Beiträge von Susannea

    schließlich hält jemand anders das Seminar und man selbst ist Teilnehmer. Ich weiß nicht, ob das in anderen Bereichen als zu bezahlende Arbeit gelten würde.


    War das bei euch so, das ist sehr traurig, bei uns war das nicht so, viel wurde gemeinsam erarbeitet, teilweise haben die Referendare die Semianre vorbereitet und gehalten (mit praktischer Arbeit für die restlichen Referendare) usw.
    Also so wie in der Uni in Vorlesungen z.T., dass man sich einfach berieseln lassen kann, war das sicherlich nicht.
    Und wie gesagt, Berufsschule wird ja auch als Arbeitszeit voll bezahlt!

    Zitat


    Ich möchte im Nachhinein nicht klagen, bin gut ausgekommen und wenn ich mehr gebraucht habe, habe ich mir was dazu verdient, teils genehmigt und teils einfach darüber hinaus (das merkt keiner!) und hinterher ist man stolz, wie viel man mit Anstrengung auf die Beine gestellt hat :-)...


    Naja, aber das kann und darf doch nicht die Lösung sein, dass man sich entgegen der Dienstanweisungen verhält. Der Dienstherr kann doch nicht es darauf hinauslaufen lassen, dass die Referendare gegen die Anweisungen verstoßen und deshalb genug Geld haben!

    Leben können sollte man davon schon - und das kann man von einem runden Tausender schon. Haben ja genügende schon hingekriegt.

    Dir ist aber schon klar, dass der runde Tausender im Monat in Berlin z.B. Brutto ist? Da sind kein Steuern und keine Krankenversicherung von runter.
    D.h. es sind nur so um die 800 Euro, die man als Alleinlebender dann hat, das ist schon mal ein deutlicher Unterschied!

    DAs mag ja in anderen Bundesländern anders aussehen!

    was auch wohl eher die Ausnahme ist


    Das mag vielleicht in anderen Bundesländern die Ausnahme sein, hier sind es immerhin so viele, die darauf Anspruch haben, dass die GEW gleich in ihrem Tipps für den Vorbereitungsdienst darauf hinweiset. Also nein, in Berlin ist es nicht die Ausnahme!

    Als Beamtin ist dann also die Teilzeit relevant fürs Geld im Mutterschutz, habe ich das richtig verstanden?

    Vorzeitige Beendigung ist mit Zustimmung des Dienstherrn wohl immer möglich, habe ich gelesen. Du schreibst, dass es nur zum neuen Mutterschutz geht. Was ist denn nun richtig?


    Nein, da verstehst du etwas falsch, als Beamtin gibt es gesonderte Regelungen, die auch solche Zusätze, wie du sie nennst (wie sie aber Angestellten kein AG ermöglichen würde unter den Umständen) enthalten können. DA musst du dann beim jeweiligen Bundesland reingucken, wie das das regelt. Da gibt's keine allgemein gültigen Aussagen, anders als bei Angestellten!

    -wenn ich meine erste EZ vorzeitig einen Tag vor dem neuen Mutterschutz beende, so erhalte ich volles Gehalt in der Zeit des Mutterschutzes - gilt dies auch, wenn ich während der Elternzeit Teilzeit gearbeitet habe?


    Ja, zumindest als Angestellte.

    Zitat

    -wenn die Elternzeiten, so dann direkt ineinander übergehen - gäbe es da für die Schulleitung die Möglichkeit auch für den Antrag des Vertretungsunterrichtes die volle Stundenzahl zu bekommen bzw. den Antrag für die erste EZ zu verlängern für die Dauer der zweiten EZ oder greift man da dann auf meine Teilzeit zurück?


    DAs sind ja länderinterne Schulamtsregelungen, da kann ich leider nicht weiterhelfen.

    Zitat

    Wenn hier auf den Teilzeitumfang zurückgegriffen wird, gäbe es dann nur die Möglichkeit, dass ich die EZ noch frühzeitiger beende, d.h. in meinem Fall: Vorzeitige Beendigung zum Schuljahr 2014/15, damit die Schulleitung dann wieder auf die volle Stundenzahl Anspruch hat


    Nein, erlaubt ist zum neuen Mutterschutz!

    [/quote]

    Susannea: nein. Du hast als fertiger Lehrer ganz andere Sicherheiten denn als ungelernte Vertretungskraft. Wenn du eine Stelle bekommst. Aber das ist ja immer Voraussetzung


    Nenn mir in Berlin mal eine, Vertretungsstellen zu bekommen ist genauso sicher momentan (und wohl auch mindestens noch für die nächsten 5 Jahre, wie eine feste Stelle.

    Und gut bezahlt ist ja wohl auch was anderes als das, was man nach dem Ref bekommt (aber das mag ja auch am Bundesland liegen und ist jetzt hier nicht Thema).

    Modal Nodes: Naja, aber wenn ich erst mehr als 11 Jahre arbeiten muss um den Lohnverzicht überhaupt rausbekommen zu können, dann ist doch da was falsch.

    ---
    Edit by Mod: Quotings repariert. kl. gr. frosch

    das erinnert mich an diejenigen, die nach der Schule ungelernt irgendwo ans Band gehen, weil sie dort erst mal mehr Geld bekommen als während einer Ausbildung :neenee:


    Der Unterschied bei denen am Band ist aber, dass sie wohl hinterher nach der Ausbildung auch deutlich mehr bekommen würden, nach dem Referendariat bekommst du 300 Euro mehr Brutto und 100 Euro Netto mehr und es wird auch im Laufe der Zeit nicht besser.

    Da musst du schon viele Jahre als Lehrer arbeiten um den "Verlust aus dem Ref" wieder aufzufangen! Naja, nach ca. 11 Jahren ist man dann bei +-0.

    Susannea: nicht unbedingt, aber mm1234 sagte, dass es immer so ist. und das stimmt halt nicht.


    Was ist immer so?
    Aber vergleichen wir doch einfach zum Lehramt. Ohen Referendariat werde ich mit E10 eingruppiert in Berlin. Das wären in Berlin aktuell ca. 3700 Brutto, d.h. Netto 2100 Euro, selbst wenn ich das Ref nur als halbe Stelle rechnen würde wird es bestraft sich fortzubilden. Eigentlich wird es aber im Schuldienst mit Ermäßigungsstunden eine Fortbildung belohnt (oder gar nicht honoriert).
    Da ist doch irgend etwas falsch, da bleibt ja die Überlegung, ob man nicht mit Vertretungsstellen besser bedient ist, denn damit hat man ja deutlich mehr!

    Wenn du beispielsweise als fertige Dipl-Ing in eine Behörde gehst und da für eine Aufgabe ausgebildet wirst, bekommst du auch nur ein referendariats-ähnliches Gehalt.

    kl. gr. Frosch

    Und bloß weil es noch mehr so machen muss es okay sein?
    Es ändert doch nichts an der Feststellung, dass Bezüge, die noch Anrecht auf ALGII ergeben nicht der Sinn sein können!

    Vom blinden Wiederholen wird die Rechnung nicht richtiger. Ihr wendet 40 Stunden für die Euch zugewiesenen Aufgaben auf. Und so - und nur so - errechnet sich der Stundenlohn. Bei 12 Stunden Deputat kommt kein fertiger Lehrer auf 40 Stunden Arbeitszeit pro Woche.

    Ein Referendar hat ja auch nicht nur 12 Stunden Deputat, das ist maximal die Hälfte noch einmal soviel hat er andere Dienstverpflichtungen und dann hat man genauso eine volle Stelle, wie die Lehrer, die 24-28 Stunden (so viele sind es hier je nach Lehramt) an Deputat haben.
    Und die haben ja auch dann ihre 40 Stunden.
    Ach so und das ist die Aussage der Senatsverwaltung bei uns, dass das Referendariat einer vollen Stelle entspricht!


    Meine Erfahrung: Mit nem 1000er kann man prima leben. Zwar sind große Sprünge nicht drin, aber den Alltag kann man damit gut bewältigen.


    Aber viel haben gar keinen Tausender im Ref, bei mir sind es z.B. nur 800 Euro, die ich raus habe.

    Und wie gesagt mit letztendlich inklusive Seminaren genauso viel Stunden wie ein Vollzeit beschäftigter Lehrer! Und dann kommt noch dazu, dass man länger braucht bei der Vorbereitung.

    Aber wesentlich ist doch vor allem, dass man damit so wenig eben erhält, dass man Anspruch auf ergänzendes ALGII hat.

    Ich habe im Referendariat nebenher gearbeitet und mir das genehmigen lassen. Weil ich schwanger war, wollte ich somit mein Elterngeldansprüche erhöhen.
    Vielleicht musst du jetzt in den sauren Apfel beißen und nebenher etwas dazu verdienen. Leicht ist das sicherlich nicht - aber zu schaffen ist es.


    Ich weiß ja nicht, was bei euch erlaubt ist, bei uns sind es maximal 4 Stunden die Woche, die nach vorheriger Genehmigung erlaubt sind. Das reicht nicht wirklich um irgend etwas zu erhöhen.

    So, und wo ist jetzt das Lohndumping?

    Wird hier aus Gründen der Polemik übersehen, dass man als Referendar noch in der Ausbildung (!) ist?

    Gruß
    Bolzbold


    Es darf nicht vergessen werden, dass ja auch Seminarverpflichtungen dazu kommen und die nicht umsonst als Arbeitszeit mitgezählt werden. In Berlin z.B. ist das Referendariat den Vollzeit-Angestellten gleichzusetzen.
    Und wenn das Geld, auch wenn es in Ausbildung ist, nicht reicht, um ohne ALGII Leben zu können (Kredite usw. mal außen vor), dann ist es doch sehr wohl Lohndumping bzw. war hier auch kurzzeitig die Überlegung ob nicht der AG verpflichtet ist die Bezüge ausfzustocken auf den Mindestsatz um kein ALGII mehr zu erhalten-

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