Beiträge von Piksieben

    Ich staune ja immer wieder, wie sehr sich Lehrerinnen und Lehrer Dinge auch nach Jahrzehnten Berufserfahrung noch zu Herzen nehmen. Ich denke, ein bisschen mehr Gelassenheit würde uns allen nicht schaden.

    So eine Lerngruppe ist ein sonderbarer Organismus, da kann ein einzelner Schüler alles zu Brei machen. Oder man hat so richtig Nette da, die die ganze Stimmung positiv beeinflussen. Ich habe Klassen, da sage ich, was wir tun wollen, und dann sitzen die da und arbeiten und ich fühle mich überflüssig. Bei anderen kommen dann die immergleichen blöden Fragen, das Gemecker, das das alles zu viel und zu schwer sei (ja, diese Klagen sind schon so eine Art Hintergrundgeräusch), sie stören und machen sich lustig. Und das bei Parallelklassen mit der prinzipiell gleichen Klientel. Manchmal gelingt es, das Klima zu wandeln, man gewöhnt sich aneinander, manchmal bin ich einfach nur froh, eine Klasse los zu sein.

    So toll scheint die Lerngruppe ja auch bei anderen nicht zu funktionieren, wenn sie da auch zuweilen laut sind. Die Kolleginnen und Kollegen sind nicht immer ganz ehrlich, wenn sie behaupten, gut klar zu kommen.

    Kurzum, ich würde vor allem daran arbeiten, das alles nicht persönlich zu nehmen und nicht mit nach Hause. Du verstehst dein Handwerk. Lass dich nicht verrückt machen

    Und da melden sich Leute freiwillig? Warum sollte man das machen?

    Bei uns gibt es auch einen zentralen Nachschreibetermin (nachmittags), aber da werden die Kolleginnen und Kollegen fein nach Alphabet eingeteilt. Den Einsatz verschieben kann man ja immer noch, aber dass ein Teil einfach raus ist weil "keine Lust", das finde ich doch fragwürdig.

    Ich weiß, Kombipräparate werden eigentlich gar nicht empfohlen - trotzdem hilft mir Aspirin Komplex am schnellsten und besten.
    Aber gleich zwei Tütchen. Unterstützend: Lindenblütentee, Suppe mit viel Zwiebeln, Inhalieren, Gummibärchen (oder andere Figuren, gern zur Hälfte Lakritz oder sauer), im Bett bleiben und vor allem: Nicht ärgern. Ist doch auch mal schön, nicht überlegen zu müssen, ob man sich zur Schule schleppt oder nicht, und die Mediathek leerzugucken. Und irgendwann geht dann auch wieder ein Buch.

    Gute Besserung!

    Kriegt die Schule denn mit, mit wem du zusammenlebst?
    Was wäre denn passiert, wenn du deinen Freund gar nicht erwähnt hättest?
    Ich würde wahrscheinlich nichts mehr aus meinem Privatleben erzählen und abwarten.
    Notfalls ausweichend antworten. Und ansonsten meinen Job so machen, dass man mich ungern rauswerfen würde, weil man mich braucht.

    Ich finde es auch unfassbar, dass man sich 2019 mit so etwas auseinander setzen muss, aber ich bin halt auch nicht christlich - der Austritt aus der Kirche war eben durchaus begründet. Mit "so etwas" zum Beispiel.

    Wenn dein Sohn Hausaufgaben macht, um keinen Ärger zu kriegen, reicht das doch für's Erste als Motivation. Überleg doch mal, wie viele Dinge du tust, um "keinen Ärger zu kriegen". Man kann überhaupt nicht früh genug anfangen, ohne großes Theater auch die Sachen zu machen, auf die man gerade keine Lust hat. Das Leben ist nun mal kein Wunschkonzert. Je weniger man darüber nachdenkt, ob man nun den Müll rausbringt und warum, desto besser. Irgendwann muss man das drin haben. Wenn man jung ist, fehlt halt diese Erkenntnis, und der Prozess bis dahin, den wir Erwachsenen steuern müssen, heißt "Erziehung".

    Klar, leuchtende Kinderaugen, wenn man einen neuen Buchstaben lernt oder ein Luftsprung, weil es endlich ans schriftliche Dividieren geht - das wäre fein. Aber woher will man wissen, dass es wunderschön ist, ein Buch zu lesen oder Mathematik zu machen, wenn man es noch nicht kann?

    Belohnungssysteme helfen nur wenig bei der Erkenntnis, dass es manchmal sehr lange dauert, bis etwas wirklich Spaß macht. Ist nun mal so beim Sport, bei der Musik und eben auch beim Lernen: Ohne Fleiß kein Preis. Ja, Eigenmotivation wird gestört durch "Fleißkärtchen". Wer Profifußballer werden will, trainiert halt. Ein Lob ist ein Ansporn, um zu sehen, dass man auf dem richtigen Weg ist. Das ist aber was anderes als eine Belohnung. Die ist nicht notwendig. Nur für Dinge, die man nicht so gern macht.

    Wirklich schmerzhaft finde ich dagegen, dass wir Jugendlichen oft Dinge anbieten müssen, für die sie gerade gar nicht bereit sind. Sei es eine klassische Lektüre oder Unterricht zu früh am Morgen. Es gibt so wunderschöne Gedichte, die durch den Unterricht zu Unterrichtsstoff werden, und das in einem Alter, in dem man gerade ganz andere Sachen im Kopf hat.

    Ich möchte natürlich erreichbar sein. Schon innerhalb der Schule hat man bei uns oft keine Chance, jemanden zu finden, wenn man nicht anruft oder eine Whatsapp schreibt. Es ist nervig, wenn man eine dringende Frage hat und erreicht den Kollegen nicht. Kann sein, er kann grad nicht. Aber aus Prinzip nicht erreichbar sein?

    Erreichbar sein gibt mir Freiheit: Ich weiß, wenn etwas Dringendes ist, kann man anrufen. Ansonsten habe ich meine Ruhe und kann in den Garten gehen, ohne dass es hinterher heißt: Piksieben, wo in aller Welt waren Sie denn?

    Aber man kann sich das Leben auch selbst schwer machen.

    Natürlich muss man sich am Anfang um die Tastatur kümmern. Das ist doch klar. Mache ich selbst bei meinen deutlich älteren Schülern. Schon, weil ich sichergehen will, dass sie wissen, was ich meine, wenn ich von der Tabulatortaste spreche.

    Viele kennen das kaum noch mit der Tastatur, weil zu Hause nur noch gewischt wird.

    Müssen wir uns halt drauf einstellen.

    Bisschen wenig Info, elmustardo. Was ist dein Ziel? Was steht denn auf deinem Plan? Woher sollen wir wissen, was du vergessen hast, wenn wir nicht wissen, was du vorhast?

    Das Dagstuhldreieck finde ich auch hilfreich, um die unterschiedlichen Perspektiven (Wie funktioniert das? Wie wirkt das? Wie benutze ich das?) zu beleuchten.

    Vielleicht verrätst du uns etwas mehr darüber, was das Ziel deines Vorhabens ist.

    Auf die eingangs gestellte Frage kann ich nicht antworten, aber mich ärgern diese Kommentare ein bisschen.

    Ich finde die Idee, ein Pedelec zu leasen, gar nicht schlecht. Die Dinger kosten einen Haufen Geld und man weiß nicht, wie sich die Technik entwickelt und wie lang der Akku hält. Am Ende der Laufzeit kann man das Rad doch wohl zurückgeben und sich ein besseres Modell leasen oder kaufen. Man müsste es halt durchrechnen, aber es ist doch so gedacht, dass man mit dieser Idee Geld spart. Alles andere wäre tatsächlich sinnlos.

    Ich habe mir vor zwei Jahren ein Pedelec gekauft (für einen Haufen Geld, von dem ich vorher nicht sicher wusste, ob der gut investiert ist) und fahre fast nur noch damit zur Schule. Ich finde das total super und amüsiere mich über die schwankenden Spritpreise, die mich jetzt kaum noch interessieren. Mit dem normalen Fahrrad fahre ich im Urlaub, der Weg zur Schule dauert zu lang und ist mir aufgrund der Höhenunterschiede einfach zu anstrengend. Mein Rad fährt mit Ökostrom.

    Noch sind die Einzelheiten ja nicht klar, aber einfach nur rumzustänkern statt sich zu freuen, dass endlich mal was in diese Richtung unternommen wird, finde ich blöd.

    Natürlich kannst du der Schulleitung sagen, dass du deine Aufgabe - oder Teile davon - abgeben möchtest. Du kannst auch fragen, was du jetzt liegen lassen sollst. Solche Sachen funktionieren immer nur nach Absprache und nur dann, wenn beide Teile einverstanden sind. Da wäre ich nicht zögerlich und würde klar meine Wünsche kommunizieren. Und mal einige Zeit die Arbeitszeit dokumentieren, auch für dich selbst.

    Achte auch ein bisschen drauf, dass man deine Arbeit sieht. Gerade in der EDV versenkt man ja manchmal viele Stunden und keiner merkt's weil: läuft doch.

    Genau, wenn du tatsächlich kündigen willst, schreib dich doch schon zum Wintersemester ein, dann hast du auch keine Lücke. Aber irgendwie scheint es dir doch recht spät einzufallen, dass du dich in deinem Job nicht wohlfühlst. Du wolltest doch ein Jahr durchhalten, um vorzusorgen.

    Auf mich wirkst du auch ein bisschen instabil. Ein paar Monate überbrücken (in welcher Form auch immer) ist doch kein Grund, Existenzängste zu entwickeln. Du hast doch eine abgeschlossene Ausbildung, was soll denn groß passieren? Als Lehrer brauchst du mehr Belastbarkeit, vielleicht überlegst du mal, ob du daran arbeitest.

    Ich habe den Seiteneinstieg in Teilzeit gemacht und es gab im Seminar keinen Unterschied zwischen Voll- und Teilzeit. Wir haben zusammengehalten, ja, und das war sehr hilfreich.
    Durch die verminderte Stundenzahl war ich mit meiner Zeiteinteilung immerhin so flexibel, dass ich oft Nachmittage mit den Kindern verbrachte. Oft saß ich dafür sonntags am Schreibtisch, aber auch nicht den ganzen Tag.
    Letztlich kommt es auf den Arbeitsstil an. Manche Leute brauchen halt für alles sehr lang und schreiben ewige Zeiten an Unterrichtsentwürfen. Ich mache sowas eher zügig. Von daher war das mit der Zeit und der Organisation bei mir das kleinere Problem.

    Ich würde mich überhaupt nicht rechtfertigen. Damit reitest du dich nur noch weiter rein. Sag "ach was" und nimm dir ein Stück Kuchen. Es gibt so viele Themen auf der Welt, warum muss dein berufliches Fortkommen diskutiert werden?

    Zu deinen Selbstzweifeln gesellt sich der Druck, sich gegenüber der Familie behaupten zu müssen. Wieso überhaupt? Du musst niemanden um Erlaubnis bitten, du bist erwachsen.

    Und natürlich nicht "zu alt". Aber du solltest schon überzeugt sein, dass du das durchziehen willst. Ob das jetzt das Richtige ist, kann man so aus der Ferne nicht beurteilen. Aber wenn du das willst, dann leg dir nicht künstlich selbst Steine in den Weg (Familie, Zweitwohnungssteuer, Bahnfahrten...). Damit raubst du dir die Energie.

    Ungebunden bin ich nicht, aber mein Mann ist Bundesbeamter und könnte sich relativ unkompliziert dahin versetzen lassen.
    Und ob 37 als alt zählt:)???

    Wovor ich genau Angst habe? Dass die Schule scheiße ist, dass ich wieder die Neue bin ohne Ruf und lange brauche, um mich einzuleben. An meiner alten Schule wurde ich von der Schulleiterin als TVH nie akzeptiert, erst nach Magenbypass -OP und Verbeamtung wurde das besser.

    37 ist ein gutes Alter, um noch einmal neu durchzustarten!

    Ich fand es damals in Hessen aber auch schön :) Manchmal merkt man auch erst, wie schön es ist, wenn man weggeht (und die Touristenattraktionen gar nicht so richtig beachtet hat).

    Hast du den neuen Arbeitsvertrag schon unterschrieben? Du solltest möglichst schnell (also noch in den Ferien) an deiner Schule Bescheid sagen, dass du weg willst, damit für Ersatz gesorgt werden kann. Wenn du möchtest, dass man dir entgegen kommt, solltest du auch entsprechend handeln.

    Ich weiß von einem relatv kurzfristigen Aufhebungsvertrag. Du willst den Oktober noch bezahlt haben mit den 2 Wochen Ferien. Ich könnte mir vorstellen, dass das nicht ganz so einfach ist.

    Ja... und da ist LaTex von der Usability einfach tot. Fängt schon damit an, daß wir unsere Word-Dokumente in der Schule am Kopierer gleich in Klassensatzstärke ausdrucken können, während du für LaTex-Dokumente einen eigenen Drucker mitbringen müßtest, weil das auf keinem Schulrechner zu finden ist.

    Was für ein Quatsch.
    Ich mache alle meine Matheblätter mit LaTeX. Es gibt immer bessere Editoren, bei denen man das pdf gleich sehen kann. Die Formeln sind viel, viel schneller eingegeben als bei Word und es sieht um Klassen besser aus. Und natürlich wird LaTex noch an den Unis verwendet. Es gibt auch online-Varianten. Da braucht man gar keine Installation.

    Meine Arbeitsblätter und Klausuren sortiere ich nach Themengebieten und überarbeite sie beim Einsatz, wenn nötig. Ich habe die pdfs auf dem Stick, den stecke ich in den Kopierer und schwupps ist der Klassensatz fertig. Wenn ich mal wenig Zeit habe oder etwas on-the-fly im Unterricht aufschreibe, scanne oder fotografiere ich es und binde es ins das Dokument ein. Wenn ich dann ein bisschen Zeit habe, schreibe ich es nochmal ordentlich in LaTex. Und freue mich im nächsten Schuljahr über die schönen Aufgaben.

    Word ist, wie der Name schon sagt, gut für Wörter. Wobei, selbst die sehen in LaTeX besser aus.

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