ZitatIch muss um meine Schüler kämpfen, ein "nach unten abschieben" (sorry, böses Wort) gibt es bei uns nämlich nicht.
Bei uns wird auch nicht "nach unten abgeschoben". Jeder Schüler der Klasse ist erstmal da - und wird dementsprechend (im Rahmen der oft genug viel zu besch... eidenen Möglichkeiten) gefö/ordert. Aber wir haben nunmal ein dreigliedriges Bildungssystem - egal, ob es einem gefällt oder nicht. Und wenn ich Unterricht "anbiete", dem ein Schüler nicht folgen kann, ist es nur eine Quälerei. Insofern halte ich dort auch Schicksale in den Händen (es gibt jedes Jahr wieder einige Schüler, die unser Gymnasium nach dem zweiten Mal 10. Klasse mit einem (schlechten) Hauptschulzeugnis verlassen - wäre der Weg ("Abschiebung") zur Realschule nicht doch besser gewesen?)
Zudem findet ein "Kampf" ja nicht nur in Form von Noten statt. Noch viel "wichtiger" (aber kaum dafür ausgebildet...) sind doch solche Situationen wie schwere Krankheiten der Schüler, Missbrauch, Alkoholismus etc. In solchen Fällen halte ich eine professionelle Distanz für zwingend erforderlich.
ZitatZumindest nicht in der Grundschule. Auf den weiterführenden Schulen ist das vielleicht was anderes.
Das kann ich schon eher "unterschreiben". In der Grundschule ist die Bindung der Schüler an "ihre" Lehrer noch sehr stark / wichtig. Wenn die "Kleinen" in der 5. Klasse zu uns kommen, ist das noch ganz deutlich. So spätestens ab der 7. Klasse hat sich das dann gelegt.