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Original von Sinistra
mom, ich habe mit der Schiene nicht angefangen...
...dass ich mich herablassend gegenüber Grundschullehrern äußere, lasse ich mir nicht nachsagen...
Äh. Doch. Damit du siehst, warum hier die GS-Leute sich auf den Schlips getreten fühlen, habe ich dir mal deine wichtigsten Statements rausgesammelt.
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Original von Sinistra
*umkipp*
fortgeführter Kindergarten? nee, das gibt es bei uns nicht mal an Grundschulen... auch wenn ich die nur aus meinem Praktikum kenne... das hat es auch zu meiner Schulzeit nicht gegeben...
als Lehrer habe ich doch einen Lehrauftrag.... kein Wunder, dass man den Kindern bei uns in der 5. Klasse beibringen muss, dass sie während des Unterrichts nicht einfach so aufstehen und rumlaufen dürfen... oder dass sie auch mal den Mund halten müssen, wenn andere sprechen oder was weiß ich was noch für elementare Dinge...
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Original von Sinistra
also zumindest fallen an einem Gymnasium keine Unterrichtsstunden aus, damit die Kinder noch ein wenig in der Sonne spielen können... da würden die Eltern vermutlich auch Sturm laufen... ich wüsste gar nicht, wie ich das didaktisch begründen sollte, dass ich keinen Unterricht mache... *grübel*
Siehe Auszug aus dem Lehrplan.
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Original von Sinistra
Schule ist Schule und kein Spielplatz...
Spielen ist ja nun kein "Lernen am anderen Ort"...
wenn wir dämliche (Kennlern-)Spiele machen mussten... die, die in der Ecke standen udn genervt geguckt haben, waren in der Regel die vom gym.... leicht zu erkennen....
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Original von Sinistra
und das mit den Spielen: das habe ich in 1,5 Jahren Referendariat fast wöchentlich erlebt,.... tut mir ja nun leid (letztes Modul, Spiel zur Gruppenfindung: jeder musste Zettel mit einem Namen und "Rang" eines Familienmitglieds ziehen... und dann mussten sich alle MItglieder der Familie auf einen (!) Stuhl setzen... sorry.,.. drei Gymnasiums-Typen standen buff im Raum, während alle anderen sich auf Stühle quetschten....und meine Frage nach der didaktisch-methodischen BEgründung dieses Verfahrens konnte leider nicht beantwortet werden... ich hätte abgezählt,.. rein aus Zeitgründen...)...
...
Was hast du denn für Module gebucht? Selbst vor sieben Jahren kam das nur vereinzelt vor. Meine Reffis berichten auch nichts in der Hinsicht, obwohl sie ja zum Realschultrupp gehören, die sich begeistert auf die Stühle quetschen deiner Beschreibung nach.
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Original von Sinistra
dass die Schüler zumindest hier in der 5. Klasse oft deutliche Probleme haben mit 45min auf einem Platz zu sitzen ist auch nicht mehr als ein Fakt... *schulterzuck*
ich muss ihnen übrigens gar nix beibringen in der 5. klasse, denn meine Fächer beginnen beide erst ab der 6... aber selbst da spiele ich noch regelmäßig "Herrn Schmid" 
grüße
sininstra
PS: ich schreibe hier privat und nicht dienstlich, insofern überlasse meine Orthographie am besten mir selbst
aber wenn es dir Spaß macht, darfste gerne nachkorrigieren... wesentliche Grammatik und Rechtschreibung wird ja letzten Endes auch erst an weiterführenden Schulen gelehrt.... *schulterzuck*
dass ich mich herablassend gegenüber Grundschullehrern äußere, lasse ich mir nicht nachsagen...
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Original von Sinistra
...da lernt das Kind in 4 Stunden Schulunterricht sicherlich mehr und das ist die AUfgabe der Schule: Bildung vermitteln...
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Aus dem Lehrplan in SH
Im Hinblick auf diese Situation entfalten die Lehrpläne ein Konzept von Grundbildung, das allen Schülerinnen und Schülern dazu verhelfen soll,
− die Vielfalt der natürlichen und gesellschaftlichen Wirklichkeit, in der sie leben, differenziert wahrzunehmen, zu empfinden und zu beurteilen
− das Eigene zu schätzen, das Fremde anzuerkennen und sich mit anderen darüber verständigen zu können
− Wege verantwortbaren Handelns zu finden und dabei mit anderen zusammenzuwirken
− der eigenen Erfahrung zu folgen, kritisch zu urteilen, Informationen sinnvoll zu
nutzen
− eigene Ausdrucksmöglichkeiten zu entwickeln und gestaltend umzusetzen
− Verantwortung für sich selbst zu übernehmen und die eigene Persönlichkeit zu entwickeln
− Lernen als Teil des Lebens zu begreifen.
Der Unterricht ist so gestaltet, daß Kinder in heterogen zusammengesetzten Klassen grundlegende Sozialerfahrungen, Einstellungen, Fertigkeiten und Fähigkeiten erwerben, die ihre Lern- und Leistungsbereitschaft entwickeln und stabilisieren. Dabei nimmt das Spielen einen Schwerpunkt ein. Es bietet Möglichkeiten des kindgemäßen Ausdrucks und der Verarbeitung von Erlebnissen, des Umgangs mit Spannungen sowie der Kommunikation, die für die Lern- und Persönlichkeitsentwicklung der Kinder wichtig sind. Besonderes Gewicht haben kombinierende, erfindende, kommunikative sowie darstellende und kreative Spiele.
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Link: http://lehrplan.lernnetz.de/index.php?wahl=4
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Original von Sinistra
und gegen eine Taufe in Kindesalter können sich die Kinder ja schlecht wehren... insofern ist das ja kein Kriterium für einen gläubigen Menschen... ich bin auch getauft,... kann ich ja schlecht rückgängig machen...
Natürlich geht das. Ohne weiteres. Eine Unterschrift auf dem Amt und du bist nicht mehr Mitglied in dem Verein. Habe ich so gemacht.
Und nun nochmal ein gut gemeinter Hinweis: Ich kann das, was du zu dem religiösen Part dieser Diskussion geschrieben hast, nachvollziehen. Ich vertrat selbst diesen Standpunkt lange Zeit, sehe das aber nicht mehr so eng. Es ist aber taktisch unklug, sich derart überlegen in einer solchen Diskussion zu geben, das kann man moderater formulieren.
Mit freundlichen atheistischen, ehemals katholischen und nun konfessionslosen Grüßen vom Spielplatz, jotto-mit-schaf