Beiträge von jotto-mit-schaf

    Also, ohne uns jetzt kurzgeschlossen zu haben, denke ich nicht, dass was dagegen spricht. Sollte tatsächlich mal was aus diesem Thread gemeldet werden, jagen wir es einfach durch den Googleübersetzer ;)

    Im Ernst, die "gängigen" Sprachen sollten schon drin sein.

    Amuse-toi bien!

    Alternativvorschlag: lasst die verdammten Dinger zu Hause, wer's hier verliert, hat Pech gehabt.
    Bei allem Respekt, ich führe genug Listen.

    Jupp, normalerweise meine Meinung, in dem Fall kam der Vorschlag aber von Schülerseite nach einem Vorfall. Liste hat der Schülersprecher geführt, wer´s nicht abgegeben hat, hat es dann halt nicht abgegeben, hat sich nur den Zorn der Mitschüler zugezogen. Die Woche war recht entspannt, sie mussten alle auch viel seltener auf Toilette ^^
    Unsere Sekretärin hat es nicht wirklich tangiert, wir sind an ihr vorbei gehuscht ins Kämmerchen, haben es da auf den Tresor gestellt und nachher wieder abgeholt. Jap, in den Tresor wäre besser, aber ins Kämmerchen hinter der Sekretärin kommt auch so niemand.

    Für ´ne Woche war es ok, war ein Experiment.

    Unsere sechste hatte es vor ein paar Wochen als Klassenziel im Klassenrat beschlossen für eine Woche. Schwedenklarsichtbox, es gab Zippertüten mit Schülernamen drauf. Eintüten, Haken in der Klassenliste bei Abgabe, bei der Sekretärin parken und derjenige, der die sechste Stunde hat, macht das ganze rückwärts.

    Ist vielleicht auch eine Frage der Stadt-oder-Land-Perspektive. War immer und bin immer noch Landkind/Landlehrer. Selbstverständlich hat man soziale Kontakte. Geht gar nicht anders. Würde versuchen, nicht das Kind der besten Freundin zu unterrichten, aber wenn es durch bspw. Kurswahl nicht anders geht, kann doch nicht einfach eine von uns umziehen.

    Mrs Pace spricht es aus, bei meinen bin ich mittlerweile auch soweit, dass ich ihnen zwar Angebote mache, aber wer nicht will, der will halt nicht. Wichtig ist mir da nur noch, dass ich für mich dokumentiere, dass ich es versucht habe und Kind und Eltern es halt nicht annehmen möchten. Mehr kann ich nicht machen.

    turtlebaby: Ich unterrichte an einer Gemeinschaftsschule in SH, das ist letztendlich eine Gesamtschule, wobei wir keine Oberstufe haben sondern mit den beruflichen Schulen kooperieren. Da wir ein Gymnasium in Wurfweite haben, sind bei uns aber größtenteils eben doch nicht wirklich viele "klassische Gymnasiasten", sondern die Kinder, die sonst auf Haupt- und Realschule gegangen sind. (Und wenn ich ehrlich bin und mit meinen Fünftklässlern von vor 15 Jahren auf der Realschule vergleiche, sind sie, was das "klassische Lernen" angeht, schwächer, alte Einheiten MUSS ich abwandeln und leichter machen, sonst kann ich sie nicht nutzen) Wir haben ein ländliches Einzugsgebiet und in meiner Klasse ist tatsächlich nur ein Kind mit Migrationshintergrund. Dafür sind wir eine i-Klasse, wir haben einen Förderschulkollegen, der einige Stunden dabei ist und tut, was er kann, aber oft ist er dann doch "Heizungslehrer" (nicht übel nehmen, den Begriff habe ich vor ein paar Tagen hier gelesen und beschreibt es ganz gut). Wenn es passt, fischt er sich unsere drei I-Kinder und ein paar der schwachen Einsterner (also Hauptschulniveau) und arbeitet einzelne Themen mit ihnen auf. Das hilft uns wirklich sehr.

    Zu meinem Brief: Der ist eigentlich nur die Verschriftlichung dessen, was ich seit Beginn der fünften Klasse zu wirklich jeder Gelegenheit (Elternabende, Elternsprechtage, Einzelgespräche, Tür- und Angelgespräche und "versehentlich beim Einkaufen begegnet" :D ) den Kindern und Eltern ans Bein binde. Inhaltlich wird er verstanden. Die Notwendigkeit zu handeln sehen aber nicht alle Eltern. Aber dann kann ich halt nicht zaubern.

    Die Website kann ich aber wirklich empfehlen. Kleinschrittige Übungen, ausreichend Übungsaufgaben, man kann sich gezielt die Sachen raussuchen, an denen es scheitert und dran arbeiten. Meine eigenen Kinder (1. und 3. Klasse) haben jetzt auch einen Account und errechnen sich damit Bonuspunkte, die gegen kleine Spielchen getauscht werden können. Wenn die Punkte alle sind, muss man wieder rechnen. Mir gefällt´s.

    Und für Deutsch ist auch jede Menge zu finden.

    Du redest gerade von meiner Klasse, oder? *g*
    Im Ernst, meine sechste Klasse, von denen ich Teile seit Ende der ersten Klasse unterrichte, verhält sich genau wie beschrieben (interessanterweise vor allem der Teil, der noch nicht so lange bei uns ist). Es ist ziemlich egal, was ich ihnen oder ihren Eltern erzähle, was sie brauchen, was sie lernen müssen und so weiter.

    Nach der letzten Einheit habe ich nochmal einen Elternbrief rausgegeben und gebe zumindest für die Zweisterner (also die Kinder, die den mittleren Abschluss machen sollen / wollen) an die Eltern und sie selbst ab.
    Ich habe meine Klasse bei Anton registriert, da gibt es wirklich zu jedem mathematischen Grundproblem tolle Herleitungen und Übungsaufgaben. Genutzt wird es aber trotzdem nur von denjenigen Kindern, die sowieso schon von alleine üben. Von denen aber mit Begeisterung (und durchaus auch Erfolg, weil die schrifliche Division mal von wem anders als immer nur mir erklärt wird).

    Den Brief habe ich mir unterschreiben lassen. Hilft nicht wirklich, aber so habe ich zumindest schriftlich für Chef, dass ich alles mir mögliche versuche, um sie auf Spur zu bekommen.

    Hier mein Brief (vielleicht für die ein oder andere Familie schon zu viel Text, aber es ging nicht kürzer (ist noch die Rohfassung, die Endfassung liegt auf dem Schul-PC und ich habe Ferien :) :(

    Muss es dann echt sein, dass jetzt alle auf den Besserwisser-Zug aufspringen? Hier wird gerade genau das negative Bild von Lehrern bestätigt, das sich als Vorurteil im Alltag festgesetzt hat: überheblich und besserwisserisch.

    Und die Tatsache, dass hier jeder mitlesen kann und das negative Bild "Lehrer wird jeder, der nichts besseres konnte" bestätigt wird, ist völlig unerheblich?

    Zum Thema:
    Gegen sinkende Lesekompetenz hilft, die Sprache selbst nicht total zu verunstalten.

Werbung