Beiträge von Susannea

    Ich finde die Idee gar nicht so schlecht, wenn es denn klappt und dann hast du evtl. auch Glück und entsprechende Erfahrung aus Berlin wird dir da gleich angerechnet.

    Übrigens geht ja Berlin auch nach oben für alle, wenn auch langsam, aber die sind ja noch nicht beim Tarifabschluss der anderen Länder angekommen, haben aber vereinbart das in einigen Jahren zu sein ;)

    In Berlin musst du durch keine Besuche der Schulleiter unbedingt durch. Die SL können, müssen aber nicht beurteilen.

    Ich denke, du unterschätzt etwas den Arbeitsaufwand in einer Grundschule, denn du musst evtl. nicht so viele Klausuren korrigieren, dafür viel mehr zwischendurch und vor allem eben viel mehr individuell für die Schüler vorbereiten. Wobei das natürlich gerade in den unteren Klassen mehr ist und ich denke, da wirst du früher oder später eben auch landen.
    Und weil du geschrieben hast evtl. fachfremder Unterricht. Bei uns weiß eigentlich niemand wer was studiert hat, jeder muss alles unterrichten!

    Bei aller Planung sollte man nicht außer Acht lassen: nicht immer klappt alles mit dem Baby wie gewünscht. Es gibt problematische Schwangerschaften, es gibt kranke Babys, Frühchen, schwierige Säuglinge, Brustentzündungen, Krankheiten.
    Nicht, dass ich den Teufel an die Wand malen möchte, doch bei aller Planung sollte man im Auge behalten: es ist nicht alles planbar. Wenn man das mit einrechnet und von der durchgetakteten Planung abweichen kann, ist es fast egal, wann ein Baby kommt. ;)


    Einen ganz wesentlichen Punkt hast du noch außen vor gelassen. Auch klappen Schwangerschaften nicht immer so schnell, wie gewünscht. Ich wollte z.B. schwanger ins Ref gehen mit Nummer 3, letztendlich habe ich schwanger das 2. StEx gemacht und bin jetzt erst im Mutterschutz. Gerade wenn man eben nicht nur ein Kind möchte, dann sollte man das auch nicht außer acht lassen.

    Also ich würde aus Erfahrung jedenfalls für ncihts mehr, für keine Ausbildung, keinen Job und keinen AG die Planung aufschieben!

    Anna Lisa: Wer sagt denn, das man das alles nicht kann? Das klingt bei dir auch nicht so, als ob du das in der Prüfungszeit konntest. Und ich kann problemlos 2x die Woche zum Sport gehen, mein Mann sogar 3-4x, das mit inzwischen fast 3 Kindern. Leerlauf kann ich auch haben, mich treffen auch usw.
    Aber ich nutze eben die Leerlaufzeiten lieber effektiver um dann eben Freizeit oder Zeit mit den Kindern zu haben ;)
    Achso, ich sitze auch gerade gemütlich vor dem Computer, war schon einkaufen, habe abgewaschen, die erste Wäsche ist fertig und ich habe schon Umkraut gejätet, aber ich bin ja auch aktuell im Mutterschutz ;) usw. und das Haus sieht nie aus wie geleckt, aber auch das ist nicht mein Problem, denn dafür kommt einmal die Woche eine Putzfrau. ;)

    Also ich kann klar sagen, ich habe so viel mehr Zeit für die Kinder im Studium und im Ref gehabt (zumindest im ersten 3/4 Jahr, der Prüfungszeitraum dann nicht mehr), wie danach jetzt nicht mehr. Und das haben bei uns viele gesagt, denn die Kidner, die ich im Studium geboren kenne, sind fast alle geplant gewesen und auch die im Ref ;) Einfach wegen der Zeit und der Einteilung der Zeit (und bei einigen auch wegen der besseren finanziellen Unterstützung).


    ich muss auch gestehen, dass ich diese praxis für mehr als fraglich halte nur leute einzustellen die einen rötelschutz haben..(obwohl ich selbst geimpft bin finde ich es immer noch gut, wenn menschen das selbst entscheiden dürfen wogegen sie sich impfen lassen).


    Nicht nur dass, es gibt ja auch geimpfte, die nicht immun sind ;)
    Achso, ich weiß, dass einige zwar den Nachweis verlangen, aber keine Chance haben, wenn du nicht immun bist, denn das wäre eine klarer Diskriminierung und nicht zulässig, da könnte man problemlos die Stelle einklagen.

    Du musst dir überlegen, ob du überhaupt an eine Grundschule willst, denn eines kann ich dir versprechen, wenn du dort bist, kommst du in Berlin nicht wieder weg von dort ohne weiteres (also es sei denn du kündigst) und es wird auch sicherlich nicht nur bei den Klassen 4.-6. bleiben ;)

    Dann stehen sich gegenüber ca. 3370 Euro Brutto zu 4740 Euro. Ab dem 2. Jahr dann nur noch ca. 3900 (plus evtl. Familienzuschläge usw. für Kinder, Ehapartner, aber ohne KK und Sozialversicherungsabzug) gegen 4740 Euro.

    Dann sollte man auch gucken, wo liegt eher der Lebensmittelpunkt usw.


    Musstet ihr alle so wenig lernen / nicht arbeiten nebenher?


    Nein, arbeiten musste ich nie wirklich nebenher. Ich habe es immer noch selbstständig getan, aber auch selber eingeteilt, wie viel. Ich hatte erst Eltern und dann einen Mann, der uns finanziert hat ;)

    Und das mit dem Lernen ist eben das, was hier schon jemand schrieb, man hat andere Prioritäten. Und man nutzt die Zeiten, die man hat meiner Meinung nach viel effektiver, sprich jede Fahrt mit der Bahn (mit der bin ich meist zur Uni gefahren), jeder Spaziergang und auch jedes Stillen wird zum Lernen genutzt. Das habe ich auch während des Refs so gehandhabt, während ich mein Kind in die Kita gebracht habe hatte ich immer meine Lernzettel in der Hand, habe die Sachen auswendig versucht vor mich hin zu sagen und dann nur bei Unsicherheiten noch mal drauf geguckt.
    Ging wunderbar.

    Und wenn ich dir nun sage, dass wir sogar während des Staatsexamens und während und nach der 1. Schwangerschaft noch ein Haus gebaut haben, dann hältst du mich wahrscheinlich für vollkommen bekloppt.
    Das ging aber alles und wer solche Dinge geschafft hat, der hat nachher auch wenig Stress im Ref ;)

    Anna Lisa: Darf ich mal fragen, ob du Kinder hast? Und hast du mit Kindern studiert?

    Also gerade meine Staatsexamenshausarbeit habe ich problemlos mit Säugling schreiben können, später Hausarbeiten schrieb man eben, wenn das Kind schlief, je kleiner das Kind um so einfacher. Babysitter brauchte ich dafür nie, die brauchte ich nur später für die Seminare und dann die Lernzeiten bzw. die Bachelor- und Masterarbeit als dann bei uns zumindest maximal 6 Wochen Zeit für die Arbeit waren, wobei das wohl auch ohen gegangen wäre, wenn ich den Nachteilsausgleich und damit die Verlängerung der Arbeitszeit beantragt hätte. Da ich aber mit einer andere Studentin zusammen gearbeitet habe war das für die blöd.

    Es geht alles, ich habe mein erstes und zweites Kind im Studium bekommen, habe zwischendrin noch Studiengang, Fächer usw. gewechselt. Ging mit Kindern alles (wenn man das und Kinderbetreuung finanzieren kann). Klar habe ich lange gebraucht, wobei ich nachher in der Regelstudienzeit des letzten Studienganges war usw.
    Referendariat mit zwei Kinder (damals 4/6, inzwischen 5/7) ging auch, wenn der Partner mitziehen kann. Wobei man dazu sagen muss, dass ich während des Studiums schon seit 2008 (also in der 2. Schwangerschaft) als Lehrer gearbeitet habe und ich deshalb Ref nicht als so schlimm empfand.

    Damit es sich lohnte habe ich dann mein 2. StEx schon schwanger gemacht und habe dann gleich in Berlin eine feste Stelle erhalten, wo ich eben jetzt in den Mutterschutz gegangen bin.

    Für mich stellt sich die Frage nach 3 Jahre zu Hause bleiben nicht, da würde mir wohl die Decke auf den Kopf fallen, selbst ob es eines wird, ist mir noch nicht ganz klar! Aber das kommt eben auch immer alles auf das Umfeld usw. an. Hier hätte ich aber problemlos auch pausieren können und wahrscheinlich trotzdem eine Stelle bekommen, aber schwanger eine feste Stelle zu bekommen war auch keine Problem, denn Berlin hat große Nachwuchsprobleme bei den Lehrern.

    In Berlin steht in der Bestätigung des Arbeitsvertrages gleich drin, dass man auf unbestimmte Zeit beschäftigt ist und an der und der Schule eingesetzt wird. Somit ist jeder Wechsel der Schule auch in und nach der Elternzeit eine Versetzung, die nicht ohne weiteres entgegen dem Einverständnis geht.

    Davon hab ich noch nie gehört und war bei mir auch nicht so...


    Ist Bundesländersache und ist in Berlin auch so. Sobald du die Schwangerschaft bekannt gibst, musst du zu Hause bleiben bis der Arbeitsmedizinische Dienst die Freigabe erteilt!



    sowas entscheidet eh der arzt und der sollte es doch wissen.


    Nee, z.T. auch der AG und der macht es manchmal aus reiner Bequemlichkeit, weil es für ihn einfacher ist als den Arbeitsplatz so herzurichten, wie er sein müsste.

    Ich finde es auch entsetzlich, mit welchem Nichtwissen Schüler in der fünften Klasse ankommen. Doch, wenn man sich die Mühe macht, mal den Schülern zuzuhören, woran das liegt...wird man "erstaunt" feststellen, dass es an den Erwachsenen liegt. Die schwerpunktmäßige Methoden- und Kompetenzunterrichterei beginnt ja leider auch schon dort (an der GS). Es soll wohl zukünftig weniger um Wissen gehen. :(


    Genau da liegt nämlich der Hase begraben, die Aufgabe der GS ist es in der Regel nicht mehr bestimmte INhalte zu erarbeiten, sondern bestimmten Kompetenzen zu entwickeln und dies kann an den möglichen Inhalten gemacht werden:

    Ich zitiere einfach mal denRahmenlehrplan Mathematik Grundschule von Berlin, Brandenburg, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern:

    Zitat

    Die Aufgabe der Grundschule ist es, Schülerinnen und Schüler bei der Entwicklung ihrer individuellen Persönlichkeit zu unterstützen und ihnen eine aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. In der Grundschule lernen sie, durch aktives Mitwirken demokratisches Handeln, das heißt im Unterricht und im Schulleben mitzugestalten,
    mitzubestimmen und Mitverantwortung zu übernehmen. Zu den Aufgaben der Grundschule gehört es, systematisches Lernen und den Erwerb grundlegender Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu ermöglichen, die in den Schulen des Sekundarbereichs weiterentwickelt werden.

    Dabei ist dann später die Aufgabe grundlegender Bildung noch genauer definiert:

    Zitat

    Grundlegende Bildung verbindet drei Aufgaben:
    • Stärkung der Persönlichkeit,
    • Anschlussfähigkeit und lebenslanges Lernen,
    • Mitbestimmungs- und Teilhabefähigkeit.


    Und Ziel des Lernens in der Grundschule ist die Handlungskompetenz, die sich zusammensetzt aus Sach-, Personale-, Methoden- und Soziale Kompetenz.

    Man sieht das Problem, mit denen von euch bemängelten fehlenden Inhalten auch an folgendem Punkt im Rahmenlehrplan:

    Zitat

    Der Kompetenzansatz bedingt für die Bildungs- und Erziehungsarbeit in der Grundschule eine besondere Lehr- und Lernkultur. Die Auswahl, Gewichtung und Strukturierung der Inhalte und vor allem das konkrete Unterrichtshandeln erfolgen unter dem Aspekt ihres Beitrages zur Kompetenzentwicklung.


    Sprich es stehen die Kompetenzen im Vordergrund und die Inhalte werden danach ausgesucht, wie die Grundschüler die Kompetenzen erreichen, nicht die Inhalte sind die wichtigsten Punkte im Unterricht ;)

    Verbindlich sind die Standards, dass die erreicht werden sollten, aber auch das klappt nicht immer. Nicht die Inhalte sind in den Mittelpunkt gerückt.

    Wenn ich so etwas lese frage ich mich immer, ob die lieben Oberschulkollegen auch auf die Idee kommen, dass die Kinder in der Grundschule mit ähnlichen Problemen konfrontiert sind. Man fängt nämlich nicht mehr mit dem an, was man eigentlich in Klasse 1 machen konnte, sondern oft eben erst einmal mit einfacheren Dingen, wie: Wie sitze ich auf dem Stuhl, wie halte ich einen Stift, wie eine Schere. Was sind die Farben, welche Zahlen sind das usw.
    Von sozialem Umgang miteinander und einfachem Einhalten von bestimmten Regeln mal ganz abgesehen.

    Die Schüler kommen leider auch in der Grundschule schon mit weit weniger Anforderungen an, als man früher voraussetzen konnte.

    Achso und wenn ich dann von dir z.B. höre 5. Klasse Bruchrechnung oder schriftliche Rechenverfahren. Naja, Bruchrechnung kommt bei uns in Klasse 6 (kann auch ab und an mal in 5 gemacht werden, aber eher selten), schriftliche Rechenverfahren werden ja z.T: erst in der 4. Klasse eingeführt (wenn man sie schafft) und für die Division z.B. sind sie nicht mal mehr wirklich verpflichtend laut Rahmenlehrplan, da wird die halbschriftliche Division bevorzugt.

    Aber: was hat das oben beschriebene mit Inklusion zu tun? Wenn die Kinder abgeholt werden?

    Gar nichts mehr, aber genau das ist doch das Problem, das viele denken so muss es laufen und wenn das nicht so läuft, weil dafür eben nicht genügend Personal da ist, dann ist die Inklusion MIst und zum Scheitern verurteilt.

    Ich finde Pausenbrot hat es sehr zutreffend formuliert und ich möchte dir für den Beitrag danken.

    @FüllerFoxi: Genau, den Regelschülern (ach, wer ist eigentlich die Regel, woran machst du das denn fest? Der Schüler mit LRS sicherlich genauso wenig wie der Hochbegabte. Ist es einfach der Durchschnittsmensch, der noch erfunden werden muss?!?) geht wertvolle Frontalarbeitszeit verloren. :ohh:

    Kann man nicht besser sagen als Meike. Hysterie ist genau so kontraproduktiv wie Beschönigung... Wissen zählt.


    Ich finde, man sollte auch eben nicht zu tief drin stecken, weil man damit dann auch nicht mehr objektiv ist. Somit habe ich z.B. Thema Sucht möglichst an unbeteiligte abgegeben, weil ich dort einfach nicht Objektiv sein kann.


    Die Bezirksregierung meint, dass sie nur 8h Nebentätigkeit genehmigen würde- ich sei nicht der Erste, der in den Ferien "mehrarbteiten" wolle.

    Bezüglich der Steuern sehe ich auch kein Problem, da ich, wie Nettmensch erwähnte, eine zweite Lohnsteuerkarte mit Klasse 6 hätte, also knapp 50% Abzüge. Trotzdem bekäme ich dann unter dem Strich noch ca. 2400€ raus für die sechs Wochen.

    Meinem neuen Arbeitgeber würde ich es auf jeden Fall melden, denke nur, dass der in Anbetracht der Situation da nichts dagegen hat, da ich ihm ja voll zur Verfügung stehe. Ich frage mich einfach, ob es die Bezirksregierung zwingend erfährt und vor allem, was mir dann blüht.

    Ich werde mal die GEW und Personalrätin kontaktieren.

    Das mit den 8 Stunden haut ja mit dem was Nettmensch sagt in etwa hin, bei uns wird es nämlich auch als 40 Stunden und nicht 39 gezählt, dann blieben 8h/Woche.
    Und ja, der AG kann es wohl über die neuen Übertragungswege sehen, was du noch an Einkommen hast. Wie das allerdings Datenschutzrechtlich dann wirklich zu sehen ist, ist mir noch unklar.

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