Beiträge von Piksieben


    Ich wüsste auch wie mein Kollegium darauf reagieren würde, wenn ich unkorrigierte Arbeiten zurücklassen würde: Nämlich verständnisvoll.
    Wäre ich an einer Schule, wo ich blöde Kommentare ernten würde oder mein SL mich dazu dienstverpflichten würde, dann würde ich entsprechend reagieren.

    Genau das ist es ja. Ich würde eine solche Korrektur auch ohne Murren übernehmen. Und der SL wäre damit natürlich einverstanden, warum denn auch nicht?

    Und ich verstehe auch nicht, wie man überhaupt so ängstlich sein kann. Binemei, du wirst nicht wegen einer nicht korrigierten Klausur den Beamtenstatus verlieren. Ich nehme an, dass die Nervosität deiner Gesamtsituation geschuldet ist. Was du hier liest, sind doch konstruktive Lösungsvorschläge, die dein Anliegen durchgängig unterstützen. Von daher verstehe ich deinen leicht gereizten Ton nicht. Such dir Hilfe, das scheint dringend geraten!!

    binemei, müssen wir das jetzt verstehen? Du kannst deine Vertretung wirklich nicht bitten, die Arbeit zu korrigieren? Warum heißt es Vertretung ... hm ... da übernimmt jemand deine Aufgaben, weil du sie nicht erledigen kannst. Wo ist denn das Problem? Dass dein Schulleiter sich das anders vorgestellt hat? Wann soll er dir was ins Gesicht klatschen, du bist doch gar nicht da?! Das weiß doch jeder, dass man eine Deutschklausur nicht in einer Viertelstunde korrigiert. Welchen Aufwand willst du denn noch treiben, du hast doch wirklich Dringenderes zu tun und bedenken.

    Wende dich doch mal an Lehrerrat oder Personalrat. Ich glaube nicht, dass es zu dieser speziellen Frage ein Gerichtsurteil gibt, aber wenn doch, dann müssen die das ja wissen.

    Edit: Oder besser an die Gleichstellungsbeauftragte, die dürfte zuständig sein.

    Ich würde die Arbeiten der Vertretung hinlegen und dann gehen. Wer soll dir da was wollen?

    Nett wäre es natürlich, vorher Bescheid zu geben, dass du es so machst, aber wenn du da Ärger befürchtest, würde ich auch das lassen. Scheint dringend nötig zu sein, dass du mal an dich denkst!

    Wenn mehr Geld für Sozialarbeiter ausgegeben wird, dann doch deshalb, weil Lehrer eben keine Sozialarbeiter sind und von Aufgaben, für die sie nicht qualifiziert sind, entlastet werden sollen. Ich teile die Skepsis, ob die Versprechungen eingehalten werden, aber die Richtung stimmt trotzdem.

    Bei uns gibt es einen Sozialarbeiter und ein speziell ausgebildetes Beratungsteam. Klar kümmere ich mich auch um meine Schüler, aber vor allem unterrichte ich.

    Und ja, natürlich darf man nicht die Schule seiner Kindheit erwarten, wenn man Lehrer wird. Alles verändert sich ständig, das gilt aber für alle Bereiche. Handsoome, du musst das schon allein für dich entscheiden. Ob "man" Lehrer werden sollte - wer will das wissen.

    Das Verhalten deines Kollegen finde ich sehr komisch. Ich denke, es wäre seine Sache gewesen, die Eltern zu verständigen bzw. zu entscheiden, ob das nötig war, denn um genau das hast du ihn ja gebeten. Ein Satz ins Hausaufgabenheft finde ich in so einem Fall auch nicht ausreichend.

    Was du falsch gemacht haben sollst, weiß ich nicht, denn du hast dich an einen erfahrerenen und auch zuständigen Kollegen gewendet, der zudem Klassenlehrer ist.

    Nun ja, jetzt bist du um eine Erfahrung reicher. Mach dich nicht verrückt deshalb. Da wächst du schon rein.

    Ich habe mich auch schon sehr oft über Arztrechnungen gewundert und hin und wieder auch tatsächlich den Arzt gewechselt, weil ich das Gefühl hatte, ich werde ausgenommen.

    Das Krasseste war mal ein Orthopäde, der scheinheilig nach dem Impfstatus meiner Tochter fragte und dann meinte, er müsse Gottweißwas für diese Beratung in Rechnung stellen.

    Falsche Rechnungen gibt es gelegentlich auch. Manchmal frage ich vorher, was bestimmte Maßnahmen kosten, bei denen ja nicht immer klar ist, ob sie notwendig sind oder was bringen.

    Man möchte manchmal gar nicht wissen, was die bei gesetzlich Versicherten alles abrechnen, in der Annahme, das merkt keiner ...

    Und hör bitte auf, die Klasse zu bedauern, weil deine Vorgängerin weg ist. Sie wird sich um ihr Kind kümmern, denn das ist ihr Kind, und weder sie noch du sind Mama von dieser Klasse. Und überhaupt. Das Leben ist kein Ponyhof und Lehrerinnen machen nicht nur duziduzi.

    Mach einfach weiter. Du deinen Job, die Schüler ihren. Und lass dich nicht von Sprüchen wie "bei Frau X war das so und so" manipulieren.

    Es gibt ja noch nicht mal eine Anzeige, also einfach abregen, Rausch ausschlafen und gute Vorsätze fassen. Es ist doch nichts passiert. Wenn alle Leute, die sich mal danebenbenommen haben, entlassen würden, wären die Schulen leer ...

    Micky, vielleicht solltest du die Beiträge nicht mehr als Antwort auf deine Frage betrachten. Die ist beantwortet und dein Problem ist somit erledigt.

    Dass man sich darüber hinaus Gedanken darüber macht, wie mit solchen Fällen umgegangen wird, ist eine andere als die Ausgangsfrage, aber betrifft uns halt auch ständig. Warum sollten wir diesen Austausch nicht hier fortsetzen? Du musst doch nicht mehr mitlesen.

    Mich nervt der Ton hier auch manchmal, aber hier in diesem Fall finde ich es nicht so wild, und es geht nicht gegen dich. Und natürlich sollst du hier keine Details schreiben. Das erwartet doch keiner.

    Nein. Nicht jeder versucht das Scheitern zu verhindern. Ein Schüler, dessen Versetzung gefährdet ist, würde sich sonst nämlich hinsetzen und lernen. Manche können sich dazu nicht aufraffen, schwänzen auch weiter. Wir reden hier von beruflichen Schulen. Nicht jeder hat den richtigen Weg eingeschlagen, und es ist nicht die Aufgabe der Schule, jemanden auf Teufel komm raus zu einem Abschluss zu bringen, auch wenn klar ist, dass das nicht der richtige Weg ist.

    Manchmal muss man sein Leben ändern, und das würde ich nicht mal Scheitern nennen. Ein Studienabbruch ist ja auch nicht immer ein "Durchfallen", sondern oft die (rechtzeitige) Einsicht, dass es das nicht war.

    Schüler kosten den Staat eine Menge Geld. Nicht alle, die fehlen, sind psychisch krank (wer krankgeschrieben ist, wird natürlich nicht ausgeschult). Einige gehen während der Schulzeit jobben, beziehen aber auch noch Bafög. Das geht einfach nicht.

    Schüler, die nicht da sind, kann man auch nicht beraten.

    Die Teilkonferenz ist auch dazu da, eventuell vorhandenen Problemen auf die Spur zu kommen. Wenn auch das nicht fruchtet, bleibt nur die Entlassung.

    Bei den Schülern, bei denen ich das bisher erlebt habe, war ohnehin klar, dass sie den Abschluss nicht schaffen. Schlimm genug, dass einige bis zu drei Jahren bei uns herumhocken und dann ohne Abschluss gehen müssen. Ja, man hat sie beraten, aber sie wollten halt bleiben. Welch eine Verschwendung von Ressourcen und Lebenszeit.

    Überflüssig. Dem Schulleiter wird die Mailbox zugespammt und als Adressat fühlt man sich überwacht.

    Es gehört zu den gängigen Regeln des E-Mail-Verkehrs, dass man Nachrichten nur an die schickt, die sie auch brauchen. Was interessiert denn den Schulleiter, ob ich gerade eine Stunde vertrete.

    Allerdings weißt du nie, ob das vielleicht mit Bcc noch an jemand anders geht. Von daher sollte man sowieso immer aufpassen, was man so schreibt.

    Hier z. B. (http://www.computerwoche.de/a/14-regeln-fu…-verkehr,595979)

    "4. Gehen Sie sparsam mit der Funktion "Antwort an alle" um.Es besteht die Möglichkeit, die Nachricht an eine Gruppe zu versenden, aus der sich vielleicht nur ein Prozent der Beteiligten dafür interessiert. Der Effekt ist vergleichbar mit einer Fahrt in einem öffentlichen Verkehrsmittel, in dem man gezwungen ist, dem Handygespräch eines Unbekannten zuzuhören. Wer ohne Notwendigkeit allen antwortet, erzeugt außerdem jede Menge elektronischen Müll. Insbesondere, wenn Anhänge mitgeschickt werden, führt das unnötige Versenden an große Verteiler zu Ressourcenproblemen."

    Leider ist das nicht so einfach. Es gibt institutionellen Rassismus. Wenn manchen Leuten immer wieder ungeschickte Fragen gestellt werden und anderen nicht, dann ist das institutioneller Rassismus. Was der einzelne Frager sich dabei gedacht hat, und dass der nicht ausgrenzen und diskriminieren will, spielt dabei eine Nebenrolle. (Und ihn deswegen als Rassisten zu bezeichnen, wäre sehr dumm und alles andere als hilfreich, ist aber abhängig davon, wie man Rassismus definiert.)

    Und ich möchte nicht jede Gedankenlosigkeit als Rassismus definieren. Ich habe oben beschrieben, dass eigentlich jeder, der nicht ganz so ist wie die anderen, mit dieser Gedankenlosigkeit zu tun hat und dass man natürlich daran arbeiten kann und muss, behutsamer miteinander umzugehen - dass man aber nicht immer gleich niedere Motive unterstellen muss. Ist zwischen "Wo kommst du her?" und "Ausländer raus" wirklich kein Unterschied?

    Da sagt man, jemand sei "an den Rollstuhl gefesselt", ohne darüber nachzudenken, wie das bei jemand ankommt, der auf den Rollstuhl angewiesen ist. Man schwärmt von seinem Urlaub und vergisst, dass das Gegenüber kein Geld hat, um sich einen Flug oder ein Hotel zu leisten, oder gerade im Krankenhaus liegt. Und denkt eigentlich niemand darüber nach, wie ungehörig es ist, das Essen anderer Leute zu kommentieren ("Das sieht aber gesund aus, he, he ... weißt du wieviel Fett dadrin ist ...").

    Manchmal kann ich die Ungeduld der Leute begreifen, die die ewige politische Korrektheit nervt. Ich traue mich ja auch kaum schon, hier etwas zu schreiben, weil ich ja dann prompt in diese Ecke gestellt werde, nichts von der Definition von Rassismus verstehe und bestimmt verkappt rassistisch bin.

    Ich verstehe Bolzbolds Anliegen, wirklich. Aber wer meint, es würde in keiner Situation andere beleidigen, unbeabsichtigt oder nicht, der belügt sich.

    "Sie geben mir nur eine 3, weil ich Türke bin", "Lisa kriegt wieder einen Mädchenbonus" - was soll man denn da noch sagen? Wer glaubt einem denn, dass man *wirklich* versucht, gerecht zu sein?

    Aber ich vergaß: Absichten zählen ja nicht. Na denn ...

    Stimmt Schantalle. Rassismus heißt doch nicht, dass man ungeschickte Fragen stellt. Rassismus heißt, dass man ausgrenzt, diskriminiert, drangsaliert, benachteiligt.

    Es gibt diese Kultur des Beleidigtseins, die selbst naiven Fragen Diskriminierung unterstellt.

    Eigentlich sollte man also gar keine Fragen stellen. Ich las einmal, dass man auch nicht fragen soll, ob jemand verheiratet ist. Klingt nach Smalltalk, kann aber bewirken, dass man jemanden verstört, der gerade in einer komplizierten Scheidung steckt, verlassen wurde oder dessen Partner gerade verstorben ist. Oder der sich gedrängt fühlt, über seinen gleichgeschlechtlichen Partner zu sprechen, das aber vielleicht nicht will.

    Wer ein chronisch krankes Kind hat, den kränken Sprüche wie "Hauptsache gesund", die dahergeplappert werden, ohne einmal darüber nachzudenken, was das für jemanden bedeutet, der über diese "Hauptsache" nicht verfügt.

    Die Liste ließe sich endlos fortsetzen, und die Ungeschicklichkeiten, mit denen sich Menschen gegenseitig kränken, sind unvermeidlich. Man kann sich bemühen, und die Fettnäpfchen stehen, wie ja schon erwähnt, doch überall herum.

    Ich nehme an, dass Mitstreiter, die man im Seminar trifft, vermutlich OBASler aus ganz NRW sein werden, oder? Die sieht man wahrscheinlich immer nur an Seminartagen. Ich dachte, vielleicht hilft ja auch der Austausch mit ihnen. Nur man wird sie nicht so oft sehen, denke ich….

    Wir hatten einen super Zusammenhalt im Seminar. Man lernt sich schnell kennen, weil man dasselbe Ziel und dieselben Probleme hat. Das war sehr hilfreich, wirklich.

    Teilzeit ist finanziell ein Nachteil, weil man eben doch mehr arbeitet als es dem Anteil entspricht. Aber ich habe der Kinder wegen in der Ausbildung auch so weit es ging reduziert. Das ging problemlos. Aber das Seminar kennt da halt keine Gnade, ich hatte einen Tag in der Woche mit 8-15 Uhr durchgehenden Seminaren, danach ist man dann schon groggy.

    Mit dem Aufwand ist das ansonsten so eine Sache. Viele Leute reden viel, viel über die viele Zeit, die sie mit Arbeiten verbringen. Davon darf man sich nicht zu sehr beeindrucken lassen. Ich habe in der Ausbildungszeit nachmittags meist die Zeit mit Kindern und Haushalt verbracht und mich dann abends nochmal hingesetzt, und am Sonntag Vormittag. Es kommt halt auch drauf an, was man so mitbringt (fachlich und persönlich) und wie man arbeitet (organisiert/schnell/übergründlich ...). Zum Teil bereiten die Leute wirklich viel und lange vor. Du hast halt Unterrichtsbesuche, die du zuvor schriftlich darstellen musst (Unterrichtsentwurf) - da musst du erst herausfinden, was erwartet wird, und dann ist es auch eine Frage der Übung; manche Leute tun sich schwer, so etwas zu verfassen, ich fand es nicht so schlimm.

    Es gibt Leute, denen das alles leicht fällt und die mit den Schülern gleich gut klarkommen und die positiv an die Sache herangehen. Und andere, die verzweifeln oder total genervt sind. Ich fand das Unterrichten anfangs schon schwer.

    Natürlich gehst du mit deinen Kindern in den Park! Aber die Tage sind schon durchgetaktet. Du musst auch sicherstellen, dass deine Kinder auch im Krankheitsfall betreut werden.

    Lass dich nicht verrückt machen! Aber bereite dich so vor, dass du gerade in der ersten Zeit genügend Freiräume hast - so gut das eben geht.

    Aus Elternsicht: Ich finde Gedichte und Lieder schon ganz schön, das sind bleibende Erinnerungen, wenn die Kleinen da so aufgeregt auf der Bühne stehen.

    Ansonsten denke ich, wenn die Kinder anfangen, sich zu langweilen, sollte mit dem Aufräumen angefangen werden. Plane das Ganze doch von vorneherein nicht so lang und schreib das gleich auf die Einladung drauf.

    Den Vertrag wirst du schon rechtzeitig bekommen, vermutlich in der Schule. Du solltest rasch Bescheid geben, dass du Teilzeit machen willst. Das wird nicht abgelehnt, aber du musst eine bestimmte Anzahl Stunden unterrichten, ich glaube 12 (bin nicht sicher), plus Seminar, also so wirklich wenig ist das nicht.

    Und ja, es ist stressig, denn es kommt viel auf einmal auf dich zu. Man steht halt die ganze Zeit unter Beobachtung - das ist es, was mich am meisten genervt hat. Du wirst auch oft abends und am Wochenende am Schreibtisch sitzen. Ist für die Kinderbetreuung gesorgt?

    Aber kein Grund zu verzagen, es ist zu schaffen. Und danach kannst du auch weiter Teilzeit machen, und dann wird es spürbar leichter.

Werbung