Beiträge von Bolzbold

    Es soll Themen geben, in denen eine Vorbereitung des Gegenübers gar nicht gewollt oder angezeigt ist, um den Sachverhalt nicht zu manipulieren. Das unterstelle ich hier dem TE keinesfalls, weil ich gar keinen Anlass dazu hätte. Im Gegenzug bin ich aber gleichermaßen fern davon, der Schulleitung ein sensibles Ego, Bossing oder was auch immer zu unterstellen.

    Manchmal muss man mit dem unbequemen Gefühl, dass man nicht weiß, worum es geht, leben. Fühlt sich doof an, ist aber so. Ich habe das in den letzten 20 Jahren durchaus auch schon erlebt. In den meisten Fällen war eine Vorbereitung gar nicht notwendig.

    Möchtest du denn auch behaupten, Afroamerikaner*innen seien selbst für ihre Probleme verantwortlich? Vom Tellerwäscher zum Millionär, wenn man nur fest genug will, für alle gleich? Oder ist die Problemlage halt doch komplexer, egal was auf dem Papier steht und auch unabhängig davon, was der einzelne erreichen kann (es gab einen farbigen Präsidenten, wie wir wissen.)

    Zumindest für die Weißen war "from rags to riches" über lange, lange Zeit das Credo, was den Brutalo-Kapitalismus in den USA zugelassen und befördert hat. Dieses Credo ist gewissermaßen die "Religion" bzw. das Opium für das amerikanische Volk.

    Für die Afro-AmerikanerInnen heißt das (aus Sicht der Weißen) heute: "Was wollt Ihr denn? Ihr habt doch jetzt Eure Freiheit, Eure Bürgerrechte, werdet nicht mehr (ganz so doll) diskriminiert. Wieso schafft Ihr es denn dann nicht endlich einmal, etwas aus Euch zu machen?" Das ist blanker Hohn. Die Mechanismen, die hier greifen, sind von der Wirkungsweise bei der Gleichstellung von Frauen wie der der Afro-AmerikanerInnen identisch.

    Kein Widerspruch.

    Nur noch einmal - es kann doch nicht die Lösung des Problems sein, am Ende des Bildungswegs nach den genannten Kriterien zu sortieren. Wenn mehr Gerechtigkeit das Ziel ist, muss bei den Chancen, nicht am Ergebnis angesetzt werden.

    Von den völlig absurden Konsequenzen im konkreten Fall nicht zu reden - wie dunkel genau muss die Haut sein, wie schmal die Augen, um als Afroamerikaner oder Asiate durchzugehen?

    So lange diejenigen, die für die Diskriminierung aktiv verantwortlich sind, in den entsprechenden Positionen sitzen, wird es diese Chancen und damit die erwünschte Gerechtigkeit nicht geben.

    Wir können das auch auf Schule runterbrechen. Es gibt doch dieses schöne Bild mit den ungleich großen Menschen, die über eine Mauer schauen wollen. Bekommen nun alle gleich große Hocker (bzw. viele Chancen), oder bekommt jeder so große Hocker, dass vom Endergebnis her alle über die Mauern schauen können.

    Gleiche Unterstützung und ungleiches Ergebnis, oder ungleiche Unterstützung und gleiches Ergebnis?

    Wer es als Afro-Amerikaner oder ethnischer Asiate einen Bildungsweg bis vor die Tore einer Elite-Uni hinlegt, gehört persönlich wohl eher nicht zu den Benachteiligten.

    Statistisch betrachtet leben ca. 12-13% Schwarze in den USA. Der Anteil schwarzer Studierender in der Ivy-League beträgt je nach Uni zwischen 5 und 9 %. Fehlerquellen könnten bei der Bestimmung der "ethnischen Zugehörigkeit" auftreten.

    Quellen:
    Demographics of the United States - Wikipedia

    Demografie der Vereinigten Staaten – Wikipedia

    The Demographics of the Ivy League | CollegeVine Blog


    In der Tat sind Studierende in der Ivy League wahrscheinlich nicht benachteiligt, freilich müssen sie erst einmal dorthin kommen. Die Aufnahmequote ist relativ gering.

    Die Schwarzen sind auch heute noch in den USA strukturell und ganz bewusst benachteiligt. Das geht seit vier Jahrhunderten so - und zwischendurch hat die weiße Mehrheitsgesellschaft alles dafür getan "to keep the Negro down."

    Wer heute in der schwarzen Mittel- oder Oberschicht aufwachsen darf, kann sich glücklich schätzen - und sollte dies auch tun vor dem Hintergrund, dass das Vermögen den Eltern ganz sicher nicht in den Schoß gefallen ist - und das auch noch mit hoher Wahrscheinlichkeit noch weniger, als das bei einer weißen Familie der Fall war.

    Vielleicht sollte man ergänzen, dass die Kriterien nicht in der APO-S I angeführten Reihenfolge anzuwenden sind.
    In meiner Kommune ist das einheitlich geregelt, d.h. dass alle Gymnasien beispielsweise einheitlich vorgehen.

    Hier noch der Auszug aus den VV zu den Aufnahmevorgaben nach § 1 Abs. 2 APO-S I:

    Übersteigt die Zahl der Anmeldungen die Aufnahmekapazität einer Schule, soll die Aufnahmeentscheidung mit benachbarten Schulen abgestimmt werden. Dazu sollen sich die Schulleitungen der beteiligten Schulen frühzeitig miteinander in Verbindung setzen. Kommt dabei keine Einigung zustande, koordiniert die Schulaufsichtsbehörde unter Beteiligung des Schulträgers die Aufnahmeentscheidungen der Schulen, damit möglichst viele Schülerinnen und Schüler die gewählte Schule besuchen können. Erst danach dürfen die betroffenen Schulen über die Aufnahme von Schülerinnen und Schülern entscheiden. Das Aufnahmeverfahren ist zu dokumentieren.

    Für mich stellt sich die Frage, was eine Klage bringen soll, wenn bestimmte Einzugsgebiete chronisch zu wenig Schulplätze an der weiterführenden (Wunsch)Schule haben. Man kann die Plätze ja nicht herzaubern.

    Bei uns ist das nicht so. Zumindest habe ich das in dieser Form nicht mitbekommen.

    Es ist sicherlich sinnvoll, das auf der GLK anzusprechen. Gleichwohl würde ich mir hier sehr gut überlegen, wie ich das mache. Aus meiner Sicht sollte man die Worte so wählen, dass man die Vorteil der direkten Kommunikation hervorhebt, ggf. in Verbindung damit, dass man den SchülerInnen diese Vorteile auch vermittelt. Was die genannten Vorfälle angeht, so kann man hier an die Vorgaben erinnern.

    Gleichzeitig würde ich klarstellen, dass bei "krassen" Vorfällen die Schulleitung natürlich Ansprechpartner bleibt, aber man sich auch in die Situation der kritisierten Person versetzen möge. Vermutlich wäre es auch nicht verkehrt, die langfristigen Folgen eines solchen Verhaltens zu skizzieren, was die Atmosphäre im Kollegium angeht und dass doch sicherlich jede/r an einer positiven offenen Atmosphäre interessiert ist.

    In Ratgebern zu diesem Thema wird die Frage vorgeschlagen "was muss passieren, damit Sie das Verhalten XY abstellen?" Diese Frage könnten die KollegInnen auch sich gegenseitig bei solchen Sachen stellen.

    Im Vieraugengespräch würde ich bei Bagatellen wie das mit dem Tafelputzen die (wiederholt) anklagende Lehrkraft fragen, was sie mit diesem Schritt erreichen möchte.

    Nun gut, ich bin kein Schulleiter, insofern fehlt mir da ggf. die Praxiserfahrung, aber ein solches Verhalten im Kollegium finde ich problematisch. Ich räume ein, dass ich mich auch schwer damit tue, Kollegen auf ihre Pflichten hinzuweisen, gerade dann, wenn es konkret ein Kollege ist, der Renitenz als Zeichen seines Protests gegen das böse Schulministerium deklariert. Ich habe das einmal gemacht, bin da aber nicht wirklich weitergekommen. Zur Schulleitung bin ich damit aber auch nicht gelaufen.

    Nun ja, man könnte hier in Deutschland sicherlich auch Indizien für zunehmende Bildungsnivellierung oder gar "Minderbildung", um einmal von dem Begriff "Verblödung" wegzukommen, anführen. Ich bin geneigt, das ein bisschen als "Zeitgeist" zu erachten.

    Und wie gesagt, die Verblödung macht mir weniger Sorgen als die gesellschaftlichen und politischen Zustände, die zu Trump geführt haben...

    Das ist leider der ganz typische Verlauf dieser Diskussion. Für viele ist das Phänomen Trump einfach nur Projektionsfläche für ihren sowieso vorhandenen Antiamerikanismus und willkommene Gelegenheit, sich in ihrem Überlegenheitsgefühl bestätigt zu sehen. Wenn es dann den Hinweis gibt, dass man es sich damit zu einfach macht, kommen solche Reaktionen

    um zu vermeiden, dass man sich auf die inhaltliche Ebene begeben muss.

    Also ich finde die Umstände, die einen Trump überhaupt ermöglichen, viel krasser als den Umstand, dass ausgerechnet er an die Macht kommt.

    Bolzbold

    Aus welchen Quellen resultiert deine Analyse? Das finde ich sehr verallgemeinernd und ist fern meiner anekdotischen Erfahrungen.

    Wir haben ein paar Freunde und Bekannte in den USA, die wir hin und wieder im Zusammenhang mit USA-Reisen besuchen. Allerdings sind alle aus der Mittelschicht, da ist keiner (extrem) religiös oder verblödet, noch fürchten sie um ihre "weißen Privilegien". "Weiße Privilegien" finde ich auch nicht so zielführend, denn in deren Bekanntenkreis kommen unterschiedliche Menschen aller Hauptfarben vor, die zur Mittelschicht gehören. Es kommt doch eher darauf an, welchen Beruf man erlernt hat.

    Ich könnte aus meinen persönlichen Eindrücken im Land keine Analyse wagen, ich habe nur mehr oder weniger ein paar Eindrücke.

    Caro, ich habe tatsächlich meine eigenen anekdotischen Erfahrungen außen vor gelassen. Es ist meine Wahrnehmung aus den letzten Jahren, die ich in Zeitungsartikeln, Themenheften zu den USA für den Unterricht, in Reportagen von CNN, Live-Streams aus dem US-Kongress, Sachliteratur etc. etc. entwickelt habe. Ich bin Englischlehrer - und da "American Dream" seit mindestens meiner eigenen Schulzeit vor über 30 Jahren beständiges Thema im NRW-Curriculum ist, habe ich mich über die Jahrzehnte als Schüler, als Student wie auch als Lehrer nicht nur regelmäßig sondern auch tiefgreifender mit den USA befasst.

    Für eine Promotion mag das nicht reichen, aber ich denke, das dass schon mehr ist als das, wofür ein "Das finde ich sehr verallgemeinernd" angebracht wäre.

    Bolzbold , meinst du, dass Social Media und Fakenews ein ebenso großes Problem darstellen wie bei uns? Oder findet "christliche Sozialisierung" im Wesentlichen in Kirchen oder anderen Orten der Zusammenkunft statt?

    Das ist nicht die christliche Sozialisierung sondern gewissermaßen die DNA der USA. Der Glaube an etwas hat dort einen quasi sakralen Stellenwert. Die christlichen FundamentalistInnen sind da natürlich auch noch so ein Faktor - das findet dort aber sowohl zu Hause als auch in den Kirchengemeinden statt.

    Über Social Media und Fake News habe ich noch gar nicht gesprochen. Das spielt in diesen ganzen Komplex mit hinein. Insgesamt haben wir da ein hochproblematisches Konglomerat an ungünstigen Entwicklungen.

    In einer plutokratischen Demokratie muss das früher oder später so kommen.

    Das Grundproblem der USA ist nicht die Verblödung sondern die Auswirkungen des religiösen Fundaments, das sich gleichwohl wie Verblödung liest. In den USA haben persönliche, teils religiös geprägte Überzeugungen denselben Stellenwert wie wissenschaftlich bewiesene Fakten. Der eigene Glaube wird der Wissenschaft gleichgestellt. Das lässt sich historisch erklären, führt aber zu diesen "Ausfällen", die wir hier gerade sehen. Hinzu kommt die "Ich-Mentalität", denn man muss es in den USA selbst "schaffen", da es kein vergleichbares soziales Netz gibt wie hier. Das schürt Abstiegs- und Verarmungsängste. Wenn sich dann ein "alter weißer Mann" wie Trump, der Erfolg suggeriert, hinstellt und MAGA und dergleichen brüllt, dann triggert das die ureigensten Instinkte vieler (weißer und oft männlicher) Amerikaner.
    Gleichzeitig kommt hinzu, dass die weiße Bevölkerung um ihre "gottgegebenen" Privilegien fürchtet, weil immer mehr "Nicht-Weiße" ein Stück vom Kuchen abhaben wollen - und das sowohl auf lokaler bzw. nationaler Ebene wie eben auch auf internationaler Ebene.

    Gleichwohl muss man dagegenhalten, dass die Reihenfolge Clinton, George W., Obama, Trump, Biden eine Abfolge von Extremen ist, sowohl im Guten wie im Bösen und immer in unterschiedlichen Bereichen. Dass Trump nach vier Jahren abgewählt wurde, hat den Zyklus gewissermaßen unterbrochen. (Bei George Bush sr. und Clinton war das ja bereits eine Ausnahme, weil Bush sr. auf Reagan folgte und eben kein Demokrat an die Macht kam.)
    So gesehen könnte man hoffen, dass vier weitere Jahre Trump ohne Weltkatastrophen vorbeiziehen und danach eine "Katharsis" in Form eines (oder einer) jüngeren demokratischen Kandidaten das Ganze wieder ins Lot bringt.

    Bezüglich deines EFV: Du solltest für dich Klarheit haben, ob du wirklich in die Schulleitung willst. Das klang jetzt nicht so ganz durch in deiner Beschreibung. Falls ja, buche ein entsprechendes Coaching für das EFV und wiederhole es. Die Durchfallquoten ohne spezielle Vorbereitung sind da ja katastrophal hoch. Die SLQ macht es sich da auch etwas einfach, wenn sie sagt, das wäre eine separate Sache. Jeden Lehrer/jede Schule würde man bei analogen "Erfolgsquoten" zur Rechenschaft ziehen.

    Die SLQ ist die formale Voraussetzung für die Teilnahme am EFV. Sie ist aber sicherlich keine tiefgreifende Fortbildung für die erfolgreiche Teilnahme am EFV. Deutlich über 50% der Teilnehmenden in meinem Kurs wollten im Wesentlichen herausfinden, ob sie wirklich Schulleitung machen wollen. Das waren oft StellvertreterInnen oder FunktionsstelleninhaberInnen. Einige waren bereits kommissarische SL und haben die SLQ als Pflichtveranstaltung gemacht, um im Anschluss dann das EFV zu machen.

    Wenn ich mir die Unterlagen in Erinnerung rufe, die man dort in die Hand gedrückt bekam, dann ist die SLQ meiner Wahrnehmung nach ein Trigger für einen ausführlichen Selbstreflexions- und Fortbildungsprozess, an dem dann am Ende das EFV steht.

    Also - ich versuche jetzt ein wenig Klarheit in die Sache rein zu bringen: Ich habe ursprüngliche eine Revision zur Stv. SL gemacht - dabei wurde mir nahe gelegt die Bewerbung (Nach der Gesamtkonferenz) zurück zu ziehen. Alles gut - ich wurde dann in die BR eingeladen um mit mir über Alternativen zu sprechen. Der Vorschlag war der Wechsel an ein benachbartes Gymnasium. Ich habe angenommen, weil mir auch gesagt wurde man könne mich "persönlich begleiten". Dort kam ich leider nie an. Es kam Corona dazwischen - leider leide ich unter einer Behinderung, die dazu führte, dass ich ab Oktober 2020 in den digitalen Unterricht wechseln musste. Dies blieb so bis Sommer 2021. Ich bewarb mich auf eine Abordnungsstelle außerhalb von Schule, die ich auch bekam - und durfte mehrere Jahre lang erfolgreich darin wirken. Naja, bis es ein Konflikt mit der Schulaufsicht gab: Ich hatte eine Anfrage als Referent von einem bekannten Lehrer*innenverband, welches ich angenommen habe. Es sollte eine einmalige Sache sein, zu einem Thema in dem ich mich aus meiner Arbeit heraus gut auskenne: Das Kooperationsdreieck Schule - Schulverwaltung - Schulaufsicht. Die zuständige Schulaufsicht fragte mich, was ich mir anmaßen würde da als Referent zu wirken. Die Abordnung wurde auslaufen gestellt. Somit landete ich Anfang dieses Schuljahres wieder in der Schule - und hatte an meiner Stammschule kein Platz. Man legte mir nahe, ich könnte an einer Realschule Schulleiter werden - ich sollte mir dies anschauen. Als ich dort ankam, spürte ich Tag für Tag, dass dies nicht mein Platz sein würde. Dennoch: EFV gemacht - durchgefallen. Also sitze ich jetzt da, und frage mich - wer kümmert sich eigentlich um meine Weiterentwicklung? Ja, ich selbst - ist klar. Ich habe mich immer wieder mal auf weitere Abordnungsstellen beworben, bekomme aber trotz Qualifikationen stets Absagen - was mich zu der Aussage bewegt: In Ungnade gefallen. Wird hinter verschlossenen Türen gesprochen? Ich vermute ja, wissen tue ich es nicht. Bin aber zur Zeit echt ratlos ob meiner Weiterentwicklung. Hilft das jetzt etwas weiter?

    Vielen Dank für diese ausführliche und ehrliche Schilderung.

    Man könnte den Eindruck gewinnen, dass Du mit Deiner Einschätzung Recht haben könntest. Gleichwohl gibt es auch ein paar "harte" Kriterien, die diese "Ungnade", in die Du gefallen sein magst, begründen. Unter andere das misslungene EFV oder die Sache mit der Referententätigkeit.


    Das muss aber nicht per se so sein. Zunächst gibt es nicht "die Bezirksregierung", sprich, es mag sein, dass Du den einen oder die andere DezernentIn temporär verärgert hast, ich kann mir aber kaum vorstellen, dass Du deswegen endgültig "verbrannt" bist.

    Was die Abordnungsstellen angeht, so sitzen nicht immer dieselben Leute in den Auswahlverfahren drin. Insofern kann es ja durchaus sein, dass es andere BewerberInnen gab, die schlichtweg geeigneter waren.

    Wohin willst Du Dich denn weiterentwickeln? Schulleitung? Schulaufsicht?
    Hast Du mit Deinem Dezernenten/Deiner Dezernentin einmal offen über die Sache gesprochen?

    Schon mal das Gefühl gehabt nicht gebraucht zu sein? Irgendwie ein merkwürdiges Gefühl, aber etwas das mich seit einiger Zeit nun beschäftigt. Nachdem ich einige Jahre abgeordnet war, ließ man meine Abordnung auslaufen, woraufhin ich als GY-Lehrkraft am GY überflüssig war. Von daher wurde ich an eine RS abgeordnet, an der ich trotz zahlreicher Weiterbildungen, Fähigkeiten, etc. schlicht als Stundenfüller gebraucht werde. Alle Bemühungen um neue Abordnungsstellen laufen ins Leere. Darüber hinaus habe ich langsam das Gefühl, dass ich als A14er auch „vergessen“ bin - sprich: Abgeordnet aber keiner denkt da dran, dass auch diese mal enden. Auch aus dem Dezernat heißt es: „Sie müssen bitte mal Verständnis haben, dass niemand „Juhu“ schreit nach einem A14er“. Kann irgendjemand von euch etwas mit meinen Gedanken anfangen? Ich vermisse die Instanz der Personalentwicklung gänzlich.

    Magst Du hier noch einmal konkret ausführen, was Du erwartest und willst? Ferner ist mir Dein aktueller Status nicht so ganz klar.

    Was die Antwort des Dezernats angeht, so halte ich die für unprofessionell. Gleichwohl mag es so sein, dass an bestimmten Schulen da nicht "Juhu" geschrien wird.
    Was die Bewerbungen oder Weiterentwicklung angeht, so wird niemand Dich quasi entdecken und Dir eine A15-Stelle zu Füßen legen. Der Illusion war ich auch lange aufgesessen. Vermutlich ist es an der Zeit, dass Du andere Wege beschreitest. Auf Stella werden ja auch immer mal wieder FachberaterInnen oder pädagogische MitarbeiterInnen gesucht. Ich lese aus Deinen beiden Beiträgen Larmoyanz heraus - die hilft Dir hier nicht. Wenn Du an Deiner aktuellen Schule nicht weiterkommst, bleibt Dir nur, das Ganze hinzunehmen oder wegzugehen - sei es an eine andere Schule oder in eine Behörde.

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