Zu deinen Fragen:
Projektwochen in Niedersachsen:
"In jedem Schuljahrgang soll Projektunterricht gemäß Nr. 4.1 durchgeführt werden, der klassenbezogen, schuljahrgangsbezogen, schuljahrgangsübergreifend sowie schul- und schulformübergreifend organisiert werden kann." (Quelle: Die Arbeit in den Schuljahrgängen 5 bis 10 des Gymnasiums)
Projektwochen sind die üblichste Form, um diesen "Auftrag" zu erfüllen... Dass dabei stundenmäßig Mehrarbeit geleistet wird, wird wohl in Kauf genommen.
Abrechnung von Schulfahrten:
Es gab früher einmal den "Erbsenzählererlass", der aber schon vor einigen Jahren (ersatzlos) außer Kraft getreten ist. Allerdings wird immer wieder mal auf ihn Bezug genommen, es steht den Schulen wohl frei, ihn weiterhin anzuwenden. Mit Bezug auf Schulfahrten findet man da, dass bei einer mindestens fünftägigen Fahrt die Lehrkraft vier Plusstunden angerechnet bekommt. Da zählt deine eintägige Fahrt so gar nicht... (denke wenigstens daran, dir die kompletten Bus-/Bahnkosten erstatten zu lassen, die maximal 5 Euro für Eintrittsgelder und andere Nebenkosten in Rechnung zu stellen - und dann steht dir ja auch noch ein Tagegeld in Höhe von 6 Euro zu...)
Wie läuft das an anderen Schulen?
Es gibt Schulen, die haben eine tägliche "Kernarbeitszeit" von fünf Stunden - wer möchte, darf mehr machen (da sind es oftmals die Schüler, die viel mehr Zeit in ihr Projekt stecken möchten).
Ausflüge sind freiwillig. Wer sich entscheidet, ein Projekt mit Ausflug zu gestalten, hat "selber Schuld".
Interessant ist vielleicht auch der Vergleich von Projekt-Gruppengröße zu normaler Klassengröße: Wenn alle Lehrkräfte ein eigenes Projekt anbieten, werden die Projektgruppen wahrscheinlich kleiner sein als im normalen Unterricht die Klassen. Ist insofern vielleicht eine Stress-/Lautstärkenreduktion. Genausogut könnte man vielleicht zu zweit ein Projekt mit doppelt so vielen Schülern anbieten - und die Lehrer-"Pausenzeiten" (z.B. zum Zeugnisse schreiben...) individuell regeln. Weniger Arbeitszeit bei höherer Lärmbelastung. Man muss halt schauen, was einem wichtig ist.