Beiträge von Bolzbold

    Ergänzend dazu sei die Doku "Ganz normale Männer", die gerade bei Netflix läuft, empfohlen. Da werden die psychologischen Mechanismen ausführlich beleuchtet.

    Ich sehe es nicht so, dass hier gerne kontrovers diskutiert wird.

    M.E. geht es oftmals um die „ richtige „ Meinung die man hat, wenn die Meinung nicht „ richtig „ für die Hauptakteure dieses Forums erscheint sind die Folgen meist „ verwirrte Smileys“, abschätzige Bemerkungen, Kommentare wie „ Ich müsste jemand auf ignore setzen „( statt es einfach ohne Kommentar zu machen ) , man wird als böse oder anderes beleidigt, oder es wird nett umschrieben , dass man eh zu dumm wäre.

    Bis hierhin kann ich Deine Einschätzung teilen. Es ist in unserer "Bewertungsgesellschaft" auch einfacher, schnell auf einen Smiley o.ä. zu klicken, anstatt sich mit einer Meinung auseinanderzusetzen. (Am Rande: Die Zahl der "Verwirrt-Smileys", die ich vergeben habe, dürfte eher überschaubar sein.)

    Zitat

    Manchmal hab ich den Eindruck der ein oder andere lebt komplett in seiner Bubble und ist vom gestrigen Wahlausgang tatsächlich überrascht…

    Überrascht dürften meines Erachtens die wenigsten gewesen sein. Und ja, letztlich lebt jede/r von uns ein seiner/ihrer eigenen Bubble - mal ist sie größer, mal kleiner.

    Was ich mir in dieser wünsche, ist, dass wir uns primär über das austauschen, was geschrieben wurde und nicht über das, was nicht geschrieben wurde. Letzteres ist oft spekulativ.

    Nur dass ich das richtig verstehe:

    Ich bitte einen User, seine pauschal vorgetragene These, dass die Feiernden seit 2015 massiv ins Land geholt wurden, zu belegen.
    Dann wird gekontert, dass niemand alle Migranten unter Antisemitismusverdacht stellt (sic!) und mir wird von zwei UserInnen Realitätsverweigerung vorgeworfen.

    Das ist schon ein starkes Stück, da das aus meiner Bitte, im Diskurs eine pauschale These zu belegen, gar nicht hervorgeht. Ich weiß, dass es unter den Muslimen Israelfeindlichkeit gibt und ich weiß, dass zu viele von ihnen die Attacken feiern.

    Ich hätte jetzt gedacht, dass das Untermauern einer pauschalen Aussage mit Argumenten zu den Grundregeln eines jeden Diskurses gehört. Dass dies nun delegitimiert wird und zu Realitätsverweigerung pervertiert wird, macht mich in einem Forum, in dem studierte Menschen schreiben, fassungslos.

    Wenn das jetzt künftig das Level einer - gerne auch kontrovers - geführten Diskussion sein soll, dann lässt mich das kopfschüttend zurück. Da kann ich ad hoc einfach nichts mehr zu sagen bzw. schreiben.

    Ungefähr 15% für die AfD in westdeutschen Bundesländern - in Bayern trotz zweier konservativer Alternativen - ist schon eine Hausnummer, an die man sich gewöhnen muss.

    Mich hat das eine oder andere Interview mit AfD-PolitikerInnen angewidert - dort wurde einerseits die eigene Stärke gepriesen, gleichzeitig die Opferrolle sorgsam gepflegt und das Ganze mit einer Rhetorik versehen, die der NSDAP durchaus gleichkommt.

    Unterschreibe ich. Eine Einordnung ist trotzdem sinnvoll. Und 700 bestätigte Tote (davon wohl 600 Zivilisten) an einem Tag ist eben auch etwas, was es in der Ukraine so glücklicherweise nicht gab.

    Gleichwohl muss man berücksichtigen, dass der Kampf der islamischen (Terror)Milizen gegen Israel zu keinem Zeitpunkt ein konventioneller Krieg war, bei dem SoldatInnen gegeneinander kämpfen und versucht worden wäre, zivile Opfer so gut es ging zu vermeiden.

    Dieser Überfall ist durch nichts zu rechtfertigen und daher entsprechend zu verurteilen. Es gruselt mich angesichts der steigenden Opferzahlen, die ich in dieser Höhe in den letzten drei Jahrzehnten auch so nicht in Erinnerung habe.

    Schaut man sich die Entwicklung im Nahen Osten seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert an, ist dies wahrscheinlich leider nur eine weitere Episode, die sich in die über ein Jahrhundert andauernden Konflikte zwischen den Israelis und den Muslimen einreiht - und es wird nicht die letzte Episode sein.

    Meine Aufgabe als Lehrkraft ist es natürlich, mögliche Stellvertreterkonflikte in der Schule zu verhindern und klarzustellen, dass dies nicht der Konflikt der SchülerInnen ist und sie diesen auch nicht in der Schule oder außerhalb derselben auszutragen haben.

    Aufgrund unserer Geschichte und dem historischen Schicksal der Juden und Jüdinnen dieser Welt sind wir einerseits moralisch verpflichtet, Israel zu unterstützen. Gleichsam tue ich mich schwer, diese Solidarität blind zu gewähren, da man hier auch das größere Bild zeichnen muss.
    (Wie ich hier schon vor längerer Zeit schrieb, empfiehlt es sich, die Weltgeschichte einmal aus muslimischer Sicht zu lesen und sich vom Eurozentrismus ein wenig zu lösen. Dann versteht man möglicherweise das eine oder andere auf muslimischer Seite - was selbstredend keine Rechtfertigung oder ein Gutheißen von Aggression und Gewalt bedeutet.)


    Würde die gesamte arabische Welt Israels Existenz anerkennen und infolge dessen seine staatliche Integrität respektieren, käme das aus deren Sicht einer Akzeptanz des Rechts des Stärkeren - hier Israels und des Westens gleich. Die arabische Welt erfährt spätestens seit dem Sykes-Picot-Abkommen aus dem Ersten Weltkrieg kontinuierlich, dass der Westen in beliebigen Regionen der arabischen Welt seine Interessen rücksichtslos durchsetzt. Vor diesem Hintergrund wäre ein dauerhafter, endgültiger Frieden wünschenswert, jedoch auf der Basis des status quo aus meiner Sicht faktisch unmöglich.

    Einmal abgesehen davon, dass viele PolitikerInnen vor oder neben ihrem politischen Wirken auch noch einen anderen Beruf erlernt haben oder ausüben. Alles andere wäre auch nicht unbedingt sinnvoll, da Karrieren in der Kommunal- und Landespolitik alles andere als garantiert langfristig und einkommensstark sind.

    Ich finde es ärgerlich, dass wir im Jahre 2023 noch immer unsere Arztrechnungen selbst einreichen müssen. Wieso schafft man es nicht, dass die Ärzte und Krankenhäuser ähnlich wie in der GKV verfahren? Gut, dass es mittlerweile über Apps funktioniert, ist schon eine gewisse Optimierung. Ich sehe aber teils Kollegen kurz vor dem Ruhestand, die dann auch noch für weitere Personen alles einreichen müssen. Was macht man da im hohen Alter?

    Also ich mache das für uns fünf und kann den "Stress", den Du suggerierst, nicht nachvollziehen. Ich sammle das Ganze, scanne es dann mit den beiden Apps, notiere mir oben rechts, dass ich es eingereicht habe, und gut ist.
    Wenn ich eines Tages kurz vorm Ruhestand bin, müsste ich schon sehr spät meine Kinder bekommen haben, um dann noch für diese etwas einreichen zu müssen. Selbst bei einer Partnerin oder einem Partner, für den/die ich das machen muss, hält sich der Aufwand in Grenzen.

    Ich verstehe die Frage nicht ganz, was man da im hohen Alter macht. Im Zweifelsfall bittet man jemanden um Hilfe, wenn man es nicht mehr selber machen kann. Dann reicht eine Unterschrift unter den fertig ausgefüllten Antrag aus Papier.

    Also ich hatte einen sehr angenehmen, entspannten Elternabend zu Beginn des Schuljahres, obwohl er zwei Stunden gedauert hat. Das war es mir aber wert, da eine wohlwollende, kooperierende Elternschaft einem das Leben sehr erleichtern kann. Ich habe daheim meiner Frau ein bisschen davon erzählt, danach sind wir schlafen gegangen.

    Haha, wenn alle unzufriedenen Kollegen in die Schulaufsicht wechseln könnten, hätten wir bald eine Heerschar von Aufsichtsbeamten, dass die weiland Stasi nachträglich neidisch werden müsste.

    Die wenigsten können einfach so in die Schulaufsicht wechseln. In der Regel setzt dies in NRW eine gewisse Vortätigkeit im Leitungsbereich einer Schule voraus, wenn man dauerhaft ins Dezernat wechseln möchte (vgl. Laufbahnverordnung und die Befähigung für den Schulaufsichtsdienst.) Anhand der Ausschreibungen und der Fächerkombinationen ist auch schnell klar, dass hier an bestimmte Personen gedacht wird - in der Regel Schulleitungen, die natürlich durch ihre Zusammenarbeit mit der Schulaufsicht dort bereits bekannt sind.

    Schulaufsicht ist kein lauer Job - ich habe genug DezernentInnen kennengelernt. Gerade als Mittelbehörde, also über Schule und unter dem Ministerium ist man in einer Doppelfunktion, die mitunter auch stressig und frustrierend sein kann.

    Es ist denkbar, als pädagogische/r MitarbeiterIn in die BR zu wechseln, aber das ist oft nur temporär oder nur mit bestimmten Stundenanteilen. Auch hängt das von der jeweiligen BR ab. Ganz aus dem Schuldienst raus ist eher die Ausnahme. Dasselbe gilt fürs Ministerium. Da gab es bis vor Kurzem ein Fenster, wo viele ehemalige PM(') ReferentInnen geworden sind, aber das ist jetzt auch faktisch "zu".

    Ich habe in der Vergangenheit genug politische oder kontroverse Diskussionen/Gespräche geführt - und ich habe beileibe kein Problem damit, dass man keine Schnittmengen findet oder dass jemand meine Ansicht Scheiße findet. Was ich wahrnehme und mich zunehmend nervt, ist ein Diskussionsstil, bei dem der/die Leserin meint, die Deutungshoheit über das Geschriebene zu haben und den/die SchreiberIn entsprechend teils persönlich angeht und es dann darauf hinausläuft, dass man ja selbst Schuld sei, weil man ja a-b-c geschrieben habe. Bei persönlichen Anfeindungen mag das ja noch irgendwo nachvollziehbar sein, aber außerhalb dessen ist es das meines Erachtens nicht.

    Das habe ich bei face to face Gesprächen in dieser Form nie erfahren - hier im Forum ist das eine Sache, die zunehmend dazu führt, dass ich mich hier immer weniger wohlfühle. Aber gut, das weiter auszuführen, wäre zu sehr OT.

    Da künstliche Intelligenz immer einflussreicher wird, habe ich interessehalber die KI gefragt, ob der Aufstieg der AfD mit dem der NSDAP 1932 vergleichbar ist.

    Das war ihre Antwort:

    "Comparing the rise of the Alternative for Germany (AfD) party in Germany since 2022 to the rise of the National Socialist German Workers' Party (NSDAP or Nazi Party) in 1932 is a complex and sensitive matter. While there are some political and social dynamics that may appear similar on the surface, there are also significant differences to consider.

    1. Historical Context: The rise of the NSDAP in the early 1930s occurred during a period of extreme economic hardship and political turmoil in the aftermath of World War I and the Great Depression. The Weimar Republic was struggling, and there was widespread discontent. The AfD's rise in the 2020s takes place in a very different historical context, characterized by a stable and prosperous Germany within the European Union.
    2. Ideology: The NSDAP, under Adolf Hitler, had a totalitarian and fascist ideology that sought to establish a dictatorship and promote racist and anti-Semitic policies. The AfD, on the other hand, is a right-wing populist party that has been criticized for its anti-immigrant and anti-Islam stance but does not share the same extreme ideology as the NSDAP.
    3. Political System: The Weimar Republic was a fragile and young democracy that was still evolving and struggling to establish itself. Germany today has a well-established and stable democratic system with strong institutions.
    4. Electoral Success: While the AfD has gained seats in the German Bundestag and regional parliaments, it has not achieved the same level of electoral success or parliamentary representation as the NSDAP did in the early 1930s. The NSDAP became the largest party in the Reichstag in 1932.
    5. Global Context: The rise of the NSDAP had far-reaching consequences, leading to World War II and the Holocaust. The world today is very different, with a focus on international cooperation and institutions to prevent such catastrophes.

    It's essential to be cautious when drawing historical parallels, as every historical event is shaped by a unique set of circumstances. While there may be some superficial similarities in terms of the rise of right-wing populist parties in times of social and political upheaval, the specific historical, ideological, and contextual differences between the AfD and the NSDAP are significant. Drawing direct comparisons between the two should be done with care, as the historical context and consequences are vastly different."

    Es ist interessant zu sehen, dass die KI sich sehr um Neutralität bemüht, wo sie offenbar nicht genug Informationen hat. Gleichsam stellt sie klar, dass ein direkter Vergleich zumindest "schwierig" zu sein scheint.

    Ich habe dann Folgendes gefragt: "How come that the rise of the AfD triggers memories of the rise of the NSDAP in 1932?"

    Die Antwort war:

    "

    The rise of the Alternative for Germany (AfD) may trigger memories of the rise of the National Socialist German Workers' Party (NSDAP or Nazi Party) in 1932 for several reasons, although it's important to emphasize that the historical contexts and the parties themselves are different. Here are some factors that contribute to this comparison:

    1. Populist Rhetoric: Both the AfD and the NSDAP employed populist rhetoric that appealed to certain segments of the population. Populist parties often present themselves as outsiders challenging the political establishment, and they can tap into public frustration or disillusionment.
    2. Anti-Immigrant Sentiment: The AfD has been criticized for its anti-immigrant and anti-Islam stance, which can draw parallels to the NSDAP's scapegoating of minorities, particularly Jews, as part of their propaganda and platform.
    3. Economic and Social Discontent: Economic hardship and social discontent can create fertile ground for the rise of populist and extremist movements. In both cases, there were economic and social challenges in Germany that some segments of the population felt were not being adequately addressed by mainstream parties.
    4. Polarization: The rise of the AfD, like the rise of the NSDAP, can contribute to political polarization within the country. As these parties gain support, they often polarize political discourse and create divisions within society.
    5. Historical Sensitivity: Given the catastrophic consequences of the Nazi regime, any rise of a far-right party in Germany naturally raises historical sensitivities and comparisons to the past.

    However, it's crucial to emphasize the significant differences between the AfD and the NSDAP:

    1. Ideology: The NSDAP had a totalitarian, fascist, and racist ideology, whereas the AfD, while controversial, does not share the same extreme ideological characteristics.
    2. Political System: Germany today has a stable and established democratic system with strong institutions, which is a fundamental difference from the fragile Weimar Republic of the 1930s.
    3. Global Context: The world today is very different from the 1930s, with a focus on international cooperation and institutions to prevent the kind of global conflicts that occurred during that era.

    While historical comparisons can provide insights into current events, it's important to approach such comparisons with caution and nuance, recognizing the unique factors and contexts at play in each situation. The rise of the AfD may evoke memories of the past, but it is a distinct phenomenon with its own complexities and implications."

    Als Historiker kann ich mich dieser Argumentation nicht wirklich verschließen. Allerdings stehen wir 2023 noch am Anfang der Entwicklung und können noch nicht deren Ende absehen. Eine Regierung jedweder Couleur muss so oder so die Unzufriedenheit in großen Teilen der Bevölkerung ernst nehmen und entweder aktiv etwas dagegen tun oder aber plausibel darlegen, wieso das mit Blick auf das gesamte Volk nicht oder nur in eingeschränktem Maße möglich ist.

    Dann schau dir bitte mal an, wie Frauen aus Lehrerkollegien ihre Ehemänner auswählen: Mindestens 90 Prozent weiße Akademiker.

    Aber das hat sicher nichts mit wirtschaftlicher "Verwertbarkeit" zu tun. Ähnliches gilt für den Wohnraum, den Lehrer bevorzugen: Unter den betuchten Weißen (Rechtsanwälte, Ärzte ...) fühlt man sich doch am wohlsten. Stets nach dem Muster: Links reden, rechts leben.

    Auch interessant: Die Namensgebung bei den eigenen Kindern. Generell auch mal international (englisch, französisch, spanisch, italienisch, russisch ...). Offenkundig muslimisch-arabische Namen (Hassan, Fatima) werden aber gemieden. Warum wohl?

    Dass sich Lehrerinnen weiße Akademiker suchen, dürfte eher unspektakulär sein. Dass Frauen sozial nach oben heiraten, ist kein Geheimnis.

    Ich habe als Mensch mit sichtbarem Migrationshintergrund eine weiße Lehrerin geheiratet. Gezielt Frauen mit ähnlichem Hintergrund zu daten wäre mangels Masse schwierig gewesen. Und weiße Frauen sind in Deutschland nun einmal häufiger vertreten als andere.

    Also machen wir es kurz:

    Bist Du in Urlaub, teilst Du der Schulleitung dies inklusive dem Zeitpunkt, zu dem Du wieder da bist, mit. Es gibt wenig dringende Dinge, die nicht auch nach einem Urlaub erledigt werden können. Solltest Du erwiesenermaßen sechs, acht oder mehr Wochen der Ferien nicht da sein, wird es schwierig. Aber das hast Du ja auch bereits selbst mit Verweis auf die ADO dargelegt.

    OK dann fange wir mal an.

    damit hören wir auch wieder auf. Gelee-Bananen? 🤢

    Wenn man echt keine Zeit hat morgens, dann muss man sich abends was vorbereiten oder was kochen und am nächsten Tag auch noch mitnehmen.

    Ein guter Start ist es, mehr un- oder weniger verarbeitet Lebensmittel zu verwenden.

    Naja, der Frosch ist wohl recht sportlich - das dürfte ihm somit nicht allzu sehr schaden...

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