Beiträge von Piksieben

    Ich würde mir die Hefte und Bücher der Schülerinnen und Schüler zeigen lassen und daran anknüpfend etwas üben. Oder fragen, wo es denn klemmt. Du glaubst jetzt wahrscheinlich gar nicht, wie viel Bedarf da ist, einfache Dinge wie Dreisatz und Prozentrechnung zu wiederholen. Da würde ich mir keine Sorgen machen. Ansonsten gibt es tatsächlich für Mathe beliebig viel Material, das findet sich mit der Zeit.

    Es ist verständlich, dass man gut vorbereitet auch in eine Vertretungsstunde gehen will, aber das flexible Reagieren auf aktuelle Situationen kann man als Lehrkraft gar nicht früh genug üben.

    Wirst du denn tatsächlich nur in Vertretungsstunden eingesetzt? Nicht für ein halbes Jahr oder so?

    Hey Wichtelmann, liest du noch mit? Lass dich nicht verrückt machen. Natürlich geht Gesundheit vor. Ich überlege mir jedes Jahr, wie viele Stunden ich machen möchte. Ich habe anfangs der Kinder wegen reduziert, später, weil ich merkte, dass die Schule mein Gehirn zu sehr besetzte, da schien sich alles im Kreis zu drehen.

    Das Schöne ist ja, man kann es jedes Jahr wieder neu überlegen. Paar Stunden mehr oder weniger. Einfach ausprobieren. Ich merke: Ja, es ist sinnvoll. Definitiv. Und ob und warum man sich das leisten kann, geht ja niemanden etwas an. Und tatsächlich ist es ja nach Schulform, Schule und Person im Einzelfall zu betrachten.

    Ob man passend behandelt wird, hängt nicht so sehr von der Versicherung ab als vom Arzt. Klar gibt es da die Gefahr der Überversorgung - Maschinenpark in der Praxis muss ausgelastet werden, hat man den Eindruck - aber die Arztwahl ist ja schließlich frei. Ich lese immer aufmerksam meine Rechnungen und bin manchmal überrascht, was die da als Diagnosen finden und wofür sie den 8-fachen Satz berechnen. Und es gibt erhebliche Unterschiede nicht nur bei Zahnärzten. Sowas kriegt man nicht mit, wenn man die Rechnungen nicht sieht, und das finde ich eigentlich fatal und frage mich, warum das in der GKV nicht anders geregelt wird. Ich wechsle den Arzt, wenn ich nicht zufrieden bin. Was allerdings nicht überall so einfach möglich ist.

    Bei der PKV kann man im Alter in den sogenannten Basistarif wechseln, der dem GKV-Tarif angeglichen ist. Was aber ein merkwürdiger, bei Ärzten unbeliebter Tarif ist, aber es gibt ihn. Aber auch innerhalb der PKV-Tarife kann man wechseln, man muss sich nur ein bisschen bemühen.

    Am besten bleibt man gesund. Aber da steckt man nicht drin, manche Leute meinen ja, alles bleibt für immer, wie es ist, aber man altert und kränkelt nun mal irgendwann.

    Versicherungen sind ja gerade für Sachen, die man nicht planen kann.

    Es ist ja auch nicht nur das. Vielleicht braucht manch einer nur ein bisschen Zuspruch, um die Weiterbildung fortzusetzen. Das hat nichts mit "Betteln" zu tun, das ist das normale Klassenlehrergeschäft. Manchmal sieht man, dass es aussichtslos ist ("du kannst nicht alle retten"), aber den persönlichen Kontakt sollte man doch einmal herstellen.

    Psychische Probleme gibt es in allen Schulformen. Leider.

    Der Rest sind in der Tat Luxusprobleme. Hohe Fluktuation hat ja durchaus auch Vorteile. Vielleicht überlegst du mal, woher deine Unzufriedenheit wirklich kommt.

    OT: Warum haben die denn immer solche Angst, dass die S-Zahlen in den Keller rauschen bzw. vor dem Landesrechnungshof? Ich meine, warum ist man Beamter auf Lebenszeit. Sollen die WBKs doch geschlossen werden, was juckt es mich? Geh ich eben woanders hin bevor ich den Studierenden in den Allerwertesten krieche mit geschönten Noten oder ihnen hinterhertelefoniere etc.

    Ich weiß nicht, warum es eines solchen Tons bedarf ... und warum du nicht selbst das Gesetz kennst.

    Also, du muss nicht. Wenn du es trotzdem tust: Du musst ja auch nicht drum betteln, dass die Leute wieder kommen. Es genügt, dass du sagst, dass man sich bitte abmelden und die Bücher zurückbringen soll. Oder du versuchst anzurufen und schreibst, falls das nicht gleich klappt, eine Mail. Das hat mit dem was du da beschreibst so gar nichts zu tun.

    Ich. War ich schon, bevor ich Lehrerin wurde. Und die Entscheidung ist wie bei allen Angestellten: Schwierig.

    Es sind die üblichen Pros und Cons.

    Schnellere Termine, manchmal kürzere Wartezeit, mitunter bessere Behandlung, manchmal Überversorgung. Beitragsrückerstattungen, wenn man gesund ist. Man hat das Gedöns mit den Abrechnungen - aber dafür sieht man auch, wofür sich die Ärzte so bezahlen lassen.

    Auf der anderen Seite wird es immer teurer - aber von den Kostensteigerungen sind die Gesetzlichen immer auch betroffen. Bei mir ist es aktuell immer noch günstiger als gesetzlich. Aber da steckt man nicht drin.

    Ist die Frage, was du damit machst, wenn dir hier jemand sagt: Finde ich super, oder auch: Tu's nicht. Hängt auch davon ab, ob du Risikozuschläge bezahlen müsstest (Vorerkrankungen?).

    Ja, es ist interessant für dich. Aber es ist keine einfache Entscheidung. Ich war zwischenzeitlich auch gesetzlich versichert, das war auch ok.

    Ich höre immer gern das Philosophische Radio (WDR 5). WDR Zeitzeichen auch (Radio selbst höre ich kaum noch, da regt mich das Gequassel tatsächlich auch auf), Hörsaal (Deutschlandfunk Nova), sehr schön ist auch "Werner Seuken liest" und "Sternstunde Philosophie". Und "Aktenzeichen XY" gibt es auch als Podcast, das ist auch sehr gut gemacht.

    "Michael Köhlmeier erzählt Shakespeare" (habe ich bei Audible, weiß nicht, wo es das sonst noch gibt) ist auch toll, endlich mal erfahren, worum es bei Hamlet und dem Sommernachtstraum so geht, ohne sich die ganze Plage mit dem Lesen machen zu müssen :pfeif:

    Was waren das noch für Zeiten, wo man mit dem zugefallenen Buch und annenem Licht eingeschlafen ist. Sleeptimer an, Hörbuch, einschlafen ... :schlafen: wunderbar. Auch das Aufräumen geht viel leichter, wenn man dabei unterhalten wird.

    tim123 kann man zitieren, wenn man zeigen will, was gerade so für Gerüchte kursieren. Seite + Zugriffsdatum sind so das Übliche.

    Wenn es tatsächlich um Fachliches geht und tim123 hat dazu etwas zu sagen, dann würde ich gucken, auf welche Quellen er sich bezieht, wenn er behauptet, dass etwas "in Studien" oder "wissenschaftlich" nachgewiesen wurde.

    Hat tim123 dazu Angaben gemacht, gucke ich mir die Quellen an, überprüfe sie auf Seriosität und zitiere ggf. die.

    Hat tim123 keine Angaben gemacht, sondern hat einfach nur eine Meinung, dann verwende ich das jedenfalls nicht als Beleg.

    Was machen denn Eltern, wenn ihr kleines Kind (sagen wir mal ein bis zwei Jahre alt) in der Betreuung sehr unglücklich ist und die ganze Zeit weint?

    Grundsätzlich scheint dies nicht vorzukommen - weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

    Bei uns kam es vor und war schrecklich. Vor allem wird ein unglückliches Kind schnell krank und dann wird es erst recht schwierig. Und kluge Ratschläge zur Lebensführung, Organisation und Gleichberechtigung helfen dann am allerwenigsten. Mehr will ich dazu nicht schreiben.

    Mutter-Kind-Kur: Never Ever!

    Wenn ich eine Auszeit durch eine Kur bekomme, dann natürlich OHNE Kinder! Ist doch sonst keine Auszeit.

    EDIT: Eine Auszeit für mich wäre dann tatsächlich die Vater-Kind-Kur!

    Mutter-Kind-Kur ist dafür, dass die Mutter sich erholen kann und das Kind versorgt wird.

    Wir hatten eine Familien-Reha. Heißt: Alle hatten ihren eigenen Terminplan. Trotzdem waren wir als Familie zusammen.

    Das hat uns in einer schwierigen Situation sehr geholfen. Das war auch anstrengend. Reha heißt eben nicht, dass man herumliegt und einem jemand Kräutertee reicht.

    Wie komme ich an Motivation für das Studium und wie komme ich dazu, meine Wohnsituation zu akzeptieren? Oder soll ich doch wieder nach Hause?

    Naja. Grundschullehrer werden händeringend gesucht. Ist das nicht ein gutes Gefühl?

    Und nein, nicht nach Hause. Such dir ggf. eine andere WG. Ich bin im Studium 3 mal umgezogen, was ich nicht weiterempfehlen würde - aber das war irgendwie nötig, um all diese WG-Erfahrung zu machen, die mir klar machte, dass ich es auch allein ganz gut aushalte. Die letzten zwei Jahre in der winzigen Bude, die trotzdem so gemütlich war, waren die schönsten.

    Kopf hoch!

    Ja, habe ich bereits: Frauen sollten Vollzeit arbeiten oder die Care-Arbeit wirklich gleichberechtigt aufteilen. Ganz einfach. Und in Bildung investieren.

    Nein, so einfach ist das eben nicht. Nicht jede/r kann/will studieren und selbst Studierte verdienen gelegentlich recht wenig oder sind gar arbeitslos. Nicht jeder ist tiptop gesund und hat tiptop pflegeleichte Kinder, die gerne den ganzen Tag in eine Einrichtung gehen und auch sonst keine Umstände machen.

    Und dann gibt es - Vorsicht: Ironie! - so Mega-Trottel die andere Leute pflegen oder deren Häuser putzen oder Müll sortieren oder Sozialarbeit machen. Unbezahlt oder schlecht bezahlt. Wenn man sich all die schlecht oder gar nicht bezahlten Jobs wegdenkt, mit denen man sich die Knochen und/oder die Psyche kaputtmacht, dann liefe in diesem Land genau nichts.

    Stattdessen wird auf Leuten rumgehackt, die angeblich alles falsch gemacht haben und am Ende mit nichts dastehen.

    Ich empfehle Michael Sandel: "Vom Ende des Gemeinwohls". Leider habe ich es noch nicht gelesen, nur andere Bücher von ihm, aber ich hörte ein Interview mit ihm, bei dem es genau um diese Fragen geht. Das Geklatsche von den Balkonen während Corona schon vergessen?

    Auf diesem Hintergrund fand ich den Anspruch auf einen freien Tag für die Hochzeit vermessen. Und dass man irgendwie heiraten "muss", weil man sonst auf Privilegien verzichtet - hallo? Gehts noch?

    Von mir aus kann jede/r so aufwendig feiern wie er will, ich schrieb nur: Das ist nicht meins.

    Ich finde es schon ein wenig vermessen, bei den Mengen an Schulferien, die wir haben, die Hochzeit auf einen Schultag zu planen und dann auch noch Sonderurlaub zu erwarten.

    Beerdigungen und die Hochzeiten von anderen Leuten kann man nicht planen, das ist was anderes. Ich habe bisher für so etwas immer frei bekommen und immer bei anderen privaten Engpässen Unterricht verschieben können. Aber das ist dann immer ungeplant und oft sogar unerfreulich.

    Heiraten tut man freiwillig und gutgelaunt - muss man dafür auch noch belohnt werden?

    Aber ich kann da wohl eh nicht mitreden, den irrwitzigen Aufwand, der für Hochzeiten und Geburtstage teilweise so betrieben wird, habe ich noch nie mitgemacht. Zum Teil laufen ja schon Kindergeburtstage völlig aus dem Ruder.

    Liebe Lehrfrau, das ist ja gruselig. Kann es sein, dass deine SL noch recht unerfahren ist? Es ist nicht selten, dass Menschen auch längerfristig erkranken, auch jüngere. Sie deshalb zu bedrängen ist nicht zielführend und überhaupt sehr schäbig. Kranksein sucht man sich nicht aus und es ist nicht deine Aufgabe, die dadurch entstehenden Unannehmlichkeiten der SL zu lösen. Sie bekommt dafür ein ordentliches Geld.

    Dem Personalrat würde ich noch mal auf die Füße treten, die können sich schlau machen und müssen das auch. Wozu sind sie denn sonst da?

    Ich habe selbst als Lehrerrätin einmal an einem ähnlichen "Problemgespräch" teilgenommen. Ich habe dabei gesehen, wie wichtig es ist, wenn eine dritte Person dabei ist, die sich beide Seiten anhört. Das war letztendlich auch ein sehr konstruktives Gespräch mit einer Lösung, die alle zufriedengestellt hat.

    Es liegt nicht im Interesse des Amtsarztes, dich "kaputtzuschreiben". Vermutlich ist es gar nicht schlecht, wenn du hingehst. Das würde ich nicht als Drohung wahrnehmen wollen.

    Ich weiß von mehreren Leuten, die länger krank waren und über BEM wieder eingegliedert wurden. Das ist wie erwähnt überhaupt nichts Seltenes. Es schmerzt richtig, zu lesen, wie wenig hilfreich deine SL ist. Das ist der Heilung ja gar nicht förderlich.

    Ich glaube nicht, dass ich an deiner Stelle einen Versetzungsantrag stellen würde. Sich in eine neue Umgebung einzuleben kostet viel Kraft. Die brauchst du aber aktuell für deine Genesung.

    Alles Gute für dich!!!

    Ich kann mir gut vorstellen, wie du dich nach diesem Gespräch gefühlt hast. Aber sowas muss man abhaken, und du hast ja auch schon für dich die "Lehre" daraus gezogen. Merkwürdige Geschichte. Ob die Dozentin ein persönliches Interesse an deiner Erkrankung hat? Aber egal, das muss dich nicht interessieren. Ich bin auch stark für Weitermachen. Du musst für dich einen Weg finden, mit deinen Einschränkungen zu leben, und du hast ja schon den Entschluss gefasst, weiter zu studieren. Also jetzt keinesfalls einknicken!

    Aber Vorsicht mit "hab's am Knie" oder sowas, das dachte ich auch zuerst ... gerade darum: Das haben so viele Leute, da kann es passieren, dass man dich in Gespräche über Sportverletzungen und Meniskusschäden verwickeln will ... "Ich kann nicht" muss auch genügen, vielleicht ist das sogar eine sehr gute Übung für die innere Stärke.

    Viel Erfolg!

    Ich finde ja Konzert-/Theaterkarten immer ganz schön, da geht man zusammen hin und die nehmen keinen Platz weg und verpflichten über diesen Abend für nichts. Also ganz gemäß der Regel "nutzlos und vergänglich".

    Leider ist das ja nicht nur zu Coronazeiten schief gegangen. Da hatte ich zum Glück keine Karten im Vorrat. Aber aktuell fallen immer noch viele Veranstaltungen aus. Gerade habe ich zwei Karten noch liegen, die ich zurückgeben muss.

    Irgendwie scheint es schwierig zu sein, unter erwachsenen Leuten auf Geschenke zu verzichten. Kinder haben ja wenigstens Wünsche bzw. wenn sie größer sind, freuen sie sich über Geld.

    Daher plädiere ich immer wieder für stressfreie Weihnachten. Wobei sich bei mir bis Dezember immer irgendwelche Wünsche ansammeln. Die werden dann aber auch gern erfüllt.

    Loriots "Ich gehe nach den Spätnachrichten der Tagesschau ins Bett" ist, was wir so an ihm lieben, der Realität abgeguckt. So wie Weihnachten, Ostern, Pfingsten, Feste eben ("fest") das Jahr strukturieren, strukturieren feste Uhrzeiten den Tag. Rituale sind überaus nützlich, denn sie nehmen den Entscheidungsstress. Wenn ich weiß, sonntags bis 20:15 muss dies und das erledigt sein und der Tatort ist meine Belohnung, mit Jogginghose auf dem Sofa sitzen und sich unterhalten lassen - das ist gut für die Bügelwäsche und die Spülmaschine.

    Jedenfalls, wenn es um die Zeit schon dunkel ist. Im Sommer kommen ja eh nur Wiederholungen, da kann man dann mal aus den Ritualen ausbrechen.

    Das ist ja bei dieser ständigen Verfügbarkeit von allem so schwierig. Wie viel Zeit ist wieder weg, weil man dies und das gelesen-gehört-gesehen hat.

Werbung