Beiträge von Piksieben

    Als der graphische Taschenrechner bei uns im Abiturbereich eingeführt wurde, wurden die betroffenen Lehrer a) an der Entscheidung für das Modell beteiligt, bekamen b) je ein Exemplar und c) eine allgemeine Fortbildung sowie zusätzlich eine Inhouse-Schulung.

    Diese Rechner verfügen über Speicherplatz für alles Mögliche, was einem bei Klausuren hilft, und sie müssen vor Klausuren zurückgesetzt werden. Oder man muss einen Extrasatz für die Abiturprüfungen anschaffen. Was natürlich noch teurer wird als Lehrerexemplare.

    Geh einfach mal davon aus, dass du einen Fulltime-Job machen wirst und dass zu der Unterrichtszeit natürlich noch alles Mögliche dazukommt (Pausenaufsichten, Korrekturen, Konferenzen, Vorbereitung, zusätzliche Aufgaben in der Verwaltung ...).

    Wenn deine sonderbaren Überlegungen zu Pflichtstunden und bezahlten Pausen ausschlaggebend für deine Berufswahl sein sollten, bist du auf der falschen Fährte. Es ist gar nicht so entscheidend, wie viel man arbeitet, sondern, ob man sich wohlfühlt und seinen Job beherrscht.

    Ansonsten schau dich doch hier mal um, dann erfährst du genug darüber, was Lehrer so beschäftigt. Ich bin nicht so motiviert, hier einen ellenlangen Erfahrungsbericht einzustellen, der dir auch nicht weiterhelfen würde. Wir haben hier auch keine Glaskugel und wissen nicht, was dich wirklich erwartet. Um ein Gefühl dafür zu bekommen, sind Praktika der bessere Weg.

    Hey, Exodus, schön, dass du dich noch einmal meldest. Ich habe in meinem Post versucht, dir zu spiegeln, wie du hier so rüberkommst, in meinen Augen. Verletzen wollte ich dich natürlich nicht, eher ein bisschen anstupsen. Deinen Zwiespalt zwischen deinen künstlerischen Ambitionen und dem Geldverdienenmüssen kann ich besser nachvollziehen, als du vermutlich denkst, dasselbe gilt für deine schlechten Erfahrungen an der Schule.

    Ich empfinde es als sehr angenehm, wenn das Geld zuverlässig aufs Konto kommt und ich meine kreativen Hobbys (z. B. Zeichnen, siehe Avatar) ohne Zwang und Druck ausüben kann - aber es war nicht einfach, an diesen Punkt zu kommen.

    Ob das auch dein Weg ist, weiß ich natürlich nicht.

    Mir wäre bei einer Neubauwohnung eher unwohl, weil man sich in eine Eigentümergemeinschaft einkauft. Da hätte ich nun überhaupt keine Lust auf die Versammlungen und komplizierten Beschlüsse. Und schon gar nicht, wenn ich vorher noch nicht mal erahnen kann, mit wem ich es zu tun bekomme.

    Nachbarn kann man sich auch so natürlich nicht aussuchen, aber man kann den Kontakt auf ein Minimum beschränken, wenn es nicht so funzt.

    Und ja, Neubau kann Tücken haben. Wir wohnten mal in einem Neubau, in dem an der Heizung gespart wurde. Wir haben jahrelang immer wieder die Heizungsfirma im Haus gehabt, bis wir die Therme irgendwann entnervt gegen ein hochwertiges Modell ersetzt haben, mit dem es keinen Ärger gab.

    Darf ich fragen warum?Für mich ist die BRE das allerbeste an meiner Krankenversicherung. Da ich noch kein volles Jahr versichert bin habe ich sie noch nie in Anspruch genommen, aber in der Theorie sehe ich das ausschließlich positiv. Ich bin ja nicht gezwungen, sie in Anspruch zu nehmen. Sagen wir ich gehe 1-2x zum Arzt wegen nicht von der BRE ausgenommener Leistungen und komme auf 100€ Kosten. Dann zahle ich die herzlich gerne selbst, schließlich erhalte ich im Gegenzug ca.750€ Rückerstattung. Macht immer noch ein Plus von 650€ durch die Inanspruchnahme der BRE. Hätte ich diese Option nicht, hätte ich zwar die 100€ nicht selbst gezahlt, aber eben auch keine 750€ bekommen. Also 650€ "verloren". Oder übersehe ich etwas/ weiß noch von einem Pferdefuß nichts?

    Das kann man sich ja vorher ausrechnen, wie teuer es wird, wenn man so krank ist, dass man über die Bemessungsgrenze kommt. Und entsprechend vergleichen mit einem Tarif mit BRE. In der Regel dürfte es mit hohem Selbstbehalt+BRE auch im worst case günstiger sein. Bei mir ist es auch so. Die BRE steigt mit jedem leistungsfreien Jahr. Ich gucke also, ob sich das Einreichen lohnt oder nicht. Wenn nicht, habe ich sogar weniger Papierkram. Ich reiche nur einmal im Jahr die Vorsorgeuntersuchungen ein und freue mich auf die Erstattung.

    Wobei man im Moment einfach auch nicht weiß, wie es mit GKV/PKV weitergeht. Wenn ich noch mal von vorn anfangen würde, würde ich mir sehr gut überlegen, ob ich nicht doch besser in der GKV bleibe.

    Die Flasche Whiskey ist doch eher eine Form von Bestechung. Ich opfere meine Freizeit, und dann darf ich mir die Kante geben, um dem ganzen Spaß noch die Krone aufzusetzen? Wenn ich schulische Aufgaben in größerem Unfang erledige, erwarte ich, entsprechend entlastet zu werden. Unterricht ist ja auch oft lustig, aber niemand würde auf die Idee kommen, das deshalb für umme zu machen.

    Über das Übrige wurde schon nahezu alles gesagt. Ich fühle mich wertgeschätzt, wenn auf mein Urteil Wert gelegt wird. Man mich also fragt, wenn mich etwas angeht, und mir zuhört, wenn ich eine Meinung habe.

    ja, nur gibt es bestimmte Ärzte, die man nunmal jedes Jahr besucht und ich finde es ziemlich beschissen, dass ich sie quasi als "ganz normale Zusatzausgabe" einbuchen muss.
    Wie gesagt: ich weiß die PKV zu schätzen und ich weiß, dass es lächerlich ist zu jammern, aber: für mich ist es bescheuert, direkt einen gewissen Sockel an Leistungen auszuschließen, wo man weiß, dass man sie eh in Anspruch nehmen muss / wird.

    Das kommt auf den Tarif an. Es gibt auch Tarife bei der PKV, bei der Vorsorgeleistungen BRE-unschädlich in Anspruch genommen werden können. Die PKV hat schon gemerkt, dass es nicht sinnvoll ist, an Vorsorge zu sparen.

    Wieso seid ihr eigentlich so garstig?

    Es gibt doch viele Leute, die sich scheiden lassen und neue Beziehungen eingehen. Da geht doch wohl sehr oft eine Geschichte wie die hier geschilderte voraus.

    Man kann doch solche Gefühle auch nicht einfach ausschalten.

    Ich finde dabei das geringste Problem, dass ihr beiden an derselben Schule seid, Martin. Viele Leute lernen sich am Arbeitsplatz kennen, na und? Man kann sich auch selbst im Weg stehen.

    Dir wird schon klar sein, dass du wohl noch eine Weile Geduld haben musst. Ob sie sich wirklich trennt? Und selbst wenn, der Sohn bleibt natürlich. Wie da Wunsch und Wahrheit sich vermengen, ist wohl von außen nicht zu beurteilen. So wirklich etwas tun kannst du im Moment nicht, das schreibst du ja schon selber.

    Da kann ich dir nur ein bisschen Leichtigkeit wünschen, und vielleicht setzt du dir eine Frist, um zu verhindern, dass du dich endlos lang trügerischen Hoffnungen hingibst.

    Mit Ratschlägen anderer Leute muss man prinzipiell vorsichtig umgehen. Viele unken erst mal rum, stimmt.

    Ich wundere mich aber schon ein bisschen, dass du erst nach Ankunft des Kindes erkennst, dass du nun Verantwortung trägst. Ja, das tust du. Und du wirst Kompromisse machen müssen. Ist das schlimm?

    Du wirkst auf mich übermäßig - hm - verkopft. Alles ist so kompliziert und wird x-mal durchgenudelt und du kommst nirgendwo an. Was sagt dein Herz? Was möchtest du gern? Das ist mir nicht klar. Und du wirkst von deinen Erfahrungen traumatisiert. Es kann anderswo wirklich anders sein und du kannst von Anfang an das Gefühl haben, dass du besser klar kommst und das vorher ein Albtraum war. Kann. Und natürlich kann man Fehler machen!

    Wie steht es mit deiner Belastbarkeit? Man wächst mit seinen Aufgaben und auch die Sicherheit wächst - andererseits sehe ich auch Leute, die auch nach Jahren noch mit relativ einfachen Situationen überfordert sind (organisieren z. B.: Es ist halt immer Gewusel, da muss man ein System haben).

    Ich würde das mit dem Leistungsstand in der ersten Stunde lassen. Die Schüler kennen dich nicht, aber sie sind schon mindestens ein halbes Jahr zusammen und hatten auch schon Englisch. Knüpfe lieber da an, wo sie gerade sind, lass dir die letzten Klassenarbeiten und Hausaufgaben zeigen und dir erzählen, was sie zuletzt gemacht haben. Wenn sie nach einem Buch arbeiten, mach damit weiter. Du hast natürlich auch den Lehrplan, aber wenn du noch nicht weißt, welche Klassen du bekommst, ist das halt schwierig, und da klaffen auch oft Anspruch und Wirklichkeit auseinander.

    Mit einer Leistungskontrolle machst du dir erst mal viel Arbeit, und die Zeit kannst du gerade am Anfang für anderes besser gebrauchen, und du verschreckst die Schüler. Wie weit sie sind, findest du ohnehin schnell heraus. Lieber in ein gutes Lernklima investieren.

    Ich denke, viele Leute haben falsche Vorstellungen von dem Beruf, den sie ergreifen wollen. Woher soll man das auch so genau wissen? Dann muss man seine Vorstellungen eben korrigieren, früher oder später. Wenn man wirklich vollkommen falsch ist, muss man sich halt was anderes überlegen, das ist nichts Ungewöhnliches. Das sehen wir doch täglich, dass jeder seine Erfahrungen selbst machen muss.

    Angestellte im öffentlichen Dienst werden auch amtsärztlich untersucht. Aber Kranksein ist in jedem Beruf schlecht, ich würde die Berufswahl von so etwas gar nicht abhängig machen - höchstens davon, ob einen der Beruf selbst krank macht oder machen könnte. Auch das ist oft schwer absehbar. Will sagen: Folge deinem Herzen - wenn du das wirklich willst, wird es schon gehen.

    Auf den Tag warte ich noch, dass die beruflichen Schulen von Mathelehrern überrannt werden :)

    An meiner Schule haben Mathelehrer gelegentlich auch Informatik unterrichten müssen. Sowas kann man ja angeblich, wenn man Mathe kann. Aber wenn man das nicht studiert hat, fehlen einem Kentnisse, die man sich dann erst draufschaffen muss, beispielsweise Datenbanken oder objektorientiertes Programmieren oder technische Informatik. Und dann kommen ja auch ständig Neuerungen, hier ein neues Windows, da eine neue Programmiersprache im Lehrplan. Das muss man mögen.

    Ich nutze meine Informatikkenntnisse vielfältigst. Mal ein Programm für Mathe schreiben oder Kollegen helfen oder rasch was für eigene Zwecke programmieren. Und das Unterrichten wird nie langweilig, es sind immer Schüler da, die richtig Spaß haben - Mathe ist da schon eintöniger und vor allem unbeliebter.

    Aber zu deinen übrigen Fragen (Bafög etc.) kann ich nichts sagen.

    Was die Aufnahme von Darlehen angeht, gebe ich Bolzbold Recht: Man legt sich auf Jahre fest und begibt sich unter Umständen in eine Abhängigkeit, die das ganze Leben bestimmt. Da kennt wohl jeder Leute, bei denen das so ist.

    Andererseits: Vieles lässt sich nicht so planen, und über viele Dinge hat man nun mal keine Kontrolle. Noch nicht mal darüber, wie man sich selbst entwickelt. Ich stelle bei mir fest, dass mich viele Dinge, die mir früher wichtig waren, nicht mehr interessieren - dafür beschäftigt mich anderes. So eine Berufswahl ist zwar eine folgenreiche Entscheidung, aber es bleiben immer Optionen. Ich merke erst jetzt, nach fast zehn Jahren im Job, wie viel Gelegenheiten ich habe, Dinge zu tun, die mir sehr liegen und Spaß machen, neben der Routine, die sich eingestellt hat und Freiräume bietet (einfach dadurch, dass der Kopf für anderes frei ist, weil das Arbeitsblatt schon fertig ist).

    Was ich sagen will: Exodus, nach dem Fehlstart hast du neue Chancen. Du wirst irgendwie einen Weg finden, das zu tun, was dir am Herzen liegt, Potential ist ja offenbar da. Zerfleische dich nicht so, versuche, etwas positiver heranzugehen, mit mehr Vertrauen zu dir und deiner Zukunft. Schon deinem Kind zuliebe. Denn das braucht dein Vertrauen genauso. Es wird seinen Weg machen. Und du auch.


    im gespräch kristallisierte sich dann heraus, dass sie die situation si bei mir einschätzt, dass ich so ein referendariat am gymnasium nur mit hängen und würgen und enorm viel unterstützung bewerkstelligen könne und sie mir das selbst nicht zutraut - mhm, da war ich erstmal ratlos

    Du glaubst ja nicht, wie viele Unterrichtsbesuche schief gehen und nachher kommt doch noch ein guter Lehrer dabei heraus ... In so einer Situation braucht man Mitstreiter und Freunde, die einem helfen - welchen Wert hat eine Diagnose auf Grund einer Dreiviertelstunde, die jemand gesehen hat? Hattest du denn danach noch einen Besuch, oder hast du das gleich aufgegeben?

    Wieso sollte ein Chemielehrer in der Oberstufe nicht Chemie unterrichten können? Dafür ist er doch ausgebildet? Das sind Schüler, die da unterrichtet werden, keine Doktoranden.

    Wie schon beschrieben, man ist im Schulalltag darauf angewiesen, sich rasch etwas anzueignen, manchmal ist das leider nur ein oberflächliches Sichanlesen, aber was soll man machen? Mein Tag hat auch nur 24 Stunden. Was allein innerhalb der Informatik ständig hinzukommt und sich ändert, da wäre es schon ein Fulltimejob, sich ständig auf dem Laufenden zu halten. Letztlich kommt es darauf an, eine solide Grundlage zu haben und vermitteln zu können und sich auf neue Entwicklungen einzustellen bzw. Querbezüge zu anderen Fächern herstellen zu können. Aber dass man dafür gleich alle Nachbarfächer studieren müsste - geht halt nicht.

    Mathe+Physik ist jetzt auch nicht die Traumkombi. Mathe hat auch Berührung zu Informatik, nur als Beispiel, und auch da müsste man sich auskennen, um z.B. die Matheprogramme zu bedienen und die Anwendungen der Mathematik innerhalb der Informatik darstellen zu können. Oder nimm den ganzen technischen Bereich am Berufskolleg, Wirtschaft etc.

    Such dir die Fächer aus, die dir liegen. Die Schüler haben viele Lehrer. Die Mischung macht's.


    Aber ja, mehrere Kinder haben wollen und gleichzeitig genug Zeit usw. ist nur möglich, wenn man dann wohl dem Berufsleben den Rücken zukehrt, oder? So nach dem Motto: Wer das Eine will, muss das Andere in Kauf nehmen. Meinst du es so?

    Dem Berufsleben kann man den Rücken erst zukehren, wenn man mal einen Fuß drin hat. Ich finde es einfach ungeschickt, die Ausbildung mittendrin abzubrechen. Du könntest das Ref machen und danach erst mal zu Hause bleiben. Irgendwann willst du da raus wollen. Dann kannst du dich bewerben, mit entsprechender Qualifikation.

    Vielleicht brauchst du etwas Abstand von dem "Trauma" am Gymnasium und machst nach dem Umzug einen neuen Anlauf? Ich habe das Gefühl, du kämst an der Grundschule besser zurecht.

    Ich weiß natürlich nicht, was für dich das Beste ist. Ich finde nur dein Ansinnen etwas bedenklich: Partner soll jetzt bitte rasch promovieren, damit er die Familie finanziert, während ich noch nach Selbstverwirklichung strebe und mich sortiere, aber erst noch zwei, drei Kinder, und um die will ich mich auch reichlich kümmern können. Du wärst nicht die erste, die mit einem solchen Lebensentwurf auf die Nase fällt.

    Du könntest in einen sicheren Job einsteigen, der dir natürlich auch Freiheiten gewährt, vor allem aber deinen Lebensunterhalt auch unabhängig vom Partner sichert. Dass das mit einer künstlerischen freien Tätigkeit nicht so einfach ist, hast du ja schon festgestellt. Warum willst du nicht Grundschullehrerin werden? Deine Gründe, die gegen das Lehramt an Gymnasien sprechen - wie du meinst - haben doch mit dem Grundschullehramt nichts zu tun.

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