Beiträge von Piksieben

    Es gibt ja noch nicht mal eine Anzeige, also einfach abregen, Rausch ausschlafen und gute Vorsätze fassen. Es ist doch nichts passiert. Wenn alle Leute, die sich mal danebenbenommen haben, entlassen würden, wären die Schulen leer ...

    Micky, vielleicht solltest du die Beiträge nicht mehr als Antwort auf deine Frage betrachten. Die ist beantwortet und dein Problem ist somit erledigt.

    Dass man sich darüber hinaus Gedanken darüber macht, wie mit solchen Fällen umgegangen wird, ist eine andere als die Ausgangsfrage, aber betrifft uns halt auch ständig. Warum sollten wir diesen Austausch nicht hier fortsetzen? Du musst doch nicht mehr mitlesen.

    Mich nervt der Ton hier auch manchmal, aber hier in diesem Fall finde ich es nicht so wild, und es geht nicht gegen dich. Und natürlich sollst du hier keine Details schreiben. Das erwartet doch keiner.

    Nein. Nicht jeder versucht das Scheitern zu verhindern. Ein Schüler, dessen Versetzung gefährdet ist, würde sich sonst nämlich hinsetzen und lernen. Manche können sich dazu nicht aufraffen, schwänzen auch weiter. Wir reden hier von beruflichen Schulen. Nicht jeder hat den richtigen Weg eingeschlagen, und es ist nicht die Aufgabe der Schule, jemanden auf Teufel komm raus zu einem Abschluss zu bringen, auch wenn klar ist, dass das nicht der richtige Weg ist.

    Manchmal muss man sein Leben ändern, und das würde ich nicht mal Scheitern nennen. Ein Studienabbruch ist ja auch nicht immer ein "Durchfallen", sondern oft die (rechtzeitige) Einsicht, dass es das nicht war.

    Schüler kosten den Staat eine Menge Geld. Nicht alle, die fehlen, sind psychisch krank (wer krankgeschrieben ist, wird natürlich nicht ausgeschult). Einige gehen während der Schulzeit jobben, beziehen aber auch noch Bafög. Das geht einfach nicht.

    Schüler, die nicht da sind, kann man auch nicht beraten.

    Die Teilkonferenz ist auch dazu da, eventuell vorhandenen Problemen auf die Spur zu kommen. Wenn auch das nicht fruchtet, bleibt nur die Entlassung.

    Bei den Schülern, bei denen ich das bisher erlebt habe, war ohnehin klar, dass sie den Abschluss nicht schaffen. Schlimm genug, dass einige bis zu drei Jahren bei uns herumhocken und dann ohne Abschluss gehen müssen. Ja, man hat sie beraten, aber sie wollten halt bleiben. Welch eine Verschwendung von Ressourcen und Lebenszeit.

    Überflüssig. Dem Schulleiter wird die Mailbox zugespammt und als Adressat fühlt man sich überwacht.

    Es gehört zu den gängigen Regeln des E-Mail-Verkehrs, dass man Nachrichten nur an die schickt, die sie auch brauchen. Was interessiert denn den Schulleiter, ob ich gerade eine Stunde vertrete.

    Allerdings weißt du nie, ob das vielleicht mit Bcc noch an jemand anders geht. Von daher sollte man sowieso immer aufpassen, was man so schreibt.

    Hier z. B. (http://www.computerwoche.de/a/14-regeln-fu…-verkehr,595979)

    "4. Gehen Sie sparsam mit der Funktion "Antwort an alle" um.Es besteht die Möglichkeit, die Nachricht an eine Gruppe zu versenden, aus der sich vielleicht nur ein Prozent der Beteiligten dafür interessiert. Der Effekt ist vergleichbar mit einer Fahrt in einem öffentlichen Verkehrsmittel, in dem man gezwungen ist, dem Handygespräch eines Unbekannten zuzuhören. Wer ohne Notwendigkeit allen antwortet, erzeugt außerdem jede Menge elektronischen Müll. Insbesondere, wenn Anhänge mitgeschickt werden, führt das unnötige Versenden an große Verteiler zu Ressourcenproblemen."

    Leider ist das nicht so einfach. Es gibt institutionellen Rassismus. Wenn manchen Leuten immer wieder ungeschickte Fragen gestellt werden und anderen nicht, dann ist das institutioneller Rassismus. Was der einzelne Frager sich dabei gedacht hat, und dass der nicht ausgrenzen und diskriminieren will, spielt dabei eine Nebenrolle. (Und ihn deswegen als Rassisten zu bezeichnen, wäre sehr dumm und alles andere als hilfreich, ist aber abhängig davon, wie man Rassismus definiert.)

    Und ich möchte nicht jede Gedankenlosigkeit als Rassismus definieren. Ich habe oben beschrieben, dass eigentlich jeder, der nicht ganz so ist wie die anderen, mit dieser Gedankenlosigkeit zu tun hat und dass man natürlich daran arbeiten kann und muss, behutsamer miteinander umzugehen - dass man aber nicht immer gleich niedere Motive unterstellen muss. Ist zwischen "Wo kommst du her?" und "Ausländer raus" wirklich kein Unterschied?

    Da sagt man, jemand sei "an den Rollstuhl gefesselt", ohne darüber nachzudenken, wie das bei jemand ankommt, der auf den Rollstuhl angewiesen ist. Man schwärmt von seinem Urlaub und vergisst, dass das Gegenüber kein Geld hat, um sich einen Flug oder ein Hotel zu leisten, oder gerade im Krankenhaus liegt. Und denkt eigentlich niemand darüber nach, wie ungehörig es ist, das Essen anderer Leute zu kommentieren ("Das sieht aber gesund aus, he, he ... weißt du wieviel Fett dadrin ist ...").

    Manchmal kann ich die Ungeduld der Leute begreifen, die die ewige politische Korrektheit nervt. Ich traue mich ja auch kaum schon, hier etwas zu schreiben, weil ich ja dann prompt in diese Ecke gestellt werde, nichts von der Definition von Rassismus verstehe und bestimmt verkappt rassistisch bin.

    Ich verstehe Bolzbolds Anliegen, wirklich. Aber wer meint, es würde in keiner Situation andere beleidigen, unbeabsichtigt oder nicht, der belügt sich.

    "Sie geben mir nur eine 3, weil ich Türke bin", "Lisa kriegt wieder einen Mädchenbonus" - was soll man denn da noch sagen? Wer glaubt einem denn, dass man *wirklich* versucht, gerecht zu sein?

    Aber ich vergaß: Absichten zählen ja nicht. Na denn ...

    Stimmt Schantalle. Rassismus heißt doch nicht, dass man ungeschickte Fragen stellt. Rassismus heißt, dass man ausgrenzt, diskriminiert, drangsaliert, benachteiligt.

    Es gibt diese Kultur des Beleidigtseins, die selbst naiven Fragen Diskriminierung unterstellt.

    Eigentlich sollte man also gar keine Fragen stellen. Ich las einmal, dass man auch nicht fragen soll, ob jemand verheiratet ist. Klingt nach Smalltalk, kann aber bewirken, dass man jemanden verstört, der gerade in einer komplizierten Scheidung steckt, verlassen wurde oder dessen Partner gerade verstorben ist. Oder der sich gedrängt fühlt, über seinen gleichgeschlechtlichen Partner zu sprechen, das aber vielleicht nicht will.

    Wer ein chronisch krankes Kind hat, den kränken Sprüche wie "Hauptsache gesund", die dahergeplappert werden, ohne einmal darüber nachzudenken, was das für jemanden bedeutet, der über diese "Hauptsache" nicht verfügt.

    Die Liste ließe sich endlos fortsetzen, und die Ungeschicklichkeiten, mit denen sich Menschen gegenseitig kränken, sind unvermeidlich. Man kann sich bemühen, und die Fettnäpfchen stehen, wie ja schon erwähnt, doch überall herum.

    Ich nehme an, dass Mitstreiter, die man im Seminar trifft, vermutlich OBASler aus ganz NRW sein werden, oder? Die sieht man wahrscheinlich immer nur an Seminartagen. Ich dachte, vielleicht hilft ja auch der Austausch mit ihnen. Nur man wird sie nicht so oft sehen, denke ich….

    Wir hatten einen super Zusammenhalt im Seminar. Man lernt sich schnell kennen, weil man dasselbe Ziel und dieselben Probleme hat. Das war sehr hilfreich, wirklich.

    Teilzeit ist finanziell ein Nachteil, weil man eben doch mehr arbeitet als es dem Anteil entspricht. Aber ich habe der Kinder wegen in der Ausbildung auch so weit es ging reduziert. Das ging problemlos. Aber das Seminar kennt da halt keine Gnade, ich hatte einen Tag in der Woche mit 8-15 Uhr durchgehenden Seminaren, danach ist man dann schon groggy.

    Mit dem Aufwand ist das ansonsten so eine Sache. Viele Leute reden viel, viel über die viele Zeit, die sie mit Arbeiten verbringen. Davon darf man sich nicht zu sehr beeindrucken lassen. Ich habe in der Ausbildungszeit nachmittags meist die Zeit mit Kindern und Haushalt verbracht und mich dann abends nochmal hingesetzt, und am Sonntag Vormittag. Es kommt halt auch drauf an, was man so mitbringt (fachlich und persönlich) und wie man arbeitet (organisiert/schnell/übergründlich ...). Zum Teil bereiten die Leute wirklich viel und lange vor. Du hast halt Unterrichtsbesuche, die du zuvor schriftlich darstellen musst (Unterrichtsentwurf) - da musst du erst herausfinden, was erwartet wird, und dann ist es auch eine Frage der Übung; manche Leute tun sich schwer, so etwas zu verfassen, ich fand es nicht so schlimm.

    Es gibt Leute, denen das alles leicht fällt und die mit den Schülern gleich gut klarkommen und die positiv an die Sache herangehen. Und andere, die verzweifeln oder total genervt sind. Ich fand das Unterrichten anfangs schon schwer.

    Natürlich gehst du mit deinen Kindern in den Park! Aber die Tage sind schon durchgetaktet. Du musst auch sicherstellen, dass deine Kinder auch im Krankheitsfall betreut werden.

    Lass dich nicht verrückt machen! Aber bereite dich so vor, dass du gerade in der ersten Zeit genügend Freiräume hast - so gut das eben geht.

    Aus Elternsicht: Ich finde Gedichte und Lieder schon ganz schön, das sind bleibende Erinnerungen, wenn die Kleinen da so aufgeregt auf der Bühne stehen.

    Ansonsten denke ich, wenn die Kinder anfangen, sich zu langweilen, sollte mit dem Aufräumen angefangen werden. Plane das Ganze doch von vorneherein nicht so lang und schreib das gleich auf die Einladung drauf.

    Den Vertrag wirst du schon rechtzeitig bekommen, vermutlich in der Schule. Du solltest rasch Bescheid geben, dass du Teilzeit machen willst. Das wird nicht abgelehnt, aber du musst eine bestimmte Anzahl Stunden unterrichten, ich glaube 12 (bin nicht sicher), plus Seminar, also so wirklich wenig ist das nicht.

    Und ja, es ist stressig, denn es kommt viel auf einmal auf dich zu. Man steht halt die ganze Zeit unter Beobachtung - das ist es, was mich am meisten genervt hat. Du wirst auch oft abends und am Wochenende am Schreibtisch sitzen. Ist für die Kinderbetreuung gesorgt?

    Aber kein Grund zu verzagen, es ist zu schaffen. Und danach kannst du auch weiter Teilzeit machen, und dann wird es spürbar leichter.

    Bei uns gibt es jede Menge Seiteneinsteiger mit Funktionsstellen und auch mein Fachleiter war ein Seiteneinsteiger.

    Unter finanziellen Gesichtspunkten ist ein Seiteneinstieg natürlich auch attraktiver. Ich wüsste nichts, was wirklich dagegen spräche, außer dass es etwas stressiger ist als das Referendariat. Aber was soll's. Das geht auch vorbei.

    Du hast ein abgeschlossenes Studium. Ich kann dir nichts über die genauen Konditionen in Berlin sagen, aber ich würde den Seiteneinstieg an deiner Stelle wählen, wenn er mit dem Staatsexamen abschließt und dein befristeter Vertrag im Anschluss in einen unbefristeten Vertrag umgewandelt wird (so ist es in NRW). Du wirst gebraucht, und zwar jetzt, was kann dir denn Besseres passieren?


    Verabreicht ihr euren Kindern nur weiter Antibiotika, werft ihnen Schmerz- und Fiebermittel bei erhöhter Temperatur ein und sagt ihnen, sie mögen durchhalten.

    Ja, was genau machen "wir" denn: Kinder einfach "durchhalten" lassen oder sie mit Schmerzmitteln zuballern ("Schmerzmittel" hat doch was mit Linderung zu tun, oder irre ich)? Falsch scheint es ja grundsätzlich zu sein.

    Wie war das noch mit dem "gesunden Menschenverstand"? Mir sagt er: Hausmittel heißen Hausmittel, weil man sie im Haus hat und erst mal ausprobiert, bevor man sich in das volle Sprechzimmer setzt. Das bezahlt die Kasse nicht. Was gibt es darüber überhaupt zu diskutieren? Macht man das nicht von selbst: Erst mal einen heißen Tee und warme Socken? Ach nein: "Wir" werfen ja erst mal Antibiotika ein, klar, auch wenn das Kind aufs Knie gefallen ist. Oder ach nein: "Wir" tun gar nichts, statt zu den Globuli zu greifen, die "ihr" offenbar im Haus habt (reichen für ein Jahr - oder ach, wie war das: man geht ja jedesmal zu einem Homöopathen, der einen stundenlang berät ..., hm ... ich liege mit Schnupfen lieber auf dem Sofa ... ist vermutlich auch falsch ...).

    Meine Güte wie verwirrend
    Ich glaube, ich muss auch noch mal ein paar Silvester auf die YouTube-Unität :hammer:

    Natürlich entwickelst du deinen eigenen Stil. Betonung auf entwickeln. Dazu gehört auch, mal einen Ratschlag anzunehmen, zum Beispiel den, dass man sich auch mal zurücknehmen und schweigen muss, auch wenn es einem schwerfällt. Deshalb muss man das ja nicht immer machen, aber der Hinweis an sich ist richtig. Und das bedenkt man auch erst, wenn einem jemand das sagt.

    Vielleicht solltest du etwas konstruktiver und offener mit diese Hinweisen umgehen. Das heißt ja nicht, dass du dich völlig verändern sollst. Entwickeln halt.

    Nachher macht man eh sein Ding - man kann ja nicht aus seiner Haut. Lass dich nicht entmutigen!

    Jetzt chill mal, FüllerFuxi :baden:
    Ein bisschen versumpfen darf man mal - vor allem wenn man ansonsten so aktiv ist wie dein Sohn. Er wird jetzt nicht nur blöde Ballerspiele machen, und von einer Onlinesucht ist er sicher weit entfernt.

    Vor der Kiste ist nicht vor der Kiste. Ich verbringe einen sehr großen Teil meiner Arbeitszeit davor und bin auch nicht verblödeter als andere. Ich programmiere mir meine eigenen Spiele und die entspannen mich.

    Panama: NATÜRLICH ist Programmieren ein Hobby, das gefördert werden soll!! Programmieren schult das logische und mathematische Denken und fördert die Kreativität. Bitte keinesfalls ausbremsen! Wer kann schon sein Geld mit Fußballspielen verdienen? Da hat man es als Informatiker deutlich leichter!

    Man muss immer das Gesamtkind betrachten, es ist ähnlich wie mit Süßigkeiten, Fernsehen ... Wobei: Das mit dem Fernsehen hat ja auch nicht zum Untergang des Abendlandes geführt, und jetzt ist es schon kein Thema mehr. Ohne Zweifel gibt es schlimme Online-Sucht. Aber es gibt auch den normal-krankhaften Gebrauch, wie die Erwachsenen ihn auch haben. Da steht man sich mit überzogenen Erziehungsansprüchen selbst im Weg.

    Er ist erst 10, er wird noch nerviger :pfeif: Da muss man durch.

    Selbstheilungskräfte kann man am besten durch eine genaue Diagnose aktivieren. Dafür genügt ein Satz: "Keine Angst, das geht von selbst weg." Wenn das nicht möglich ist, dann hätte ich gern ein nach wissenschaftlichen Standards erprobtes Medikament. Und klar, das klappt nicht immer.

    Ich glaube, vielen Leuten geht esoterischer Hokuspokus einfach auf die Nerven, Engelkult und Räucherstäbchen etc. und eben auch das Gewese um Zuckerkügelchen, die man alle 15 Minuten einwerfen muss (ich habe, wie beschrieben, schon allerlei probiert und finde sehr vieles sehr nutzlos). Natürlich muss man sich deshalb nicht "anschreien" und auch nicht schwarzweiß malen, da hast du schon recht, schwingendes Telefon.

    WillG, stimme mit dir völlig überein, dass man erst mal herausarbeiten sollte, was mit "Epoche" gemeint ist. Mein Vorschlag ging in die Richtung, für diese Frage einen Impuls zu geben ("Wohin damit?").

    Die Frage nach den aktuellen Entwicklungen finde ich auch gut, aber ich hatte das Gefühl, das erfüllt nicht so richtig die Vorgaben, die TE schilderte.

    Jetzt halte ich lieber den Mund :whistling:

    Nun ja, es ging ja darum, was die Beihilfe bezahlt. Das sollte das sein, was medizinisch erprobt, sinnvoll und notwendig ist. Darüber muss man sich streiten dürfen. Dass auch im konventionellen System Fehler sind, ist offensichtlich. Die fehlende Zeit für Gespräche zum Beispiel. Da ist aber nicht die Homöopathie die Lösung, da wäre es eine angemessene Bezahlung für diese Zeit.

    Aber ebensowenig wie wir als Lehrer können Ärzte nicht die Welt retten. Oft sind Krankheitsursachen ja recht einfach zu benennen. Mit sorgsamen Eltern, Bildung und genügend Geld für gesundes Essen und Hygiene würden sich viele Krankheiten vermeiden lassen. Wenn ein Arzt die Beteiligten einer Prügelei versorgt, hilft er auch nur bis zum nächsten Zusammenstoß. Stelle ich mir frustrierend vor.

    Die Haltung mancher Patienten ist aber auch sonderbar. Man muss nicht für jedes Wehwehchen etwas einnehmen. Viel wichtiger ist es, dass ein Arzt die bedrohlichen Krankheiten rechtzeitig erkennt. Ich gehe nicht zum Arzt, weil ich Hustensaft brauche, sondern um sicherzugehen, dass ich keine Lungenentzündung habe.

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