Beiträge von Djino

    Mein Eindruck:
    Schließe dein Studium, so wie es jetzt ist, so bald als möglich ab. Das ist dann wohl EN, DE, evtl. auch DaZ/DaF.
    Selbst wenn du dich entscheiden solltest, dann nicht in die Schule zu gehen, hast du zumindest ein abgeschlossenes Studium und kannst dich von da aus beruflich weiterentwickeln.

    Zu deinen Ängsten:
    Dass du kein Experte in deinen Fächern bist, ist völlig normal. Egal welches Fach: Es bleiben immer Lücken. Du hast gelernt, dir ein Thema umfangreich zu erschließen. Das kannst du auch in Zukunft / nach deinem Studium so fortführen. Das wirst du sogar tun müssen, wenn du dich jedes Jahr wieder in neue, vorgegebene Abiturthemen einarbeitest und das dann für SuS aufarbeitest etc.
    (Zudem entscheidet sich auch der eine oder andere Lehrer später noch, die Dissertation anzuschließen.)

    EN & DE ist in der Kombination korrekturintensiv. Es gibt aber genug Kollegen, die genau diese Fächer unterrichten. Ist also machbar. Und man entwickelt sehr schnell Strategien, um damit umgehen zu können.
    Bzgl. der Einstellungschancen würde ich das für mein Bundesland gar nicht mal so schlecht einschätzen. Das sind doch zwei Hauptfächer, die werden immer unterrichtet und immer gesucht. Das Problem ist hier eher, dass doch relativ viele die Kombination haben. Für diejenigen, die den Stundenplan machen, ist es manchmal besser, Kollegen mit verschiedenen Fächerkombinationen zu haben.
    (In vielen Bundesländern studiert man / unterrichtet man übrigens Sek I und Sek II am Gymnasium. Das geht da also nicht gleich bis in die Grundschule hinein. Vielleicht wäre so ein Blick über Bundeslandgrenzen hinaus für dich interessant?)
    Noch was zum Thema Einstellung/Qualifikation/Fächer: Du wirst im Laufe der Zeit, ob nur durch Erfahrung oder gezielte Fortbildungen, weitere Qualifikationen erwerben. Das ist dann das, was dich von anderen Lehrkräften unterscheiden wird. Wenn du z.B. in den kreativeren Bereich wolltest: Es gibt immer wieder mal Fortbildungen zum Thema Darstellendes Spiel. Für Musik habe ich mal die Ankündigung einer Fortbildung gesehen, da war gefühlt die einzig mitzubringende Qualifikation das Notenlesen (fand ich gruselig, den mangelnden Anspruch...). In beiden Beispielen sollte man nachträglich die Berechtigung zum Unterrichten (bis hin zum Abitur) des jeweiligen Faches erlangen. Und wenn ein absoluter Mangel an Fachkollegen herrscht, dann ist vielleicht mal die Auswahl zwischen Unterrichtsausfall oder jemandem, der das Fach als "Neigungsfach" unterstützt (dann natürlich nicht abiturrelevant).

    Unterrichtsinhalte in DE sind in der Sek II natürlich häufig literarisch. Aber da ist auch einiges an Sprachbetrachtung etc. dabei. Anknüpfungspunkte in der Literatur gibt es viele (sprachliche Bilder, Lord Chandos, Sprache in der Politik/Werbung/, etc.). Da kommt die Linguistik nicht zu kurz.

    Das Referendariat ist nicht einfach. Liegt aber meiner Erfahrung nach eher am System des Referendariats, nicht an der Arbeit in der Schule. Nach dem Unterrichtsbesuch ist vor dem Unterrichtsbesuch. Ist insofern ein ständiger Prüfungsstress. Das ist aber endlich. Und man hat auch schon während des Referendariats viele Freiheiten bei der Planung des eigenen Unterrichts. Das kann durchaus mal eine interessante, andere Beschäftigung mit deinen Fächern sein also du sie bisher im Studium hattest. Ist also auch (außerhalb von Prüfungssituationen) durchaus reizvoll. Und wenn es Lehramt doch nicht sein sollte, kann man sich weiter umsehen (z.B. im Bereich der Presse-/ Öffentlichkeitsarbeit). Dazu muss man aber ebenfalls erst mal ins kalte Wasser springen und es ausprobieren. Also zurück zum Ausgangspunkt: Studium mit Abschluss beenden und dann Optionen praktisch ausprobieren. In der Theorie & auf Entfernung wird das nur immer "erschreckender" - und immer unrealistischer.

    Ich denke, @Moebius deutet einige Probleme in den aktuellen Aufgabenstellungen an (Operatoren in Beziehung zu Broteinheiten, Zeitbedarf (Zeit pro Aufgabe / Zeit pro Operator), ...). (Ist natürlich ein wenig bundeslandabhängig.)

    Klar kann man darüber diskutieren, dass das Abitur schon gar nichts mehr wert ist. Die SuS heutzutage verweichlicht sind. Oder was auch immer.

    Spannend sind doch die Aussagen der Kollegen, die die aktuellen Aufgaben kennen, ihre SuS während der Bearbeitung beobachtet haben, gesehen haben, ob irgendwer vor Ende der Bearbeitungszeit abgegeben hat.
    Spannend sind Aussagen der Kollegen, die angefangen haben, die Klausuren zu korrigieren. Und die auch einschätzen können, wer da Probleme mit den Aufgaben hatte (ob das nur die "Luschen" waren oder auch die "Überflieger").

    Und dann kann man hinterfragen, wo das Problem liegt. Zumindest einer hier in der Diskussion scheint einen direkten Einblick in Aufgaben und Bearbeitung zu haben. Bei vielen anderen liest sich das nach Allgemeinplätzen (ich hoffe, ich tue jetzt keinem Mathematiker mit Abikurs Unrecht)...

    Noch ein Nachtrag zu NDS...
    Nach Klasse 10 stehen allen Schülern mit dem erweiterten Sek I Abschluss (also einem guten Realschulabschluss (Durchschnitt 2,4(?)) alle Gymnasien offen. Das können berufliche Gymnasien sein, Gesamtschulen, genausogut aber auch allgemeinbildende Gymnasien.
    In der Vergangenheit (G8) mussten SuS, die von der Realschule kamen, die 10. Klasse am Gymnasium gefühlt "wiederholen" (die 10. Klasse war nämlich die Einführungsphase zur Oberstufe, nach 12 kam das Abi). Jetzt ist die 11. Klasse die EF, eine gefühlte Wiederholung, von der Realschule (oder Hauptschule) kommend, ist nicht mehr vorhanden. An den beruflichen Gymnasien und Gesamtschulen war G8 nie angekommen. Das war "psychologisch" einfacher, dort in die 11. Klasse einzusteigen und nach drei Jahren Oberstufe das Abitur in der 13. Klasse zu machen. Im Vergleich dazu waren drei Jahre am allgemeinbildenden Gymnasium und Abitur in der 12. Klasse unattraktiver...

    Zur obigen Liste (Gründe der Schulwahl) möchte ich noch das hinzufügen, was ein Vater im Bekanntenkreis mal sagte:
    - eigene Erfahrungen
    ("Ich selber habe die Realschule besucht, aus mir ist auch was geworden" - und meldete seine Tochter trotz anderslautender klarer Empfehlung nicht am Gymnasium an)

    Nachtrag zu NDS:
    Das System bleibt zwischen den Schulformen sehr durchlässig in den Schuljahren ab 5 / bis nach 10.
    Jeder, der einen "vernünftigen" Durchschnitt hat, darf von der Förderschule zur Hauptschule zur Realschule zum Gymnasium wechseln (auch direkt von z.B. HS zu Gy). Jeder, der 2x hintereinander / in zwei aufeinanderfolgenden Jahrgängen sitzen bleibt, muss "seine" Schulform verlassen.

    Seitdem die Empfehlungen weggefallen sind (vor wenigen Jahren gab's einen Brief mit der unverbindlichen Benennung einer Schulform, jetzt sind's nur noch Beratungsgespräche, an denen Eltern nicht teilnehmen müssen), ist die Anzahl derer angestiegen, die sich "verwählt" haben (in beiden Richtungen, wir nehmen mehr SuS von RS auf, geben mehr SuS ab). [Interessante Beobachtung am Rande: Eltern scheinen ihrem männlichen Nachwuchs mehr zuzutrauen. In den Klassen haben wir seit Wegfall der Empfehlungsbriefe einen teils deutlichen Jungenüberhang.]

    Für die SuS, die nur "knapp" an den Anforderungen des Gymnasiums vorbei gehen & evtl. als "Spätzünder" noch problemlos das Abitur hinbekommen werden, ist so eine IGS schon eine passende "Anlaufstelle". Aber die Schullandschaft in Städten wie G, wie von Seepferdchen erwähnt, ist tatsächlich nicht sinnvoll.

    Ich habe das Gefühl, dass hier sehr viel hochgehypt wird.

    Da stimme ich doch glatt mal zu.

    Ein Beispiel für den Hype sind verschiedenste Bildmanipulationen, die dann mit entsprechenden Kommentaren weiterverbreitet werden (z.B. https://www.maz-online.de/Brandenburg/Af…Demo-in-Potsdam ).

    Toll finde ich den Kommentar eines Schülers: „Die Fälschung zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Pfad sind und Leute aufrütteln“.

    Einer der betroffenen / diffamierten Schüler wird im Artikel zitiert mit 'Dennoch zeige der Vorgang, dass die Demonstration eine Wirkung hat und Beachtung fände. „Ich werde mich davon auf keinen Fall beeinflussen lassen“, sagt der 16-Jährige aus der Potsdamer Voltaire-Schule. Seiner Meinung hat die AfD ein Problem damit, dass die Schüler die Schule schwänzen, „um für sich für wichtigere Dinge einzusetzen“.'


    Insofern ist der Hype wohl durchaus berechtigt :)

    Wenn tatsächlich (auch) die Verteilung der Kurse im Stundenplan gemeint ist: Das ist kein Thema für eine Facharbeit.
    Irgendwo im Netz fand sich mal eine Doktorarbeit zum Thema Software für die Stundenplanerstellung. Das ist eine äußerst komplexe Aufgabe, da die verschiedensten Bedingungen miteinander verknüpft werden müssen und dafür "unendlich" (oder knapp darunter) viele Kombinationsmöglichkeiten ausprobiert werden. Zum Schluss liefert so ein Programm dann (hoffentlich) mehrere passende Versionen, aus denen der Mensch dann die beste Version auswählen und "per Hand" optimieren kann.

    Das warst ja du, glaube ich, die das infrage stellte, weil Englischlehrer in Deutschland auch meist keine Muttersprachler sind.

    Es ist richtig, dass ich das infrage stellte. Nur das "weil" stimmt nicht.
    Ich stelle das in Frage, weil ich mehrere Nicht-Muttersprachler kenne, die in Deutschland (und anderswo) studiert haben und die ein äußerst hohes Sprachniveau haben. Akzentfrei, grammatikalisch ohne Fehler, umfangreicher Wortschatz. Ich wehre mich einfach gegen diese Pauschalisierung, dass alle Ausländer nur "gebrochen" [ja, ist überspitzt] Deutsch sprechen.


    (Ein Problem, dass ich tatsächlich schon bei ausländischen Lehrkräften / Quereinsteigern wahrgenommen habe: Sie kennen das deutsche Schulsystem nicht aus der eigenen Anschauung (ob eigene Schullaufbahn, die ihres Kindes oder aus dem Referendariat). Insofern herrscht in den ersten 1-2 Jahren doch eine größere Unsicherheit, was Schulrecht, Schullaufbahn, Ablauf des Schuljahres etc. anbelangt. Das ist aber keine unüberwindbare Hürde.
    Und hier im Forum haben wir auch immer wieder Missverständnisse, wenn die Schulsysteme / Gegebenheiten der verschiedenen Bundesländer verglichen werden. Merkt man auch bei Kollegen, die aus anderen Bundesländern neu an die Schule kommen und denen man erklären muss, dass man "das" bei uns "anders" macht / bezeichnet / ...)

    Um mal den Fokus von "nur Deutsch" ein wenig zu entfernen. Ich kenne "Refugee Teachers", die (als Fremdsprache) fließend Englisch sprechen, es an einer Universität studiert haben und jahrelange Unterrichtserfahrung in dem Fach haben.
    Leider dürfen diese Lehrkräfte nicht eingestellt werden (auch nicht mit nur (kurzfristig) befristetem Vertrag), selbst wenn wir dringend Bedarf für eine "Feuerwehrlehrkraft" im Fach Englisch (und nur dort) haben. Auch für solche Feuerwehrlehrkräfte gelten die Bedingungen wie für Quereinsteiger - und da in vielen Ländern der Welt nur ein Unterrichtsfach studiert wird, geht da einiges an Möglichkeiten verloren...

    (Ich denke übrigens an Lehrkräfte, die auch Deutsch auf einem gewissen Niveau sprechen und problemlos einsprachigen Englischunterricht in höheren Jahrgängen erteilen könnten. Hier muss es also nicht um die deutschsprachige Vermittlung der englischen Grammatik / möglicher Interferenzen gehen...)

    Warum wird es denn wieder leichter?

    Weil das Fach Erdkunde im B-Profil in der Vergangenheit zu mehr Stundenverpflichtungen für Schüler führte. Jetzt darf es eines der eA-Fächer (GE? PW? Hab's gerade nicht im Kopf) ersetzen & führt nicht zu zusätzlichen Belegungsverpflichtungen im gA Bereich.

    Außerdem:
    Alle gA-Fächer sind jetzt wieder dreistündig. Vorher gab es einen Unterschied zwischen Abdecker (zweistündig) und Prüfling (vierstündig). Somit können viele Fächer jetzt wieder gA-Prüfungsfächer werden, da alle in einem Kurs sitzen, keine zusätzlichen Kurse eingerichtet werden müssen (somit ausreichend große Kurse zusammenkommen können).
    [Ist natürlich verkürzt, es gab auch schon in G8 gA-Kurse, die für alle vierstündig sein mussten...]

    In Zukunft ist es in Niedersachsen wieder leichter für Schulen, Erdkunde auch in der Qualifikationsphase anzubieten. Insofern könnte sich ein entsprechender Bedarf entwickeln, da das Fach wieder aufgebaut wird.

    Mathe sollte (bei deiner Auswahl) auf jeden Fall mit dabei sein.
    Mit Sport hättest du in den nächsten Jahren an unserer Schule wenig Chancen (außer eben in der Kombination MA oder EK, mit weniger Einsatz im Fach SP).

    Noch 'ne Internetseite, bei der SuS (und Lehrkräfte...) Schritt für Schritt Anleitungen erhalten, ist diese hier: https://appcamps.de/unterrichtsmaterial/ (Themen z.B. Programmieren von Apps, Calliope mini, Medienkompetenz, ...


    Man muss in einem solchen Unterricht / in einer solchen AG darauf vorbereitet sein, dass der eine oder andere Schüler mehr weiß - oder meint, mehr zu wissen... Die kommen dann mit Fragen / Ideen, auf die man (auch wenn man selbst nicht Neuling ist) nicht spontan beantworten kann. Man muss seine SuS also dahingehend "erziehen", dass sie genau das tun, was man selbst auch tun würde: Googlen. Wenn das klappt, kann man auch mit größeren Gruppen arbeiten.

    Zudem sollte man es (als SuS und LuL) zu Anfang langsam angehen. Nicht sofort Großprojekte starten, sondern ein paar "Fingerübungen". Man kann als Anfänger zu Beginn nichtunbedingt überblicken, was alles "nebenbei" noch notwendig, damit das zum Schluss so funktioniert wie man sich das in der Fantasie ausmalt.

    @Palim: Ich stimme dir da an vielen Stellen zu.
    Beachte bitte, dass meine Ausführungen eine Antwort waren auf die These, dass die wichtigste Qualifikation für Deutschlehrer der Status als Muttersprachler Deutsch sei. Und nur, weil ich Muttersprachler bin, kann ich nicht unbedingt DaZ-SuS die Feinheiten der Grammatik erklären. Denn oben ging es ja auch darum, dass die Deutschlehrkraft teilweise die einzige deutsch-muttersprachliche Person im Klassenraum ist (und da ist meine Antwort, dass jemand mit DaZ-Hintergrund durchaus hilfreich sein kann...).

    (Um mal ein Beispiel zu benennen: Ein Kollege, "normaler" Deutschlehrer, war mal von seinen DaZ-SuS gefragt worden, wie sich denn das bei der Bildung der Vergangenheit (Perfekt) verhält. Warum sage ich "Ich habe gegessen" aber "Ich bin ins Restaurant gegangen" Wann verwende ich also "haben", wann "sein"? Die Antwort des Kollegen war ein Verweis auf das Sprachgefühl (haben die DaZ-Lerner aber nicht), eine Regel war dem Kollegen nicht bekannt, konnte er sich im laufenden Unterricht auch nicht erschließen. Er hat dann noch mal im Kollegenkreis nachgefragt (tut längst nich jeder...) & den SuS dann noch eine Regel als Orientierung weitergeben können...)

    Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, wie man denn Lehrkraft, auch Seiten-/ Quereinsteiger, auch aus dem Ausland, wird. Das gilt identisch für alle, egal, wie die Muttersprache aussieht.

    Als "normale" Lehrkraft studiere ich meine Fächer, erhalte so die Zugangsvoraussetzung für Referendariat und Einstellung.
    Studiere ich als "Nicht-Muttersprachler" Deutsch, schließe ich das Studium erfolgreich ab, dann habe ich ebenfalls alle Berechtigungen. Evtl. mit dem Zusatz, dass ich noch ein Zertifikat für das Niveau C1 oder C2 vorlegen muss.
    Nur: Wer gilt eigentlich als Nicht-Muttersprachler? Mir sind schon Lehrkräfte begegnet mit unterschiedlichstem Migrationshintergrund (z.B. beide Eltern Russlanddeutsche oder ein Elternteil deutsch, das andere türkisch oder ...). Diese Lehrkräfte waren teilweise seit ihrer Geburt, teilweise erst seit einigen Jahren in Deutschland. Müssen die einen Sprachtest absolvieren, auch wenn sie ihr Germanistik-Studium erfolgreich absolviert haben? (Sollte man sogar eine Zugangsbeschränkung zu dem Fach haben: Nur wer nachweisen kann, dass seine Familie seit mindestens zwei Generationen in D lebt & zu Hause Deutsch spricht, darf Deutsch auf Lehramt studieren? [Dass das ironisch gemeint ist, muss ich hoffentlich nicht extra erwähnen.]

    Als Quereinsteiger legt man bei der entsprechenden Behörde Nachweise über erbrachte Studienleistungen vor. Das können sogar einzelne Scheine sein. Es wird überprüft, ob das Studium gleichwertig ist mit einem Studium für ein Unterrichtsfach, z.B. Deutsch. Es wird geschaut, ob in den verschiedensten Bereichen (Sprachwissenschaft, Literaturwissenschaft) ausreichend SWS belegt wurden. Ist das der Fall, dann kann auch ein Studium an einer ausländischen Universität (für manch einen hier fühlt sich das nach "DaF" an) anerkannt werden für das Fach Deutsch. Genausogut könnte ein ausländisches Studium ergänzt werden durch weitere, ausgewählte Studienleistungen an anderen Universitäten (weltweit). Um mal ein Beispiel zu benennen: Wir haben mal einen Quereinsteiger eingestellt, der hatte in drei verschiedenen Ländern auf ebensovielen Kontinenten studiert. Alle Studienleistungen (also auch die Aufbaustudien) wurden bei der entsprechenden Behörde vorgelegt, es wurden alle entsprechend auf ihre Vergleichbarkeit mit den Studienordnungen der Fächer überprüft und anerkannt.

    Noch ein letztes Wort zum "perfekten" Muttersprachler: Das eine bin ich, das andere nicht (also Muttersprachler, aber bestimmt nicht perfekt). Mir geht es oft genug so, dass ich im Deutschen Fehler mache, mir die Worte fehlen etc.
    Und meine Kollegen aus anderen (südlicheren oder östlicheren) Bundesländern haben teilweise ganz schön starke Akzente... So intensiv habe ich das noch bei keiner "ausländischen" Lehrkraft gehört.

    Gerade für Schüler, die Deutsch als Zweitsprache oder Fremdsprache lernen, halte ich es wichtig, dass die Lehrkraft entweder für DaF/DaZ ausgebildet ist - oder selbst Deutsch als Fremdsprache gelernt hat. Denn nur so hat man ein intensives Wissen um / Verständnis für Stolperfallen in der Grammatik etc., die im muttersprachlichen Deutschunterricht nicht oder nicht ausführlich genug angesprochen werden.

    Falls ihr tatsächlich euer System überarbeiten wollt, versucht es mal mit einer Mischform. Z.B. 1.-4. Stunde Doppelstunden, 5. & 6. Stunde Einzelstunden. Dann kann sich jeder Kollege das wünschen, was für ihn, seine Fächer, die Klassen, die Klassenstufen sinnvoll ist. Da mögen vielleicht nicht alle Wünsche erfüllbar sein, aber doch viele.

    Zudem spart man sich so 5-Minutenpausen (für einen möglichen Raumwechsel) zwischen Stunden, die tatsächlich Doppelstunden sind. Denn wenn SuS für 5 Minuten innerhalb von Doppelstunden die Arbeit niederlegen, die Toilette aufsuchen etc., sind vor und nach der Pause doch so manche Minuten zusätzlich, innerhalb derer nicht wirklich intensiv gearbeitet wird.

    Bring die Wertgrenze für die 3-Angebotsregel in Erfahrung und zerleg deine Bestellungen, sodass du dadrunter bleibst.

    Wenn es denn tatsächlich drei sehr unterschiedliche Dinge sind, dann kann man das so machen. Sind es drei Dinge, die "zusammengehören" (z.B. Regal & Regalböden), dann ist eine solche Splittung (zumindest hier) explizit untersagt.

    Das sind hoffentlich teure Materialien... Wenn man diesen Preisvergleich inkl. Angebote für 10 Stück Kreide vorlegen soll, dann wäre das wohl eine unangemessene Arbeitsbeschaffungsmaßnahme.

    Manchmal findet man solche Materialien auch tatsächlich in den Internetkaufhäusern. Das wäre dann eines der angeforderten Vergleichsangebote.
    Über Preisvergleichsportale (z.B. idealo) findet sich sowas durchaus auch mal. Ansonsten wäre so ein nicht vorhandenes Suchergebnis aus einem Vergleichsportal auch ein Beweis der Einmaligkeit / Exklusivität des Angebots (da gibt es ja immer eine Fehlermeldung, wenn die ein Produkt nicht finden - oder genau ein Ergebnis, wenn es nur bei einem (dort eingebundenen...) Online-Shop angeboten wird.

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