Beiträge von Susannea

    Es stand eigentlich nie in Frage, dass auch Kinder sich infizieren können, fraglich war, wie häufig diese andere infizieren.

    Verkürzte Theorie: Kinder werden durch Erwachsene angesteckt, ihre Verläufe sind aber oft so, dass sie wiederum keine anderen anstecken.

    Zur der Diskussion leistet der Fall in Göttingen jetzt in meinen Augen keinen Beitrag, trotzdem halte ich es für richtig, die betroffenen Schulen kurzfristig zu schließen, da ein entschlossenes Reagieren eben Teil der Strategie sein muss, gerade dann, wenn die Kooperation der betroffenen Gruppe fraglich ist.

    Naja, sie haben ja nicht nur die betroffenen, sondern alle Schulen geschlossen, weil das Ausmaß nicht absehbar ist und sie die Testung erst vorbereiten müssen und entgegen dem Widerstand durchführen.

    Susannea: Unter den 80 Infizierten in Göttingen sind wohl 24 Kinder. Finde ich durchaus eine beachtliche Zahl. Deswegen auch die Schulschließungen.

    https://www.news4teachers.de/2020/06/dutzen…t-alle-schulen/

    Wie gesagt, unter dem Link, der hier von der Zeitung drin war steht noch nichts von infizierten Kindern!

    Und der von dir verlinkte Artikel hat für mich Bild-Zeitungsniveau, kann ich auch irgendwo veröffentlichen, dass xy infiziert ist. Also für mich gibt es darauf bisher keinerlei Hinweise, zumal der Artikel auch ganz vage ist.

    Drosten erneut zu Infektionen bei Kindern

    https://m.focus.de/familie/eltern…d_12057383.html

    Wenn man jetzt auch noch aus Göttingen hört, dass sich dort viele Kinder infiziert haben, glaube ich nicht mehr so ganz an die Theorie, dass Kinder sich kaum anstecken.

    Hm, also ich lese nicht von einem einzigen infizierten Kind bisher dabei, sondern nur das viele Kinder und Jugendliche unter den Kontaktpersonen sind.

    Ist Mutismus/Sprechhemmung für euch tatsächlich so ein seltenes Phänomen ("hatte da mal ein Kind" etc.)? Ich habe jedes Jahr entsprechende Kinder in Diagnostik, Beratung, Frühförderung, Therapie oder Unterricht. Bei uns hockt bestimmt in jeder Klasse im Schnitt mindestens ein Kind, das zumindest vormals als mutistisch klassifiziert war.

    Definitiv ja, da haben wir kaum Kinder. Autismus ja, GE-Kinder auch und sonstige "Behinderungen", aber Kinder die gar nicht sprechen eher selten bis nie

    Wir hatten so ein Kind auch, das hat nur in der Familie gesprochen, mit uns in der Schule anfangs gar nicht, dann irgendwann mit den Mitschülern (und man musste sich oft auf die Zunge beißen, um nicht zu sagen, höre auf die ganze Zeit zu reden), dann irgendwann mit mit (im Musikunterrricht, gesungen hat es übrigens recht schnell), dann hat es z.B. anderen vorgelesen und wir konnten heimlich zuhören und irgendwann sprach es wie selbstverständlich mit uns.

    Wir haben einfach nur gewartet und inzwischen ist es eine der größten Quasselstrippen in der Klasse. Mehr als warten würde ich aktuell nicht machen, wenn es zuhause und auch ab und an mit Mitschülern spricht.

    In Deutschland gibt es in einigen Bundesländern die Möglichkeit als Risikopatient Home-Office zu machen / zu beantragen. Bei uns sind an manchen Schule viele Lehrkräfte an anderen keine. Nicht weil es keine Risikopatient gibt, sondern weil man das Risiko individuell anders einschätzt. Aber dafür wäre es natürlich sinnvoll zu wissen, wie groß die Gefahr wirklich ist.

    Ja, so wird es hier jetzt überall sein, ab morgen müssen bei uns alle Lehrer (sind es eh schon) und auch Erzieher wieder vor Ort sein, wenn der Arzt sie nicht individuell als Risikopatient eingeschätzt hat und das attestiert hat.

    Nee, nur wenn das GA uns informiert oder wir den Fall melden. Es geht ja auch ohne Schule. Eltern gehen zum Arzt. Test ergibt positiv. GA stellt Eltern und Kinder und Quarantäne. Schule wundert sich über fehlen des Kindes. Eltern informieren Schule. Alles natürlich rein hypothetisch.

    Eigentlich müsste das Gesundheitsamt euch informieren, wenn der Test positiv ist, weil dann die Mitschüler Kontaktpersonen 1. Gruppe sind, wenn die Kinder positiv sind, wenn nicht gehen auch die anderen eh nicht in Quarantäne.

    Übrigens laufen die zumindest bei angestellten Lehrern auch weiter, mit dem Durchschnitt der 3 Monate (übrigens vor Eintreten der Schwangerschaft) ist das nur bei Schichten usw. interessant bei gleichbleibender Entlohnung (oder Veränderung durch Erhöhung, Aufstieg o.ä.) nicht.

    Am ehesten könnte ich mir das mit einer Kamera im Klassenzimmer vorstellen, wo ich mein Material und eine Tafel habe. Dokumentenkamera haben wir nicht. Kamera ja auch nicht. Vllt. mit dem Smartphone... ???

    Wie gesagt, als Dokumentenkamera haben die Kollegen ihre Smartphone in einer Halterung die sie gekauft oder selber gebaut haben, genutzt. Für geteilten Bildschirm über ein Videokonferenztool brauchst du das ja nicht. Und ja, Smartphone ist sicher nicht die ideale Lösung, aber geht ;)

    @ Susannea: Kannst du mal irgendein Beispiel bringen? Angenommen, ich will jetzt den Zehnerübergang einführen. Wie machst du das? Wie setzt du Material ein? Gibt es Material, womit ich das zeigen kann so wie in der Schule? Ich habe wirklich keine Ahnung.

    So weit sind wir nicht eingestiegen, aber ich weiß, dass es viele Kollegen gemacht haben an anderen Schulen, dass sie entweder die Arbeitsblätter unter ihre Dokumentenkamera (teilweise mit Duplo selbst erstellte Handy-Halterung) gelegt haben, ansonsten kann man die Materialien der Verlage zu den Lehrwerken auch nutzen und daran dann zeigen mit geteiltem Bildschirm. Wieder andere haben dann Papier an die Schrank-Tür geklebt und es darauf angeklebt, angezeichnet oder ähnliches. Oder Magnettafel mit den Magnetplättchen (wir haben z.B. welche von Reversi die zweifarbig sind). Ich kann dir das nicht so viel genauer glaube ich erklären. Ich habe es also damit und auch die Kollegen nicht anders erklärt als in der Schule auch an der Tafel. Wie gesagt, schön sind die Materialien der Verlage auf Scook, wo du jedes Arbeitsheft o.ä. digital hast und damit genau das Material, was die Schüler auch haben und so habe ich es z.B. letzte Woche dann auch auf dem interaktiven Whiteboard erklärt und würde es genauso mit geteiltem Bildschirm auch online erklären (ich habe aber beschlossen, der Schüler der nicht kommt hat Pech gehabt, muss er sich selbst erarbeiten).

    Ich beantworte dir mal, wie wir es gemacht haben.

    Welche technische Ausstattung brauche ich minimum?

    Mir reichte mein Netbook mit Internet-Zugang, mein Mann z.B. möchte immer mindestens noch Kamera und Head-Set

    Was brauchen die Schüler?

    Minimum ist ein Smartphone, besser aber Tablet oder Netbook oder PC. Internet-Zugang.

    Wann findet euer Unterricht statt? Zu den normalen Unterrichtszeiten? Haltet ihr euch an die Anzahl der Wochenstunden?

    Wir haben ein bis zwei Termine je Woche angeboten, zu Zeiten, die wir uns überlegt haben und in Absprache auch andere Zeiten.

    Wie ist es mit der Anwesenheitspflicht?

    Geht nicht, weil eben Kinder in der Notbetreuung ohne Technik (weil die Eltern die brauchen usw.) oder ähnliches sind.

    Was macht ihr mit den Schülern, die ihr nicht erreicht, bekommen die Material auf anderen Wegen?

    Ja, musste vor Ort in der Schule abgeholt werden bzw. muss es noch.

    Was macht ihr mit den Kindern, die in der Notbetreuung sind? Ich habe Schüler, die sind täglich bis 17 Uhr in der Betreuung, teilweise auch in den Ferien, sie brauchen ja dann jemand der ihnen hilft, bzw, die technischen Möglichkeiten. Funktioniert das reibungslos?

    Nein, in der Notbetreuung ging da bei uns nichts.

    Wo finde ich Hilfe? Gab es Fortbildungen? Wo gibt es die?

    Wir hatten einige wenige Fortbildungen, einen Teil bieten kostenlos die Verlage an, manchmal auch andere Organisationen, aber das meiste Learning bei doing.

    Wie ist es mit dem Datenschutz? Muss man irgendetwas unterschreiben lassen?

    Haben wir vollkommen hinten angestellt in der Corona-Zeit und das mit Einverständnis der Schulleitung.

    gleichzeitig immer die Hände in die Luft geworfen werden nach dem Motto "bin ja Beamter, kann ich nichts machen". Das ist schon auch ein bisschen zu einfach.

    Wir können viel machen, aber beim Digitalpaket war auch bei uns genau vorgegeben, was wofür genutzt werden darf und schnelleres WLAN z.B. würde finanziert werden, kann aber die Telekom nicht liefern, beim ersten Versuch hat sie das Internet komplett abgestellt, weil so alte Datenkabel nicht mehr genutzt werden dürfen. Noch Fragen dazu?!?

    Mehr Einfluss ist da leider nicht. Neue Tafeln dürfe nur noch in digitaler Form bestellt werden, also entweder digitales Whiteboard oder nichts, weil Berlin auf "kreidefreie Schule umstellt" was nimmt man also?!? Und die damit notwendigen und von mir aufgezählten Eigenschaften haben eure Vorschläge einfach nicht!

    Ich habe diverse Firmen gesehen, gerade eben die, die nicht nur Gymnasiasten beschäftigen und da wird das alles mit Flip-Charts gemacht.

    In der Uni brauchten wir dies in allen Fächer, angefangen bei Grundschulpädagogik und endend bei Psychologie und ich habe auch nicht erlebt, dass das inzwischen anders ist. Übrigens wurde da auch mit OH-Projektoren z.T. gearbeitet ;) Laptops hatte da kein Dozent und das ist nicht mal 6 Jahre her.

    Mag zwar irgendwann mal anders werden, aber wir leben ja in der Gegenwart und bereiten die Schüler auf die vor und nicht auf die Zukunft (sonst würden wir Handschriftliches Schreiben vermutlich ganz weglassen o.ä.)

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