Beiträge von Susannea

    Was ist die gesetzliche Grundlage?

    Der TVL sagt, ein Samstag ist ein normaler Arbeitstag, genau wie alle anderen Kalendertage, an denen man betriebsüblich zu arbeiten hat. Und eine Einschulung ist eben ein betriebsüblicher Arbeitstag, zudem der in Berlin innerhalb der Schulzeit und nicht wie in Brandenburg noch in den Ferien liegt! Früher war ja immer Samstagsunterricht, das ist nun nur noch auf Antrag so, aber somit ist es ein betriebsüblicher Arbeitstag. Du fragst ja auch nicht auf welcher Grundlage du an einem Montag in der Schule sein musst, oder?!?

    Ein guter Schulleiter kann mehr entscheiden, als man so denkt. Er muss sich nur trauen, seine Entscheidungen nach oben (wenn überhaupt nötig) durchzusetzen.

    Diskussionen satt haben und einfach etwas erklären ist eben kein Zeichen von guter Schulleitung.

    Tja, ist aber vollkommen ok und zulässig bei uns. Gerade bei so vielen Angestellten. Und ich verstehe, dass sie das auch zu unserem Schutz macht, denn es sind immer die selben gewesen, die durch Abwesenheit geglänzt haben und die anderen hatten dann deutlich mehr Arbeit.

    Und nein, wenn die Schulsenatorin dies anordnet, wie beim Präsenztag, dann kann die Schulleitung daran gar nichts rütteln!

    Ich würde jetzt bei deiner Wahl bleiben, gerade wenn Kind 2 geplant ist, ist es doch ein begrenzter Zeitraum dort. Mit der Aussage geht nicht, würde ich mich nicht abspeisen lassen, sondern "nachverhandeln", sprich mit mal so mal so und auch sagen, dass du sonst überlegst doch gar nicht dort anzufangen. Damit ist ihnen sicher auch nicht geholfen.

    Und was ist mit den Schülern? Haben die keinen Anspruch auf Ausgleich?

    Denn wenn die einen Ausgleich bekommen, haben die Lehrer den ja zwangsläufig auch ;) Kein Schulleiter bei Verstand würde die Lehrer dann verdonnern, doof rumzusitzen und "Aufräumarbeiten" etc. zu leisten.

    Wir konnten dieses Jahr durch unseren Ausgleichstag einen Tag früher unsere Weihnachtsferien genießen :)

    Das ist dann wie Präsenztag in den Ferien, den auch die Senatorin vorgegeben hat, anfangs sogar von 8-16 Uhr

    Nun stellen Sie sich eine Schule vor, die eine Halbtagesgrundschule ist.

    Wir sind eine Halbtagsschule. D.h. es ist nach der 6. Stunde Schluss. Einen Hort gibt es nicht.


    So ist es hier auch, wir sind auch eine Halbtagsgrundschule, die Betreuung von 7.30-13.30 Uhr ist sicher zu stellen (was aber definitiv nicht heißt, dass alle nach der 6. Stunde Schluss haben, AGs liegen eh später und auch der "reguläre Unterricht" geht eben teilweise noch bis 15 Uhr weiter, da aber die Kinder in den ersten Klassen keine 30 Stunden Unterricht haben, muss dies anders gelöst werden und das sind eben die Erzieher und die können über den ganzen Tag verteilt werden.

    Klasse 1+2 geht also nach 4 Stunden nach Hause und muss vorab beschult sein.

    DAs wäre bei uns nicht zulässig, da sind noch zwei Stunden kostenlose Betreuung sicher zu stellen und da ist egal durch wen.

    Klasse 3+4 geht an fast allen Tagen nach 5 Unterrichtsstunden nach Hause und muss vorab entsprechend beschult sein.

    Auch hier ist dies nicht zulässig und auch in 5 und 6 nicht! Also muss ja die Betreuung sicher gestellt werden und somit können und müssen Lehrer später kommen oder an manchen Tagen gar nicht, weil sie eben auch nicht 30+x Stunden haben. Wenn ich z.B. nur einen Tag frei hätte und immer zur ersten Stunde kommen müsste wäre ich schon bei 24, ich habe aber nur 17, also muss irgendwo was abgehängt werden und das ist eben entweder vorne, hinten (das bei mir nicht gewünscht ist) oder an ganzen Tagen.

    Und das ist ja bei euch auch so, denn ihr habt ja auch nicht mit Teilzeit 30 Stunden und mehr!

    Bei uns wird sehr viel ermöglicht, aber inzwischen ist die Versorgung so schlecht, dass manches tatsächlich nicht geht
    und man Verständnis dafür aufbringen muss, dass zuerst irgendwie der Kernunterricht besetzt sein muss.

    Ob Kernunterricht oder Betreuung ist egal, hier sind 30 Stunden je Kind sicher zu stellen und Mittagessen, egal wie.

    @Susannea, was ich noch nicht verstehe: wie könnten andere Kolleg*innen davon profitieren, dass deine Schulleitung es schafft (und Interesse daran hat), dass du freie Tage bekommst? Welche Strukturen liegen dem zugrunde, jenseits von "doch, es geht aber, wenn man nur will"- denn offenbar geht es bisher an vielen Schulen nicht.

    Sie sehen, dass es doch geht und können eben auch Ideen und Tipps für die Schulleitung mitnehmen. Und es geht an vielen Schulen, die ich kenne. Es lohnt sich also dafür zu kämpfen. Bei uns wird nach dem Motto "geht nicht, gibts nicht" gesteckt und das sollte man evtl. versuchen an anderen Schulen auch zu übernehmen.

    Edit: Es kann aber sein, dass das durch das Berliner System mit VHG bedingt ist, denn da können ja auch "Freistunden" für die Kinder zum Mittagessen oder spielen mitten im Unterricht liegen, daher haben auch unsere 1-3er mal 6 Unterrichtsstunden am Stück z.B. und an anderen Tagen weniger. Hier wird nichts gleichmäßig verteilt, meine Sportklasse hat somit z.B. 7./8. Stunde Sport, weil es sonst nicht passte (aber eben vor allem von den Hallen nicht, da da anfangs noch das OSZ mit rein musste).

    Mit Teil-Abordnungen meinte ich die Lehrkräfte, die für einige Stunden von anderen Schulen zu uns fahren, um bei uns Unterricht zu übernehmen

    Auch die haben wir, alle Religions- und Lebenskunde-Lehrkräfte sind ja an mehreren Schulen, noch dazu sollte katholisch und evangelisch Religion möglichst parallel liegen, in den älteren Klassen dann auch noch am liebsten parallel zu Lebenskunde damit nicht so viele VHG-Stunden entstehen (Stunden in denen die nicht teilnehmenden Kinder im Hort betreut werden), Teilungsstunden müssen hier ja aber nicht am Rand liegen, obwohl wir mit uns selbst in der Regel teilen (bis auf 3. Klassenstufe in den Jül-Klassen, wo aber immer drei Klassen parallel dann den Unterricht haben müssen), Schwimmunterricht ist auch fremdbestimmt und es müssen dazu drei Klassen den parallel haben während die andern beiden Klassenstufen der Klassen Sport und eine Teilungsstunde haben müssen.

    Und räumlich, haben wir glaube ich nur drei Teilungsräume für alle 20 Klassen gemeinsam, aber eben einen Lebenskunde und einen Religionsraum, genauso wie einen Nawi-Raum. Die Räume sorgen ja für leere Klassenräume, die in der Zeit eben als Teilungsraum genutzt werden und sonst verlassen eben die Schüler die nicht Teilung haben den Raum in den Hort.
    Aber klar, es ist dann nicht jede Nawi-Stunde im Nawi-Raum, im Musikraum eh nicht, weil der ja alleine einen Tag fürs Fachseminar reserviert ist und es sind auch mal zwei Klassen gleichzeitig in der Turnhalle, aber das ist doch zu verkraften.

    Also da ist auch vieles nicht so einfach, aber doch, es geht, wenn man will, dauert zwar oft und es gucken manchmal bei Problemen viele drauf, aber bei uns wird andersrum rangegangen, es werden erst die freien Tage und dann die Unterrichtsstunden festgelegt, dann klappt das auch alles irgendwie (wobei das diesmal mit einer der Quereinsteiger auch nicht wirklich funktioniert, weil sie eigentlich immer Montags bei uns in der Schule Seminar haben sollte, nun machen sie das Seminar aber wechselnd, womit die zwei Stunden vorher nicht gehalten werden können.


    Hat übrigens im Ref damals genauso funktioniert an einer anderen Schule, ich hatte zwei Tage frei, wo ich dann nur Fachseminar hatte und allen Unterricht an den restlichen drei Tagen (und noch dazu genau wie jetzt erst ab 10 Uhr Unterricht).

    Aber das sollte vermutlich wenn Thema eines Extra-Threads sein.

    Kommen dann auf ein kleines Kollegium mehrere (Teil-)Abordnungen sowie Referendare mit festgelegten Stunden/Tagen zu, wird der Spielraum immer kleiner.

    Naja, die haben wir auch die Teilabordnungen für den Personalrat und die Fachseminare und die vielen Quereinsteiger, die ja feste Studientage haben und die Leute die noch ein 3.Fach studieren und und und. Ist nie ganz einfach, ich habe alleine dann den 3. Stundenplan ab dem 1.1., aber es ändern sich bei mir nur die Stunden, wo sie liegen, welche an welchen Tagen ist unveränderbar ;) Keinerlei Springstunden usw. Das klappt alles, wenn man wirklich will.

    Bei uns ist das gesamte Kollegium zur Anwesenheit verpflichtet, egal ob Teil- oder Vollzeitlehrkraft. Es gibt keinen Ausgleich in irgendeiner Form.
    Es handelt sich um einen Samstag.
    Ist das mal wieder typisch Schleswig-Holstein oder handelt unsere Schulleitung da unrechtmäßig? Und wenn letzteres, sollte man das mal an eine Gewerkschaft weitermelden?

    Ich denke, das ist wieder eine Frage, wie man es macht. Bei uns liegt der in der Woche an Unterrichtstagen, nur wer Unterricht hat, ist dabei. Aber z.B. Einschulung an einem Samstag gab nun auch soviele Diskussionen, dass meine Schulleitung es satt hat und auch Anwesenheitspflicht erklärt hat, nur die Kollegen, die selber in der Familie einschulen, waren davon ausgenommen.

    Angeregt durch Palims Ausführungen:
    Vielleicht wäre eine Privatschule, die den Schwerpunkt auf das Musische legt, etwas für dich? Schau dich doch zusätzlich einmal nach Waldorf- oder Montessorischulen um. (Da benötigt man allerdings eine Zusatzausbildung.)

    Zumindest kenne ich auch viele, die dort sogar ohne 2. StEx problemlos arbeiten können.

    Stichwort Elternsprechtag: Mit D und E hing ich da immer ganz schön drin, von der ersten bis zur letzten Minute

    Mit Musik passiert dir das eher nicht, ich habe in den 5 Elternsprechtagen (jedes Jahr einen) in denen ich in der Schule war genau zwei Elterngespräche insgesamt geführt. Zu vielen war ich nicht mal da dann (weil sie es vorher ansagen mussten) und beim Rest konnte ich viele andere Arbeiten in der Zeit erledigen, weil eh niemand kam (und war dann auch nur die Hälfte da).

    Bei uns haben sogar die Klassenleitungen in Teilzeit einen freien Tag, auch mit Mathe und Deutsch ;) Also wenn man will geht das auch in der Grundschule.

    Was sie bei uns allerdings nicht gemacht haben ist Klassenlehrer und Fachlehrer (Mathe) beide am Freitag frei, aber das wurde dann so geregelt, dass ich die Klasse (6.) nicht in Mathe bekommen habe (was mir viel Arbeit spart dafür eine Klasse mehr Musik parallel zu den anderen dreien und eine Sport) und eben stattdessen anderen Unterricht. Mir solls Recht sein. Wäre nur zu schön gewesen mal wieder mein studiertes Fach unterrichten zu können, wenn ich schon Nawi nicht mehr machen darf, weil das lieber die Quereinsteiger machen, weil es für sie einfacher ist.

    es ist schön, dass das bei euch so ist. im sekundarbereich ist das echt anders, wenigstens in bayern am gymnasium.

    hier kannst du keine ansprüche stellen, was freie tage angeht. bedarf geht immer vor wünsche, und du musst die reduzierung einreichen lange bevor die pläne fürs nächste jahr stehen, und selbst wenn sie stehen, können sie jederzeit umgeworfen werden, je nach bedarf halt. jedes entgegenkommen ist nur nettigkeit. bei dienstbesprechungen besteht für alle anwesenheitspflicht. immer. völlig egal, ob du nur eine stunde oder volles deputat hast. weniger machen musst du nur bei teilbaren aufgaben, z.b. kann man bei den zwei elternsprechtagen im jahr früher gehen. klassenfahrten und co machste trotzdem, klassleitung machste trotzdem, usw., damit ist die entlastung so gut wie weg, aber immer noch deutlich weniger geld auf deinem konto (und das brauchst du, wenigstens in der stadt).

    wie gesagt, lohnt nicht, wenn es irgendwie anders geht/man es nicht unbedingt, unbedingt will.

    Das scheint aber ein Problem in eurem Bundesland oder eurer Schule zu sein. Klassenfahrten macht bei uns nur, wer will, die sind generell freiwillig. Bedarf ist so hoch, dass du einfach gehst, wenn es dir nicht passt, also muss die Schule dir entgegenkommen. Außerdem scheint es ja nicht um einen Alleinverdiener zu gehen. Und auch beim TE ist es Grundschule ;)

    ich hatte immer den eindruck, dass der konsens sehr deutlich ein anderer ist. wenn man reduziert, muss man trotzdem zu allen konferenzen, hat keinen anspruch auf einen freien tag, macht immer noch klassleitung bei uns... da ist leider nicht viel mit weniger arbeit, aber ziemlich viel mit weniger geld. und wenn man die funktionen abgibt, weil man ja jetzt teilzeit ist, kann man entsprechend länger auf beförderung warten. ergo nochmal weniger geld. lohnt einfach nicht, außer es geht wirklich nicht anders/man hat sich das individuell sehr gut überlegt.

    Wie gesagt, kann ich alles nicht bestätigen. Stufenkonferenzen gehe ich nur selten hin, Fachkonferenzen habe ich nur halb soviele wie die Teilzeitleute (die allerdings mit Leitung) und auch der Rest ist ganz gut verteilt. Ich habe bei 60% sogar zwei freie Tage, anders hätte ich es nicht gemacht. Und Beförderung gibt es hier außer Schulleitung eh keine.

    Also ich kann es nur empfehlen.

    und dann weniger verdienen, zumal gerade im lehramt die reduzierung bekanntlich kaum belastung einspart verglichen mit den enormen verdiensteinbußen. aber muss jeder selber wissen.

    Das kann man so nicht verallgemeinern, denn doch es spart einiges ein, aber eben nicht genug im Vergleich zur Gehaltsreduzierung, aber es ist sicher trotzdem mehr als ein freier Musiker bekommt und sicherer.

    ...meistens ist es schon so, dass in gut bezahlten berufen die belastung eher hoch ist. das ist so. du kannst dich entweder entscheiden, das durchzuziehen, und es dann packen, oder du sagst, das packe ich nicht - no shame here - und was machen, das dir leichter fällt. sicher wird man als freiberufliche musiklehrkraft nicht reich, aber ich kenne einige leute, die davon leben. in einer nicht billigen großstadt noch dazu. klar, ist kein a13.

    Die Belastung muss ja aber später nicht so groß sein, gerade bei eigenen Kindern kann man dann ja reduzieren.

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