Beiträge von Bolzbold
-
-
-
Die AfD hat bis anhin gar nichts gemacht. Ich glaube also nicht, dass das das gleiche Level ist. Vielleicht in deiner intellektuell bornierten Welt, in meiner nicht.
Zugegebenermaßen hätte ich Deinen Schreibstil mir gegenüber nicht sonderlich anders bezeichnet.
Die AfD hat bislang sehr wohl etwas gemacht - sie suggeriert, Leuten, die hassen und hetzen, eine politische Heimat zu bieten. Und damit kokettiert diese Partei ganz bewusst. Für Menschen mit sichtbarem Migrationshintergrund wie ich einen habe, kann das langfristig zu einem Problem werden.
Die Nazis haben meine Großmutter um ihr Lebensglück gebracht, ihren Bruder und ihren ersten Mann, die große Liebe ihres Lebens, 1942 in der Schlacht von Rzhev im Abstand von nur wenigen Tagen fallen lassen. Mein Großonkel wie auch meine Großmutter waren "nur" deutschblütig, weil mein Urgroßvater Halbjude war. Was das für die Familie und mögliche berufliche Perspektiven bedeutete, wenn man kein überzeugter Nazi war, brauche ich Dir ja nicht zu erklären.Vielleicht akzeptierst Du vor diesem Hintergrund ebenso meine persönliche Betroffenheit in Bezug auf die AfD wie ich Deine vor dem Hintergrund Deiner Familiengeschichte akzeptiere. Ich sehe die Nazis und diejenigen, die heute auf vergleichbares Gedankengut zurückgreifen, ähnlich kritisch wie Du meine These von der Befreiung durch die Sowjets, die Deiner Familie Schreckliches angetan haben, oder eben meine von Dir als solche kritisierte Doppelmoral weiter oben.
-
Das Problem ist doch nicht die AfD, die AfD ist nur ein Symptom. Das Problem ist doch, daß es bei uns in Deutschland keine konservative Partei mehr gibt, die den Elefanten im Raum benennen und anfassen mag.
- Migrationspolitik nach australischem Vorbild
- Lohngerechtigkeit, also größerer Abstand von Bürgergeld zum Arbeitseinkommen
- Rentenniveau wieder auf 65% anheben und alle versicherungsfremden Leistungen dafür aus der Rentenkasse raus holen.
--> https://www.boeckler.de/de/boeckler-im…tungen-7380.htm
Zitat daraus: "Von zehn Euro, welche die Rentenversicherung ausgibt, gehören vier eigentlich nicht zu ihren Leistungen." - Schulen, die funktionieren, also Abschaffung der Inklusion
Die aktuellen Umfragewerte aus Brandenburg zeigen jedenfalls, daß die AfD wohl doch irgendwann in Regierungsverantwortung kommen wird.
--> https://www.rbb24.de/politik/beitra…e-analyse-.htmlIch denke, dass bis auf die ideologisch Verblendeten die meisten Menschen eine Begrenzung bzw. stärkere Kontrolle der Migration möchten. Bei vorzugsweise linksorientierten Parteien ist das nicht angekommen, was aber mitunter auch daran liegt, dass deren PolitikerInnen ein bürgerliches Leben führen und von den Menschen, die das jeden Tag leben, nichts mitbekommen.
Was die Lohngerechtigkeit angeht, so müsste man wahlweise noch höhere Löhne zahlen oder das Bürgergeld reduzieren. Es ändert aber nichts daran, dass zu viele Menschen hier wahlweise arbeitsunwillig oder -unfähig sind. Das ist ein dickes Problem.
Das Rentenniveau muss irgendwoher finanziert werden - wo willst Du kürzen?
Die Inklusion per se ist nicht verkehrt. Wir müssen aber die ideologisch verblendeten und in der Praxis nicht umsetzbaren Aspekte ändern. Körperbehinderte Kinder können in der Regel problemlos an Regelschulen unterrichtet werden. Bei Kindern mit Förderbedarf im Bereich geistige oder soziale Entwicklung ist die Förderschule womöglich sinnvoller.Was Brandenburg angeht, so müssten schon alle anderen Parteien zusammenarbeiten (hier CDU, SPD, Grüne) - das wird spannend und erschreckend zugleich.
-
Falls du mich meinst: Ich springe ganz sicher nicht für die AfD in die Bresche. Ich bin einfach grundsätzlich gegen argumentativen Bullshit. Ausgedachte Behauptungen sind keine Argumente, einfach von keiner Seite. Ich kann dir jetzt natürlich gerne unterstellen, für die Russen in die Bresche zu springen. Ich bin mir recht sicher, dass du das nicht tust, also behaupte ich es auch gar nicht erst. Ich weise dich nur darauf hin, dass deine Aussage, die russische Besatzung Ostdeutschlands sei eine "Befreiung" gewesen, ein bisschen unglücklich ist. Darauf weise ich dich als Kind sudetendeutscher Kriegsvertriebener hin, dessen halbe Verwandtschaft 40 Jahre lang hinter der Mauer gelebt hat. Da bekomme ich jetzt einfach mal verhaltenspsychologisch gut begründbare Pickel.
Die Frage nach der Befreiung durch die Sowjets ist im Grunde auf demselben Level wie die Frage, ob die AfD eine demokratische Partei ist.
Wir können auf der formalen Ebene schauen (im Falle der Sowjets war es insofern eine Befreiung, als dass sie in ihrem besetzten Gebiet die Nazis vertrieben haben, im Falle der AfD ist diese Partei demokratisch gewählt und bekennt sich vordergründig zu unserer Demokratie), oder wir können die andere Ebene betrachten. Da traten die Sowjets eben alles andere als befreiend auf. Genauso wie Mitglieder der AfD alles andere als auf dem Boden unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung stehen. Und falls das nicht komplett an mir vorbeigegangen sein sollte, ging es doch letztlich in der Diskussion um eben diese beiden Ebenen. -
Aus der Perspektive der Nazis war die Besetzung des Sudetenlands auch eine Befreiung. Mir ist nicht ganz klar, was du mit dieser Art der Rhetorik gerade bezwecken willst.
Damit muss ich dann leben - genauso wie ich damit leben muss, dass hier einige UserInnen politischen oder diskursiven Anlass sehen, gewollt oder ungewollt ganz schön für die AfD in die Bresche zu springen...
-
Manchmal muss man sich einfach auch mal auskotzen. Das täte ich sicherlich in dieser Situation auch. (Allerdings nicht mehr hier.)
-
Nein. Und das hat man auch 1945 schon mehr als erahnen können, dass das alles andere als eine Befreiung wird. Stalin war ein Teufel wie Hitler und Mussolini.
Aus der Perspektive der Sowjets. Die Deutschen hatten - verständlicherweise - eine Heidenangst vor den Sowjets.
-
Für die Schule sicher selbstverständlich, für mich aber unangenehm: Einsatz in der Unter- und Mittelstufe. Laut, wild, Gekreische... Vertretungsstunden ohne vorhandene Aufgaben. Auf meine Nachfrage bei der Schulleitung, was ich da machen soll: "Das ist Ihr Problem." Dazu Aufsichten über eine Stunde im Gekreische... die Smartwatch zeigte über 80db an. Mir brummt der Kopf. Während die anderen Kollegen weiter die angenehmeren kleinen Klassen am Abendgymnasium unterrichten dürfen. Perspektive unklar. Ätzend.
Au weia.
Mein Tipp: Besorge Dir umgehend professionellen Gehörschutz. Das gibt es in Form von Otoplastik mit entsprechendem Filter und man bekommt das beim Hörakustiker. Das waren bei mir gut investierte 250 Euro. Ich ziehe diese Teile in der Schule immer dann an, wenn es mir zu laut wird, und es bringt wirklich etwas. Man hört trotzdem noch gut durch die maßangefertigten Teile und es kommt auch im Gegensatz zu Oropax nicht zu Problemen mit dem Druckausgleich. -
Und man sollte noch betonen, dass nur die (totale) Niederlage durch die Alliierten unsere Vorfahren von der Herrschaft der Nazis befreien konnte. Unsere Vorfahren waren dazu leider nicht und später nicht mehr in der Lage. Vor dem Hintergrund der Ideologie der Sowjets war auch die Besetzung durch die Sowjets so gesehen eine Befreiung. Dass diese nicht ausschließlich im Sinne der Befreiten war, darf dabei natürlich nicht übersehen werden.
Ich muss gestehen, dass ich es auch merkwürdig fände, mit den RussInnen den 9. Mai als Tag der Befreiung zu feiern - genauso wenig würde ich den 8. Mai mit den Westalliierten feiern. Für unsere deutschen Vorfahren gab es da nichts zu feiern. Dass die Befreiung ein Segen für die (West)Deutschen war, das konnte man im Frühling 1945 nun wahrlich noch nicht absehen. Aber ich nehme das mal als Impuls für eine der nächsten Stunden mit den 10ern. -
Hallo Google-Übersetzer. Magst Du Dir eine andere Spielwiese suchen?
-
Klar, also (mal wieder) selbst schuld.
Können wir hier mal ohne solche Sachen auskommen? -
Lies dir bitte den Verlauf der Diskussion durch. Ich beziehe mich mit "erfundene Behauptungen" nicht auf Bolzbold und das was er verlinkt hat. Es gibt keine Aussage "wir entziehen allen, die nicht qua Geburt Deutsche sind, das Wahlrecht". Dabei handelt es sich um eine Interpretation. Bolzbold ist aber der Meinung, man muss es da nicht so genau nehmen, dass an dieser Stelle schlicht was Falsches behauptet wird. Weil ... Es gibt ja genügend andere hässliche Aussagen von AfD-Mitgliedern. Letzteres ist vollkommen korrekt, hat aber mit Ersterem nichts zu tun bzw. ist keine Rechtfertigung. Ich toleriere die falsche Behauptung einer Person, die ansonsten aber meine Meinung vertritt und meine Meinung richtet sich ja gegen die "Bösen", also ist sie richtig. Es gibt irgendeine schlaue Bezeichnung dafür aus dem Bereich der Verhaltenspsychologie, mir fällt's grad nicht ein.
Würde es Dir etwas ausmachen, mich nicht zum Gegenstand psychologischer Betrachtungen zu machen?
-
Ich finde das teils unglaublich oberflächlich....
-
Ja, genau. Es ist grundsätzlich egal, wenn man mit ausgedachten Behauptungen argumentiert, wenn es nur einfach gegen die per Definition Richtigen geht.
Nein, es ist eine Frage der Prioritätensetzung. Auch wenn die Partei dies womöglich (noch) nicht vorhat, so lassen die Äußerungen einiger ihrer Mitglieder Schlimmeres erahnen - und sei es nur ein Klima, in dem Menschen suggeriert wird, Übergriffe oder gar Verbrechen seien moralisch erwünscht - ganz unabhängig davon, dass sie nach wie vor strafwürdig sind.
-
Ob die AfD als Partei gegenwärtig die Demokratie wie wir sie kennen abschaffen, aushöhlen will oder was auch immer, ist vor dem Hintergrund der menschenverachtenden Äußerungen einiger ihrer führenden wie weniger führenden Mitglieder relativ egal. Es geht darum, dass menschenverachtende Äußerungen sowie der Aufruf zu entsprechendem Handeln die Hemmschwelle senken.
Die meisten Zitate stammen von AfD-Politikern – einige sind unbelegt (correctiv.org)
-
Nun ja, das wäre wohl evident - wo sollen sie sonst herkommen?
-
-
Ansonsten sieht man hier mal wieder schön, wie viele in diesem Forum und evtl. auch in diesem Berufsfeld politisch so ticken. Ich hoffe mal sehr, dass ihr im Sinne des Beutelsbacher Konsens eure persönliche Meinung im schulischen Kontext entsprechend handhabt, ansonsten fände ich das höchst bedenklich.
Aber selbstverständlich. Und damit jede/r sich seine/ihre eigene Meinung bilden kann, gehören gleichwohl auch die hetzerischen Parolen einiger Mitglieder der AfD dazu.
-
Ich glaube ich muss hier niemandem erklären, warum es fragwürdig ist, das "Weißbleiben" eines Bevölkerungsanteils nach der Wende zu bemängeln
Dass hier so verhalten reagiert wird, ist für mich Beweis genug, dass ich einen wunden Punkt getroffen habe.
Demnach bleibe ich dabei, die AA-Stiftung ist keine gute Grundlage für Quellen, zum Thema Demokratiefeindlichkeit, da sie selbst demokratiefeindlich erscheint.Eine interessante Deutungsweise. Wenn hier so verhalten reagiert wird, könnte es auch daran liegen, dass entweder niemand weiß, was Du uns mitteilen willst, oder aber dass man Deine These nicht stützt.
Bitte belege doch einmal die Demokratiefeindlichkeit der Stiftung. Oder möchtest Du es mal wieder bei Andeutungen belassen, weil Du keine belastbaren Fakten vorzutragen hast?
Werbung