Beiträge von Susannea

    Das mag in den weiterführenden Schulen gehen. Als Grundschullehrerin hast du deine Klasse als Klassenleiterin und musst dann natürlich alle Elterngespräche machen.

    Die Klassenlehrer machen bei uns eh teilweise andere Gesprächstermine aus als am Elternsprechtag und viele Teilzeitkollegen (gerade die mit weniger als 75%) haben eben gar keine Klassenleitung, sondern sind nur Fachlehrer, geht also teilweise auch an Grundschulen ;)

    Anders wird ein Schuh draus, lieber Tayfun: Teilzeitlehrkräfte haben bei uns gleich viele Pausenaufsichten wie Vollzeitlehrer, verhältnismäßig also mehr.

    Das ist bei uns Glücklicher Weise nicht so, in der Regel hätten wir nun 2 statt 3 Aufsichten (früher eine statt zwei), aber ich habe das Glück gar keine mehr zu haben, dafür eben einen vollkommen gesetzeswidrigen Donnerstag mit Durchgängig von 9.55-16/16.30 Uhr ohne auch nur 5 Minuten Pause in der Schwimmhalle, also offiziell nicht mal Zeit um aufs Klo zu gehen.

    Teilzeitkräfte eben NICHT an allen Konferenzen teilnehmen müssen

    Darum kämofen wir noch, aber es wird besser.

    weniger Aufsichten haben

    Genau.

    Elternsprechtag auch nur 2 statt 4 Stunden anwesend sein müssen

    DAs wäre toll, aber das hat bisher nicht immer geklappt, das ist Dienstag auf der Tagesordnung der Dienstberatung.

    Bei uns haben auch einige Teilzeitkräfte Klassenlehrerfunktion und sind nur in ihren Klassen und es gibt Vollzeitlehrer, die in verschiedenen Klassen sind. Die meisten, nach meinem Eindruck. Ich denke, das ist kein Automatismus: Vollzeit + Klassenlehrerfunktion; Teilzeit + ohne Klassenlehrerfunktion. Kann sein, muss nicht.

    Aber genau darum geht es ja, du tust so, dass man eben damit alles weniger hat und ich habe dir an meinem konkreten Beispiel belegt, dass das eben nicht immer so ist.


    Genau das habe ich doch gesagt, einseitige Gehaltserhöhungen ohne massive Entlastungen bzw. Verbesserungen der Arbeitsbedingungen führen nur zu mehr Teilzeit, mindern also den Lehrermangel gar nicht, weswegen es ja aber die Gehaltserhöhungen gab (Lehrer- bzw. Grundschullehrerberuf "attraktiver" machen), sondern verstärken ihn noch.

    Nein, genau das ist eben nicht der Fall, sondern bei uns sorgt die Reduzierung von viel mehr Lehrern zu weniger Lehrermangel, weil die Krankenquote zum Einen geringer ist und zum Anderen mit ausfallenden Kollegen aber weniger Stunden zu vertreten sind als vorher!

    Es stehen Teilzeitkräften ja auch die vollen Pausen und die vollen Ferien zu und nicht nur "anteilig".

    Von welchen Pausen redest du, mir sind keine Bekannt und Ferien habe ich natürlich weniger, denn 2/3 der Ferien sind eh meine freien Tage!

    Wenn man weniger Unterrichtsstunden hat, hat man auch alles weniger, was damit zusammenhängt. Weniger Vorbereitungszeit, weniger Nachbereitungszeit, weniger Korrekturen, potenziell weniger Elterngespräche, Klassenkonferenzen, potenziell weniger Stress mit schwierigen Kindern und Eltern ..

    Das halte ich für ein Gerücht, mit Teilzeit mache ich nur Fachunterricht, d.h. ich habe im Gegensatz zu der Vollzeitkollegin, die nur in ihrer Klasse ist nicht 27 Schüler, sondern 160 (und das nur, weil ich eine Klasse in zwei Fächern habe) z.B. somit mehr Elternsprechtag, mehr Klassenkonferenzen (weil die ja in jeder Klasse sind, also 7 Stück), deutlich mehr Stress mit schwierigen Kindern, weil ich die ja nur wenige Stunden habe, denken viele, sie können alles machen.

    nd nutzt die gewonnene zusätzliche Freizeit wohl nicht, um mehr in seine Unterrichtsvorbereitung zu stecken. Das kommt mir nicht logisch vor.

    Ob es dir logisch vorkommt oder nicht, aber ja, es gibt natürlich welche, die die dazu nutzen.

    . Anders gesagt, nur weil man keine oder zu wenig Zeit hat / sich nehmen mag, hat man doch keinen Anspruch darauf, sich schlechter vorzubereiten, oder?

    Aber der AG hat auch keinen Anspruch auf unbezahlte Mehrarbeit, sprich, wenn die Arbeitsstunden erfüllt sind, dann habe ich eben auch das Recht

    Wie soll ich denn diese Zahlen widerlegen? Ich bin nicht an deiner Schule!

    Ach, aber wie kommst du dann dazu die Zahlen anzuzweifeln?!?
    Das muss dir Beleg genug sein.

    es ging auch nicht nur um E13 für (fast) alle Berliner Grundschullehrer seit 2018 bzw. dann ab 2019.

    Es gab nie seit 2018 E13 für alle Berliner Grundschullehrer, sondern erst seit 1.8.2019!

    Ich nannte auch die Erfahrungsstufe 5 bei Neueinstellung in Berlin seit 2013, was nicht nur die Grundschullehrer, sondern alle Lehrer in Berlin betraf/betrifft.

    Die ergibt ja aber kein Mehr, denn ohne Einstellung hatte man vorher keinen Vergleichswert. Die die schon eingestellt waren bekommen die ja teilweise heute noch nicht.

    Sonst kommt man auch kaum auf rund 1000,- Euro mehr als bisher/ohne das, was zu einer wesentlichen Teilzeitquotenerhöhung führte (rund 20% mehr).

    Doch, genau das kommt man von 2018er TVL E11 Stufe 5 auf 2019er TVL E13 Stufe 5 bekommt man Netto ca. 1000 Euro mehr mit der richtigen Steuerklasse!

    Also doch, ich rede klar von der steigenden Teilzeitquote bei Grundschullehrern und explizit zum 1.8., denn da haben bei uns genau aus dem Grund, dass sie damit das selbe Geld raus haben (oder besser hätten, denn wir bekommen es ja leider noch nicht) viele reduziert, egal ob von Teilzeit oder Vollzeit.

    Hä? Wieso denn jetzt das? Es war doch hier von Lehrern allgemein die Rede bzgl. Teilzeit und zuletzt bzgl. Beamtenstatus in Berlin.

    Kannst du unabhängig davon deine Behauptung, die ich so verstehe, dass an Berliner Grundschulen mehr Lehrer angestellt sind und kaum welche verbeamtet, denn auch mal irgendwie belegen als nur durch den persönlichen Eindruck?

    Es war von mehr Geld, das es gibt die Rede und das trifft mit E13 neuerdings ja nur die Grundschullehrer.

    Ich habe dir konkrete Zahlen genannt, kannst du die widerlegen?

    Du wirst doch aber sicherlich nicht bestreiten, dass es noch sehr viele verbeamtete Lehrer in Berlin gibt?

    Doch, das bestreite ich sehr wohl, denn die meisten sind inzwischen pensioniert und auch vorher wurden längst nicht alle verbeamtet, von den ehemaligen DDR-Lehrern kenne ich bei uns an der Schule z.B. nur zwei, die verbeamtet sind, obwohl sie eben schon seit der Wende im Gesamt-Deutschen Schuldienst sind.

    Bei uns fallen mir ca. 6 Kollegen ein, die verbeamtet sind, die Anzahl der Angestellten ist bei 2/3 bis 3/4 und so kenne ich das auch nur aus den Schulen wo ich vorher war.

    und auch das mit der Reduzierung, weil es dann für einen gesünder ist (was natürlich auch z.T. mit Doppelbelastung Schule-Familie zu tun hat usw.) ist ja auch nicht aus der Luft gegriffen, genauso wie mit weniger Dauerkranken, das sind die Erfahrungen bei uns an der Schule bzw. eben die Tatsachen.

    Beide beziehen sich m.E. auf die Möglichkeit, bei höheren Gehältern eher in Teilzeit zu gehen. Das kann dazu führen, dass Lehrkräfte, die aufgrund von Überlastungen langfristig erkranken (z.B. Burnout) durch die Teilzeit eher wieder einen Einstieg in das Berufsleben finden als in Vollzeit. Der Einfluss dürfte aber marginal sein, da Teilzeit häufig eher familiär bedingt beantragt wird und nicht, weil man einen kommenden Burnout an sich beobachtet. Bereits langfristig erkrankte erhalten zumindest als Beamte ohnehin Fortzahlung der Besoldung, bis sie endgültig in den Ruhestand geschickt werden. Sie dürften also kaum einen Anreiz haben, in Teilzeit zurückzukommen.

    Berlin verbeamtet nicht.

    Und ganz ehrlich? Ich würde lieber 3 Stunden mehr arbeiten und davon eine Putzfrau einstellen, wenn ich nur eine zuverlässige, gute finden würde, die es ok findet, dass man sie anmeldet.

    Die haben wir nun endlich wieder nach zwei Jahren Suche gefunden und ich habe wirklich mal 2,5h für mich in der Woche an einem meiner freien Tage, der 2. ist für Büro usw. in der Regel ( oder eben was zusätzliches Aufräumen o.ä. so Sachen, die sonst bis zu den nächsten Ferien liegen bleiben).
    Das entlastet enorm, bei uns sind aber auch die Großeltern mindestens zwei Tage die Woche fest eingeplant

    Ich würde mir wünschen, dass der Unsinn mit den unteilbaren Aufgaben endlich mal höchstrichterlich entschieden wird. Ich habe weder das Arbeits- noch das Beamtenrecht erfunden, aber dass "50%" ernsthaft bedeuten soll "50% +x Arbeitsaufwand, aber 50% Gehalt", ist so sicher nicht vorgesehen.
    Und eine exakte Quantifizierung des Arbeitsaufwands pro Unterrichtsstunde und des Zeitaufwands für die unteilbaren Aufgaben wäre auch keine Hexerei.

    Aber es gibt doch dazu ein Urteil, dass das dann anderweitig ausgeglichen werden muss, nur die Umsetzung ist in der Regel mangelhaft, denn von alleine gleicht sich das eben gar nicht immer aus, wie mir einige Vollzeitkräfte immer wieder erklären wollen.

    vielen Dank für deine Antwort Palim. Das deckt sich mit allem, was ich in meiner Schule erlebt habe und ja, das funktioniert gut. Über die Herbstferien werde ich mir da ein paar Dinge genauer überlegen, wie ich es nach den Ferien mit neuer Kraft angehe. Ich glaub´, wenn ich deine ganzen Fächer im Profil so sehe, die du unterrichtest, unterrichten wir sehr ähnliche Fächer :D Ich denke, ich werde mich gut in meine Rolle als Fachlehrer an meiner Schule einarbeiten.

    Ich kann das nur unterstützen, so funktioniert es auch nur bei mir in Musik.

    Teppiche und Vorhänge sind aus Brandschutzgründen verboten, würde mich wundern, wenn das in manchen Bundesländern anders wäre. Aber es gibt sicher eine Möglichkeit, arbeitsschutzmäßig nachprüfen zu lassen, ob die Räume genug schallgedämmt sind. Nur bis das geprüft wurde und tatsächlich Schallschutzdecken installiert sind, hat die TE schon einen Hörsturz.

    Hier haben gerade die Klassen mit hörgeschädigten Kindern solchen Boden, einzelne Teppiche haben wir in jedem Raum, was nicht verwunderlich ist bei Montessori-orientierter Schule.

    Ich meinte das Mitbringen von Teppichen, keine Teppichböden. Wir dürfen z.B. auch kein extra Mobiliar mitbringen (Kelleregal oder sowas).


    Auch das ist bei uns gar kein Problem, nimmt die Senatsverwaltung immer gerne an, wenn wir etwas mitbringen und sie es nicht kaufen müssen und auch, dass wir mit Teppichfliesen usw. arbeiten.

    Stimmt eigentlich. Aber in meinen 15 Jahren Dienstzeit habe ich gelernt, dass das zu 90% die Begründung für eine Stundenreduktion ist: "ich muss die Stunden reduzieren, damit ich meine Arbeit vernünftig machen kann."

    Naja, ich denke vor allem, dass man mehr Zeit für Sachen verwenden kann und sie somit so perfekt machen kann, wie man möchte. Nicht, wie es notwendig ist. Und jemand der eben weniger Zeit hat/braucht hat dann die Sachen entweder schon perfekt vorbereitet oder dem ist es nicht so wichtig.

    Bei uns an der Schule gibt es einen jüngeren Kollegen, der TZ arbeitet um seinen Vater zu pflegen. Dann gibt es ein paar Kollegen in TZ wegen der Kinder. Aber ja, die meisten sind Frauen.

    Ich bin auch so eine, mache 70% mit 2 Kindern unter 5. Mein Mann macht 90%, darunter hätte er sonst seine Position abgeben müssen.

    Mein Mann z.B. arbeitet 100%, aber mit Homeoffice und Gleitzeit. Das ginge bei mir, daher arbeite ich nur 67%. Brutto haben wir beide bei 100% ungefähr gleich viel.

    Wir haben mehrer Kollegen, die Teilzeit arbeiten, z.T. auch mit Partnerin als Lehrerin, damit wird es aufgeteilt.

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