Beiträge von Piksieben

    ja, nur gibt es bestimmte Ärzte, die man nunmal jedes Jahr besucht und ich finde es ziemlich beschissen, dass ich sie quasi als "ganz normale Zusatzausgabe" einbuchen muss.
    Wie gesagt: ich weiß die PKV zu schätzen und ich weiß, dass es lächerlich ist zu jammern, aber: für mich ist es bescheuert, direkt einen gewissen Sockel an Leistungen auszuschließen, wo man weiß, dass man sie eh in Anspruch nehmen muss / wird.

    Das kommt auf den Tarif an. Es gibt auch Tarife bei der PKV, bei der Vorsorgeleistungen BRE-unschädlich in Anspruch genommen werden können. Die PKV hat schon gemerkt, dass es nicht sinnvoll ist, an Vorsorge zu sparen.

    Wieso seid ihr eigentlich so garstig?

    Es gibt doch viele Leute, die sich scheiden lassen und neue Beziehungen eingehen. Da geht doch wohl sehr oft eine Geschichte wie die hier geschilderte voraus.

    Man kann doch solche Gefühle auch nicht einfach ausschalten.

    Ich finde dabei das geringste Problem, dass ihr beiden an derselben Schule seid, Martin. Viele Leute lernen sich am Arbeitsplatz kennen, na und? Man kann sich auch selbst im Weg stehen.

    Dir wird schon klar sein, dass du wohl noch eine Weile Geduld haben musst. Ob sie sich wirklich trennt? Und selbst wenn, der Sohn bleibt natürlich. Wie da Wunsch und Wahrheit sich vermengen, ist wohl von außen nicht zu beurteilen. So wirklich etwas tun kannst du im Moment nicht, das schreibst du ja schon selber.

    Da kann ich dir nur ein bisschen Leichtigkeit wünschen, und vielleicht setzt du dir eine Frist, um zu verhindern, dass du dich endlos lang trügerischen Hoffnungen hingibst.

    Mit Ratschlägen anderer Leute muss man prinzipiell vorsichtig umgehen. Viele unken erst mal rum, stimmt.

    Ich wundere mich aber schon ein bisschen, dass du erst nach Ankunft des Kindes erkennst, dass du nun Verantwortung trägst. Ja, das tust du. Und du wirst Kompromisse machen müssen. Ist das schlimm?

    Du wirkst auf mich übermäßig - hm - verkopft. Alles ist so kompliziert und wird x-mal durchgenudelt und du kommst nirgendwo an. Was sagt dein Herz? Was möchtest du gern? Das ist mir nicht klar. Und du wirkst von deinen Erfahrungen traumatisiert. Es kann anderswo wirklich anders sein und du kannst von Anfang an das Gefühl haben, dass du besser klar kommst und das vorher ein Albtraum war. Kann. Und natürlich kann man Fehler machen!

    Wie steht es mit deiner Belastbarkeit? Man wächst mit seinen Aufgaben und auch die Sicherheit wächst - andererseits sehe ich auch Leute, die auch nach Jahren noch mit relativ einfachen Situationen überfordert sind (organisieren z. B.: Es ist halt immer Gewusel, da muss man ein System haben).

    Ich würde das mit dem Leistungsstand in der ersten Stunde lassen. Die Schüler kennen dich nicht, aber sie sind schon mindestens ein halbes Jahr zusammen und hatten auch schon Englisch. Knüpfe lieber da an, wo sie gerade sind, lass dir die letzten Klassenarbeiten und Hausaufgaben zeigen und dir erzählen, was sie zuletzt gemacht haben. Wenn sie nach einem Buch arbeiten, mach damit weiter. Du hast natürlich auch den Lehrplan, aber wenn du noch nicht weißt, welche Klassen du bekommst, ist das halt schwierig, und da klaffen auch oft Anspruch und Wirklichkeit auseinander.

    Mit einer Leistungskontrolle machst du dir erst mal viel Arbeit, und die Zeit kannst du gerade am Anfang für anderes besser gebrauchen, und du verschreckst die Schüler. Wie weit sie sind, findest du ohnehin schnell heraus. Lieber in ein gutes Lernklima investieren.

    Ich denke, viele Leute haben falsche Vorstellungen von dem Beruf, den sie ergreifen wollen. Woher soll man das auch so genau wissen? Dann muss man seine Vorstellungen eben korrigieren, früher oder später. Wenn man wirklich vollkommen falsch ist, muss man sich halt was anderes überlegen, das ist nichts Ungewöhnliches. Das sehen wir doch täglich, dass jeder seine Erfahrungen selbst machen muss.

    Angestellte im öffentlichen Dienst werden auch amtsärztlich untersucht. Aber Kranksein ist in jedem Beruf schlecht, ich würde die Berufswahl von so etwas gar nicht abhängig machen - höchstens davon, ob einen der Beruf selbst krank macht oder machen könnte. Auch das ist oft schwer absehbar. Will sagen: Folge deinem Herzen - wenn du das wirklich willst, wird es schon gehen.

    Auf den Tag warte ich noch, dass die beruflichen Schulen von Mathelehrern überrannt werden :)

    An meiner Schule haben Mathelehrer gelegentlich auch Informatik unterrichten müssen. Sowas kann man ja angeblich, wenn man Mathe kann. Aber wenn man das nicht studiert hat, fehlen einem Kentnisse, die man sich dann erst draufschaffen muss, beispielsweise Datenbanken oder objektorientiertes Programmieren oder technische Informatik. Und dann kommen ja auch ständig Neuerungen, hier ein neues Windows, da eine neue Programmiersprache im Lehrplan. Das muss man mögen.

    Ich nutze meine Informatikkenntnisse vielfältigst. Mal ein Programm für Mathe schreiben oder Kollegen helfen oder rasch was für eigene Zwecke programmieren. Und das Unterrichten wird nie langweilig, es sind immer Schüler da, die richtig Spaß haben - Mathe ist da schon eintöniger und vor allem unbeliebter.

    Aber zu deinen übrigen Fragen (Bafög etc.) kann ich nichts sagen.

    Was die Aufnahme von Darlehen angeht, gebe ich Bolzbold Recht: Man legt sich auf Jahre fest und begibt sich unter Umständen in eine Abhängigkeit, die das ganze Leben bestimmt. Da kennt wohl jeder Leute, bei denen das so ist.

    Andererseits: Vieles lässt sich nicht so planen, und über viele Dinge hat man nun mal keine Kontrolle. Noch nicht mal darüber, wie man sich selbst entwickelt. Ich stelle bei mir fest, dass mich viele Dinge, die mir früher wichtig waren, nicht mehr interessieren - dafür beschäftigt mich anderes. So eine Berufswahl ist zwar eine folgenreiche Entscheidung, aber es bleiben immer Optionen. Ich merke erst jetzt, nach fast zehn Jahren im Job, wie viel Gelegenheiten ich habe, Dinge zu tun, die mir sehr liegen und Spaß machen, neben der Routine, die sich eingestellt hat und Freiräume bietet (einfach dadurch, dass der Kopf für anderes frei ist, weil das Arbeitsblatt schon fertig ist).

    Was ich sagen will: Exodus, nach dem Fehlstart hast du neue Chancen. Du wirst irgendwie einen Weg finden, das zu tun, was dir am Herzen liegt, Potential ist ja offenbar da. Zerfleische dich nicht so, versuche, etwas positiver heranzugehen, mit mehr Vertrauen zu dir und deiner Zukunft. Schon deinem Kind zuliebe. Denn das braucht dein Vertrauen genauso. Es wird seinen Weg machen. Und du auch.


    im gespräch kristallisierte sich dann heraus, dass sie die situation si bei mir einschätzt, dass ich so ein referendariat am gymnasium nur mit hängen und würgen und enorm viel unterstützung bewerkstelligen könne und sie mir das selbst nicht zutraut - mhm, da war ich erstmal ratlos

    Du glaubst ja nicht, wie viele Unterrichtsbesuche schief gehen und nachher kommt doch noch ein guter Lehrer dabei heraus ... In so einer Situation braucht man Mitstreiter und Freunde, die einem helfen - welchen Wert hat eine Diagnose auf Grund einer Dreiviertelstunde, die jemand gesehen hat? Hattest du denn danach noch einen Besuch, oder hast du das gleich aufgegeben?

    Wieso sollte ein Chemielehrer in der Oberstufe nicht Chemie unterrichten können? Dafür ist er doch ausgebildet? Das sind Schüler, die da unterrichtet werden, keine Doktoranden.

    Wie schon beschrieben, man ist im Schulalltag darauf angewiesen, sich rasch etwas anzueignen, manchmal ist das leider nur ein oberflächliches Sichanlesen, aber was soll man machen? Mein Tag hat auch nur 24 Stunden. Was allein innerhalb der Informatik ständig hinzukommt und sich ändert, da wäre es schon ein Fulltimejob, sich ständig auf dem Laufenden zu halten. Letztlich kommt es darauf an, eine solide Grundlage zu haben und vermitteln zu können und sich auf neue Entwicklungen einzustellen bzw. Querbezüge zu anderen Fächern herstellen zu können. Aber dass man dafür gleich alle Nachbarfächer studieren müsste - geht halt nicht.

    Mathe+Physik ist jetzt auch nicht die Traumkombi. Mathe hat auch Berührung zu Informatik, nur als Beispiel, und auch da müsste man sich auskennen, um z.B. die Matheprogramme zu bedienen und die Anwendungen der Mathematik innerhalb der Informatik darstellen zu können. Oder nimm den ganzen technischen Bereich am Berufskolleg, Wirtschaft etc.

    Such dir die Fächer aus, die dir liegen. Die Schüler haben viele Lehrer. Die Mischung macht's.


    Aber ja, mehrere Kinder haben wollen und gleichzeitig genug Zeit usw. ist nur möglich, wenn man dann wohl dem Berufsleben den Rücken zukehrt, oder? So nach dem Motto: Wer das Eine will, muss das Andere in Kauf nehmen. Meinst du es so?

    Dem Berufsleben kann man den Rücken erst zukehren, wenn man mal einen Fuß drin hat. Ich finde es einfach ungeschickt, die Ausbildung mittendrin abzubrechen. Du könntest das Ref machen und danach erst mal zu Hause bleiben. Irgendwann willst du da raus wollen. Dann kannst du dich bewerben, mit entsprechender Qualifikation.

    Vielleicht brauchst du etwas Abstand von dem "Trauma" am Gymnasium und machst nach dem Umzug einen neuen Anlauf? Ich habe das Gefühl, du kämst an der Grundschule besser zurecht.

    Ich weiß natürlich nicht, was für dich das Beste ist. Ich finde nur dein Ansinnen etwas bedenklich: Partner soll jetzt bitte rasch promovieren, damit er die Familie finanziert, während ich noch nach Selbstverwirklichung strebe und mich sortiere, aber erst noch zwei, drei Kinder, und um die will ich mich auch reichlich kümmern können. Du wärst nicht die erste, die mit einem solchen Lebensentwurf auf die Nase fällt.

    Du könntest in einen sicheren Job einsteigen, der dir natürlich auch Freiheiten gewährt, vor allem aber deinen Lebensunterhalt auch unabhängig vom Partner sichert. Dass das mit einer künstlerischen freien Tätigkeit nicht so einfach ist, hast du ja schon festgestellt. Warum willst du nicht Grundschullehrerin werden? Deine Gründe, die gegen das Lehramt an Gymnasien sprechen - wie du meinst - haben doch mit dem Grundschullehramt nichts zu tun.


    Ich wüsste auch wie mein Kollegium darauf reagieren würde, wenn ich unkorrigierte Arbeiten zurücklassen würde: Nämlich verständnisvoll.
    Wäre ich an einer Schule, wo ich blöde Kommentare ernten würde oder mein SL mich dazu dienstverpflichten würde, dann würde ich entsprechend reagieren.

    Genau das ist es ja. Ich würde eine solche Korrektur auch ohne Murren übernehmen. Und der SL wäre damit natürlich einverstanden, warum denn auch nicht?

    Und ich verstehe auch nicht, wie man überhaupt so ängstlich sein kann. Binemei, du wirst nicht wegen einer nicht korrigierten Klausur den Beamtenstatus verlieren. Ich nehme an, dass die Nervosität deiner Gesamtsituation geschuldet ist. Was du hier liest, sind doch konstruktive Lösungsvorschläge, die dein Anliegen durchgängig unterstützen. Von daher verstehe ich deinen leicht gereizten Ton nicht. Such dir Hilfe, das scheint dringend geraten!!

    binemei, müssen wir das jetzt verstehen? Du kannst deine Vertretung wirklich nicht bitten, die Arbeit zu korrigieren? Warum heißt es Vertretung ... hm ... da übernimmt jemand deine Aufgaben, weil du sie nicht erledigen kannst. Wo ist denn das Problem? Dass dein Schulleiter sich das anders vorgestellt hat? Wann soll er dir was ins Gesicht klatschen, du bist doch gar nicht da?! Das weiß doch jeder, dass man eine Deutschklausur nicht in einer Viertelstunde korrigiert. Welchen Aufwand willst du denn noch treiben, du hast doch wirklich Dringenderes zu tun und bedenken.

    Wende dich doch mal an Lehrerrat oder Personalrat. Ich glaube nicht, dass es zu dieser speziellen Frage ein Gerichtsurteil gibt, aber wenn doch, dann müssen die das ja wissen.

    Edit: Oder besser an die Gleichstellungsbeauftragte, die dürfte zuständig sein.

    Ich würde die Arbeiten der Vertretung hinlegen und dann gehen. Wer soll dir da was wollen?

    Nett wäre es natürlich, vorher Bescheid zu geben, dass du es so machst, aber wenn du da Ärger befürchtest, würde ich auch das lassen. Scheint dringend nötig zu sein, dass du mal an dich denkst!

    Wenn mehr Geld für Sozialarbeiter ausgegeben wird, dann doch deshalb, weil Lehrer eben keine Sozialarbeiter sind und von Aufgaben, für die sie nicht qualifiziert sind, entlastet werden sollen. Ich teile die Skepsis, ob die Versprechungen eingehalten werden, aber die Richtung stimmt trotzdem.

    Bei uns gibt es einen Sozialarbeiter und ein speziell ausgebildetes Beratungsteam. Klar kümmere ich mich auch um meine Schüler, aber vor allem unterrichte ich.

    Und ja, natürlich darf man nicht die Schule seiner Kindheit erwarten, wenn man Lehrer wird. Alles verändert sich ständig, das gilt aber für alle Bereiche. Handsoome, du musst das schon allein für dich entscheiden. Ob "man" Lehrer werden sollte - wer will das wissen.

    Das Verhalten deines Kollegen finde ich sehr komisch. Ich denke, es wäre seine Sache gewesen, die Eltern zu verständigen bzw. zu entscheiden, ob das nötig war, denn um genau das hast du ihn ja gebeten. Ein Satz ins Hausaufgabenheft finde ich in so einem Fall auch nicht ausreichend.

    Was du falsch gemacht haben sollst, weiß ich nicht, denn du hast dich an einen erfahrerenen und auch zuständigen Kollegen gewendet, der zudem Klassenlehrer ist.

    Nun ja, jetzt bist du um eine Erfahrung reicher. Mach dich nicht verrückt deshalb. Da wächst du schon rein.

    Ich habe mich auch schon sehr oft über Arztrechnungen gewundert und hin und wieder auch tatsächlich den Arzt gewechselt, weil ich das Gefühl hatte, ich werde ausgenommen.

    Das Krasseste war mal ein Orthopäde, der scheinheilig nach dem Impfstatus meiner Tochter fragte und dann meinte, er müsse Gottweißwas für diese Beratung in Rechnung stellen.

    Falsche Rechnungen gibt es gelegentlich auch. Manchmal frage ich vorher, was bestimmte Maßnahmen kosten, bei denen ja nicht immer klar ist, ob sie notwendig sind oder was bringen.

    Man möchte manchmal gar nicht wissen, was die bei gesetzlich Versicherten alles abrechnen, in der Annahme, das merkt keiner ...

    Und hör bitte auf, die Klasse zu bedauern, weil deine Vorgängerin weg ist. Sie wird sich um ihr Kind kümmern, denn das ist ihr Kind, und weder sie noch du sind Mama von dieser Klasse. Und überhaupt. Das Leben ist kein Ponyhof und Lehrerinnen machen nicht nur duziduzi.

    Mach einfach weiter. Du deinen Job, die Schüler ihren. Und lass dich nicht von Sprüchen wie "bei Frau X war das so und so" manipulieren.

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