Beiträge von Susannea

    Du hast geschrieben, dass euer Hausmeister es nicht machen darf und es deswegen die Lehrkräfte machen.

    Auch das hast du interpretiert, es macht z.T. trotzdem der Hausmeister, aber ich hatte geschrieben, es ist genauso wenig seine Aufgabe, da waren wir wieder beim Geben und Nehmen.

    Und doch, solange es die Schulleitung anweist ist es erstmal meine Aufgabe und ich begehe zumindest kein Dienstvergehen (ach, kann ich ja eh nicht ;) ) wenn ich das umsetze.

    Du hast doch mal geschrieben, dass Du Frauenbeauftrage bist.

    Nein, habe ich sicherlich nicht. Ich bin die Kontaktperson zur Frauenbeauftragten des Bezirks an unserer Schule.

    Ihr müsst doch sicherlich einen Inklusionsbeauftragen haben?

    Nicht das ich wüsste, Schwerbehindertenvertretung ja, die fand diese Dinge auch interessant, aber die haben trotzdem keine Lobby.

    Wenn die Eltern sich nicht für ihr Kind einsetzen können, dann muss es eben die Schulleitung machen. Letztlich ist sie am Ende auch dazu verpflichtet dem Kind einen entsprechenden Schulbesuch zu ermöglichen. Ansonsten müsst ihr doch auch einen Schulelternrat und einen Elternrat auf Landesebene haben

    Joah, in der Theorie und das soll ich alles machen?!? Da habe ich weniger Arbeitszeit verschwendet, wenn ich dann einen Teil selber mache.

    Wie gesagt, das Drama hatten wir mit dem Schwimmen, da war dann selbst von den Engagierten Eltern die Luft schnell verpufft. Der Bezirkselternausschuss hatte beschlossen, es müsse einen Bus geben. Ähm ja, wen hat es interessiert?!? Niemanden.

    Nach deinen Schilderungen ist es die Aufgabe der Lehrkräfte am ersten Tag Tische und Stühle umzuräumen, da es die Hausmeister nicht machen dürfen.

    Nein, du liest wieder ungenau. Es ging um einige Tische und Stühle die die Fachlehrer dann umräumen sollen, von ganzen Klassenräumen redete hier jemand anders, ich habe es nach dem dritten Versuch dann aufgegeben das immer und immer wieder zu korrigieren.

    Und ja, das ist dann die Aufgabe und das ist die dienstliche Aufgabe, genau wie Schilder austauschen und am letzten Schultag Deko von den Fenstern im Flur entfernen usw. haben wir sogar schriftlich!

    Der Schulträger hält den Umzug für nicht sinnvoll? Also machen wir ihn nicht.

    Tja, das ist keine Option, denn das geht zu Lasten des gehbehinderten Kindes, was gerade genug daran zu knabbern hat, dass er in absehbarer Zeit im Rollstuhl sitzen wird.

    Ein guter Elternrat oder noch besser Fachanwalt wird das Problem in diesem Fall sicherlich äußerst schnell im Sinne der Eltern lösen, sofern sie im Recht sind. Und das ist übrigens auch keine Frage von Berlin.

    Aber bitte doch nicht im Brennpunktviertel, da kannst du froh sein, wenn du überhaupt Elternmitarbeit hast.

    Aber einen kompletten Klassenraum aus dem 1. Stock ins Erdgeschoss zu verlegen ist sicherlich nicht meine Aufgabe.

    Davon redet doch auch niemand, vieles kann ja bleiben, aber da da eben 4. Klasse statt 1-3 wird, muss ein Teil eben schon getauscht werden und das werden eher nicht Tische und Stühle sein. Aber eben viele Materialien usw.

    Aber da wäre niemand auf die Idee gekommen, dass wir irgendwelche Umzüge oder Reinigungsaufgaben oder Transporte privat selber erledigen. Im Gegenteil.

    Ja, aber das ist eben der Unterschied zwischen öD und Privatwirtschaft und dem vorhandenen Geld. Wir kriegen ja auch immer die abgelegten PCs der Firmen.

    Ich denke aber nicht, dass Einstellungsvoraussetzungen mit Laufbahnen und Anerkennungen, sprich letztendlich Eingruppierung in die Bezahlung, etwas damit zu tun haben, ob man nur Physik oder auch Bio unterrichtet.

    Genau, aber ich wollte damit aufzeigen, dass die Seiteneinsteiger letztendlich bei uns dann sogar genauso wie "normal" ausgebildete Lehrer bezahlt werden. Und dann auch genau wie die eben arbeiten müssen, z.T. fachfremd.

    Die haben aber auch Master und Referendariat, was der Seiteneinsteiger eben nicht hat.

    Doch, zumindest das Ref haben die Seiteneinsteiger in Berlin auch, wenn sie wirklich fertig mit der Ausbildung sind, aber trotzdem haben sie sich aufgeregt, dass sie während der Ausbildung (immerhin Vollzeit bezahlt, obwohl eben einen Teil zum Studium an der Uni usw.) nur E10 erhalten haben.


    Voll ausgebildet und fertig mit Ref bekam zu dem Zeitpunkt E11 und wer eben ein Fach nachstudierte musste die Arbeitszeit reduzieren und bekam damit dann weniger.

    Die Lehrerinnen, die keinen Unterricht haben, sind vielleicht gar nicht da. Die sitzen z. B. zu Hause und bereiten Unterricht vor. Sollen sie das bleiben lassen, um die Möbel zu schleppen, die den Zuständigen schlicht egal sind?

    Es herrscht bei uns Anwesenheitspflicht für alle, die an diesem Tag eigentlich Unterricht hätten, da aber Klassenleiterunterricht ist 4 bzw. 5 Stunden lang, hat der Rest keinen Unterricht (wenn nicht zu vertreten ist).

    Bei uns musste letztens eine komplette Klasse umziehen. Da kam der Schulträger nachmittags und hat alles rübergetragen. So und nicht anders funktioniert das.

    Leider nein, der Schulträger ist nämlich der Meinung, der Umzug ist nicht notwendig (und für nicht notwendige Sachen gibt es kein Personal), das Gehbehinderte Kind kann doch problemlos jeden Tag die Treppe in den 1. Stock nehmen, so wie sie uns auch mitgeteilt hatten, dass er dann eben nicht am Schwimmunterricht teilnehmen kann, wenn er die Strecke nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln und zu Fuß zurück legen könnte. So funktioniert leider gerade in Berlin Inklusion (und das war nicht das ist leider kein Einzellfall).

    Aber ich habe doch schon mehrmals geschrieben, dass es hier um genau die von dir beschriebenen Sachen geht und eigentlich nicht ständig und immer. Aber natürlich stehen nach der Grundreinigung noch Sachen auf dem Flur, weil falsch wegsortiert oder niemand will sie haben oder nicht, wo liegt dann das Problem, wenn da die Fachlehrer, die am ersten Tag keinen Unterricht haben, mit anfassen?

    Das Problem verstehe ich einfach nicht.

    Ich kenne auch Kollegin aus Berlin. Dort tragen auch die Hausmeister die Möbel.

    Nach diesen Ferien auch? Die Anweisung kam kurz vor den Sommerferien, dass sie das eben nicht dürfen und es noch NIE ihre Aufgabe war.

    Und wie wir alle wissen, ist in Deutschland einzig in Berlin die 5./6. Klasse noch Primarschule.

    Na das ist aber traurig, dass du so schlecht informiert bist, weil das eben genau nicht so ist.

    Mindestens Brandenburg hat es auch so.

    Es geht um Klasse 5/6, wie man aus dem Fach rauslesen konnte und das ist eben nicht wirklich mehr Fachunterricht in den Naturwissenschaften als bereits vorher in der Grundschule (wenn es denn dort Fachunterricht gibt). Und nur darum ging es.
    Es ist völlig egal, ob es das nun auf dem Gymnasium oder der Grundschule gibt,

    Hier geht's gerade um Unterricht am Gymnasium und da geht es nun mal sehr viel mehr um Fachunterricht als an der Primarschule.

    Hier geht es genau um das, was bei uns in der Grundschule in Klasse 5/6 in Nawi gemacht wird und nein, das ist damit eben genau nicht mehr Fachunterricht als in den anderen Klassen ;)

    Die Grundschullehrer werden in diesem Fall aber alle gleich bezahlt und es ist niemand gegenüber den Gleiches unterrichtenden Kollegen schlechter gestellt. Und das ist doch hier der Punkt.

    Ähm nein, werden sie nicht. Sondern sie werden nach der Ausbildung bezahlt, sprich die Quereinsteiger bekommen vor dem Ref weniger, die DDR-Lehrer bekommen weniger usw.

    Also von sie werden alle gleich bezahlt sind wir weit entfernt.

    Lediglich SekI-, SekII- und Primarlehrer die an der Grundschule unterrichten bekommen nun alle E!3 bzw. A13, aber "Unterstufenlehrer" bekommen das eben nicht und werden es vermutlich auch nicht erreichen können (nicht mal wie einige mit Nachqualifizierung)

    Den Abzug für nicht stufengerechte Ausbildung finde ich fragwürdig (macht das nach ein paar Jahren Berufspraxis wirklich noch einen Unterschied?), aber gut, so ist es eben und das weiß ein Bewerber ja auch.

    Ja, auch nach ein paar Jahren macht es einen Unterschied, ob du Ahnung von Pädagogik (für die Altersklasse hat) oder nicht hast. Berlin lässt dann ja alle nach dem Nachstudium usw. das "normale" Ref durchlaufen und danach sind sie nicht mehr nicht stufengerecht.

    Aber wie gesagt, früher bekamen die Studienräte die an Grundschulen unterrichteten sogar mehr Geld als die Grundschullehrer, das sollte eher zu denken geben.

    Der Widerspruch liegt aber doch darin, mit der Argumentation, man habe nur ein anerkennbares Fach, eine Gehaltseinstufung vorzunehmen, aber gleichzeitig zu erwarten, dass dennoch mehr Fächer unterrichtet werden.

    Aber das ist doch bei allen so. Keiner wird für mehr als 2 Fächer bezahlt, ganz im Gegenteil, Grundschullehrer werden grundsätzlich als Einfach-Lehrer eigentlich eingestuft (obwohl alleine das Fach Grundschulpädagogik aus bis zu 3 Fächern wie Mathe-Deutsch-Sachunterricht) besteht. Als Fach wird aber nur das andere Fach anerkannt, bei mir Biologie.

    Es steht also sogar auf dem Zeugnis, dass ich die Fach Biologie und Grundschulpädagogik mit den Lernbereichen Deutsch-Mathe-Sachunterricht studiert habe und damit den Abschluss habe.

    Unterrichten muss man aber in der Grundschule alles. Es gibt kein Fach, welches ich nicht unterrichte, aktuell hauptsächlich Sport (mit Schwimmen), Englisch, Musik und bin für die PCs verantwortlich.

    Nawi hat eben dann auch viel drin, was ich nicht im Studium hatte, wo ich aber sogar im Ref mit geprüft wurde, weil sowas einfach dazugehört und von studierten Leuten erwartet wird, dass sie das im Selbststudium hinbekommen.

    Das ist doch aber in allen Bundesländern so und eigentlich auch bei Eltern bekannt.

    Klar kann man sich das anlesen, aber bitte mit welcher Qualität könnte man das unterrichten..

    Mit der selben Qualität, wie die Biologen sich die Chemie- und Physik-Themen anlesen müssen.
    Ja das weiß man vorher, wenn man sich an einer Schule bewirbt, was es für Fächer gibt, denn sonst sollte man sich besser gar nicht bewerben, wenn man es nicht mal geschafft hat sich darüber zu informieren. Und als Vater dreier Kinder sollte man das alles erst recht wissen.

    Ich habe Biologie studiert, es gibt aber nur Nawi in Berlin und Brandenburg in den Grundschulen, da fragt mich auch niemand (und hat es schon im Ref nicht getan), wie ich zu den Chemie- und Physikinhalten komme, die muss ich mir einfach selber beibringen. Gehört eben einfach zu dem Fach dazu.


    und ja, das man fachfremd unterrichten muss ist bis zur Oberstufe normal.

    Warum nicht?

    Weil das nicht in ihrer Aufgabenbeschreibung steht. Nein, das war wohl eine berlinweite Vorschrift, das das ab sofort die Lehrer zu machen hätten, das gehöre zu ihrem Job.

    Und klar würde es Sinn machen das auszulagern, aber das würde doch dann bedeuten, dass man dafür dann noch mehr Stunden fürs selbe Geld unterrichten müsste, denn sonst beseitigt das keinen Lehrermangel.

    Ehrlich gesagt habe ich anfangs einen Übersichtsplan gehabt, was ich wann in welcher Stunde in der Woche machen will. Am Ende der Woche war die Hälfte eh überholt, also gibt es sowas nicht mehr, mal schreibe ich mir was zu einer Woche auf, aber meist sehe ich an den Sachen in meiner Mappe, was ich wie machen will und der Rest ergibt sich spontan.

    Die letzten Listen hatte ich während Corona, wo ich mir aufgeschrieben hatte, welche Sachen in welcher Videokonferenz, jetzt gucke ich vor Ort, was die Kinder schaffen und wann wir wie weiter machen und siehe da, wir sind genau mit dem Englischbuch der 3. Klasse fertig geworden und konnten in der letzten Stunde noch Memory spielen und in Musik haben wir auch das Notenwerte-Heft noch halbwegs fertig gemacht. Die Übungen dazu können sie alleine machen.

    Also ohne Jahres-, Wochen- Tagesplan hat das alles geklappt, alles andere ist mir zuviel Aufwand, dafür das Mittags schon die Planung von morgens nicht mehr stimmt.

    Wie kommst du darauf, dass es ok ist einen Lehrer für ein Fach einzustellen, um ihn dann mehrere Fächer unterrichten zu lassen?

    Wieso sie stellen ihn nicht für das Fach ein, sondern nach der Ausbildung für das Fach.
    Das ist ein deutlicher Unterschied und das schon immer gewesen im öD.

    Und das weiß man vorher.

    Wenn ich mich auf die Stelle bewerbe, dann zählen eben Vorleistungen in anderen Bereichen nicht (auch das steht klar in den Tarifverträgen), also ob promoviert oder nicht, interessiert überhaupt nicht und macht keinen Unterschied bei der Einstufung.

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