Ich antworte jetzt mal aus zwei Richtungen, denn ich würde sagen, dass wir in der Schule zumeist (leider nicht alle Kollegen) versucht haben, das umzusetzen, was ich von den Lehrern meiner Kinder auch erwarte.
Die Lösung war da für viele Eltern schnell gefunden. Die Lehrer sind an unserer Misere zu Hause schuld. Würden sie ordentlichen Online-Unterricht machen, hätten wir diese ganzen Probleme zu Hause nicht.
Nein, das ist so nicht. Man braucht keinen Online-Unterricht, aber doch die Möglichkeit Fragen beantwortet zu bekommen oder Erklärungen oder überhaupt Rückmeldungen. Und das ist leider bei vielen Lehrern nicht passiert. Ein Thema, was die Klasse scheinbar nicht verstanden hat, kann man nicht mit "wir fangen einfach ein neues Thema an" klären, schon gar nicht in Mathe!
Spätestens im Präsenzunterricht gehört das dann aufgearbeitet und nicht nur Ergebnisse der letzten 6 Buchseiten verglichen.
- ich habe die nötigen Geräte ... ein Teil meiner Schüler nicht (von denen ist im Folgenden nicht mehr die Rede)
Und auch wenn sie die haben, heißt das nicht, dass sie nur ihnen zur Verfügung stehen. Sprich, es muss auch Lösungen ohne Geräte geben.
- ich kann mit mebis einigermaßen umgehen, ein Teil meiner Schüler nicht
Und das war mit das größte Problem, dass die Schule immer davon ausgegangen ist, dass werden die Schüler schon irgendwie können (obwohl es nicht mal alle Lehrer genügend konnten) und der Hinweis der Eltern mit (kann man nächstes Schuljahr in der Methodenwoche machen) abgetan wurde. Wenn ich noch drei Wochen Schule habe und es wird darauf hingewiesen, dass dies ein Problem ist, ist das ein grundlegendes Problem, was gleich angegangen werden muss und das erwarte ich einfach auch!
- ich stelle jede Woche genügend Material und Aufgaben für die Woche rein, in der die SuS nicht im Präsenzunterricht sind. SuS versichern mir, es wäre nicht zu viel und man würde es durchaus verstehen.
Wenn du diese Rückmeldung hast, ist das doch sehr gut, wenn aber die Rückmeldung aus allen Richtungen ist, Erklärungen fehlen, Rückmeldungen fehlen, der Umfang ist viel zu groß (denn meine Tochter hat 7 Tage die Woche durchschnittlich 4h daran gesessen z.B. die andere hatte eine Kunst-Aufgabe mit 5h-Umfang, dann sollte man doch mal etwas berücksichtigen und das nicht einfach ignorieren.
denn ich kenne zumindest kein Kind was länger als 30 min bis 2 h täglich gearbeitet hätte
DAs ist schön, ich kenne leider viele, weil der Umfang einfach viel zu groß war, gerade wenn die Erklärungen auch noch selber organisiert werden mussten.
Ansonsten finde ich 2h täglich konzentrierte Arbeit meist auch ausreichend, um das zu schaffen, was wir sonst in der Schule machen.