Dann will ich auch nochmal, bei uns ist es eine ziemlich ähnliche Konstellation wie bei Bolzbold.
Beide Lehrer an verschiedenen Schulen (bei meinem Mann 3km, bei mir 50km), drei Kinder, zwei in der Grundschule neben der Schule meines Mannes, einer noch ein Jahr im Kindergarten in einem Nachbarort.
Mittlerweile hat es sich eingespielt:
Sechs Uhr aufstehen, mein Mann sorgt dafür, dass die Bande sich anzieht und kämmt, ich mache die Frühstücksdosen fertig. Er verlässt 6.30 das Haus, weil er seit diesem Jahr Konrektor ist, den Stundenplan macht und für die Krankmeldungen rechtzeitig in der Schule sein will. Mit dem Jüngsten fahre ich um 6.50 zum Kindergarten, wir schließen dann mit auf. Die beiden großen Kinder gehen um 7.05 selbst aus dem Haus, schließen sich mit dem Nachbarn zusammen und gehen zur Bushaltestelle. Wenn ich auf dem Weg zur Arbeit an der vorbei komme, sehe ich sie und weiß, dass sie rechtzeitig los gegangen sind. Wenn ich sie nicht entdecke fahre ich nochmal durchs Dorf und je nachdem, wo ich sie finde, bugsiere ich sie zur Bushaltestelle oder schmeiße sie in der Nähe der Schule raus. Ist aber bisher erst ein paar Mal passiert, ich kann mich eigentlich auf sie verlassen.
Ich komme dann gegen 8 an meiner Schule an und habe noch eine halbe Stunde für Kopierer, Kaffee, Orga, bevor ich zur zweiten Stunde eingesetzt bin. Klappt bei uns an der Schule für die Teilzeitkräfte, die wegen der Kinder reduziert haben, im Normalfall ohne Probleme. Hab ´ne Zweidrittelstelle, Chef hatte mir im Sommer noch angeboten, einen freien Tag zu basteln, aber das passte mir aus persönlichen Gründen nicht so gut, deswegen bin ich jeden Tag da und nutze meine Freistunden für den Großteil der Unterrichtsvorbereitung.
Elterngespräche kann ich mir direkt auf den Mittag legen, ich muss nur zusehen, dass es nicht länger als 14.15 geht, um 15 Uhr macht der Kindergarten dicht. An den meisten Tagen klappt das.
Meine Schule macht den Dienstag lang, alle Konferenzen dort hin, deswegen muss im Prinzip nur dienstags eine andere Lösung her: Mein Mann bemüht sich, sich den Dienstag frei zu halten (da er jetzt Konferenztermine ansetzt, geht das manchmal). Wenn nicht, fährt der Lütte mit zum Kindergartenkumpel oder kann mal von Oma abgeholt werden.
Die Großen sind im Hort versorgt, da könnten sie prinzipiell bis 17 Uhr bleiben, das brauchen wir aber relativ selten. Ist aber ein toller Hort mit super Angeboten, sie sind da wirklich gern.
Bei krankem Kind trifft es meist mich, weil ich bei der Überlegung "bei wem würden heute mehr Stunden / wichtige Konferenzen / Schulleiterdinge ausfallen" grundsätzlich verliere. Weiß meine Schule aber und hat prinzipiell kein Problem damit, weil ich umgekehrt nicht darauf bestehe, nur anteilig am Schulleben teilzunehmen. Gleicht sich alles aus und durch meine vielen Freistunden bin ich oft die letzte Rettung für Vertretung ![]()
Es hilft sicher, dass mein Schulleiter selbst vierfacher Vater ist und generell ein toller Chef.