Beiträge von Bolzbold

    Da wird es doch sicherlich einen Kriterienkatalog geben.

    Zum Vergleich NRW:

    BASS 2023/2024 - 21-02 Nr. 2 Richtlinien für die dienstliche Beurteilung der Lehrerinnen und Lehrer sowie der Leiterinnen und Leiter an öffentlichen Schulen und Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung des für Schule zuständigen Ministeriums (schul-welt.de)

    Da jemanden "durchfallen" zu lassen, dürfte zumindest in NRW mit deutlich mehr Arbeit (und Ärger) verbunden sein, so dass ich mir kaum vorstellen kann, dass da allzu häufig Leute mit weniger als drei (von fünf) Punkten rausgehen. (Drei Punkte = entspricht den Erwartungen.)

    Leute, wollt ihr nicht alle mal ein bisschen zurückrudern? Ich finde die Diskussion ziemlich würdelos.

    Ja, das kann man wohl so sehen.
    Aber hieran zeigt sich leider, dass Äußerlichkeiten und Oberflächlichkeiten bei der PartnerInnenwahl immer noch eine erhebliche Rolle spielen können, obwohl wir ja alle sooo tolerant und weltoffen sind (und unser Erziehungsauftrag darin besteht, unseren SchülerInnen eben diese Werte zu vermitteln...)

    Kieselsteinchen danke für deine Ehrlichkeit als Frau. Wir wissen doch alle, dass Lehrerinnen eher nach oben heiraten. Männer mit "richtigem" Job.

    Aus Erfahrung an meiner alten Schule: Diese Damen arbeiten dann eher "just for fun", halten ihrem Karrieristen den Rücken frei, verdienen sich ein Taschengeld neben Kindern und Haushalt, tragen die Nase recht hoch, weil sie ein - durch das Einkommen des Gatten finanziertes - teures Haus, einen Nobelhobel, teure Inneneinrichtung, teure Urlaube etc. haben. (Und wenn sie Pech haben, sucht sich ihr Göttergatte dann in der Midlifecrisis ein 20 Jahre jüngeres Modell, weil er es in seinem Beruf so gelernt hat.)
    Kann man machen. Erweist dem Feminismus nur einen Bärendienst (- aber da habe ich den Eindruck, dass das ohnehin für einige eine Rosinenpickphilosophie zu sein scheint.)

    Was ich faszinierend finde, ist, dass es offenbar innerhalb der akademischen Berufe ein klares Ranking zu geben scheint - und als Lehrer (m) fällt man bei der einen oder anderen Dame durchs Raster, weil man nicht karrieretechnisch den dicken Macker markieren kann. Männer müssen also immer noch Anteile dessen, was der Feminismus teils als toxische Männlichkeit erachtet, besitzen, um bei Frauen punkten zu können. Interessant.

    Umgekehrt könnte es natürlich auch sein, dass Lehrer (m) eben solche Frauen total abtörnend finden. Ironie des Schicksals wäre es dann nur - und hier schließt sich der Kreis - wenn das dann genau die Damen wären, die sich wie in diesem Thread darüber beklagen, wie schwer doch das Dating heutzutage sei und sie doch alle sooo unkompliziert wären und überhaupt keine überzogenen Ansprüche hätten...

    Wenn ich vom Beruf auf die Persönlichkeit eines Menschen schließen zu können meine, dann wissen wir, wo das Problem beim erfolgreichen Dating liegt.
    (Und wenn man bedenkt, dass selbst innerhalb einer Profession wie der der Lehrkraft Schulform und Fächerkombi auch bestimmte Klischees lostreten...)

    Mir scheint, in der heutigen schnelllebigen Gesellschaft will man schnell "Erfolg" haben, aber ist nicht bereit, aktive Arbeit in das Kennenlernen eines Menschen zu stecken, geschweige denn überhaupt sich auf Menschen einzulassen, deren äußere Parameter wie ein Beruf einem aus unerfindlichen Gründen nicht zusagen.

    Also ich habe Englisch und Geschichte, bin zwar ein Mann, aber habe just in meinem ersten Jahr mit voller Stelle und entsprechenden Belastungen trotzdem gedatet (nicht übermäßig viel, aber dennoch) und im Anschluss meine heutige Frau kennengelernt. Diese ist übrigens Doppelkorrekturfachlehrerin (und war nicht an meiner Schule und wir haben am Anfang eine Fernbeziehung geführt.) In meinem aktuellen Kollegium gibt es das eine oder andere Pärchen, das sich in der Schule kennen- und lieben gelernt hat.

    Einmal positive anekdotische Evidenz und einmal negative anekdotische Evidenz - ergibt 0. Also wieder auf Anfang.

    Vielleicht igelt man sich aus falsch verstandenem Ehrgeiz oder der eigentlich unberechtigten Sorge, man würde die Bewährungszeit nicht bestehen, ein.

    Vorweg. ich bin keine Juristin. Trotzdem hierzu eine Überlegung.

    zunächst einmal halte ich es für den richtigen Ansatz, Rechtsgüter abzuwägen, anstatt sich auf „Geht halt nicht anders“ zu berufen.

    Erstmal eine Nachfrage: wo ist denn das Recht auf Bildung kodifiziert? Und welchen Umfang kann man daraus ableiten? Die Frage ist doch, ob der Ausfall einer einzelnen oder weniger Stunden das Recht auf gefährdet. Demnach könnten ja auch keine pädagogischen Tage stattfinden.


    Landesverfassung NRW Artikel 6 und 8
    SGV Inhalt : Verfassung für das Land Nordrhein-Westfalen | RECHT.NRW.DE

    Schulgesetz § 1 und 2

    BASS 2023/2024 - 1-1 Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen (Schulgesetz NRW - SchulG) (schul-welt.de)

    Gesetze haben in der Regel Vorrang vor Verordnungen. (Zumal ja, wie wir wissen, die AZVO Lehrkräfte und andere Bedienstete expressis verbis ausnimmt.)

    Pädagogische Tage sind lange im Voraus geplant und kommen nicht so häufig vor wie kurzfristige ausfallende Stunden in dem vom TE genannten Szenario. Das wäre weder planbar, noch würde des den Bildungs- und Erziehungsauftrag stützen.

    Wenn das mit der Ruhezeit so kategorisch gelten würde, dann wären eigentlich die Klassenfahrten das viel gravierendere Problem - denn da gibt es definitiv keine Ruhezeit von 11 Stunden.

    Es ist eine Option und es ist toll, dass es diese Möglichkeit gibt. Ich würde nur einfach gern mehr arbeiten gehen 🙈

    Dann nimm Dir mal einen Rechner und berechne, was langfristig günstiger ist. Kündigung, Neueinstellung, Verlust der Erfahrungsstufe und dafür volle Stelle - oder Beurlaubung, halbe Stelle und Behalten der Erfahrungsstufen bei gleichzeitigem Versuch, eine Versetzung zu erwirken.

    Rein interessehalber: Wieso kommt für Dich ein Urlaub aus familienpolitischen Gründen augenscheinlich nicht infrage?

    Die Aufregung kann ich grundsätzlich verstehen - aber rechtlich dürfte da wenig machbar sein. Schulen müssen ja laufen - deswegen gelten die Arbeitszeitregelungen und die Ruhezeiten eben nicht für Lehrkräfte - so wie für einige andere, in den Verordnungen genannten Berufe auch.

    Wer als Lehrer auf Mobbing falsch reagiert, ist falsch im Beruf.

    Auch das ist vor dem Hintergrund anekdotischer Evidenz und dem Ausblenden der anderen entscheidenden Faktoren nicht minder vereinfacht und selbstgerecht. Vielleicht sollten wir alten Hasen und Häsinnen hier etwas nachsichtiger sein - denn auch wir haben sicherlich in der Vergangenheit in der einen oder anderen Situation falsch reagiert, ohne dass wir uns hätten vorwerfen lassen wollen, wir wären falsch im Beruf gewesen.

    Zitat

    Wir stehen als Lehrer immer im Rampenlicht und sind Anfeindungen ausgesetzt. Wer über Zukunftsperspektiven der Kinder entscheiden muss, kann nicht gut Freund mit allen sein. Zukunftswünsche werden eben durch Punktesysteme und Leistungsanforderungen eingeschränkt.

    DAS ist wiederum ein Statement, dem ich mich uneingeschränkt anschließen kann.

    Ich würde an deiner Stelle mal Kontakt mit dem für dich zuständigen Personalrat aufnehmen. Die können besonders in so kritischen Situationen oft was bewirken.

    Das wäre die andere Möglichkeit. Gleichsam ist der Personalrat nicht allmächtig. Mein Vorschlag funktioniert und verschafft der TE Zeit, die Versetzung in Ruhe einzutüten.

    Hallo und herzlich willkommen in diesem Forum.

    Ich habe seinerzeit in der Behörde recht früh und deutlich gelernt, dass jeder Kommentar des Wingen-Verlags keine rechtliche Bindungswirkung hat und nur eine Auslegung durch die AutorInnen darstellt.

    Was die Arbeitszeit angeht, so wäre ich hier mit einem Einfordern des von Dir genannten Punktes vorsichtig. Wir wissen alle, dass kaum eine Lehrkraft an den Tagen, die über die 30 Tage Urlaubsanspruch in den Ferien hinausgeht, wirklich ihre 8,25 Stunden wie von Dir genannt arbeitet. Effektiv stellen die Ferien bei uns das dar, was in der Behörde so genannte "FAZ-Tage", sprich Freizeitausgleich, darstellen. Natürlich kann man nun während der Schulzeit eine Kompensation fordern - das würde aber im Gegenzug dazu führen, dass wir Lehrkräfte a) in den Ferien Anwesenheitszeit haben und b) unseren Urlaub künftig im Vorfeld durch die Schulleitung genehmigen lassen müssen und c) wir damit effektiv vermutlich deutlich weniger Urlaub haben werden als das aktuell der Fall ist.

    Was die Ruhezeiten betrifft, so ist das eine "Soll"-Regelung, sprich "muss, wenn kann". Das ist die Hintertüre, durch die man dann die von Dir genannte Konstellation aushebelt - einmal abgesehen davon, dass die AZVO wie von Dir dargelegt eben auch nicht für Lehrkräfte gilt. Das habt vermutlich auch damit zu tun, dass Schulen eben nicht nur Bildungs- sondern gerade für den Vormittagsbereich effektiv auch Betreuungseinrichtungen sind. Würde man also regelmäßig so wie von Dir suggeriert vorgehen, käme es zu erheblichem Unterrichtsausfall sowie zu Betreuungsproblemen für die Eltern der betroffenen Kinder. Da steht dann das Recht auf Bildung vermutlich als höherwertiges Recht dem Recht auf Ruhe entgegen.

    Der Umkehrschluss ist somit nicht anwendbar.

    Klar, warum soll die Erkenntnis nicht gleich zu Beginn der Fortbildung erfolgen? Mühsam dies erst nach Stunden zu verstehen :aufgepasst:

    Kannst du kein Blut sehen, solltest du kein Arzt werden.

    Kannst du mit Kindern nicht klar kommen, solltest du kein Erzieher werden.

    Es gibt Dinge die sind in jedem Job unerlässlich; hast du keine Lehrerpersönlichkeit und lässt dich mobben von Schülern...definitiv nicht der richtige Job.

    Man kann so argumentieren, gleichwohl geht das in die Richtung, die mir langfristig gesellschaftlich Sorgen bereitet. "Hast Du ein Problem, bist Du eben nicht perfekt (und damit halt selbst das Problem.)"

    Das ist in der Tat ein Schlag ins Gesicht der betroffenen KollegInnen und mittelbar eine Täter-Opfer-Umkehr. Nicht der/die mobbende SchülerIn ist das Problem sondern die Lehrkraft selbst.
    Schulen, an denen es eine professionelle Schulleitung und ein professionell-freundliches Kollegium gibt, dürften Probleme dieser Art schnell in den Griff bekommen, weil dann entsprechende Maßnahmen erfolgen.
    Langfristiges Mobbing durch Schüler gegenüber Lehrkräften benötigt ein entsprechendes Umfeld. Da kannst Du noch so eine tolle Lehrerpersönlichkeit haben. Wenn Schulleitung und Kollegium Dir nicht den Rücken stärken, hast Du verloren.

    Diesen KollegInnen dann zu sagen, dass sie im Job falsch sind, ist unglaublich selbstgerecht.

    Wir erziehen unsere SchülerInnen dazu, differenzieren zu können. Sich nicht in Allgemeinplätzen, Küchenpsychologie oder Pauschalisierungen zu ergehen - es sich damit eben nicht zu einfach zu machen. Ich hätte mich gefreut, wenn man die Ergebnisse dieses Prozesses auch in Deinem Beitrag hätte finden können.

    Lehrkräfte, die so vorgehen, haben ja einen langen individuellen und subjektiv so empfundenen Leidensweg hinter sich - die Krankheit ist hier wahlweise Trotzreaktion oder "Selbstschutz", weil man mit den "herkömmlichen" Mitteln entweder nicht ausgekommen ist oder irgendeine Ungerechtigkeit durch das System meint erlitten zu haben.
    Die Vorgehensweise an sich kann auch eine Erkrankung darstellen - dann wird es allerdings schwierig.

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