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Bei uns jedes Jahr nach England, Frankreich und Polen.
Meiner Erfahrung nach kosten auch solche Fahrten ~350 Euro (zzgl. Taschengeld). Je nach Ziel und Reiseweg vielleicht etwas weniger (oder mehr). Das kann sich auch längst nicht jeder leisten. Welches Verfahren habt ihr, um Chancengleichheit zu schaffen und allen die Teilnahme zu ermöglichen?
Und wie wäre es, wenn der hier diskutierte "viel zu teure" Austausch nur eine Ergänzung zu eurem "innereuropäischen" Austausch wäre? Wer es sich leisten möchte, fliegt für 1500 Euro weit weg, wer nicht kann oder möchte, tauscht sich nach England aus. Ist damit die Chancengleichheit deiner Meinung nach wieder hergestellt?
Mein Erfahrungswert an dieser Stelle: Für den USA-Austausch haben wir immer weit über 50 Anmeldungen, für günstigere innereuropäische Austausche (selbst für Comenius, wo die Reise "kostenlos" ist (also komplett durch das Programm bezahlt wird)) ist es sehr schwierig, überhaupt ausreichend Teilnehmer zu gewinnen.
(Als ich selbst noch Schüler war, fanden auch Austauschfahrten nach Schottland und Frankreich statt. Eine Teilnahme wäre für mich völlig illusorisch gewesen. Ich habe mich dabei aber nicht "benachteiligt" gefühlt. War halt so. Punkt. Braucht man nicht weiter drüber zu reden. Wenn schon am Ende des Monats nicht immer genug Geld da ist, um Brot zu kaufen, muss man über so etwas nicht nachdenken. ... Da fällt mir ein: Vielleicht sollte man, um niemanden zu benachteiligen, in der jeweils letzten Woche des Monats allen Schülern verbieten, Frühstücksbrote mit in die Schule zu bringen, damit alle gleich gute Chancen haben, dem Unterricht zu folgen?)