ich Ahnung von der Materie habe, die Du - und das ist rein deskriptiv und nicht inkriminierend gemeint - nicht haben kannst.
Schulleitung = Schulleitung zu setzen kann man zwar machen, aber das dürfte Dir an jeder anderen Schule eher hinderlich als hilfreich sein.
Was ich Dir dringend empfehle für einen Neustart an einer anderen Schule, ist, nicht den KollegInnen, die in solchen Funktionen sind, per se zu misstrauen. Die Allerwenigsten stehen morgens auf und überlegen sich, wie sie endlich einmal KollegIn XY wieder einmal eins auswischen können.
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Hä? Was ist daran schwer? Du gibst einer alleinerziehenden Mutter, die schriftlich darum gebeten hat und die die Schulleitung hasst auf Bitte des Schulleiters eben alle ersten Stunden und teilst ihr die beschissensten Klassen zu. Sorry an alle Planer, die sich damit angegriffen fühlen, aber selbst ich als Nicht-Planerin könnte das easy bewerkstelligen. Das ist ja nun auch kein Hexenwerk.
Das mit den "schlimmen Klassen" mag in der Tat noch angehen. Aber das mit der ersten Stunde nicht zwingend. Da fühle ich mich als Planer nicht angegriffen sondern stellen nüchtern fest, dass Dir da mangels Erfahrung der Einblick fehlt und Du infolgedessen keine belastbaren Aussagen dazu treffen kannst. (Stichwort 82 Millionen Kanzler, 82 Millionen Bundestrainer...)
Was die Sekretärin betrifft, so fände ich das Verhalten auch merkwürdig. Hast Du sie mal gefragt, warum die Meldung noch nicht rausgegangen ist - ein gewisses Maß an Bearbeitungszeit natürlich vorausgesetzt...
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Vielen Dank für das Update. Das ist doch in jeder Hinsicht ein versöhnlicher Abschluss.
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Schön ist dann die Antwort, dass man dafür doch A15 bekäme...
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kleiner gruener frosch , verfolge doch bitte mal den User und sein Verhalten. Wir sollen ja immer Beiträge melden und nicht im Fred diskutieren. Das versuche ich umzusetzen, gleichzeitig kann ich die Smileys nicht melden. Ich habe aber dasselbe Anrecht darauf, hier vernünftig behandelt zu werden, nicht wahr? Die Moderation ist doch unparteiisch.
Ja, die Moderation ist unparteiisch - auch wenn mir persönlich das in Deinem Fall schwerfällt, da Du nicht müde wirst, Seitenhiebe, mal subtil, mal deutlich, zu verteilen. Vielleicht wäre hier eine weniger aggressive Vorgehensweise hilfreich. Das musst Du für Dich selbst wissen. Aber beschwer Dich dann bitte nicht über möglichen Fallout.
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Welches Verhalten zeige ich denn? Dass ich mir nicht alles bieten lasse und nach anderthalb Jahren eine Belastungsreaktion entwickelt habe? Merkst du selbst was du schreibst?
Ich glaube, das ist die Nahtstelle, um die es geht. Du schreibst, dass Du Dir nicht alles bieten lässt, dennoch schlitterst Du von einem Problem ins nächste. Das kann natürlich eine Folge der von Dir geschilderten Vorgehensweise sein. Es kann aber auch andere Ursachen haben. Die kann ich gleichwohl nicht beurteilen.
Dass dieser Thread sich ganz ähnlich entwickelt wie wenigstens zwei andere, in denen es um ganz ähnliche Probleme ging, halte ich für keinen Zufall.
Lass uns aber zum eigentlichen Anliegen zurückkehren. Welche Art von Hilfe brauchst Du von uns?
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Ich bin ja nun schon einige Zeit im Schuldienst und mittlerweile seit zwei Jahren stv. SL. Ich bin für die UV und den Stundenplan zuständig. Damit bin ich potenziell einer von den "Fiesen".
Wie kann man ein "Fieser" werden? Man will für das gesamte Kollegium das Beste herausholen, dabei schafft man es nicht, einem Kollegen, der in der Tat einen Rechtsanspruch auf ein paar Erleichterungen hat, diese zu 100+ % zu erfüllen. Auf dem Papier waren sie erfüllt. Dann schlug die "gefühlte Belastung" zu. Objektiv war das ein wirklich toller Plan. Für den Kollegen aber nicht. Eine Änderung seines Planes wäre nur mit erheblichen Verschlechterungen für andere belastete KollegInnen möglich gewesen. Das habe ich nicht verantworten können. Damit wurde ich zum "Fiesen".
Wie kann man ein "Mobber" werden? Indem man einem Fachkollegen alle Unterstützung zukommen lässt, weil man sich ebenfalls für das Fach einsetzt. Der Kollege hatte gehofft, mich als Verbündeten zu gewinnen gegen die andere Fachkollegin. Das habe ich nicht zugelassen. Als er sich einige Schnitzer leistete und das durch meine SL angesprochen wurde, hieß es, ich würde den Kollegen wegmobben wollen. Damit wurde ich zum "Mobber".
Wäre mein Kopf nicht angewachsen, hätte ich ihn vor Schütteln verloren. Keinen der beiden Schuhe konnte ich mir anziehen. Würde einer der Kollegen hier schreiben, würde man sich über den bösen stv. SL auslassen.
Die zunehmende Vehemenz und die aggressivere Rhetorik der TE verleiten mich gleichwohl zu der Wahrnehmung, dass die TE einen Anteil an ihrer Situation haben könnte. Welcher das ist, werden wir hier nie erfahren.
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Vgl. ADO § 20 Abs. 1
"Zu den Aufgaben gehört auch die Erteilung von Unterricht."
Es ist damit nicht möglich, durch die entsprechende Verteilung von Leitungszeit, sich komplett aus dem Unterricht herauszunehmen. Im Ausnahmefall mag das möglich sein - hier empfehle ich die Rücksprache mit dem Schulamt. Die andere Frage, die sich stellt, ist natürlich, ob der Unterricht ungekürzt erteilt werden kann, wenn man sich die gesamte Leitungszeit zuweist.
Die andere Frage wäre, ob man nicht eine kommissarische Stellvertretung benennt, die dann anteilige Leitungszeit erhält, damit der Laden läuft. Auch hier stellt sich dann die Frage, ob es dadurch ggf. dann zu Kürzungen kommt.
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Ergibt das unter diesen Vorzeichen überhaupt Sinn, woanders hinzugehen bzw. im Schuldienst zu bleiben?
Schikanen, Mobbing und fiese Planer kann es auch an anderen Schulen und in anderen Bundesländern geben. -
Also wenn es letztlich um einen Herzenswunsch Deines Vaters geht, wäre mir die Frage ob Stromer oder Verbrenner herzlich egal. Im Zweifelsfall würde ich ein Auto mieten, das vom Komfort her für die Bedürfnisse eines 80jährigen geeignet ist.
Das beantwortet zwar nicht direkt Deine Frage, versucht gleichwohl das Problem zu umgehen.
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So wie ich es sehe, ist aber die andere Hälfte nicht vorhanden. Dann müsste es zwei Leitungspersonen geben, die sich das teilen.
Und genau darauf könnte man hinweisen - mit Verweis darauf, dass es das "ganz oben" auch gibt...
Einen Sachgrund, das zu verweigern, gibt es eigentlich nicht.
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Teilzeit-Doppelleitung gibt es sogar in der obersten Schulaufsicht...
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Hallo zusammen,
ich bin aktuell Konrektor in fam. Teilzeit 22/28 Stunden.
Es steht nun an, dass ich die Schule kommissarisch Leiten soll. Soweit geht das auch für mich in Ordnung.
Jetzt ist die Frage, ob ich meine Stunden aufstocken soll. Wir haben einen hohen Sozialindex daher haben wir auch für 28 Stunden genug Verwaltungsstunden, dass ich nicht mehr unterrichten muss.
Allerdings würde ich gerne noch Freizeit behalten.
Andererseits sagen auch viele, dass die Arbeit gemacht werden muss und ich am Ende eh mehr als die 22 Stunden arbeite und ich mich dann gleich für die 28 Stunden bezahlen lassen kann.
Habt ihr Erfahrungswerte für mich?
Ganz lieben Gruß
Es wäre hier hilfreich, das Bundesland zu nennen, da die Vorgaben in den Dienstordnungen unterschiedlich ausfallen können. Die Lektüre derselben (auch die Vorgaben dazu, ob SL unterrichten soll/muss) ist sicherlich für die Entscheidung hilfreich.
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Um es noch einmal zusammenzufassen:
Die Perspektive als Lehrkraft kennt der TE jetzt. Was der Prüfling tun kann, ist a) die Zusatzprüfung anzutreten und dort besser zu sein und unabhängig davon b) Widerspruch gegen die Bewertung der ursprünglichen mündlichen Prüfung einzulegen.Das Gerede von SchülerInnen über Prüfungen würde ich mir nicht zu eigen machen. Da wird viel hinzugedichtet, hineininterpretiert und dergleichen. Eine bösartige Prüfungskommission, die Prüflinge zum Vergnügen reinreitet, dürfte eher die Ausnahme sein. Die Diskrepanz zwischen "ich habe viel gesagt und hier und da auch Richtiges" und der tatsächlichen Leistungsbewertung auf der Basis standardisierter fachlicher Kriterien ist oft das Problem, das Prüflinge haben. Man kann auch zehn Minuten nur Unsinn reden. Nur weil einem nicht widersprochen wird, heißt das nicht, dass das dann gut war. Und doch denken viele Prüflinge genau das, wenn sie im Anschluss ihre Note erhalten und das nicht mit ihrem Selbstbild in Einklang zu bringen ist.
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