Beiträge von Susannea

    Es kommt halt immer auf die Gegebenheiten an. "Abbummeln", was ist das? Wir sind nur 5 Kollegen, da musst du überall mitmachen: Bundesjugendspiele, Theaterfahrt, Schullandheim, Ausflüge, Elternabende, Elterngespräche, Fortbildungen, Teamsitzungen, Konferenzen, Auftritte....bei der Aufsicht wird versucht, Rücksicht zu nehmen, aber sonst?

    Wenn jemand nicht da ist, wird die Klasse aufgeteilt und die 3 anderen haben Stress. Wenn 2 gleichzeitig fehlen, wird´s interessant.

    Naja, das kann es eben hier eh nicht geben, weil ja Berlin pro Mitarbeiter mindestens einen freien Tag außerhalb der Ferien hat und der muss ja da sein ;)

    Teilzeit habe ich nie so verstanden, dass man dann nur einen "halben Elternabend" abhält, bei Dienstberatungen eine halbe Stunde früher geht, beim Elternsprechtag nur mit halb so vielen Eltern spricht wie die anderen oder beim Wandertag die Schüler gar nur auf dem Hinweg begleitet und sie auf dem Rückweg mit der Zweitbegleitung alleine lässt. Das finde ich alles absurd.

    Aber nun hat ja vor einiger Zeit ein Gericht entschieden, dass auch bei allen anderen Aufgaben Teilzeit zu berücksichtigen ist und nicht nur beim Unterricht. Ok, dann ist es halt so. Es wird mir dann ja nicht schaden, auch wenn ich es absurd finde.

    Und genau, das hat das Gericht entschieden und ist bei uns klar eingefordert und teilweise auch von der Senatsverwaltung umgesetzt worden und der Elternsprechtag mit halb sovielen Eltern ergibt sich ja schon durch halb soviele Stunden ;)
    Wandertage sind natürlich nicht teilbar, werden aber z.B. am freien Tag einfach von dem Lehrer dann gar nicht begleitet. Dienstberatungen gehe ich z.T. einfach gar nicht hin, genauso wie eben bei Konferenzen. Und bei uns wird z.B. einfach nicht mehr gefragt, warum man da frei hat, ob weil die Stunden alle sind, man da die Lehrerausbildung macht oder Studienseminar hat. Wer an dem Tag nie da ist, ist eben nicht da.

    Du hast aber auch keine Klassleitung und meines Wissens nach fast nur Nebenfächer. Mit Klassleitung muss man definitiv zu mehr Terminen, nämlich natürlich Elternsprechtag, Elternabend, dann die wöchentliche Sprechstunde und natürlich auch Basar etc, wenn die eigene Klasse da verkauft usw.Ich denke, vieles hängt mit den Fächern und Klassen, die du unterrichtest, zusammen. Manche sind mit mehr Aufwand verbunden als andere.

    Aber ich bin schon der Meinung, dass eigentlich alle Zusatztermine anteilig sein sollten.

    Wie gesagt, TZ bedeutet bei uns oft keine Klassenleitung oder wenn, trotzdem mit freiem Tag und eben auch nur anteilig Elternsprechtag oder nur mit Anmeldung und das ist unabhängig von den Fächern, wobei ich auch nicht nur "Nebenfächer" aktuell unterrichte und schon gar nicht habe, ganz im Gegenteil, meine studierten Fächer sind nur Hauptfäcehr.

    @anna Lisa: Nein, bei uns ist es dann eben nur eine Fachkonferenz egal wieviele Hauptfächer und die bestimmen wir dann. Ich bin z.B. nur in Sport, obwohl ich ja genauso sonst in Musik und Nawi mit drin war, aber die fallen jetzt einfach weg, weil sie alle zeitgleich sind. Mathe und Deutsch an einem Termin (unterrichte ich aktuell beides nicht, daher fällt die eben weg, davon muss sonst jeder Vollzeitkollege eine haben) und der Rest zeitgleich an einem anderen Termin (und da jeder nur eine von).

    Wöchentliche Sprechstunden gibt es hier nie. Sportwettkämpfe, Musikauftritte usw. gleiche ich an anderer Stelle wieder aus, wenn es zuviele Stunden sind (Stunden z.B. abbummeln usw.).

    Klar hat Teilzeit Vorteile: weniger Stunden, mehr Freizeit. Ich meine, das ist wohl jedem klar, sonst würde es keiner machen.
    Leute mit eigenen kleinen Kindern daheim werden sich wohl nicht ganz so frei fühlen wie du, die sind trotzdem am ackern, weil sie teilzeit machen, damit sie zur übrigen zeit ihre eigenen Kinder versorgen könne, aber das war nicht das Thema...

    Und "lohnen", nun ja. Nachdem du als Klassenleitung alle Elternabende, Sprechtermine, Konferenzen und sonstige Veranstaltungen in vollem Umfang besuchen musst, machst du im Durchschnitt mehr zusätzlich.
    Ein Vollzeitlehrer hat 28 Wochenstunden (GS Bayern) und verbringt in einer Woche zusätzlich zwei Stunden am Elternabend, und vier Stunden auf Konferenzen (1. Schulwoche, Bayern). Ein Teilzeitlehrer hat 14 Stunden Unterricht und ist trotzdem 2 Stunden am Elternabend und 4 Stunden auf Konferenzen.
    Oder, anderes Beispiel: Wenn du Vollzeit arbeitest und es ist Weihnachtsbasar gehst du nachmittags hin. Wenn du Teilzeit arbeitest und an dem Tag zufälligerweise frei hast, gehst du aber trotzdem hin. Also rein rechnerisch arbeitest du mehr für weniger Geld.

    Das ist doch dann bei euch aber ein Organisationsproblem. Ich habe z.B. 16 Stunden, verbringe manchmal gar keine Zeit auf dem Elternsprechtag (weil TZ-Kräfte nur nach Anmeldung oder maximal halbe Zeit), habe keine Klasse, dafür einen Tag frei, keine Elternabende und nur jede 2. Fachkonferenz z.B. (weil nur eine und die anderen zwei Fächer). Präsenztage nur anteilig und auch nicht jede Gesamtkonferenz und Stufenkonferenz versteht sich eh von selbst. Anfang Oktober tausche ich z.B. meinen freien Tag für einen Ausflug gegen den Tag davor (meinem Geburtstag).

    An freien Tagen müssen wir übrigens nur in Ausnahmefällen zu Veranstaltungen.

    Mit welchem Vertrag?

    Ich hatte für meine Thesis (beide sogar) einen Job an der Uni, habe geforscht und dafür Gelder aus einem Pott bekommen, somit war das für mich kein Problem.

    Mit dem Veröffentlichungsvertrag ;)
    Ich habe also alle meine abgegebenen Exemplare aus der Uni wiederbekommen und nur der Grin-Verlag hat später noch mehr drucken lassen.

    Also innerhalb der Uni sind sowohl Bachelor- als auch Masterthesis eh frei zugänglich. Also steht nicht im Regal, aber können zur Einsicht angefordert werden, dafür muss man bei uns extra ein zusätzliches Exemplar abgeben.


    Ansonsten: Ich habe fachwissenschaftlich geschrieben und die Themen waren interessant, aber die interessanten Teile wurden als Paper (von meinem Betreuer mit mir als Co-Autor) veröffentlicht.

    Darum wurde bei uns z.B. auch gebeten, aber es gibt dafür keine rechtliche Grundlage, wir haben das z.B. verweigert, denn es passt mit dem Vertrag auch nicht zusammen.

    Ich weiß nicht, weswegen die eine zweite Impfdosis für einmal in der Kindheit geimpfte empfehlen, vielleicht gab es damals größere Chargen an Impfversagern oder er war noch nicht ausgereift - keine Ahnung.

    Hier steht auch noch, dass Personen, die nur einmal gegen Masern geimpft worden sind, als Erwachsene ein zweites Mal geimpft werden sollen: https://www.rki.de/DE/Content/Kom…publicationFile

    Das kann ich dir sagen, das war ein anderer Impfstoff, da wurde auch Masern Mumps einzeln geimpft und Röteln auch und das in der Regel nur bei Mädchen. Der hat nicht bei allen ausgereicht, ich bin z.B. auch nur einmal gegen Masern und Mumps und einmal gegen Röteln geimpft und das ist nie ein Problem gewesen, der Titer ist deutlich ausreichend, eine zweite Impfung vollkommen überflüssig gewesen. Aber deine Begründung war ja, dass daraus abzuleiten ist, dass zweimal insgesamt geimpft werden soll und das haut einfach nicht hin, denn es soll noch einmal geimpft werden bei unklarer Impfung und ohne Impfung, also muss keine 2. Impfung sein. Wie gesagt auch gegen Masern und Mumps bin ich nur einmal geimpft.

    Indikation: Nach 1970 geborene Personen ≥ 18 Jahre mit unklaremImpfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfungin der Kindheit. Anwendung: Einmalige Impfung mit einem MMR-Impfstoff.

    Für mich eigentlich schon, da "... mit nur einer Impfung in der Kindheit". => Indikation: Impfung

    Aber das ist ja mal wieder nur die Hälfte, die zitiert wurde, denn auch ohne Impfung oder vielleicht ohne Impfung wird nur einmal geimpft, wenn man komplett zitiert und liest ;)

    Also haut deine Begründung nicht hin.

    Wie schon mehrmals erklärt, weil das eine nur Geld benötigt, das hat man oder kann es besorgen, das andere aber an Personen, die man nicht hat und auch nicht bekommen kann, hängt.

    Das ist also eine vollkommen bekloppte Forderung, wenn man weiß, dass sie einfach nicht erfüllt werden kann, übrigens ist sie aber bei jedem Arbeitskampf bei uns trotzdem mit vertreten, um dann genau die Antwort zu erhalten.

    Das ist wie mit den lila Kühen, die kann ich auch haben wollen, bekommen kann ich sie deshalb trotzdem nunmal nicht.

    Weil man weniger schaffen würde? Man müsste doch auch weniger schaffen! Dann gibt es eben nur 1 x Musik, 1 x Kunst, 2 x Sport pro Woche oder so .. bis wieder genug Lehrer da sind.

    Du hast das ganze aber nicht wirklich überlegt, was du hier erzählst, oder?!? Denn der Rahmenlehrplan wird dadurch nicht kleiner, er ist jetzt schon nicht zu schaffen und dann soll ich es in noch weniger Zeit schaffen? Heißt also effektiv weniger Zeit pro Thema, nur noch durchfliegen usw. Übrigens haben auch die von dir genannten Fächer klare Vorgaben, aber du bestätigst schön die Vorurteile gegenüber Oberschullehrern , die fern ab der Unterrichtsrealität in Grundschulen leben!

    Das sehe ich deutlich anders, wie gesagt, aktuell würde eine Stundenkürzung die Arbeitsbedingungen verschlechtern, das Geld nicht wirklich, aber verbessern wird das Geld es natürlich auch nicht, nur einen dafür entschädigen.

    Und 18 Kinder ist schon mehr als übertrieben, die Teilerzahl, wo hier geteilt werden muss liegt bei 30. Aber nur mindestens 24 Schüler pro Klasse bringen die notwendige Stundenzahl mit, alles was also drunter liegt, ist natürlich machbar, geht aber zu Lasten von Förder- und Teilungsstunden.

    Das ist verständlich. Kleinere Klassen und geringeres Stundensoll bedürfen mehr Lehrer. Bis die ausgebildet sind, muss dann vorübergehend die Stundentafel der Schüler reduziert werden.

    Auch das ist gerade in Sachsen geschehen.

    DAs würde in Berlin und Brandenburg nicht nur vorübergehend sein, denn dort können nicht mal die aktuell benötigten ausgebildet werden, wo sollen da noch mehr herkommen? Und das bringt den Lehrern ja so gar nichts, denn deshalb ist ja der Stoff nicht weniger. Also ist das eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen für Lehrer und somit weder gewollt, noch akzeptiert.

    Na, dann müsste man doch auf die gleiche Weise massive Entlastungen (Beispiele vielfach genannt) durchsetzen können!

    In Sachsen z.B. wurde daraufhin die Stundenverpflichtung um 1 Stunde gesenkt. Viel zu wenig natürlich, aber es geht!

    Nein, das ging nicht. Und zwar aus dem einfachen Grund, dass man jetzt schon die Stunden nicht abdecken kann, so dass jede Schule 100% oder sogar 103% hat und das dann nur auf dem Papier Entlastung bringen würde, aber über Mehrarbeit wieder reingeholt werden muss. Aber ja, das ist immer und immer wieder die Forderung, geht aber eben aus den genannten Gründen nicht. Und das nicht, weil Berlin nicht mehr einstellen würde, sondern weil nicht mehr da sind zum Einstellen.

    Das ist der Sinn von einem Streik!
    Wie oft man solche Aussagen hören muss... Wahnsinn. "Aber doch nicht auf dem Rücken der Kunden/Kinder/..." :hammer:

    Naja, man kann es ja als Schulleitung versuchen, ähnliches haben sie ja bei der letzten Personalversammlung versucht, dass sie meinten anordnen zu können, wer zu Hause bleiben muss, das gab ziemlichen Stress mit dem Personalrat, dem es natürlich sofort zu Ohren gekommen ist :pfeifen:

    Dass die SL dagegen ist und ganz "naiv" über diese geforderten Eltern-Briefe versucht den Streik zu sabotieren, hätte ich so vermutet, aber dass die Beamten-Kollegen sich freiwillig als Streikbrecher hergeben, ist eine große Sauerei.

    Das müssen aber auch einzelne Schulen gewesen sein, bei uns gab es sogar von der Schulleitung die Ansage, dass die Beamten nicht vertreten dürfen und sie das auch nicht anweisen dürfte, weil das Streikbrecheraktionen sind.
    Hier wurde nur betreut oder nach Hause geschickt.

    Es gab sogar Streiktage, an denen nur einzelne Schulen mit besonders vielen Angestellten aufgerufen wurden zu streiken.

    So wie eben Tag vier wo sie uns dann mit Bussen nach Potsdam gekarrt haben, das geht aber eben auch nicht mit allen gleichzeitig, da aber dann auch viele anderen öD Sachen dabei waren, war das sehr eindrucksvoll.

    Bei uns wurde auch gesagt, wir sollten das vorher ansagen oder behauptet wir könnten nicht streiken, weil sie das nicht abfangen können. Ehrlich gesagt hat uns das gar nicht gejuckt, ich habe morgens in der Schule mitgeteilt, dass ich nicht komme, sondern nach Potsdam fahre. Tja, gab lange Gesichert, aber das war mir egal und das war natürlich viel wirkungsvoller als es vorher anzusagen.

    Waren das insgesamt nur vier Tage?War da der Betreib komplett lahmgelegt, oder gab es ein Notprogramm, bei dem "Kollegen" eingesprungen sind?
    Inwiefern war "A13 für alle" ein unmittelbares bzw. "erkämpftes" Ergebnis dieser Maßnahmen?

    Demonstrationen, bei einer Bildungskonferenz oder Senatsverwaltung, halte ich für kein wirksames Mittel des Arbeitskampfes, Streik dafür umso mehr. Deshalb würde ich mich da sehr für Details von jmd., der es selbst erlebt hat, interessieren.

    Da ja die Beamten nicht gestreikt haben und meist auch die Quereinsteiger und Referendare nicht, hat schon vier Stunden regulärer Unterricht stattgefunden bei uns (die Kundgebungen waren dann ja für uns statt Unterricht in der Streikzeit und damit wird es sehr wirksam, da ja die Eltern dich im Fernsehen sehen und wissen, eigentlich solltest du gerade ihr Kind betreuen). Funktioniert dann also ähnlich wie beim Kitastreik, gerade da Berlin ja die verlässliche Halbtagsgrundschule hat und die durch den gleichzeitigen Streik der Erzieher eben auch nicht mehr sichergestellt war, die Eltern also nur noch Notbetreuung beantragen konnten.

    In dem Jahr waren es da nur vier Tage, insgesamt waren es mehr, zumal man nicht vergessen darf, dass das eigentlich eine Zusage war, die vor der Wahl schon ausgehandelt wurde und im Koalitionsvertrag stand (übrigens auch durch Streiks erreicht).

    Außer Streiks gabs dann noch stapelweise Briefe an die Bildungssenatorin von vielen Kollegen, aber ich denke nicht, dass das das ausschlaggebende war.

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