Nochmal zur Anerkennung:
Wenn ich weiß, dass ich als Lehrkraft arbeiten möchte, dann habe ich lange im Voraus die Möglichkeiten, mich über "Anerkennungs-", Aufstiegs- und Veränderungsmöglichkeiten zu informieren. Das Ganze ist leichter als noch vor 25 Jahren im Netz zu finden.
Dass es keine gesellschaftliche und keine monetäre Anerkennung gibt, kann man im Voraus wissen. Dass die Anerkennung - zumindest als verbeamtete Lehrkraft - die lebenslange Alimentation ist, sollte man sich stets vor Augen halten.
Meine Frau und ich haben uns in den letzten 18 Jahren nie Sorgen um unsere Zukunft machen müssen. Gegenüber manchen Branchen in der freien Wirtschaft wäre das blanker Hohn, dies nicht ausreichend wertschätzen zu können.
Ab dem Zeitpunkt, wo ich mich nicht mehr gesehen gefühlt habe bzw. die Anerkennung ausblieb, habe mich aktiv und erfolgreich um eine Veränderung bemüht. Diese mündete in beruflicher Anerkennung sowie einer Beförderung. Und wenn ich wieder an einen Punkt kommen sollte, an dem ich mir sage, so geht es nicht weiter, dann werde ich mich erneut um eine Veränderung bemühen.
Beförderungen bedeuten in der freien Wirtschaft mitunter auch einen Wechsel in eine andere Abteilung. Wie viele KollegInnen, die sich nicht anerkannt, befördert oder was auch immer sehen, haben denn den Mut, die Schule zu wechseln? Bevor ich meine erste Schule verlassen habe, waren das die allerwenigsten. Im Anschluss daran haben die Unzufriedenen zumindest Versetzungsanträge gestellt. Beförderungen mit Versetzung waren hingegen nie der Fall.
Es bringt also nichts, sich über mangelnde Anerkennung zu beklagen oder zu lamentieren, dass sich Anstrengung nicht lohnen würde.
Auf der Basis der bisherigen Beiträge kann man ganz klar sagen, dass sie sich lohnt (oder ggf. nicht) - abhängig davon, wie ich diesen Lohn für mich definiere und wie flexibel ich selbst dabei bin.