Super, die Eltern finde ich ja besonders toll, die ihre Kinder in die Schule schicken mit "Aber lass dir ja vom Lehrer nichts sagen!"
Ich habe diese Jahr auch mein erstes Kind eingeschult, mache es aber eher anders rum. Wenn mein Kind das nicht machen oder hören will, was ich dazu sage, dann sage ich nur, klär das mit deiner Lehrerin. Allerdings hat mein Kind mit dem Stoff auch keinerlei Probleme, also schon, aber nicht, weil sie es nicht kann, sondern weil sie es eben alles schon kann, was die Lehrerin meint, was die 1. Klässler gerade lernen sollen. (Zahlen von 1-10 schreiben, 6 Buchstaben haben sie bisher und auch nur die dürfen gelesen werden und Multiplizieren und dividieren darf sie eh nicht, weil das die 2. Klässler in der Klasse auch noch nicht machen.
Da kann ich jotto-mit-schaf nur beipflichten. Besonders, wenn die Eltern selber Lehrer sind. Dann unterrichtet doch eure Kinder privat, wenn wir euren Ansprüchen nicht genügen. Ich finde es schlimm, wenn gerade Lehrer-Eltern sich so aufführen, wo sie genau wissen, wie der Schulalltag abläuft. Oft sind es aber auch jene dann, die sich darüber beschweren, wenn sie selber als Lehrer von anderen Eltern nur "belästigt" werden.
manu1975
Und genau das tue ich im Moment, ich bereite dann eben den Unterricht meiner Tochter (zumindest in Mathe vor), denn nein, das genügt weder meinen, noch ihren Ansprüchen, nach 3 Tagen kam sie nach Hause und sagte, ihr wäre so langweilig. Sorry, dass mein Kind im 20er Raum Plus, Minus, Mal und geteilt rechnet und gerade erst in die 1. Klasse gekommen ist. Und auch in Deutsch wird es nun schwierig. Da habe ich die Lehrerin ( die mir übrigens erklärt hat, bei ihr wird noch nicht differenziert, die 1. Klasse macht A und die 2. Klasse macht B, egal ob jemand von den neuen schon B könnte) bisher machen lassen. Mein Kind hat sich das Lesen einfach selber beigebracht. Sie kannte alle Buchstaben schon, hat sie alle geschrieben und nun auch selber angefangen Briefe zu schreiben. Nun hat sie die Synthese der Buchstaben gelernt und seitdem liest sie einfach alles und schreibt natürlich auch alles. Kam aber dann auch gleich nach Hause mit der Erkenntnis. "Mama, wenn wir nicht endlich das M gelernt hätten, dann müsste ich dich AA nennen!".
Da bietet bisher der Klassenraum aber noch genug Anregung, da schreibt und liest sie einfach, was ihr einfällt oder um sie rum ist alleine.
Ich hoffe allerdings, dass es nun nach den Herbstferien endlich besser wird, denn sie bekommen eine Klassenlehrerin und die Sonderpädagogin macht wieder ihre Aufgaben und nicht das Gegenteil von dem, was die Leiterin der Schuleingangsstufe in der Besprechung mit ihr bespricht in unserer Klasse.
Denn ja, die hatte schon vorgeschlagen mein Kind bei den Aufgaben der älteren und auch in den Teilungsstunden der älteren dabei zu haben und nicht in ihren!
Also ich verstehe hier einige schon, man ist als Mutter und Lehrerin doch sehr zwiegespalten, dass ist total anstrengend, denn man will den Kollegen nicht zu nahe treten. Aber mal ganz ehrlich, im Zweifelsfall geht dann mein Kind vor und es ist mir egal, was die Kollegen über mich denken und wie genervt sie sind. Ich würde mich übrigens über Eltern mit Lösungsansätzen freuen und mich nicht beschweren!