Was die Aufnahme von Darlehen angeht, gebe ich Bolzbold Recht: Man legt sich auf Jahre fest und begibt sich unter Umständen in eine Abhängigkeit, die das ganze Leben bestimmt. Da kennt wohl jeder Leute, bei denen das so ist.
Andererseits: Vieles lässt sich nicht so planen, und über viele Dinge hat man nun mal keine Kontrolle. Noch nicht mal darüber, wie man sich selbst entwickelt. Ich stelle bei mir fest, dass mich viele Dinge, die mir früher wichtig waren, nicht mehr interessieren - dafür beschäftigt mich anderes. So eine Berufswahl ist zwar eine folgenreiche Entscheidung, aber es bleiben immer Optionen. Ich merke erst jetzt, nach fast zehn Jahren im Job, wie viel Gelegenheiten ich habe, Dinge zu tun, die mir sehr liegen und Spaß machen, neben der Routine, die sich eingestellt hat und Freiräume bietet (einfach dadurch, dass der Kopf für anderes frei ist, weil das Arbeitsblatt schon fertig ist).
Was ich sagen will: Exodus, nach dem Fehlstart hast du neue Chancen. Du wirst irgendwie einen Weg finden, das zu tun, was dir am Herzen liegt, Potential ist ja offenbar da. Zerfleische dich nicht so, versuche, etwas positiver heranzugehen, mit mehr Vertrauen zu dir und deiner Zukunft. Schon deinem Kind zuliebe. Denn das braucht dein Vertrauen genauso. Es wird seinen Weg machen. Und du auch.