Beiträge von Susannea

    Ich finde es auch entsetzlich, mit welchem Nichtwissen Schüler in der fünften Klasse ankommen. Doch, wenn man sich die Mühe macht, mal den Schülern zuzuhören, woran das liegt...wird man "erstaunt" feststellen, dass es an den Erwachsenen liegt. Die schwerpunktmäßige Methoden- und Kompetenzunterrichterei beginnt ja leider auch schon dort (an der GS). Es soll wohl zukünftig weniger um Wissen gehen. :(


    Genau da liegt nämlich der Hase begraben, die Aufgabe der GS ist es in der Regel nicht mehr bestimmte INhalte zu erarbeiten, sondern bestimmten Kompetenzen zu entwickeln und dies kann an den möglichen Inhalten gemacht werden:

    Ich zitiere einfach mal denRahmenlehrplan Mathematik Grundschule von Berlin, Brandenburg, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern:

    Zitat

    Die Aufgabe der Grundschule ist es, Schülerinnen und Schüler bei der Entwicklung ihrer individuellen Persönlichkeit zu unterstützen und ihnen eine aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. In der Grundschule lernen sie, durch aktives Mitwirken demokratisches Handeln, das heißt im Unterricht und im Schulleben mitzugestalten,
    mitzubestimmen und Mitverantwortung zu übernehmen. Zu den Aufgaben der Grundschule gehört es, systematisches Lernen und den Erwerb grundlegender Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu ermöglichen, die in den Schulen des Sekundarbereichs weiterentwickelt werden.

    Dabei ist dann später die Aufgabe grundlegender Bildung noch genauer definiert:

    Zitat

    Grundlegende Bildung verbindet drei Aufgaben:
    • Stärkung der Persönlichkeit,
    • Anschlussfähigkeit und lebenslanges Lernen,
    • Mitbestimmungs- und Teilhabefähigkeit.


    Und Ziel des Lernens in der Grundschule ist die Handlungskompetenz, die sich zusammensetzt aus Sach-, Personale-, Methoden- und Soziale Kompetenz.

    Man sieht das Problem, mit denen von euch bemängelten fehlenden Inhalten auch an folgendem Punkt im Rahmenlehrplan:

    Zitat

    Der Kompetenzansatz bedingt für die Bildungs- und Erziehungsarbeit in der Grundschule eine besondere Lehr- und Lernkultur. Die Auswahl, Gewichtung und Strukturierung der Inhalte und vor allem das konkrete Unterrichtshandeln erfolgen unter dem Aspekt ihres Beitrages zur Kompetenzentwicklung.


    Sprich es stehen die Kompetenzen im Vordergrund und die Inhalte werden danach ausgesucht, wie die Grundschüler die Kompetenzen erreichen, nicht die Inhalte sind die wichtigsten Punkte im Unterricht ;)

    Verbindlich sind die Standards, dass die erreicht werden sollten, aber auch das klappt nicht immer. Nicht die Inhalte sind in den Mittelpunkt gerückt.

    Wenn ich so etwas lese frage ich mich immer, ob die lieben Oberschulkollegen auch auf die Idee kommen, dass die Kinder in der Grundschule mit ähnlichen Problemen konfrontiert sind. Man fängt nämlich nicht mehr mit dem an, was man eigentlich in Klasse 1 machen konnte, sondern oft eben erst einmal mit einfacheren Dingen, wie: Wie sitze ich auf dem Stuhl, wie halte ich einen Stift, wie eine Schere. Was sind die Farben, welche Zahlen sind das usw.
    Von sozialem Umgang miteinander und einfachem Einhalten von bestimmten Regeln mal ganz abgesehen.

    Die Schüler kommen leider auch in der Grundschule schon mit weit weniger Anforderungen an, als man früher voraussetzen konnte.

    Achso und wenn ich dann von dir z.B. höre 5. Klasse Bruchrechnung oder schriftliche Rechenverfahren. Naja, Bruchrechnung kommt bei uns in Klasse 6 (kann auch ab und an mal in 5 gemacht werden, aber eher selten), schriftliche Rechenverfahren werden ja z.T: erst in der 4. Klasse eingeführt (wenn man sie schafft) und für die Division z.B. sind sie nicht mal mehr wirklich verpflichtend laut Rahmenlehrplan, da wird die halbschriftliche Division bevorzugt.

    Aber: was hat das oben beschriebene mit Inklusion zu tun? Wenn die Kinder abgeholt werden?

    Gar nichts mehr, aber genau das ist doch das Problem, das viele denken so muss es laufen und wenn das nicht so läuft, weil dafür eben nicht genügend Personal da ist, dann ist die Inklusion MIst und zum Scheitern verurteilt.

    Ich finde Pausenbrot hat es sehr zutreffend formuliert und ich möchte dir für den Beitrag danken.

    @FüllerFoxi: Genau, den Regelschülern (ach, wer ist eigentlich die Regel, woran machst du das denn fest? Der Schüler mit LRS sicherlich genauso wenig wie der Hochbegabte. Ist es einfach der Durchschnittsmensch, der noch erfunden werden muss?!?) geht wertvolle Frontalarbeitszeit verloren. :ohh:

    Kann man nicht besser sagen als Meike. Hysterie ist genau so kontraproduktiv wie Beschönigung... Wissen zählt.


    Ich finde, man sollte auch eben nicht zu tief drin stecken, weil man damit dann auch nicht mehr objektiv ist. Somit habe ich z.B. Thema Sucht möglichst an unbeteiligte abgegeben, weil ich dort einfach nicht Objektiv sein kann.


    Die Bezirksregierung meint, dass sie nur 8h Nebentätigkeit genehmigen würde- ich sei nicht der Erste, der in den Ferien "mehrarbteiten" wolle.

    Bezüglich der Steuern sehe ich auch kein Problem, da ich, wie Nettmensch erwähnte, eine zweite Lohnsteuerkarte mit Klasse 6 hätte, also knapp 50% Abzüge. Trotzdem bekäme ich dann unter dem Strich noch ca. 2400€ raus für die sechs Wochen.

    Meinem neuen Arbeitgeber würde ich es auf jeden Fall melden, denke nur, dass der in Anbetracht der Situation da nichts dagegen hat, da ich ihm ja voll zur Verfügung stehe. Ich frage mich einfach, ob es die Bezirksregierung zwingend erfährt und vor allem, was mir dann blüht.

    Ich werde mal die GEW und Personalrätin kontaktieren.

    Das mit den 8 Stunden haut ja mit dem was Nettmensch sagt in etwa hin, bei uns wird es nämlich auch als 40 Stunden und nicht 39 gezählt, dann blieben 8h/Woche.
    Und ja, der AG kann es wohl über die neuen Übertragungswege sehen, was du noch an Einkommen hast. Wie das allerdings Datenschutzrechtlich dann wirklich zu sehen ist, ist mir noch unklar.

    flipper: Ich habe sogar bei der letzten Veranstaltung dann Geld für Kinderbetreuung gespart, ich hatte mein Kind nämlich einfach mit und wir hatten alle Spaß ;) War aber sicherlich auch nur weil es passte, Landesgartenschau bei uns im Ort, Kidn noch so klein, dass es problemlos und gerne im Kinderwagen saß und damit einen wunderschönen Spaziergang für uns und nette Unterhaltungen mit den Kollegen und für den Nawi-Unterricht haben wir auch einiges mitgenommen.
    Also die Begründung zieht auch nicht imemr, zumal das eben dann ja bei sämtlichen Konferenzen (die ja auch verpflichtend sind) so zu sehen wäre.


    Also, wir haben mitte Juli eine Sportveranstaltung in der Stadt, wo ich mit meiner Klasse hin muss. Da wird es extrem laut und anstrengend werden (werden knapp 1500 Kinder dort sein). Zählt das als Wanderausflug, bei dem ich nicht teilnehmen muss? Habe nach so einer langen Zeit des Kinderwunsches einfach Angst, dass was passiert.

    Da die Schule momentan in der Planung fürs neue Schuljahr steckt, würde ich es der Schulleitung nach dem ersten Frauenarzt Termin sagen (8.Woche). Haltet ihr das für zu früh? Den Kindern würde ich es erst nach den SOmmerferien sagen.

    Unsere Schule besteht aus unendlich vielen Treppenstufen. Ich muss teilweise in den Wechselpausen, die eigentlich gar keine sind, bis zu 150 Treppenstufen laufen. Das finde ich so schon anstregend. Kann ich darum bitten, dass meine Stunden im kommenden Schuljahr so gelegt werden, dass ich das nicht mehrmals am Tag und ohne Pause laufen muss?

    Und dann noch eine letzte Frage, kann man nach der Elternzeit nur zum Halbjahr wieder einsteigen oder auch mittendrin?


    So viel Fragen auf einmal ;)

    Fangen wir mal von hinten an.
    Du kannst auch mittendrin einsteigen, aber nicht in allen Bundesländern jederzeit, gerade wenn du nicht nach dem Ablauf des Elterngeldbezuges direkt wiederkommen willst.

    Auch bei dem Ausflug haben die Bundesländer verschiedene Regelungen, bei uns muss man zu keiner Veranstaltung außerhalb der Schule mehr, wenn man nicht will. Darf aber entgegen erste Aussagen auf eigenen Wunsch.

    Tja und das mit den Treppenstufen ist so eine Sache. Du kannst sicherlich darum bitten, ob das umgesetzt wird liegt an der Schulleitung. Wobei ich finde, du verhältst dich fair in dem du so früh darauf hinweist, dann sollte das die Schulleitung auch tun, aber das ist nur meine Meinung.

    Achso, bevor ich es vergesse: Herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft und eine wunderschöne und entspannte Kugelzeit!

    - kann ich (trotz des Ungleichgewichtes; ich war ja häufiger an der Schule als am Seminar) die Fahrtkosten zur Schule als Reisekosten abrechnen lassen und den Besuch des Seminars normal als "Weg zur Arbeit"?


    Du kannst nicht nur, sondern du musst ;)

    Die Dienststelle ist ausschlaggebend, nicht die Anzahl seit der Gesetzesänderung.

    Was dir nur passieren kann, dass du so ein unfähiges Finanzamt hast, wie wir, die dann sagen, das haben sie noch nie gehört, dass man in einem schulpraktischen Seminar ist und bla und blub und das müsste man ihnen erst mit Arbeitsvertrag (hat ein Beamter nicht!) usw. belegen, denn sie kennen nur die Schule als Dienststelle (weil die zufällig vorher meine Arbeitsstätte als PKB-Kraft war im ersten Monat).

    Aber eigentlich gibt es kaum ein Finanzamt, was so dämlich ist wie unseres (und das auch in den anderen Finanzbehörden schon bekannt ist und die selbst eine Zusammenarbeit mit denen ablehnen, wenn irgendwie möglich :staun: ).

    Achso, falls jemand denkt, ich hätte gerade einen echten Hass auf das Finanzamt, ja habe ich. Habe die letzte Nacht damit verbracht die 120 Seiten zusammengefasste Belege, die sie nun nachfordern zu kopieren und zu sortieren (denn das ist ja nicht ihre Aufgaben nach ihren Aussagen sich die zu sortieren). Da bekommt man den Hass schon mal.
    Ich finde eigentlich hätte es damit gut sein sollen, dass ich ihnen verrate, dass sie über 2000 Euro Bruttoeinkommen "vergessen" haben, aber das sehen sie wohl nicht so.

    Sorry, ich schweife ab.

    Also ja, du hast das ganz richtig verstanden und so ist es zu machen und dann auch durchzusetzen ;)


    Nicht in Tschechien. Zumindest nicht in dem Rahmen, den der Fragesteller vorhat.

    Nele

    Dann sollte es doch kein Problem darstellen selbst bei einem möglichen Drogentest zu sagen. Ja, ich habe was im legalen Rahmen in Tschechien konsumiert. Was der AG dann davon hält, scheint dem TE ja egal zu sein, sonst würde er ja so etwas nicht im Netz fragen. Und da ich ja davon ausgehe, dass er nur legale Sachen macht, würde er den Konsum natürlich auch bei der Befragung eh angeben.

    Nichtsdestotrotz ist mir durchaus besagter angeführter Fall zu Ohren gekommen, bei dem beide Kollegen GS-Kollegen waren,


    DAs würde hier generell ausreichen um den Bedarf zu decken, denn ein Grundschullehrer wird hier nur als Grundschullehrer eingestellt, die Fächer interessieren ich den wenigsten Bezirken und man muss eh alles unterrichten.
    Ist an der Sekundarschule übrigens genauso, selbst Englisch muss fachfremd unterrichtet werden, Sport auch, nur Schwimmen geht nicht so einfach!

    Wusste gar nicht, dass ein Pragtrip automatisch gleichbedeutend mit Drogenkonsum ist ;) Ohne jetzt eine Diskussion vom Zaun treten zu wollen, ob es schlimmer ist ein Tütchen zu rauchen oder sich regelmäßig am Wochenende Zuzusaufen, ich finde es schon wirklich SEHR bedenklich, wenn ein angehender Kollege, also jemand der mit jungen Menschen arbeitet, Hanfkonsum nicht nur aktzeptiert, sondern auch selbst betreibt. Und es anscheinen so dringend nötig hat, dass er es nicht einmal vor der amtsärztlichen Untersuchung lassen kann, bei der übrigens auch Rauschmittelkonsum angefragt wird und du somit automisch Infos unterschlägst, was eventuell später auch mal Folgen haben könnte...

    Klarer Rat: Lass es... und zwar generell...

    Gruß Jenny

    Danke Traci, ich habe schon gedacht, das geht nur mir so. Finde es ehrlich gesagt mehr als erschreckend.

    In Berlin z.B. kann das auch die erweiterte Schulleitung machen, einige Schulleiter wollen aber selber Hand anlegen, genauso wie an anderen Schulen das nur der Konrektor macht.

    Es ist aber eine Aufgabe der Schulleitung, inklusive erweiterten Schulleitung. Und wie die sich zusammensetzt ist ja in jeder Schule anders. Ist genauso wie mit dem Vertretungsplan.

    Ich würde sie jetzt nehmen, denn mal ganz ehrlich, in der Schule hat keiner sonst den Überblick und wird sagen, dass du nun aber so und so viele Tage noch in den Ferien arbeiten musst. Ich habe es nämlich mal andersrum erlebt, dass ich den Urlaub ausgezahlt haben wollte, weil ich ihn ja nicht nehmen konnte in der Schulzeit und Ferien wurden nicht bezahlt, da gab es große Augen, denn so genau hat das noch nie jemand sich dort überlegt ;)

    Ich fahre aktuell ca. 30-40km pro Strecke, das dauert zwischen 35 Minuten und so wie heute morgen auch mal 1,5h.

    Trotzdem bin ich mir aktuell sicher, zu der zurück zu wollen trotz dann drei kleinen Kindern und der Strecke.

    Ich hatte auch schon eine Schule 6km von hier, die war mir doch etwas nah. Die noch näheren sind inzwischen wegen Unfähigkeit der Leitungen (mal davon abgesehen, dass ich dann immer das unfähige Schulamt hier habe) nicht Recht. Ich bin auch schon täglich 100km einfache Strecke gefahren, das war auch ok, weil davon 2/3 Autobahn waren und zwar außenrum um Berlin, also gut machbar.

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